Splinter Cell (Adventure PC Spiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von der_dominator
Mein Name ist Fisher, Sam Fisher...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Diesen Satz werden wir so sicherlich nie von ihm hören, denn im Gegensatz zu Spionagekollegen James Bond, wird Sam als Mitglied der NSA immer dann eingesetzt, wenn es eben nicht „Bumm“ machen soll, sondern wenn es darum geht, möglichst unbeachtet an Informationen zu gelangen oder bestimmte Personen möglichst leise und ohne das von Bond gewohnte Brimborium aus dem Dienst zu ziehen. Agent Sam Fischer ist eben auf leisen Sohlen unterwegs…
# Vorgeplänkel
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[von Agenten und Dieben]
Es sind einige Jahre vergangen, seit Garrett, seines Zeichens Dieb einer Mittelalterlichen Stadt, die Welt der Computerspieler gehörig auf den Kopf stellte, denn „Looking Glass“ schickte mit „Dark Project“ einen 3-D Shooter ins Rennen, bei dem es vornehmlich darum ging nicht zu schießen und unerkannt zu bleiben. Bestachen gewöhnliche Ego-Shooter regelmäßig durch übertriebene Gewaltdarstellung und einer schier unendlichen Anzahl an, meist dummen, Gegnern so bestach das Abenteuer des runtergekommenen Diebes durch dichte Atmosphäre und den ständigen Nervenkitzel, bloß nicht erwischt zu werden. Das so genannte „Stealth Action Genre“ war geboren und erlebte gut ein Jahr nach dem ersten Teil, im zweiten, eine Wiedergeburt. Von da an wurde es nicht nur um Garrett, sondern auch um das bei Spielern recht beliebte Genre, zumindest für den PC still, sieht man einmal von einer mehr oder minder gelungenen Umsetzung des ersten „Metal Gear Solid“ Teils ab. Erst jetzt feiert das „anschleichen, erledigen, verstecken Prinzip“ in Tom Clancys „Splinter Cell“ ein furioses Comeback.
[Wer ist Tom Clancy?]
Tom Clancy wurde 1947 in Baltimore geboren und nach einem recht erfolgreichen Trip in die Versicherungsbranche, entschloss der gebürtige Amerikaner uns in Zukunft vorwiegend mit Militärthrillern zu beglücken. So war Clancy von einem Zeitungsartikel über die Meuterei auf einem russischen U-Boot so angetan das er kurz darauf „The Hunt for Red October“ (Jagd auf Roter Oktober) schrieb, welches später auch verfilmt wurde. Es folgten weitere Romane, etwa 1991 „The Sum of all Fears“ welches bei uns eher unter „der Anschlag“ bekannt ist und im letzten Jahr in unseren Kinos anlief, oder „Red Storm Rising“ (1986) welches sich mit einem theoretischen 3. Weltkrieg auseinander setzte. In den letzten Jahren fand auch die Spieleindustrie gefallen an Clancys Romanen und nutzte seine Romanvorlagen unter anderem für die recht erfolgreiche „Rainbow Six“ Reihe.
# Vorgeplänkel, die Zweite
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[die Handlung]
Nun aber wieder zurück zu Sam Fischer, seines Zeichens Splinter Cell Einheit der NSA (National Security Agency), ist im Wesentlichen Verantwortlich für die Informationsbeschaffung. Wenn irgendwo auf dieser Welt also jemand plant die Sicherheit des amerikanischen Volkes in irgendeiner Art und Weise zu bedrohen, muss er los um an diese Informationen heranzukommen; schließlich muss dieses verhindert werden.
Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2004 und in Georgien herrscht die so genannte Kommunikationskrise. Um diese aufzuklären entsendet der CIA Agentin Alison Madison, doch der Kontakt zu ihr bricht unerwartet ab. Auch Agent Blaustein, der mit der Aufklärung des plötzlichen Verschwindens Madisons beauftragt wird bricht bereits sieben Tage nach dem erreichen der Georgieschen Hauptstadt Tiflis ab und so wendet sich der CIA an die Herren vom NSA. Die Sache ist schnell entschieden und um das Verschwinden weiterer Agenten zu verhindern schickt man Sam nach Georgien. Er soll die ganze Geschichte Aufklären…
[Kinderkram – Die Geschichte von Gut und Böse]
Die Person, mit der im Spiel den häufigsten Kontakt haben werdet ist Irving Lambert euer „Third Echelon“ Operationsleiter. Er hält den Kontakt zwischen den NSA Experten und den Agenten im Ausland und ist somit eure Hauptinformationsquelle. Gibt es irgendetwas neues oder besonderes, erfahrt ihr es dank einer ausgeklügelten Informationstechnik von ihm.
Euer Q ist im wesentlichen Vernon Wilkes, denn er ist der Versorgungsspezialist des „Third Echelon“. Vernon besorgt euch etwa Fluchtwagen oder weist euch auf neue Waffen hin.
Und weil eine Dame im Bunde der Experten nicht fehlen darf, schickt UBI Soft mit Anna Grimsdottier eine recht fähige Kommunikationsexpertin ins Rennen. Diese ist allerdings nicht nur dafür da gelegentlich ein Schwätzchen mit euch zu halten, sondern hilft euch bei technischen Problemen, wie etwa dem knacken bestimmter Codes.
Auf der Gegenseite steht mit Kombayn Nikoladze der Georgische Präsident, samt seiner Gefolgschaft. So trefft ihr u.a. auf Hamlet, Nikoladzes Chauffeur oder auf Philip Masse, Computerspezialist und nebenbei hauptverantwortlich an der Desinformationskrise Georgiens.
[Kinderkram – Verstecken spielen]
Nun schlüpft ihr in die Rolle von Sam und, um das vorweg zu nehmen, ganz leicht wird es nicht Licht ins Dunkel zu bringen, aber der Reihe nach. Als Geheimagent ist es zunächst einmal wichtig möglichst unerkannt zu bleiben, schließlich soll eure Anwesenheit nicht von jedem x-beliebigen Wachmann erkannt werden, denn sollte eure Mission scheitern, so wird eure Existenz natürlich geleugnet. Wie das halt so ist wenn man Agent und für die wirklich wichtigen Dinge verantwortlich ist. Es empfiehlt sich also möglichst im Schatten zu laufen, pardon, zu schleichen. Damit ihr aber einschätzen könnt wie gut ihr zu sehen seit, findet ihr an der rechten Seite, gut erkennbar einen Balken der eure „Sichtbarkeit“ anzeigt. Ebenso wichtig ist es Geräusche zu vermeiden, habt ihr etwa die Wahl über Teppich oder über Glas zu gehen, entscheidet sich der erfahrene Agent für ersteres, denn eure Gegner sind wirklich harte Burschen.
[Kinderkram – das übliche Agentenspielzeug]
Da ihr euch die meiste Zeit im Dunkeln aufhaltet, ist es von Vorteil Regen gebrauch eurer beiden Spezialbrillen zu machen. Per Knopfdruck schaltet ihr entweder einen Licht- oder einen Wärmefilter ein. Während ersterer euch, ein wenig grobkörnig, den Bildschirm aufhellt, erkennt ihr mit dem Wärmefilter, logisch, Wärmequellen. So könnt ihr auch in dunklen Räumen, etwa Wachen oder Computer ausmachen und zur Strecke bringen, während diese sich eurer nicht im Geringsten Bewusst sind. Wie der ein oder andere Hobbyagent sich sicher vorstellen kann, ist es zudem unpraktisch eine Tür zu öffnen und in Mitte einer Soldatenbesprechung zu platzen. Um solch Situationen zu entgehen, nutzt ihr eine Art „Fieberglaskamera“ mit dem ihr, natürlich elektronisch, unter der Tür hindurch schauen könnt. Sollte sich die Tür aber zu eurer Verwunderung nicht einfach öffnen, so nutzt ihr diverse Türöffner, angefangen vom Dietrich bis hin zu kleinen Zündungen, die das Schloss sprengen. Um Überwachungskameras aus zu schalten, nutzt ihr entweder eure Kanone, um einiges eleganter, ist aber euer Kamerajammer. Auch an Waffen darf es natürlich nicht fehlen und so landen in eurem Repertoire u.a. die obligatorische Schalldämpferknarre sowie ein Betäubungsgewehr.
[Kinderkram – Turnstunde]
Für einen guten Agenten ziemt es sich neben schleichen und klettern auch noch den ein oder anderen Spezialmove sein eigen zu nennen und so besitzt euer Alter-Ego die Fähigkeit zu einem Wandsprung und dem darauf folgenden Spagatstand. So könnt ihr in luftigen Höhen auf patrolierende Feinde warten, ehe ihr sie mit einem geschickten Sprung, bequem aus dem Weg zieht.
[Kinderkram – Tutorial]
Da die meisten von euch im normalen Alltag eher weniger Zeit damit verbringen ein Topagent zu sein, spendiert Ubi Soft seinem Titel ein großzügig ausgelegtes Tutorial, bei dem ihr wirklich Kinderleicht an die, am Anfang etwas kompliziert wirkende, aber recht eingängige, Steuerung herangeführt werdet. Im Prinzip vollzieht ihr einen Agenten Crashkurs damit ihr für die folgenden neun, knallharten, Missionen gewappnet seid. Selbst Bondveteranen und sonstige Geheimdienstler müssen ins Trainingslager, ehe sie sich ins Getümmel werfen.
# Schleich Dich!
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[Es wird ernst – Installation & Co]
Für all die, die sich extra für Splinter Cell einen neuen PC gekauft haben, erst auf installieren klicken und dann einen Pfad anlegen in das euer Laufwerk anschließend die Daten schaufeln soll und auf weiter geklickt schon wird das Spiel auf eurem Computer installiert. Frohnaturen lassen sich noch einen Shortcut auf den Desktop legen und schon kann es los gehen ;o)
Vor Beginn des Spieles solltet ihr nicht vergessen es in den Optionen an euer System anzupassen. Hier könnt ihr die Tastaturbelegung nach euren wünschen konfigurieren, die gängigen Auflösungen zwischen 640x480 bis zu 1600x1200 Pixeln wählen und entscheiden wie das Spiel euer Tonequipment einsetzen soll. Außerdem müsst ihr ein Profil erstellen und den Schwierigkeitsgrad für diesen festlegen, wobei ihr die Wahl zwischen normal und schwer habt. Während der gewöhnliche Spieler mit sich mit Schweißperlen auf der Stirn für die Normale Version entscheidet, dürfen Solid Snake Veteranen und Meisterdiebe auch schon mal die höhere Variante anwählen.
All das ist auch noch einmal im verständlichen, 32seitigen Handbuch niedergeschrieben, welches ihr neben einem netten Sam Fisher Aufkleber, ein wenig Werbung und den drei Cds im edlen Pappschuber findet.
[Es wird ernst – Bring Abwechslung ins Spiel]
Die Möglichkeiten in Splinter Cell euer Ziel zu erreichen sind schier unerschöpflich, so gibt es allein unzählige Möglichkeiten euren Gegner zur Strecke zu bringen. In einem engen Gang etwa, könnt ihr, wie vorhin beschrieben, in luftiger Höhe lauern und euren Feind förmlich erschlagen. Wem das zu kompliziert ist, der schleicht sich in Schutze des Schattens an den Widersacher heran uns nimmt ihn per Knopfruck in die Mangel, ehe er ihn danach mit einem gezielten Schlag zur Ohnmacht zwingt. Manch ein Gegner plaudert, um sein Leben bangend, gar das ein oder andere Geheimnis aus. Prinzipiell könnt ihr euren Kontrahenten auch einfach erschießen, bedenkt aber ihn später in bester „Commandos Manier“ in einer dunklen Ecke zu verstecken. Töten ist allerdings nicht das A und O bei Tom Clancys neuestem Werk, denn euch bleibt noch die Möglichkeit ihn mit Coladosen etwa abzulenken, ihn per Betäubungsgewehr träumen zu schicken oder ihn ganz und gar einfach zu ignorieren und an ihm vorbei zu schleichen. So variabel wie das ausschalten von Gegnern, ist auch das restliche Spiel, denn für jedes auftretende Problem gibt es immer mehrere Möglichkeiten, wie gesagt, Gegner töten müsst ihr nur in den seltensten Fällen...
[Es wird ernst – pack’ die Badehose ein]
Abwechslungsreich sind auch die Aufträge, die Agent Sam Fisher im Laufe des neun Missionen währenden Abenteuers zu bestreiten hat, so führt ihn sein Weg quer durch Georgien, Russland und die Vereinigten Staaten. Dabei sind eure Missionsziele recht variabel und ändern, bzw. erweitern sich durch gut geskriptete Ereignisse auf die ihr immer wieder trefft. Mal geht es darum Videobände aus einem Polizeirevier zu stehlen um anschließend zu flüchten, ein anderes Mal müsst ihr euch in die Chinesische Botschaft schleichen um dort Telefonate abzuhören, in einer weiteren Mission geht es darum Geiseln zu befreien. An dieser Stelle möchte ich aber nicht zu viel verraten geht sonst ein wenig der Spannung verloren, nur soviel, langweilig wird euch mit Splinter Cell so schnell nicht.
# Die Welt ist nicht genug
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[Technik - von Coladosen und Lichtquellen]
Wie schon die einige Monate ältere X-Box Version ist auch die PC Version wunderschön. Basierend auf der neuesten Unrealengine werden Schatten realistisch geworfen, die Animationen sind weich und wunderschön gezeichnet und die oftmals vernachlässigten Texturen wirken stets realistisch, so das man sich in jedem der neun Schauplätze sofort wohl fühlt. So gewinnt das Agentendrama deutlich an Glaubwürdigkeit, ist um einiges realistischer als Bond & Co. Das dem PC’ler höhere Auflösungen zur Verfügung stehen als dem Konsolero versteht sich von selbst und so ist Splinter Cell auf dem PC noch einen Tick schöner als die hoch gelobte X-Box Version.
Aber nicht nur die Grafik ist ein wahrer Augenschmaus. Vorausgesetzt man hat daheim ein EAX bzw. Dolby Digitalsystem am Computer stehen, denn dann hört man förmlich die Überwachungskameras summen. Wer ein solches System nicht sein eigen nennen kann, freut sich über die gute deutsche Lokalisierung (auch die Bildschirmtexte sind gut gelungen und jederzeit verständlich) und einen ebenso gelungenen Soundtrack der je nach Situation wechselt. Wird Fisher entdeckt, wird das ganze hektisch, schleicht er ruhig vor sich hin, ist das ganze eher geheimnisvoll.
Da das Werk Clancys sehr realistisch daher kommt, darf natürlich auch eine gute Physikengine nicht fehlen. Diese sorgt dafür, das aufgenommene Coladosen auch korrekt an Wänden abprallen und die Schatten des Lichtes auch in die richtige Richtung geworfen werden. Insgesamt ist die Technik des Spieles, die entsprechende Hardware vorausgesetzt, wirklich gelungen und trägt einiges zur packenden Atmosphäre des Spionagethrillers bei.
[Technik - nicht auf den Kopf gefallen…]
Habt ihr es in handelsüblichen Ego-Shootern oftmals mit dumpfem Kanonenfutter zu tun, so sind eure Widersacher in Splinter Cell alles andere als auf den Kopfgefallen. Eine gut ausgetüftelte Gegner KI (künstliche Intelligenz) sorgt dafür das Soldaten, euch nicht nur wahrnehmen wenn ihr euch nicht in der Dunkelheit schütz, sondern einmal bemerkt, nicht mehr von euch lassen. So reagieren eure Gegner auf offen gelassene Türen genauso wie auf Lichtschalter die betätigt oder Lampen die ihr, um im Mantel der Dunkelheit Unterschlupf zu finden, zerschießt. Das auch beseitigte Kontrahenten, die nicht gut versteckt wurden, erbarmungslos von Überwachungskameras bzw. umherstreifenden Wachen entdeckt werden, muss ich an dieser Stelle wohl kaum erwähnen.
[Technik - Vorraussetzungen]
Ganz so einfach wie der Konsolero hat es der Spieler am heimischen PC leider nicht, denn „Spiel rein und los“ gibt es am Computer nicht. Als Mindestanforderungen (und die Erfahrung zeigt das, das Spiel mit diesen wirklich nur schlecht läuft) geben die Entwickler eine CPU mit 800 MHZ und 256 MB Hauptspeicher an, wobei eine Grafikkarte mit mind. 32 MB RAM in eurem Rechner werkeln sollte. Spielbar ist das ganze dabei zwar, zu einem Augenschmaus wird das Agenten Abenteuer aber erst in höheren Auflösungen rund um 1,2 GHz mit einem schnellen 3-D Geschoss a la Geforce3. Wer letztere Kombi unterm Schreibtisch stehen hat, muss nur noch die Festplattenkapazität überprüfen und wenn auf der „Platte“ noch 1,5 GB frei sind dann kann’s auch endlich losgehen…
# Drum prüfe wer sich ewig binde…
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[drum prüfe wer sich ewig bindet - die Demo]
Wer sich dennoch nicht ganz sicher ist, ob das rundum gelungene Agentenabenteuer seinen Geschmack trifft, dem empfehle ich die Demoversion, die von UBI Soft schon vor gut zweieinhalb Monaten freigegeben wurde und seitdem mit knappen 110 MB durchs Netz geistert. Auf der offiziellen, recht gelungenen aber etwas unübersichtlichen Homepage zum Spiel, findet ihr sie ebenso wie auf diversen Heft DVDs die durch die Kioske unseres schönen Landes wandern. Die Demo gibt euch einen Einblick in die erste Mission und so befindet ihr euch in einem georgischen Polizeirevier und müsst für den NSA Videobänder beschaffen. Obendrauf gibt es in der echt kurzen Demo, die süchtig nach mehr macht, den Trailer zum Spiel.
[drum prüfe wer sich ewig bindet - Webtipp]
Informationen zum Spiel, sowie die obligatorischen Bildschirmschoner oder Wallpapers findet ihr neben der offiziellen, schon erwähnten Homepage www.splintercell.de auch auf der ein wenig gelungeneren, weil übersichtlicheren Seite www.splintercell.info.
[drum prüfe wer sich ewig bindet - Umsetzungen]
Wer daheim eine X-Box stehen hat, der hatte bis dato den Vorteil das, Splinter Cell ein, zwei Monate Microsoft exklusiv für die Box zu haben war, dieser Vorteil ist mit dem Erscheinen der PC Fassung dahin und so bleibt die Endscheidung zu fällen, welche der beiden Versionen die bessere ist. Der Preis von etwa 45 € spricht für die PC Version, da er etwa 10 - 15 € unter dem der Konsolen Version liegt. Auch der Vorteil der zukünftigen Updates (etwa Bonuslevel, neue Waffen, etc.) durch „X-Box-Live“ ist hinfällig, da auch die PC Version in Zukunft erweitert werden soll. Im laufe des Jahres erscheinen zudem noch die entsprechenden Versionen für Nintendos kleinen Würfel und Sonys Spielstation. Beide Versionen werden inhaltlich ähnlich daherkommen, wobei die Playstation 2 Version grafisch wohl einige Abstriche machen muss, aber wir werden sehen…
# komm zum Punkt… .
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[Meine Meinung]
Splinter Cell spielt sich im Prinzip wie ein hochklassischer Spionagethriller und entwickelt dabei eine atemberaubende Atmosphäre denn das Prinzip des „bloß nicht entdeckt werden“ funktioniert tadellos und schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, sollten auch die härtesten Rambos graziös durch die vom Licht geworfenen Schatten schleichen. Auch wenn das Spiel einen durch die Bank recht hohen Schwierigkeitsgrad an den Tag legt, oder gerade deswegen flacht die Motivation auch beim fünften oder sechsten Versuch nicht ab. Irgendwie muss das doch gehen…
Wem neun Missionen zu wenig sind, den kann ich an dieser Stelle beruhigen, ähnlich wie vor ein paar Jahren bei Pyros Strategiespiel „Commandos“ vergehen die Stunden während einer Mission wie im Fluge. Um bei den Missionen nicht ganz zu verzweifeln, könnt ihr natürlich jederzeit ein Quicksave (ein schnelles Speichern per F5 Taste, ohne erst einen Namen etc. für den Spielstand zu wählen) machen so, und bei Bedarf vor die Tür zurückkehren, die ihr eine Minute zuvor dummerweise gestürmt habt.
Ein weiterer Garant für den Spielspaß ist die gut durchdachte Technik, Splinter Cell ist wunderschön ohne unrealistisch zu wirken und wo in anderen Spielen meist nur Missionbriefings auf den kommenden Auftrag hinweisen, wird die Handlung durch gelungene Zwischensequenzen vorangetrieben.
[Pro und Kontra]
Auf der Haben Seite verbucht Splinter Cell förmlich süchtig machende, gut geskriptete und atmosphärisch sehr dichte Missionen und eine technisch sehr gute Präsentation sowie wirklich clevere Gegner.
Leider hat aber auch Splinter Cell kleinere Kritikpunkte die den Spielspaß aber nicht weiter gefährden. So bleibt die Kamera gelegentlich an Objekten, etwa den schön animierten Wandteppichen, durch die man hindurch schleicht, hängen und schwer ist es zudem.
# Fazit
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[dieses Spiel könnte ihnen gefallen…]
… wenn sie auch schon eine Schwäche für Meisterdieb Garrett, die Elitetruppen aus Pyros Commandos oder Solid Snake aus Metal Gear Solid hatten. Aber auch alle anderen, die sich dem Spionageszenarium nicht gänzlich verweigern sollten einen Blick darauf werfen.
[dieses Spiel könnte ihnen nicht gefallen…]
… wenn sie Probleme mit dunklen Räumen haben, akrobatische Einlagen verpönen oder leidenschaftlicher Serious Sam Spieler sind.
Von mir gibt es an dieser Stelle eine eindeutige Kaufempfehlung denn für mich erhebt Splinter Cell schon jetzt einen Anspruch auf den Titel „Spiel des Jahres“, denn es ist innovativ, für das Taktikgenre wegweisend und macht vor allem eins: verdammt viel Spaß.
© der_dominator / Anfang März 2003 - Kommentare erwünscht
# Vorgeplänkel
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[von Agenten und Dieben]
Es sind einige Jahre vergangen, seit Garrett, seines Zeichens Dieb einer Mittelalterlichen Stadt, die Welt der Computerspieler gehörig auf den Kopf stellte, denn „Looking Glass“ schickte mit „Dark Project“ einen 3-D Shooter ins Rennen, bei dem es vornehmlich darum ging nicht zu schießen und unerkannt zu bleiben. Bestachen gewöhnliche Ego-Shooter regelmäßig durch übertriebene Gewaltdarstellung und einer schier unendlichen Anzahl an, meist dummen, Gegnern so bestach das Abenteuer des runtergekommenen Diebes durch dichte Atmosphäre und den ständigen Nervenkitzel, bloß nicht erwischt zu werden. Das so genannte „Stealth Action Genre“ war geboren und erlebte gut ein Jahr nach dem ersten Teil, im zweiten, eine Wiedergeburt. Von da an wurde es nicht nur um Garrett, sondern auch um das bei Spielern recht beliebte Genre, zumindest für den PC still, sieht man einmal von einer mehr oder minder gelungenen Umsetzung des ersten „Metal Gear Solid“ Teils ab. Erst jetzt feiert das „anschleichen, erledigen, verstecken Prinzip“ in Tom Clancys „Splinter Cell“ ein furioses Comeback.
[Wer ist Tom Clancy?]
Tom Clancy wurde 1947 in Baltimore geboren und nach einem recht erfolgreichen Trip in die Versicherungsbranche, entschloss der gebürtige Amerikaner uns in Zukunft vorwiegend mit Militärthrillern zu beglücken. So war Clancy von einem Zeitungsartikel über die Meuterei auf einem russischen U-Boot so angetan das er kurz darauf „The Hunt for Red October“ (Jagd auf Roter Oktober) schrieb, welches später auch verfilmt wurde. Es folgten weitere Romane, etwa 1991 „The Sum of all Fears“ welches bei uns eher unter „der Anschlag“ bekannt ist und im letzten Jahr in unseren Kinos anlief, oder „Red Storm Rising“ (1986) welches sich mit einem theoretischen 3. Weltkrieg auseinander setzte. In den letzten Jahren fand auch die Spieleindustrie gefallen an Clancys Romanen und nutzte seine Romanvorlagen unter anderem für die recht erfolgreiche „Rainbow Six“ Reihe.
# Vorgeplänkel, die Zweite
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[die Handlung]
Nun aber wieder zurück zu Sam Fischer, seines Zeichens Splinter Cell Einheit der NSA (National Security Agency), ist im Wesentlichen Verantwortlich für die Informationsbeschaffung. Wenn irgendwo auf dieser Welt also jemand plant die Sicherheit des amerikanischen Volkes in irgendeiner Art und Weise zu bedrohen, muss er los um an diese Informationen heranzukommen; schließlich muss dieses verhindert werden.
Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2004 und in Georgien herrscht die so genannte Kommunikationskrise. Um diese aufzuklären entsendet der CIA Agentin Alison Madison, doch der Kontakt zu ihr bricht unerwartet ab. Auch Agent Blaustein, der mit der Aufklärung des plötzlichen Verschwindens Madisons beauftragt wird bricht bereits sieben Tage nach dem erreichen der Georgieschen Hauptstadt Tiflis ab und so wendet sich der CIA an die Herren vom NSA. Die Sache ist schnell entschieden und um das Verschwinden weiterer Agenten zu verhindern schickt man Sam nach Georgien. Er soll die ganze Geschichte Aufklären…
[Kinderkram – Die Geschichte von Gut und Böse]
Die Person, mit der im Spiel den häufigsten Kontakt haben werdet ist Irving Lambert euer „Third Echelon“ Operationsleiter. Er hält den Kontakt zwischen den NSA Experten und den Agenten im Ausland und ist somit eure Hauptinformationsquelle. Gibt es irgendetwas neues oder besonderes, erfahrt ihr es dank einer ausgeklügelten Informationstechnik von ihm.
Euer Q ist im wesentlichen Vernon Wilkes, denn er ist der Versorgungsspezialist des „Third Echelon“. Vernon besorgt euch etwa Fluchtwagen oder weist euch auf neue Waffen hin.
Und weil eine Dame im Bunde der Experten nicht fehlen darf, schickt UBI Soft mit Anna Grimsdottier eine recht fähige Kommunikationsexpertin ins Rennen. Diese ist allerdings nicht nur dafür da gelegentlich ein Schwätzchen mit euch zu halten, sondern hilft euch bei technischen Problemen, wie etwa dem knacken bestimmter Codes.
Auf der Gegenseite steht mit Kombayn Nikoladze der Georgische Präsident, samt seiner Gefolgschaft. So trefft ihr u.a. auf Hamlet, Nikoladzes Chauffeur oder auf Philip Masse, Computerspezialist und nebenbei hauptverantwortlich an der Desinformationskrise Georgiens.
[Kinderkram – Verstecken spielen]
Nun schlüpft ihr in die Rolle von Sam und, um das vorweg zu nehmen, ganz leicht wird es nicht Licht ins Dunkel zu bringen, aber der Reihe nach. Als Geheimagent ist es zunächst einmal wichtig möglichst unerkannt zu bleiben, schließlich soll eure Anwesenheit nicht von jedem x-beliebigen Wachmann erkannt werden, denn sollte eure Mission scheitern, so wird eure Existenz natürlich geleugnet. Wie das halt so ist wenn man Agent und für die wirklich wichtigen Dinge verantwortlich ist. Es empfiehlt sich also möglichst im Schatten zu laufen, pardon, zu schleichen. Damit ihr aber einschätzen könnt wie gut ihr zu sehen seit, findet ihr an der rechten Seite, gut erkennbar einen Balken der eure „Sichtbarkeit“ anzeigt. Ebenso wichtig ist es Geräusche zu vermeiden, habt ihr etwa die Wahl über Teppich oder über Glas zu gehen, entscheidet sich der erfahrene Agent für ersteres, denn eure Gegner sind wirklich harte Burschen.
[Kinderkram – das übliche Agentenspielzeug]
Da ihr euch die meiste Zeit im Dunkeln aufhaltet, ist es von Vorteil Regen gebrauch eurer beiden Spezialbrillen zu machen. Per Knopfdruck schaltet ihr entweder einen Licht- oder einen Wärmefilter ein. Während ersterer euch, ein wenig grobkörnig, den Bildschirm aufhellt, erkennt ihr mit dem Wärmefilter, logisch, Wärmequellen. So könnt ihr auch in dunklen Räumen, etwa Wachen oder Computer ausmachen und zur Strecke bringen, während diese sich eurer nicht im Geringsten Bewusst sind. Wie der ein oder andere Hobbyagent sich sicher vorstellen kann, ist es zudem unpraktisch eine Tür zu öffnen und in Mitte einer Soldatenbesprechung zu platzen. Um solch Situationen zu entgehen, nutzt ihr eine Art „Fieberglaskamera“ mit dem ihr, natürlich elektronisch, unter der Tür hindurch schauen könnt. Sollte sich die Tür aber zu eurer Verwunderung nicht einfach öffnen, so nutzt ihr diverse Türöffner, angefangen vom Dietrich bis hin zu kleinen Zündungen, die das Schloss sprengen. Um Überwachungskameras aus zu schalten, nutzt ihr entweder eure Kanone, um einiges eleganter, ist aber euer Kamerajammer. Auch an Waffen darf es natürlich nicht fehlen und so landen in eurem Repertoire u.a. die obligatorische Schalldämpferknarre sowie ein Betäubungsgewehr.
[Kinderkram – Turnstunde]
Für einen guten Agenten ziemt es sich neben schleichen und klettern auch noch den ein oder anderen Spezialmove sein eigen zu nennen und so besitzt euer Alter-Ego die Fähigkeit zu einem Wandsprung und dem darauf folgenden Spagatstand. So könnt ihr in luftigen Höhen auf patrolierende Feinde warten, ehe ihr sie mit einem geschickten Sprung, bequem aus dem Weg zieht.
[Kinderkram – Tutorial]
Da die meisten von euch im normalen Alltag eher weniger Zeit damit verbringen ein Topagent zu sein, spendiert Ubi Soft seinem Titel ein großzügig ausgelegtes Tutorial, bei dem ihr wirklich Kinderleicht an die, am Anfang etwas kompliziert wirkende, aber recht eingängige, Steuerung herangeführt werdet. Im Prinzip vollzieht ihr einen Agenten Crashkurs damit ihr für die folgenden neun, knallharten, Missionen gewappnet seid. Selbst Bondveteranen und sonstige Geheimdienstler müssen ins Trainingslager, ehe sie sich ins Getümmel werfen.
# Schleich Dich!
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[Es wird ernst – Installation & Co]
Für all die, die sich extra für Splinter Cell einen neuen PC gekauft haben, erst auf installieren klicken und dann einen Pfad anlegen in das euer Laufwerk anschließend die Daten schaufeln soll und auf weiter geklickt schon wird das Spiel auf eurem Computer installiert. Frohnaturen lassen sich noch einen Shortcut auf den Desktop legen und schon kann es los gehen ;o)
Vor Beginn des Spieles solltet ihr nicht vergessen es in den Optionen an euer System anzupassen. Hier könnt ihr die Tastaturbelegung nach euren wünschen konfigurieren, die gängigen Auflösungen zwischen 640x480 bis zu 1600x1200 Pixeln wählen und entscheiden wie das Spiel euer Tonequipment einsetzen soll. Außerdem müsst ihr ein Profil erstellen und den Schwierigkeitsgrad für diesen festlegen, wobei ihr die Wahl zwischen normal und schwer habt. Während der gewöhnliche Spieler mit sich mit Schweißperlen auf der Stirn für die Normale Version entscheidet, dürfen Solid Snake Veteranen und Meisterdiebe auch schon mal die höhere Variante anwählen.
All das ist auch noch einmal im verständlichen, 32seitigen Handbuch niedergeschrieben, welches ihr neben einem netten Sam Fisher Aufkleber, ein wenig Werbung und den drei Cds im edlen Pappschuber findet.
[Es wird ernst – Bring Abwechslung ins Spiel]
Die Möglichkeiten in Splinter Cell euer Ziel zu erreichen sind schier unerschöpflich, so gibt es allein unzählige Möglichkeiten euren Gegner zur Strecke zu bringen. In einem engen Gang etwa, könnt ihr, wie vorhin beschrieben, in luftiger Höhe lauern und euren Feind förmlich erschlagen. Wem das zu kompliziert ist, der schleicht sich in Schutze des Schattens an den Widersacher heran uns nimmt ihn per Knopfruck in die Mangel, ehe er ihn danach mit einem gezielten Schlag zur Ohnmacht zwingt. Manch ein Gegner plaudert, um sein Leben bangend, gar das ein oder andere Geheimnis aus. Prinzipiell könnt ihr euren Kontrahenten auch einfach erschießen, bedenkt aber ihn später in bester „Commandos Manier“ in einer dunklen Ecke zu verstecken. Töten ist allerdings nicht das A und O bei Tom Clancys neuestem Werk, denn euch bleibt noch die Möglichkeit ihn mit Coladosen etwa abzulenken, ihn per Betäubungsgewehr träumen zu schicken oder ihn ganz und gar einfach zu ignorieren und an ihm vorbei zu schleichen. So variabel wie das ausschalten von Gegnern, ist auch das restliche Spiel, denn für jedes auftretende Problem gibt es immer mehrere Möglichkeiten, wie gesagt, Gegner töten müsst ihr nur in den seltensten Fällen...
[Es wird ernst – pack’ die Badehose ein]
Abwechslungsreich sind auch die Aufträge, die Agent Sam Fisher im Laufe des neun Missionen währenden Abenteuers zu bestreiten hat, so führt ihn sein Weg quer durch Georgien, Russland und die Vereinigten Staaten. Dabei sind eure Missionsziele recht variabel und ändern, bzw. erweitern sich durch gut geskriptete Ereignisse auf die ihr immer wieder trefft. Mal geht es darum Videobände aus einem Polizeirevier zu stehlen um anschließend zu flüchten, ein anderes Mal müsst ihr euch in die Chinesische Botschaft schleichen um dort Telefonate abzuhören, in einer weiteren Mission geht es darum Geiseln zu befreien. An dieser Stelle möchte ich aber nicht zu viel verraten geht sonst ein wenig der Spannung verloren, nur soviel, langweilig wird euch mit Splinter Cell so schnell nicht.
# Die Welt ist nicht genug
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[Technik - von Coladosen und Lichtquellen]
Wie schon die einige Monate ältere X-Box Version ist auch die PC Version wunderschön. Basierend auf der neuesten Unrealengine werden Schatten realistisch geworfen, die Animationen sind weich und wunderschön gezeichnet und die oftmals vernachlässigten Texturen wirken stets realistisch, so das man sich in jedem der neun Schauplätze sofort wohl fühlt. So gewinnt das Agentendrama deutlich an Glaubwürdigkeit, ist um einiges realistischer als Bond & Co. Das dem PC’ler höhere Auflösungen zur Verfügung stehen als dem Konsolero versteht sich von selbst und so ist Splinter Cell auf dem PC noch einen Tick schöner als die hoch gelobte X-Box Version.
Aber nicht nur die Grafik ist ein wahrer Augenschmaus. Vorausgesetzt man hat daheim ein EAX bzw. Dolby Digitalsystem am Computer stehen, denn dann hört man förmlich die Überwachungskameras summen. Wer ein solches System nicht sein eigen nennen kann, freut sich über die gute deutsche Lokalisierung (auch die Bildschirmtexte sind gut gelungen und jederzeit verständlich) und einen ebenso gelungenen Soundtrack der je nach Situation wechselt. Wird Fisher entdeckt, wird das ganze hektisch, schleicht er ruhig vor sich hin, ist das ganze eher geheimnisvoll.
Da das Werk Clancys sehr realistisch daher kommt, darf natürlich auch eine gute Physikengine nicht fehlen. Diese sorgt dafür, das aufgenommene Coladosen auch korrekt an Wänden abprallen und die Schatten des Lichtes auch in die richtige Richtung geworfen werden. Insgesamt ist die Technik des Spieles, die entsprechende Hardware vorausgesetzt, wirklich gelungen und trägt einiges zur packenden Atmosphäre des Spionagethrillers bei.
[Technik - nicht auf den Kopf gefallen…]
Habt ihr es in handelsüblichen Ego-Shootern oftmals mit dumpfem Kanonenfutter zu tun, so sind eure Widersacher in Splinter Cell alles andere als auf den Kopfgefallen. Eine gut ausgetüftelte Gegner KI (künstliche Intelligenz) sorgt dafür das Soldaten, euch nicht nur wahrnehmen wenn ihr euch nicht in der Dunkelheit schütz, sondern einmal bemerkt, nicht mehr von euch lassen. So reagieren eure Gegner auf offen gelassene Türen genauso wie auf Lichtschalter die betätigt oder Lampen die ihr, um im Mantel der Dunkelheit Unterschlupf zu finden, zerschießt. Das auch beseitigte Kontrahenten, die nicht gut versteckt wurden, erbarmungslos von Überwachungskameras bzw. umherstreifenden Wachen entdeckt werden, muss ich an dieser Stelle wohl kaum erwähnen.
[Technik - Vorraussetzungen]
Ganz so einfach wie der Konsolero hat es der Spieler am heimischen PC leider nicht, denn „Spiel rein und los“ gibt es am Computer nicht. Als Mindestanforderungen (und die Erfahrung zeigt das, das Spiel mit diesen wirklich nur schlecht läuft) geben die Entwickler eine CPU mit 800 MHZ und 256 MB Hauptspeicher an, wobei eine Grafikkarte mit mind. 32 MB RAM in eurem Rechner werkeln sollte. Spielbar ist das ganze dabei zwar, zu einem Augenschmaus wird das Agenten Abenteuer aber erst in höheren Auflösungen rund um 1,2 GHz mit einem schnellen 3-D Geschoss a la Geforce3. Wer letztere Kombi unterm Schreibtisch stehen hat, muss nur noch die Festplattenkapazität überprüfen und wenn auf der „Platte“ noch 1,5 GB frei sind dann kann’s auch endlich losgehen…
# Drum prüfe wer sich ewig binde…
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[drum prüfe wer sich ewig bindet - die Demo]
Wer sich dennoch nicht ganz sicher ist, ob das rundum gelungene Agentenabenteuer seinen Geschmack trifft, dem empfehle ich die Demoversion, die von UBI Soft schon vor gut zweieinhalb Monaten freigegeben wurde und seitdem mit knappen 110 MB durchs Netz geistert. Auf der offiziellen, recht gelungenen aber etwas unübersichtlichen Homepage zum Spiel, findet ihr sie ebenso wie auf diversen Heft DVDs die durch die Kioske unseres schönen Landes wandern. Die Demo gibt euch einen Einblick in die erste Mission und so befindet ihr euch in einem georgischen Polizeirevier und müsst für den NSA Videobänder beschaffen. Obendrauf gibt es in der echt kurzen Demo, die süchtig nach mehr macht, den Trailer zum Spiel.
[drum prüfe wer sich ewig bindet - Webtipp]
Informationen zum Spiel, sowie die obligatorischen Bildschirmschoner oder Wallpapers findet ihr neben der offiziellen, schon erwähnten Homepage www.splintercell.de auch auf der ein wenig gelungeneren, weil übersichtlicheren Seite www.splintercell.info.
[drum prüfe wer sich ewig bindet - Umsetzungen]
Wer daheim eine X-Box stehen hat, der hatte bis dato den Vorteil das, Splinter Cell ein, zwei Monate Microsoft exklusiv für die Box zu haben war, dieser Vorteil ist mit dem Erscheinen der PC Fassung dahin und so bleibt die Endscheidung zu fällen, welche der beiden Versionen die bessere ist. Der Preis von etwa 45 € spricht für die PC Version, da er etwa 10 - 15 € unter dem der Konsolen Version liegt. Auch der Vorteil der zukünftigen Updates (etwa Bonuslevel, neue Waffen, etc.) durch „X-Box-Live“ ist hinfällig, da auch die PC Version in Zukunft erweitert werden soll. Im laufe des Jahres erscheinen zudem noch die entsprechenden Versionen für Nintendos kleinen Würfel und Sonys Spielstation. Beide Versionen werden inhaltlich ähnlich daherkommen, wobei die Playstation 2 Version grafisch wohl einige Abstriche machen muss, aber wir werden sehen…
# komm zum Punkt… .
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[Meine Meinung]
Splinter Cell spielt sich im Prinzip wie ein hochklassischer Spionagethriller und entwickelt dabei eine atemberaubende Atmosphäre denn das Prinzip des „bloß nicht entdeckt werden“ funktioniert tadellos und schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, sollten auch die härtesten Rambos graziös durch die vom Licht geworfenen Schatten schleichen. Auch wenn das Spiel einen durch die Bank recht hohen Schwierigkeitsgrad an den Tag legt, oder gerade deswegen flacht die Motivation auch beim fünften oder sechsten Versuch nicht ab. Irgendwie muss das doch gehen…
Wem neun Missionen zu wenig sind, den kann ich an dieser Stelle beruhigen, ähnlich wie vor ein paar Jahren bei Pyros Strategiespiel „Commandos“ vergehen die Stunden während einer Mission wie im Fluge. Um bei den Missionen nicht ganz zu verzweifeln, könnt ihr natürlich jederzeit ein Quicksave (ein schnelles Speichern per F5 Taste, ohne erst einen Namen etc. für den Spielstand zu wählen) machen so, und bei Bedarf vor die Tür zurückkehren, die ihr eine Minute zuvor dummerweise gestürmt habt.
Ein weiterer Garant für den Spielspaß ist die gut durchdachte Technik, Splinter Cell ist wunderschön ohne unrealistisch zu wirken und wo in anderen Spielen meist nur Missionbriefings auf den kommenden Auftrag hinweisen, wird die Handlung durch gelungene Zwischensequenzen vorangetrieben.
[Pro und Kontra]
Auf der Haben Seite verbucht Splinter Cell förmlich süchtig machende, gut geskriptete und atmosphärisch sehr dichte Missionen und eine technisch sehr gute Präsentation sowie wirklich clevere Gegner.
Leider hat aber auch Splinter Cell kleinere Kritikpunkte die den Spielspaß aber nicht weiter gefährden. So bleibt die Kamera gelegentlich an Objekten, etwa den schön animierten Wandteppichen, durch die man hindurch schleicht, hängen und schwer ist es zudem.
# Fazit
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[dieses Spiel könnte ihnen gefallen…]
… wenn sie auch schon eine Schwäche für Meisterdieb Garrett, die Elitetruppen aus Pyros Commandos oder Solid Snake aus Metal Gear Solid hatten. Aber auch alle anderen, die sich dem Spionageszenarium nicht gänzlich verweigern sollten einen Blick darauf werfen.
[dieses Spiel könnte ihnen nicht gefallen…]
… wenn sie Probleme mit dunklen Räumen haben, akrobatische Einlagen verpönen oder leidenschaftlicher Serious Sam Spieler sind.
Von mir gibt es an dieser Stelle eine eindeutige Kaufempfehlung denn für mich erhebt Splinter Cell schon jetzt einen Anspruch auf den Titel „Spiel des Jahres“, denn es ist innovativ, für das Taktikgenre wegweisend und macht vor allem eins: verdammt viel Spaß.
© der_dominator / Anfang März 2003 - Kommentare erwünscht
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