8 Mile (VHS) Testbericht

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ab 18,06
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Erfahrungsbericht von hirni

You only get one shot???

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mittlerweile dürfte es ja allgemein bekannt sein. Nicht jeder der denkt er könne singen und damit sogar erfolgreich ist, ist auch in der Branche Film erfolgreich. Bestes Beispiel ist wohl die Blamage von Britney Spears mit „Crossraods“ wurde sogar getoppt von Mariah Carey mit „Glimmer“. Aber es waren wohl doch die Männer, die in beiden Bereichen erfolgreich waren. Und allein weil ich ein Fan von HipHop bzw. Rap bin und natürlich auch von Eminem war, musste ich in den Film 8 Mile. Das ganze wurde noch durch den Original Soundtrack „Lose Yourself“ bestätigt, der mir wirklich sehr gefiel. Und viel gute Kritik, besonders von anspruchsvollerer Seite, machte meine Spannung nicht unbedingt kleiner. Dann vor einer Woche war ich endlich drin. Hier meine „Erfahrungen“:


Story:
Detroit, 1995, eine Stadt, die besonders vom Zerfall alter Häuser, Kriminalität und Armut gekennzeichnet ist. „8 Mile“ heißt die Straße, die das Viertel der Weißen von dem der Schwarzen trennt. Rap ist für die meisten Jugendlichen das einzige Wahre, hier können sie ihre Sorgen vergessen und hier fühlen sich sowohl Weiße, als auch Schwarze wohl. Auch Jimmy Jr. Smith, genannte „Bunny Rabbit“ oder „B-Rabbit“ (Eminem), liebt Rap. Ihm ist das Zusammensein mit Freunden wichtiger als seine Familie. Von der ist nicht mehr viel übrig. Er lebt mit seiner Mutter Stephanie (Kim Basinger) und seiner kleinen Schwester Lily (Chloe Greenfield) in einen Trailer. Seine Schwester ist die einzige, die ihm was bedeutet. Seine Mutter ist eine alkoholkranke Bingosüchtige, die mit Jimmys Ex-Schulfreund (!) zusammen ist.

Jimmy also ist kaum zu Hause und treibt sich mit seinen Freunden Future (Mekhi Pfeifer), der Battles veranstaltet und gerne Jimmy auf die Bühne holen würde, dazu später mehr, DJ Iz (Anthony Mackie), Sol George (Omar Benson Miller) und Cheddar Bob (Evan Jones). Future ist von Jimmys Rap-Talent überzeugt, aber der hat vor dem ersten Battle so ein Lampenfieber, dass er auf der Toilette kotzen muss. Beim Auftritt dann bekommt er kein Wort raus; auch Tage später noch ist er das Gespött der Leute.

Seiner Freundin hat er den Laufpass gegeben, da sie anscheinend schwanger ist. Seine Arbeit hat er an einer Stanzmaschine für eine Autofabrik und seinen Chef bedeutet er nicht viel, da er ständig zu spät kommt und dann noch die Schuld den andren gibt.

Während der Arbeit lernt er dann Alex (Brittany Murphy) kennen, die von einer Modelkarriere, wie er von einer Rapkarriere, träumt, um dann nach New York zu kommen. Er verliebt sich in sie, was auf Gegenseitig beruht.


Als dann aber plötzlich kommt die Kündigung für den Trailer an Jimmys Mutter, ihr Freund verlässt sie, nachdem er durch eine Versicherung viel Geld „verdient“ und Jimmy scheint auch nicht so erfolgreich zu sein. Erst war er kurz davor einen Plattenvertrag mit einen von Papa Docs (Anthony Mackie) Männern zu bekommen, aber diesen erwischt er, wie er mit Alex schläft, dann verkracht er sich auch noch mit Future, der für ihn einfach ein Battle organisiert, aber Jimmy will sein eigenen Ding drehen, wird er es schaffen…


Meinung
Wer hätte es gedacht? Eminem kann gut schauspielern, auch wenn er es nie gelernt hat, sind seine Gefühle, seine Reaktionen realistisch. Immer wieder „rastet“ er aus und man kann ihn gut verstehen. Er ist jemand, der etwas, wie jeder andere, werden will, aber erst Angst vor dem Versagen hat. Er weiß nicht richtig, wie er es machen soll, obwohl er einige gute Kontakte hat. Er hat Gefühle, die manchmal mit ihm durchgehen und schlägt dann auch mal den Freund seiner Mutter vor den Augen seiner kleinen Schwester, was ihm darauf sofort wieder Leid tut.
Auch die andren Schauspieler, die, bis auf Kim Basinger, auf jeden Fall in Deutschland, nicht sehr bekannt sind, machen ihre Arbeit größtenteils sehr gut. Sie erschaffen eine Stimmung, die durch die teilweise schon fast schockierenden Bilder der kaputten Stadt bestätigen. Sie alle haben Probleme und Gefühle, wollen aber wie Jimmy einmal ganz groß rauskommen, obwohl sie eigentlich alle wissen, dass es sinnlos ist.

8 Mile ist im Gegensatz zu vielen andren Filmen keine „Werbung“ für die Vereinigten Staaten, in dem nur die großen und tollen Städte gezeigt werden, die ganzen reichen Leute usw. Hier wird eine Seite gezeigt, die so, nur in ganz Filmen zu sehen ist.
Die ganze Stimmung die aufkommt, wirkt realistisch.

Musikalisch wird das ganze natürlich, laut Abspann, von Kid Rock, Xzibit und natürlich Dr. Der untermalt und zwar fantastisch. Eminem sponsert natürlich auch noch ein paar Lieder dazu bei.

Was auch gut gelungen ist, ist die deutsche Synchronisation von Eminem, auch wenn es eine kleine Umstellung von der Stimme in den Lieder zu der Stimmte im Film ist, passt sie doch sehr gut. Die Texte in den Battles wurden zum Glück nicht übersetzt, was wahrscheinlich eine totale Blamage wäre, stattdessen haben sie den Originaltext gelassen und das ganze per Untertitel für weniger Englischmächtige verständlich gemacht. Fast schon schockierend waren dann die Wörter, die im Film vorkommen. Hier wurden die Texte fast 1zu1 aus den englischen Übernommen und sind unzensiert zu lesen. Und das ist schon ein bisschen mehr als nur „Scheiße“ und „Arsch“. Aber ich glaube, diese gehören mittlerweile zu dem Wortschatz eines 12-jährigen. Wobei es schon besser ist, dass sie das ganze nicht entschärft haben, da das ganze sonst nicht die Stimmung richtig rübergebracht hätte, aber eine FSK von 12 ist da schon etwas wage, aber solche komischen Entscheidungen kennen wir ja schon (z.B. Blair Witch Project), da die FSK, bloß nach den Kriterien „Gewalt“ und „Sex“ einen Film ein passendes Alter gibt.

Überrascht hat mich auf jeden Fall die Story. Sie soll ja auch sehr an Eminem’s Aufstieg angelehnt sein, an den Aufstieg, den man nicht von VIVA oder MTV kennt. Eminem lebte ja auch in Detroit und so ähnlich wie im Film, wird wohl auch seine Jugend ausgesehen haben.
Der Film spielt im Grunde nur zwischen den ersten, vermasselten Battle und dem zweiten, was natürlich schon nach eine Fortsetzung schreit, Hollywood eben. Trotzdem ist das Ende gut, es ist ein sehr offenes Ende und ich möchte es auch nicht verraten, da es doch ziemlich überraschend kommt. Auf jeden Fall handelt der Original Soundtrack „Lose Yourself“ von der Story von 8 Mile. Wer sich also ein Liedtext davon besorgt und das ganze ins Deutsche übersetzt, weiß ungefähr genauso viel wie nach meiner Beschreibung. Den Soundtrack kann ich übrigens auch empfehlen, sowie das ganze Album mit den Namen „8 Mile“.


Fazit
Für Eminem-Fans ist der Film ein Muss, auch wenn ihn viel gar nicht gut finden, was ich nun überhaupt nicht verstehen kann. Ich bin Eminem-Fan und war begeistert, weil es mal nicht so ein typischer Hollywood-Film ist, in denen die großen, tollen Städte wie New York, Las Vegas, Wahington etc. gezeigt werden und nur lauter tolle Leute aus USA vorkommen. Hier wird mal die andere Seite von USA gezeigt und das alleine ist schon ein Grund mal in den Film zu gehen, es ist der Teil, den wir alle eigentlich schon von USA kennen, der aber trotzdem nie gezeigt wird, der Teil, den der Staat wohl „vergessen“ hat.


P.S.: Im Soundtrack singz bzw. rappt Eminem, man bekäme nur eine Chance (You only get one shot), aber im Film hatte er doch eine zweite Chance. Na ja, vielleicht sollte ich vorher den ganzen Text übersetzten :)

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