Final Destination 3 (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von TheCorvus
Uns erwartet eine Endlosreihe!
Pro:
Todesarten
Kontra:
Schauspieler, Kamera
Empfehlung:
Ja
Vor 6 Jahren eröffnete uns James Womg mit "Final Destination" ein neues Horror-Franchise, das sich zuerst dadurch von anderen familientauglichen Slashern abhob, weil diesmal kein Killer umhergeht und Teenager abschlachtet. Zum Glück wurde die Story von den "Akte-X" Machern abgelehnt und von James Wong fürs Kino aufpoliert. Es entstand ein extrem schwarzhumoriger Mystery-Horror Film.
"Final Destination 3" ist inszenatorisch gesehen der schwächste Teil der Reihe, was auch mit den extrem flachen Charakteren und den einfallslosen Dialogen zutun hat.
Story:
Wendy (Mary Elizabeth Winstead, "Sky High - Diese Schule hebt ab!") und ihre Mitschüler wollen ihren Abschluss in einem Freizeitpark feiern. Die größte Attraktion im Park ist die Achterbahn, mit der natürlich gleich alle Ehemaligen der McKinley Hichschool Fahren wollen. Wendy hat eine Vision, wie sie und ihre Mitschüler bei der Fahrt ums Leben kommen. Vor Panik verlassen Wendy und ein paar Freunde die Bahn. Von nun an sterben alle in der Reihenfolge wie sie in der Bahn gesessen haben. Der einzige Hinweis auf die Todesart und die Rettung ihrer Freunde erhält Wendy durch die Fotos, die sie damlas im Park von ihren Freunden geschossen hat.
Die Story bietet natürlich nichts Neues. Die einzige kleinere Neuerung ist die Vorwarnung durch die Fotos. Dieses Element wird aber nicht genug genutzt und unsere Protagonistin wirkt dadurch irgendwie Dumm, da sie die Lösung irgendwie schon immer vor sich hat und der Zuschauer irgendwie immer shcon mehr weiss als sie. Minutenlang starrt sie auf das Foto, dann wieder auf die Umgebung, die zum Foto passt, dann wieder das Foto. Und das während um sie herum alles ,etwas übertrieben, ausser Kontrolle gerät. Die ganze Sache mit den Fotos wirkt also etwas unbeholfen und reingequetscht.
In "Final Destination 1" bemühte man sich noch darum den Charakteren Profil zu geben, was ich für sehr wichtig halte, auch wenn es sich um ein Partymovie wie "Final Destination" oder "Nightmare On Elmstreet" handelt. Dass unsere Protagonistin Wendy am Ende natürlich auch das Zeitliche segnet ist vollkommen legitim, da sich die Produzenten somit wieder Platz für ein weiteres Sequel machen. Vielleicht erwartet uns eine Endlosreihe wie bei den unterhaltsamen "Friday the 13th" Filmen.
"Final Destination 3" bietet keinerlei Spannung zwischen den einzelnen Todesszenarien (fast ¾ des Films). Die Vorgänger waren da etwas sorgfältiger. Da wurde wenigstens noch nach dem Grund geforscht. Natürlich hätte das beim 3. mal Spannungstechnisch nicht mehr geklappt, aber dass Wendy sich die Lösungen und Erklärungen einfach aus dem Internet ausdruckt ist auch nicht viel spannender, auch wenn es heutzutage logisch erscheint. Dass man aber dabei auch noch versäumt die nun vorhandene Lücken zu füllen stößt etwas bitter auf, zumal es sich um eine Mysteryreihe handelt, was wiederum bedeutet, dass man etwas neues hinzufügen könnte. Dem Zuschauer muss es dann nur noch richtig verkauft werden, darum geht es doch.
Trotz jeder fehlenden Spannung im Film, ist das treibende Element die unterschiedlichen Todesarten, welche ich hier nicht verraten möchte, weil diese das einzige sind was den Film sehenswert macht. Aber glaubt mir, zu lachen gibt es genug. Das ist ebenfalls ein weiterer Vorteil des Films; er nimmt sich nicht ernst. Das Problem haben so einige Slasher- und Horrorfilme, wie z.B. "I Know What You Did Last Summer", der unberechtigterweise so sein wollte wie "Scream", aber dieser von etwas vollkommen Anderem gelebt hat.
Leider sind einige Todesarten weit hergeholt und auch zu lang gehalten, was seinen Höhepunkt im Baumarkt findet.
Wie bei jedem "FD" Teil ist die Exposition wieder wunderbar kurz gehalten. In den ersten 10 Minuten wird jede Person genau Charakterisiert, was bekanntlicherweise kein leichtes Unterfangen ist, wenn es sich um fast 9 (können auch mehr oder weniger gewesen sein) Personen handelt und man nach ca. 20 Minuten den Plot Point 1 erreicht haben sollte. Natürlich haben wir es hier nur mit Stereotypen zutun die dem Zuschauer nicht weiter nahgebracht werden, was aber okay ist, wenn man noch über den Tod der Personen lachen will.
Da es sich bei den "FD" Filmen mittlerweile um Standardware handelt fällt es nicht auf, dass der 2. Teil von David R. Ellis ("Final Call") und der 1. und 3. von James Wong gedreht wurde. Dass James Wong den Jet Li-Streifen "The One" verbrochen hat verzeihe ich ihm mal an dieser Stelle, immerhin hatte er den Mut eine Reihe zu starten, die bestimmt noch zwei weitere Sequels mit sich bringt.
Standardware bedeutet aber auch, dass verschiedene Dinge wie z.B. die Kamera nichts neues bieten. In diesem Fall hat Robert McLachlan, der auch schon in "Partyalarm-Finger weg von meiner Tochter" die Kamera gemacht hat, die Kamera übernommen. Also wird uns auch hier nichts neues oder inovatives geboten, bis auf die verdammt schnellen Schnitte die ab und zu auftauchen und die teils billigen CGI Effekte sichtlich vertuschen sollen. Überhaupt muss man am Anfang in der Achterbahn ganz genau hinschauen um zu sehen was eigentlich genau passiert. Das ist aber kein Fehler vom Kameramann, sondern von Chris G. Willingham, der zuvor anscheinend noch nie einen Film dieser Größenordnung geschnitten hat.
Genauso wenig bekannt ist mir Shirley Walker, die hier für die öde Musik verantwortlich ist.
Im Großen und Ganzen ist "FD3" ein super Partymovie zum abschalten und spaß haben. "FD1" hatte aber alles was den Nachfolgern leider teilweise fehlt. Er hatte solide und bekannte Darsteller, witzige Todesszenarien, Spannung, ruhige spannende Momente etc.
Den Sequels fehlt leider immer etwas davon. Aber eins kann ich euch versichern. Nach dem Kinobesuch malt man sich alle möglichen Szenarien aus, wie einen die Coladose auf dem Boden töten könnte.
7/10 Punkte für "FD3" ("FD1" hat 8/10 und "FD2" auch 7/10)
Im Gegensatz zu den Vorgängern ist der dritte Teil nicht ab 16 sondern erhielt von der FSK das Siegel "Keine Jugendfreigabe". Die Wertung FSK 18 gibt es übrigens nicht mehr, da einige das immernoch schreiben obwohl das schon seit 2003 so ist. Somit können Filme die von April 2003 ein "k.J." Siegel bekommen nicht mehr von der BpjM indiziert werden.
Achja, wie komme ich nächste Woche wieder zur Uni? Bahnfahren tue ich nach dem Film bestimmt nicht mehr! Viel Spaß
--Habe den Bericht auch bei Ciao.de reingestellt!--
"Final Destination 3" ist inszenatorisch gesehen der schwächste Teil der Reihe, was auch mit den extrem flachen Charakteren und den einfallslosen Dialogen zutun hat.
Story:
Wendy (Mary Elizabeth Winstead, "Sky High - Diese Schule hebt ab!") und ihre Mitschüler wollen ihren Abschluss in einem Freizeitpark feiern. Die größte Attraktion im Park ist die Achterbahn, mit der natürlich gleich alle Ehemaligen der McKinley Hichschool Fahren wollen. Wendy hat eine Vision, wie sie und ihre Mitschüler bei der Fahrt ums Leben kommen. Vor Panik verlassen Wendy und ein paar Freunde die Bahn. Von nun an sterben alle in der Reihenfolge wie sie in der Bahn gesessen haben. Der einzige Hinweis auf die Todesart und die Rettung ihrer Freunde erhält Wendy durch die Fotos, die sie damlas im Park von ihren Freunden geschossen hat.
Die Story bietet natürlich nichts Neues. Die einzige kleinere Neuerung ist die Vorwarnung durch die Fotos. Dieses Element wird aber nicht genug genutzt und unsere Protagonistin wirkt dadurch irgendwie Dumm, da sie die Lösung irgendwie schon immer vor sich hat und der Zuschauer irgendwie immer shcon mehr weiss als sie. Minutenlang starrt sie auf das Foto, dann wieder auf die Umgebung, die zum Foto passt, dann wieder das Foto. Und das während um sie herum alles ,etwas übertrieben, ausser Kontrolle gerät. Die ganze Sache mit den Fotos wirkt also etwas unbeholfen und reingequetscht.
In "Final Destination 1" bemühte man sich noch darum den Charakteren Profil zu geben, was ich für sehr wichtig halte, auch wenn es sich um ein Partymovie wie "Final Destination" oder "Nightmare On Elmstreet" handelt. Dass unsere Protagonistin Wendy am Ende natürlich auch das Zeitliche segnet ist vollkommen legitim, da sich die Produzenten somit wieder Platz für ein weiteres Sequel machen. Vielleicht erwartet uns eine Endlosreihe wie bei den unterhaltsamen "Friday the 13th" Filmen.
"Final Destination 3" bietet keinerlei Spannung zwischen den einzelnen Todesszenarien (fast ¾ des Films). Die Vorgänger waren da etwas sorgfältiger. Da wurde wenigstens noch nach dem Grund geforscht. Natürlich hätte das beim 3. mal Spannungstechnisch nicht mehr geklappt, aber dass Wendy sich die Lösungen und Erklärungen einfach aus dem Internet ausdruckt ist auch nicht viel spannender, auch wenn es heutzutage logisch erscheint. Dass man aber dabei auch noch versäumt die nun vorhandene Lücken zu füllen stößt etwas bitter auf, zumal es sich um eine Mysteryreihe handelt, was wiederum bedeutet, dass man etwas neues hinzufügen könnte. Dem Zuschauer muss es dann nur noch richtig verkauft werden, darum geht es doch.
Trotz jeder fehlenden Spannung im Film, ist das treibende Element die unterschiedlichen Todesarten, welche ich hier nicht verraten möchte, weil diese das einzige sind was den Film sehenswert macht. Aber glaubt mir, zu lachen gibt es genug. Das ist ebenfalls ein weiterer Vorteil des Films; er nimmt sich nicht ernst. Das Problem haben so einige Slasher- und Horrorfilme, wie z.B. "I Know What You Did Last Summer", der unberechtigterweise so sein wollte wie "Scream", aber dieser von etwas vollkommen Anderem gelebt hat.
Leider sind einige Todesarten weit hergeholt und auch zu lang gehalten, was seinen Höhepunkt im Baumarkt findet.
Wie bei jedem "FD" Teil ist die Exposition wieder wunderbar kurz gehalten. In den ersten 10 Minuten wird jede Person genau Charakterisiert, was bekanntlicherweise kein leichtes Unterfangen ist, wenn es sich um fast 9 (können auch mehr oder weniger gewesen sein) Personen handelt und man nach ca. 20 Minuten den Plot Point 1 erreicht haben sollte. Natürlich haben wir es hier nur mit Stereotypen zutun die dem Zuschauer nicht weiter nahgebracht werden, was aber okay ist, wenn man noch über den Tod der Personen lachen will.
Da es sich bei den "FD" Filmen mittlerweile um Standardware handelt fällt es nicht auf, dass der 2. Teil von David R. Ellis ("Final Call") und der 1. und 3. von James Wong gedreht wurde. Dass James Wong den Jet Li-Streifen "The One" verbrochen hat verzeihe ich ihm mal an dieser Stelle, immerhin hatte er den Mut eine Reihe zu starten, die bestimmt noch zwei weitere Sequels mit sich bringt.
Standardware bedeutet aber auch, dass verschiedene Dinge wie z.B. die Kamera nichts neues bieten. In diesem Fall hat Robert McLachlan, der auch schon in "Partyalarm-Finger weg von meiner Tochter" die Kamera gemacht hat, die Kamera übernommen. Also wird uns auch hier nichts neues oder inovatives geboten, bis auf die verdammt schnellen Schnitte die ab und zu auftauchen und die teils billigen CGI Effekte sichtlich vertuschen sollen. Überhaupt muss man am Anfang in der Achterbahn ganz genau hinschauen um zu sehen was eigentlich genau passiert. Das ist aber kein Fehler vom Kameramann, sondern von Chris G. Willingham, der zuvor anscheinend noch nie einen Film dieser Größenordnung geschnitten hat.
Genauso wenig bekannt ist mir Shirley Walker, die hier für die öde Musik verantwortlich ist.
Im Großen und Ganzen ist "FD3" ein super Partymovie zum abschalten und spaß haben. "FD1" hatte aber alles was den Nachfolgern leider teilweise fehlt. Er hatte solide und bekannte Darsteller, witzige Todesszenarien, Spannung, ruhige spannende Momente etc.
Den Sequels fehlt leider immer etwas davon. Aber eins kann ich euch versichern. Nach dem Kinobesuch malt man sich alle möglichen Szenarien aus, wie einen die Coladose auf dem Boden töten könnte.
7/10 Punkte für "FD3" ("FD1" hat 8/10 und "FD2" auch 7/10)
Im Gegensatz zu den Vorgängern ist der dritte Teil nicht ab 16 sondern erhielt von der FSK das Siegel "Keine Jugendfreigabe". Die Wertung FSK 18 gibt es übrigens nicht mehr, da einige das immernoch schreiben obwohl das schon seit 2003 so ist. Somit können Filme die von April 2003 ein "k.J." Siegel bekommen nicht mehr von der BpjM indiziert werden.
Achja, wie komme ich nächste Woche wieder zur Uni? Bahnfahren tue ich nach dem Film bestimmt nicht mehr! Viel Spaß
--Habe den Bericht auch bei Ciao.de reingestellt!--
14 Bewertungen, 4 Kommentare
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14.08.2006, 14:08 Uhr von superlativ
Bewertung: sehr hilfreichliebe grüße!
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14.08.2006, 11:53 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich~°~°~ Sehr Hilfreich ~°~°~
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14.08.2006, 01:47 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico :-)
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14.08.2006, 01:24 Uhr von ShortBrini
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht...Würde mich riesig über Gegenleung freuen....Brini
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