Splinter Cell (Adventure PC Spiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von Gorion
Wer im Dunklen schießt...
Pro:
Atmosphäre, Effekte & Grafik, KI, Animationen
Kontra:
geringer Umfang (20 Stunden)
Empfehlung:
Ja
...trifft immer ins Schwarze. So oder so ähnlich könnte das Motto für das seit einigen Monaten im Handel befindliche Schleich-Actionspiel Splinter Cell lauten.
Seit gut 3 Monaten besitze ich dieses meiner Meinung nach spannendste und zugleich atmosphärischste Computerspiel seit Half-Life.
Background & Story:
*****************
Georgien im Oktober 2004 - es ist Wahlkampf. Präsidentschaftswahlen stehen an. Aussichtsreichster Kandidat ist Kombayn Nicoladze, ein weltmännischer Milliardär und Business Tycoon, der dem Ex-Kommunistischen Staat den Weg zur westlichen Welt ebnen will. Etwa zur gleichen Zeit verschwinden in ebendiesem Land zwei der besten Agenten der amerikanischen National Security Agency (kurz NSA). Der ehemalige NSA Commando und ein Mann Armee Sam Fisher wird wieder einberufen, um den Dingen dort nachzugehen und abzuklären, was den Agenten widerfahren ist. Der Kuwait-Veteran kann bereits auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken, die wichtigsten Einsätze stehen ihm aber noch bevor. Als er entdeckt, dass die beiden Agenten brutal hingerichtet wurden (was denn sonst?), weil sie einem Geheimprojekt der georgischen Regierung auf der Spur waren, fällt der Verdacht schnell auf den neuen Präsidenten Kombayn Nicoladze, der natürlich sofort untertaucht.
Aus dem Untergrund organisiert dieser nun seinen Plan mit dem Codenamen \"The Ark\", \"Die Arche\" zu Deutsch, der ihn zum neuen Weltherrscher machen soll...
Mehr kann ich einfach nicht verraten...sorry...
Ganz so utopisch klingt das gar nicht, oder? Naja sagen wir für Computerspiel-Maßstäbe…;)
Die Story wird einerseits direkt in den Missionen, andererseits in kleinen gerenderten Zwischensequenzen vorangetrieben, die leider nicht sehr ansehnlich sind, da gefällt mir die normale Grafikengine weit besser!
Grafik & Leveldesign:
******************
Hier sind wir schon bei einer der größten Stärken dieses Spiels angelangt. Grafisch macht Splinter Cell einiges her und braucht selbst den Vergleich mit anderen Schwergewichten wie Mafia und UT 2003 nicht scheuen. Ich finde sogar, die Texturen und Lichteffekte von Splinter Cell sind sogar noch einen Tick feiner. Gleich zu Beginn sollen sie beispielsweise einen Informanten in einem brennenden Gebäude treffen, um wertvolle Informationen aus selbigem rauszuquetschen, bevor dieser den Löffel abgibt. Sie rutschen erst über ein gespanntes Seil von einem gegenüberliegenden Gebäude direkt durch das Fenster in das Zielgebäude. Glassplitter fallen realistisch klirrend zu Boden, Flammen und Rauchschwaden schlagen Ihnen entgegen, als Sie sich den Weg durch das in gescripteten Szenen teilweise einstürzende Bürogebäude ebnen. Da brennen ganze Räume in dem realistischsten Feuer, das ich seit dem Brand im Restaurant in Max Payne gesehen hab! Glühende Holz und Metallteile gehen mit schicken Partikeleffekten auf sie nieder, als sie durch eine Feuerwand in den Raum springen in dem sich der Kontaktmann aufhält - leider ist dieser bereits so gut wie tot, aber nicht tot genug, um Ihnen wichtige Hinweise auf die georgische Terrorgruppe zu geben, die für den Anschlag verantwortlich war...
Zum Weinen schön sind die Wasser- und Licht/Dunkeleffekte geworden, die auch maßgeblich das Gameplay beeinflussen - dazu unten mehr. Da scheint das Tageslicht in einem verdunkelten Raum durch eine schlecht gezimmerte Holzwand und bricht erstaunlich realistisch auf die Wand dahinter. In manchen Missionen operieren Sie auch im Regen. Die schiere Schönheit der Regenanimation lässt das schlechte Wetter sofort wieder vergessen: Die Tropfen glitzern im Schein der Straßenbeleuchtung und prallen realistisch auf allen Oberflächen auf! All diese Grafischen Finessen erzeugen eine WAHNSINNIG dichte Schleich-Atmophäre, die bis dato von keinem anderen Spiel geboten wird!
Animationen & KI:
****************
Besonders gelungen sind finde ich die Animationen der Charaktere, die allesamt über aufwendiges Motion Capturing in den Computer gelangt sind. Sam verfügt über jede Menge Special Moves wie an Gittern und klaustrophobisch anmutenden Rohren entlangklettern, an Abgründen und Seilen hangeln, sich an die Wand drücken und so um Ecken sehen und schießen, per Doppelsprung über meterhohe Wände kraxeln, Feinde in den Schwitzkasten nehmen, sich von Gebäuden abseilen und so in Fenster springen - um nur einige wenige zu nennen.
Erstaunlich ist auch vie Vielfältigkeit und Kombinierbarkeit der Animationen. Während Sam an einem horizontalen Seil hangelt, kann er zum Beispiel auf unten vorbeimarschierende Wachen feuern - worunter selbstverständlich die Treffergenauigkeit leidet.
Doch auch die Gesichter sind gut geworden. Obwohl die nur rudimentär vorhandene Mimik und Gestik in Anbetracht des bald erscheinenden Half-Life 2 verblasst ;)
Die Einheiten KI ist meiner Meinung nach äußerst gelungen. Wenn sie auf einen Soldaten zuschleichen und er hört nur EINEN Schritt, wird er der Sache bestimmt nachgehen! Sind Sie einmal entdeckt, agieren die Wachen auch im Team um Ihnen den Garaus zu machen.
Wegfindungsprobleme der KI konnte ich selbst bei engen Räumen mit jeder Menge Hindernissen nicht feststellen. Gegen Schluss des Spieles reagieren die Gegner immer schlauer, auch die Trefferzonen werden weiter eingeschränkt - die extrem stark gepanzerten Commando-Terroristen in den letzten Missionen kann man nur durch einen gezielten Kopftreffer ausschalten (oder einfach KO schlagen).
Waffen & Gadgets:
***************
Sam Fisher ist Einzelkämpfer. Deswegen führt er für so ziemlich jede Notsituation ein entsprechendes Tool mit. Diese so genannten Gadgets umfassen:
Nacht/Thermalsichtgerät: Dieses Accessoire hat Fisher ständig bei sich. Jedoch wird die Thermalsicht erst im fortgeschrittenen Spiel verfügbar. Die Grafikeffekte sind fast schon genial. Mit dem NSG kann man auch Laserschranken enttarnen, während die Wärmesicht bei einem verminten Hinterhof und beim Herausfinden von einer Zahlenkombination eines Türschlosses, das noch Wärmespuren des Generals trägt, der den richtigen Code zuvor eingegeben hat, zum Einsatz kommt. (genial, oder?)
Das Beste dabei: Feinde erkennt man per Thermalsicht sogar durch Wände…
Optic Cable: Optisches Kabel mit dem man unter Türen durch schauen kann. Ganz nützlich zum Ausspähen von Feindgruppen.
Camera Jammer: Gerät, mit dem man sich drehende Überwachungskameras anhalten kann. So kann man sich bequem aus dem Sichtfeld begeben. Erst zum Schluss des Spiels verfügbar!
Laser Mic: Hochsensibles Richtmikrofon, das eine große Reichweite hat. Wird manchmal benötigt, um ein wichtiges Gespräch einer Skriptsequenz mitzuverfolgen.
Lockpick: Dietrich für verschlossene Türen. Sobald man das Ding benutzt, erscheint ein Querschnitt des Schlosses am Bildschirm und der Spieler muss mit Hilfe der Cursortasten versuchen, den Dietrich so zu drehen, dass er das Schloss knackt. Klingt kompliziert, ist aber einfach und macht Spaß.
Automatischer Lockpick: Ähnliches Prinzip wie beim normalen Dietrich, nur muss der Spieler nicht selbst das Schloss knacken.
Medikit & Splittergranaten: Muss ich das wirklich erklären? *G*
Nun zu den Waffen. Es gibt derer leider nur zwei, was etwas wenig scheint. Nur sind diese Waffen so vielseitig aufrüstbar, dass sie nicht fad werden! Da wäre einmal die Pistole mit Schalldämpfer (geniales Waffengeräusch!). Bei Kopfschüssen immer tödlich. Auch die erste Wahl fürs Ausschalten von Überwachungskameras (die gibt es leider auch in kugelsicherer Version) und zum Ausknipsen von Straßenbeleuchtung, um sich vor allzu neugierigen Blicken zu verstecken.
Die zweite Waffe ist das SC-20K - ein Allzweck-Gewehr. Es ist mit einem Zielfernrohr, einem Schalldämpfer und einem 40mm Granatwerfer ausgestattet. Der Automatische Feuermodus ist nur aus nächster Nähe empfehlenswert, weil die Waffe sehr leicht verreißt. Einzelne Schüsse auf den Kopf des Opfers sind effektiver. Für den Sniper Modus (übrigens auch mit Nachtsichtgerät und Thermalsicht-Funktion) haben sich die Entwickler auch was einfallen lassen:
Man kann nämlich nur einen gezielten Schuss abgeben, indem man im Sniper Mode per rechter Maustaste den Atem anhält und so extrem genau zielt, wobei man aber nur 3 Sekunden für einen präzisen Schuss Zeit hat. Hält man den Atem nicht an, wackelt das Zielkreuz stark! Das gibt dem Spiel sehr viel Realismus. Wem das zu kompliziert klingt, der sei beruhigt: Dieses Manöver lernen auch Anfänger in kürzester Zeit und man schießt dann sogar genauer als bei anderen Shootern!
Das SC-20K hat jedoch noch mehr zu bieten. So kann Sam damit eine \"Sticky Camera\" verschießen, die ihm die betreffende Region wenn nötig auch restlichtverstärkt oder aus der Thermalsicht zeigt. Ähnlich funktioniert die \"Diversion Camera\", mit der Wachen per Geräusch angelockt und mit einer Art Tränengas für einige Sekunden außer Gefecht gesetzt werden – gerade genug Zeit für Sam um einen tödlichen Treffer zu landen...
Zum Schluss seien noch Gummigeschoße und Elektroschockergeschoße genannt die Gegner bewusstlos zu Boden sinken lassen.
Gameplay & Soundkulisse:
**********************
Splinter Cell strotzt nur so vor spielrelevanten Finessen, die das Schleich-Action Genre quasi neu definieren. So verfügt Sam Fisher über einen Anzug mit Photozellen, die ihm ständig anzeigen, wie hell er erleuchtet ist. Wenn er sich im Dunkeln aufhält, ist selbst für Feinde die einen Meter neben einem vorbeigehen unsichtbar. Das verstecken-zuschlagen-Leiche verstecken-Schema ist das um und auf – und macht auch noch einen Heidenspaß.
Sam kann sich auch geduckt fortbewegen, wobei es auch hier, wie beim Laufen mehrere Geschwindigkeiten gibt, die äußerst bequem über das Mausrad geregelt werden. Dabei gibt es 4 Geschwindigkeitsstufen, die jeweils in einem höherem/geringerem Bewegungsgeräusch resultieren - das wird jedoch auch stark von dem Untergrund beeinflusst. So macht man bereits beträchtlichen Lärm, wenn man über Glassplitter oder Marmorplatten läuft, weswegen es sich empfiehlt, solche Stellen tunlichst zu meiden.
Auch während den Missionen wird die spannende Story vorangetrieben. Viele Feinde tragen so genannte \"Data Sticks\" bei sich, eine Art digitales Memo, worin sich Türcodes, wichtige Levelinformation oder einfach Storyinformation befindet. Auch in Computern (die übrigens ganz nette Bildschirmschoner haben ;)) ist solche Information verborgen, die Sam aber im Nullkommanix heraushackt *g*
Die dichte Soundkulisse trägt das Ihre zur perfekten Atmosphäre des Spiels bei. Den realistisch intonierten Regen kann man beispielsweise fast schon riechen! Musik ist da eher zweitrangig und untermalt lediglich das Szenario ein wenig, nervt aber auf keinen Fall.
Da ich das unbeschreibliche Glück hatte, an die Originale US-Version zu gelangen, kann ich sagen, dass Sprachausgabe wirklich PERFEKT synchronisiert wurde (fast völlig lippensynchron)! Die Stimmen passen zu den Charakteren und vermitteln die Story äußerst glaubwürdig.
Eigene Meinung & Systemanforderungen:
**********************************
Woa, das war ein langer Bericht...sorry dafür...aber ich hätte wirklich nix auslassen können ;)
Also, wie ich es schon mehrmals durchblicken hab lassen, habe ich die rund 20 Stunden (zugegeben etwas wenig für 45 Euro), die ich mit dem Spiel verbracht hab SEHR genossen. Es leistet sich keine groben Fehler oder Bugs. Spannende Story, atemberaubende Effekte/Grafik und atmosphärische Dichte sowie eine einfache Steuerung und vielseitige Waffensysteme zeichnen dieses Game aus.
Als Mindestkonfiguration wird eine 800 CPU angegeben. Wer dazu mindestens eine GeForce 3 sein eigen nennt, kann sich ohne Ruckler bei 1024x768x32 und vollen Details daran machen, den 3. Weltkrieg zu verhindern!
Liebe Grüße und danke fürs Lesen & Bewerten,
Gruß,
Euer Gorion
Seit gut 3 Monaten besitze ich dieses meiner Meinung nach spannendste und zugleich atmosphärischste Computerspiel seit Half-Life.
Background & Story:
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Georgien im Oktober 2004 - es ist Wahlkampf. Präsidentschaftswahlen stehen an. Aussichtsreichster Kandidat ist Kombayn Nicoladze, ein weltmännischer Milliardär und Business Tycoon, der dem Ex-Kommunistischen Staat den Weg zur westlichen Welt ebnen will. Etwa zur gleichen Zeit verschwinden in ebendiesem Land zwei der besten Agenten der amerikanischen National Security Agency (kurz NSA). Der ehemalige NSA Commando und ein Mann Armee Sam Fisher wird wieder einberufen, um den Dingen dort nachzugehen und abzuklären, was den Agenten widerfahren ist. Der Kuwait-Veteran kann bereits auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken, die wichtigsten Einsätze stehen ihm aber noch bevor. Als er entdeckt, dass die beiden Agenten brutal hingerichtet wurden (was denn sonst?), weil sie einem Geheimprojekt der georgischen Regierung auf der Spur waren, fällt der Verdacht schnell auf den neuen Präsidenten Kombayn Nicoladze, der natürlich sofort untertaucht.
Aus dem Untergrund organisiert dieser nun seinen Plan mit dem Codenamen \"The Ark\", \"Die Arche\" zu Deutsch, der ihn zum neuen Weltherrscher machen soll...
Mehr kann ich einfach nicht verraten...sorry...
Ganz so utopisch klingt das gar nicht, oder? Naja sagen wir für Computerspiel-Maßstäbe…;)
Die Story wird einerseits direkt in den Missionen, andererseits in kleinen gerenderten Zwischensequenzen vorangetrieben, die leider nicht sehr ansehnlich sind, da gefällt mir die normale Grafikengine weit besser!
Grafik & Leveldesign:
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Hier sind wir schon bei einer der größten Stärken dieses Spiels angelangt. Grafisch macht Splinter Cell einiges her und braucht selbst den Vergleich mit anderen Schwergewichten wie Mafia und UT 2003 nicht scheuen. Ich finde sogar, die Texturen und Lichteffekte von Splinter Cell sind sogar noch einen Tick feiner. Gleich zu Beginn sollen sie beispielsweise einen Informanten in einem brennenden Gebäude treffen, um wertvolle Informationen aus selbigem rauszuquetschen, bevor dieser den Löffel abgibt. Sie rutschen erst über ein gespanntes Seil von einem gegenüberliegenden Gebäude direkt durch das Fenster in das Zielgebäude. Glassplitter fallen realistisch klirrend zu Boden, Flammen und Rauchschwaden schlagen Ihnen entgegen, als Sie sich den Weg durch das in gescripteten Szenen teilweise einstürzende Bürogebäude ebnen. Da brennen ganze Räume in dem realistischsten Feuer, das ich seit dem Brand im Restaurant in Max Payne gesehen hab! Glühende Holz und Metallteile gehen mit schicken Partikeleffekten auf sie nieder, als sie durch eine Feuerwand in den Raum springen in dem sich der Kontaktmann aufhält - leider ist dieser bereits so gut wie tot, aber nicht tot genug, um Ihnen wichtige Hinweise auf die georgische Terrorgruppe zu geben, die für den Anschlag verantwortlich war...
Zum Weinen schön sind die Wasser- und Licht/Dunkeleffekte geworden, die auch maßgeblich das Gameplay beeinflussen - dazu unten mehr. Da scheint das Tageslicht in einem verdunkelten Raum durch eine schlecht gezimmerte Holzwand und bricht erstaunlich realistisch auf die Wand dahinter. In manchen Missionen operieren Sie auch im Regen. Die schiere Schönheit der Regenanimation lässt das schlechte Wetter sofort wieder vergessen: Die Tropfen glitzern im Schein der Straßenbeleuchtung und prallen realistisch auf allen Oberflächen auf! All diese Grafischen Finessen erzeugen eine WAHNSINNIG dichte Schleich-Atmophäre, die bis dato von keinem anderen Spiel geboten wird!
Animationen & KI:
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Besonders gelungen sind finde ich die Animationen der Charaktere, die allesamt über aufwendiges Motion Capturing in den Computer gelangt sind. Sam verfügt über jede Menge Special Moves wie an Gittern und klaustrophobisch anmutenden Rohren entlangklettern, an Abgründen und Seilen hangeln, sich an die Wand drücken und so um Ecken sehen und schießen, per Doppelsprung über meterhohe Wände kraxeln, Feinde in den Schwitzkasten nehmen, sich von Gebäuden abseilen und so in Fenster springen - um nur einige wenige zu nennen.
Erstaunlich ist auch vie Vielfältigkeit und Kombinierbarkeit der Animationen. Während Sam an einem horizontalen Seil hangelt, kann er zum Beispiel auf unten vorbeimarschierende Wachen feuern - worunter selbstverständlich die Treffergenauigkeit leidet.
Doch auch die Gesichter sind gut geworden. Obwohl die nur rudimentär vorhandene Mimik und Gestik in Anbetracht des bald erscheinenden Half-Life 2 verblasst ;)
Die Einheiten KI ist meiner Meinung nach äußerst gelungen. Wenn sie auf einen Soldaten zuschleichen und er hört nur EINEN Schritt, wird er der Sache bestimmt nachgehen! Sind Sie einmal entdeckt, agieren die Wachen auch im Team um Ihnen den Garaus zu machen.
Wegfindungsprobleme der KI konnte ich selbst bei engen Räumen mit jeder Menge Hindernissen nicht feststellen. Gegen Schluss des Spieles reagieren die Gegner immer schlauer, auch die Trefferzonen werden weiter eingeschränkt - die extrem stark gepanzerten Commando-Terroristen in den letzten Missionen kann man nur durch einen gezielten Kopftreffer ausschalten (oder einfach KO schlagen).
Waffen & Gadgets:
***************
Sam Fisher ist Einzelkämpfer. Deswegen führt er für so ziemlich jede Notsituation ein entsprechendes Tool mit. Diese so genannten Gadgets umfassen:
Nacht/Thermalsichtgerät: Dieses Accessoire hat Fisher ständig bei sich. Jedoch wird die Thermalsicht erst im fortgeschrittenen Spiel verfügbar. Die Grafikeffekte sind fast schon genial. Mit dem NSG kann man auch Laserschranken enttarnen, während die Wärmesicht bei einem verminten Hinterhof und beim Herausfinden von einer Zahlenkombination eines Türschlosses, das noch Wärmespuren des Generals trägt, der den richtigen Code zuvor eingegeben hat, zum Einsatz kommt. (genial, oder?)
Das Beste dabei: Feinde erkennt man per Thermalsicht sogar durch Wände…
Optic Cable: Optisches Kabel mit dem man unter Türen durch schauen kann. Ganz nützlich zum Ausspähen von Feindgruppen.
Camera Jammer: Gerät, mit dem man sich drehende Überwachungskameras anhalten kann. So kann man sich bequem aus dem Sichtfeld begeben. Erst zum Schluss des Spiels verfügbar!
Laser Mic: Hochsensibles Richtmikrofon, das eine große Reichweite hat. Wird manchmal benötigt, um ein wichtiges Gespräch einer Skriptsequenz mitzuverfolgen.
Lockpick: Dietrich für verschlossene Türen. Sobald man das Ding benutzt, erscheint ein Querschnitt des Schlosses am Bildschirm und der Spieler muss mit Hilfe der Cursortasten versuchen, den Dietrich so zu drehen, dass er das Schloss knackt. Klingt kompliziert, ist aber einfach und macht Spaß.
Automatischer Lockpick: Ähnliches Prinzip wie beim normalen Dietrich, nur muss der Spieler nicht selbst das Schloss knacken.
Medikit & Splittergranaten: Muss ich das wirklich erklären? *G*
Nun zu den Waffen. Es gibt derer leider nur zwei, was etwas wenig scheint. Nur sind diese Waffen so vielseitig aufrüstbar, dass sie nicht fad werden! Da wäre einmal die Pistole mit Schalldämpfer (geniales Waffengeräusch!). Bei Kopfschüssen immer tödlich. Auch die erste Wahl fürs Ausschalten von Überwachungskameras (die gibt es leider auch in kugelsicherer Version) und zum Ausknipsen von Straßenbeleuchtung, um sich vor allzu neugierigen Blicken zu verstecken.
Die zweite Waffe ist das SC-20K - ein Allzweck-Gewehr. Es ist mit einem Zielfernrohr, einem Schalldämpfer und einem 40mm Granatwerfer ausgestattet. Der Automatische Feuermodus ist nur aus nächster Nähe empfehlenswert, weil die Waffe sehr leicht verreißt. Einzelne Schüsse auf den Kopf des Opfers sind effektiver. Für den Sniper Modus (übrigens auch mit Nachtsichtgerät und Thermalsicht-Funktion) haben sich die Entwickler auch was einfallen lassen:
Man kann nämlich nur einen gezielten Schuss abgeben, indem man im Sniper Mode per rechter Maustaste den Atem anhält und so extrem genau zielt, wobei man aber nur 3 Sekunden für einen präzisen Schuss Zeit hat. Hält man den Atem nicht an, wackelt das Zielkreuz stark! Das gibt dem Spiel sehr viel Realismus. Wem das zu kompliziert klingt, der sei beruhigt: Dieses Manöver lernen auch Anfänger in kürzester Zeit und man schießt dann sogar genauer als bei anderen Shootern!
Das SC-20K hat jedoch noch mehr zu bieten. So kann Sam damit eine \"Sticky Camera\" verschießen, die ihm die betreffende Region wenn nötig auch restlichtverstärkt oder aus der Thermalsicht zeigt. Ähnlich funktioniert die \"Diversion Camera\", mit der Wachen per Geräusch angelockt und mit einer Art Tränengas für einige Sekunden außer Gefecht gesetzt werden – gerade genug Zeit für Sam um einen tödlichen Treffer zu landen...
Zum Schluss seien noch Gummigeschoße und Elektroschockergeschoße genannt die Gegner bewusstlos zu Boden sinken lassen.
Gameplay & Soundkulisse:
**********************
Splinter Cell strotzt nur so vor spielrelevanten Finessen, die das Schleich-Action Genre quasi neu definieren. So verfügt Sam Fisher über einen Anzug mit Photozellen, die ihm ständig anzeigen, wie hell er erleuchtet ist. Wenn er sich im Dunkeln aufhält, ist selbst für Feinde die einen Meter neben einem vorbeigehen unsichtbar. Das verstecken-zuschlagen-Leiche verstecken-Schema ist das um und auf – und macht auch noch einen Heidenspaß.
Sam kann sich auch geduckt fortbewegen, wobei es auch hier, wie beim Laufen mehrere Geschwindigkeiten gibt, die äußerst bequem über das Mausrad geregelt werden. Dabei gibt es 4 Geschwindigkeitsstufen, die jeweils in einem höherem/geringerem Bewegungsgeräusch resultieren - das wird jedoch auch stark von dem Untergrund beeinflusst. So macht man bereits beträchtlichen Lärm, wenn man über Glassplitter oder Marmorplatten läuft, weswegen es sich empfiehlt, solche Stellen tunlichst zu meiden.
Auch während den Missionen wird die spannende Story vorangetrieben. Viele Feinde tragen so genannte \"Data Sticks\" bei sich, eine Art digitales Memo, worin sich Türcodes, wichtige Levelinformation oder einfach Storyinformation befindet. Auch in Computern (die übrigens ganz nette Bildschirmschoner haben ;)) ist solche Information verborgen, die Sam aber im Nullkommanix heraushackt *g*
Die dichte Soundkulisse trägt das Ihre zur perfekten Atmosphäre des Spiels bei. Den realistisch intonierten Regen kann man beispielsweise fast schon riechen! Musik ist da eher zweitrangig und untermalt lediglich das Szenario ein wenig, nervt aber auf keinen Fall.
Da ich das unbeschreibliche Glück hatte, an die Originale US-Version zu gelangen, kann ich sagen, dass Sprachausgabe wirklich PERFEKT synchronisiert wurde (fast völlig lippensynchron)! Die Stimmen passen zu den Charakteren und vermitteln die Story äußerst glaubwürdig.
Eigene Meinung & Systemanforderungen:
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Woa, das war ein langer Bericht...sorry dafür...aber ich hätte wirklich nix auslassen können ;)
Also, wie ich es schon mehrmals durchblicken hab lassen, habe ich die rund 20 Stunden (zugegeben etwas wenig für 45 Euro), die ich mit dem Spiel verbracht hab SEHR genossen. Es leistet sich keine groben Fehler oder Bugs. Spannende Story, atemberaubende Effekte/Grafik und atmosphärische Dichte sowie eine einfache Steuerung und vielseitige Waffensysteme zeichnen dieses Game aus.
Als Mindestkonfiguration wird eine 800 CPU angegeben. Wer dazu mindestens eine GeForce 3 sein eigen nennt, kann sich ohne Ruckler bei 1024x768x32 und vollen Details daran machen, den 3. Weltkrieg zu verhindern!
Liebe Grüße und danke fürs Lesen & Bewerten,
Gruß,
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