Dead Man Walking (VHS) Testbericht

Dead-man-walking-vhs-drama
ab 17,93
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Erfahrungsbericht von Elamar

Ein relativ objektiver Film über die Todesstrafe...

Pro:

Sehr ausdrucksstark

Kontra:

sehr traurig :-((

Empfehlung:

Ja

Ein Junge und dessen Mädchen sind tot. Vergewaltigt dann erschossen hat man sie im Wald liegen lassen.

Einer der beiden Angeklagten wurde zur Todesstrafe verurteilt und es gibt nur noch wenige Verhandlungen bei denen dieses Urteil umgestimmt werden kann.

Eine Nonne hat es sich selbst auferlegt den Verurteilten zur Vollstreckung zu begleiten... Die Situation das Urteil aufzuheben ist sehr gering. Die Aufgabe der Nonne ist es nun, dem (vermeintlichen) Kläger den Weg zu Gott zu zeigen, damit er selbst erkennt, dass er nicht mehr oberflächlich mit einigen Dingen umgehen kann. Dass er selbst einsieht und es ihm wirklich Leid tut, was er getan hat.

An dem Film ist folgendes sehr beachtlich. Nicht wie in anderen Filmen wird das Geschehene nur von einem Standpunkt aus gezeigt, nein, die Nonne besucht auch die Angehörigen der Opfer. Hier wird die Problematik der Todesstrafe klar. Ist es gerechtfertigt einen Menschen der anderen Menschen das Leben genommen hat, zu bestrafen indem man ihm selbst auch das Leben nimmt. Viele der Fragen und der Kritik an der Todesstrafe werden hier angesprochen (wenn nicht sogar alle).

Ein Mensch, der andere Menschen getötet hat, sieht ein, dass er etwas schlimmes getan hat und dem es leid tut...hat er dann nicht die Chance verdient sich zu verbessern. Auf der anderen Seite, hat er ja auch andern das Leben genommen. Nach dem Motto: Wie du mir so auch dir!
Gläubige Christen sind strickt gegen die Todesstrafe: Die zehn Gebote besagen immerhin: Du sollst nicht töten. Allerdings bringt der Mensch auch Tiere um und hält sich sowieso nicht daran. Deswegen fragen Befürworter der Todesstrafe warum dann diese "Tiere" (Täter) nicht einem Tier gleichzusetzen sind.
Die Todesstrafe ist unwiederruflich, d.h. es gibt oft Fälle in Amerika, bei denen erst nach der Urteilsverstreckung die Unschuld des Angeklagten herausgefunden wird.
Die Angehörigen der Opfer jedoch können erst dann wieder Frieden finden, wenn der Täter dasselbe leid erfährt wie den Verwandten, Freunden etc.

Ich persönlich finde den Film sehr sehr ausdrucksstark. Mit verschieden Standpunkte aus
lässt der Film auf tolle Weise an der eigenen Meinung zweifeln, die man vorher hatte. Im Nachhinein bin ich wirklich zu der Meinung gekommen, dass die Todesstrafe vermieden werden sollte.

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