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Erfahrungsbericht von hamse

Einen Tod muss jeder sterben!

Pro:

Künast hat was zum labern

Kontra:

der Rest

Empfehlung:

Nein

Ich hab mir jetzt einige Berichte zu den neuesten Lebensmittelskandalen durchgelesen, und das was ich dort gelesen habe war auch schön und gut und teilweise auch sehr schlau, ich möchte meinen Senf zu diesem Thema aber dennoch abgeben.

Dazu muss ich wohl sagen, dass ich nen anderen Background habe, wie die meisten von euch, wenn nicht sogar allen, denen dieser Bericht in die Finger fällt. Mein Vater ist Landwirt, Hausschlachtungen sind mir zwar zuwider, aber bei uns Gang und Gäbe, weil es sonst ein bisschen teuer werden würde, da es bei uns so gut wie jeden Tag Fleisch gibt, und ich mit meinen 4 Geschwistern wohl Teil einer Großfamilie bin. Ja, ich weiß, das soll ungesund sein, aber bisher erfreuen wir uns aller bester Gesundheit. Bis vor ein paar Jahren hatten wir auch noch selbst Rinder, da wussten wir dann sicher was in der Tiefkühltruhe landet, und ein paar Ferkelchen sprangen bei uns auch gelegentlich im Stall rum.

Dadurch kennen wir natürlich auch andere (Klein-) Landwirte die noch Tiere haben, und sollte unsere Gefriertruhe nichts mehr hergeben, dann fragen wir halt bei einem nach, ob den mal wieder ne Schlachtung ansteht. Meine Mutter hat dazu noch einen riesigen Gemüsegarten in dem sie nichts weiter wie alles anpflanzt, und Kartoffeln lagern bei uns auch im Jahresvorrat im Keller.

Wir sind aber beileibe keine reinen Selbstversorger, die alles was irgendwie von außen kommt ablehnen, sondern gehen auch im Aldi einkaufen, und wenn daheim halt was fehlt, dann wird das auch dort eingekauft. Ich weiß auch wie Fertigpizza schmeckt und für nen GrilledChicken könnt ich manchmal sterben...

So viel zu meinem Hintergrund. (anders ausgedrückt: ich weiß das die Milch nicht aus der Tüte sondern aus der Kuh kommt, und die Kuh auch nicht lila sondern braun, weiß oder schwarz oder bunt :-) ist)

Angefangen hat ja eigentlich alles mit dem BSE Skandal. Der Landwirtschaftsminister wurde abgesägt (als ob der arme Kerl was dafür konnte!), die Verbraucherministerin wurde auf dessen restaurierten Sessel gesetzt, und sie sollte nun alles besser machen. 10% Biobauern wollte sie haben, könnte sie haben, dazu müssten allerdings auch 10% der Verbraucher „Bioverbraucher“ werden, das sind allerdings nur 2%, und daran hat sich nicht wirklich viel verändert, seit dem Nitrofenskandal sind’s wahrscheinlich noch weniger.

So weit zur Utopie der Renate K. Ihr könnt wahrscheinlich JEDEN Landwirt fragen: er wird euch bestätigen: diese Frau hat keine Ahnung. Gut, sie ist ja auch Verbraucher- und nicht Landwirtschaftsministerin, aber die Landwirtschaft fällt mit in ihr Ressort. Sie wollte die Subventionen der konventionellen Bauern kürzen, die der Biobauern anheben, usw. Das hörte sich ja auch so weit für die Biobauern ganz gut an. Was die konventionellen Landwirte davon hielten, könnt ihr euch sicher denken. Von irgendwas müssen die nämlich auch Leben, und jetzt mal ganz unter uns: ohne die EU-Subventionen könnten die meisten Landwirte ihre Höfe dicht machen, weil sie allein von dem Einkommen ohne die Subventionen gar nicht leben könnten.

Dann kam noch MKS, und dann war ne Weile Ruhe. Es war wieder alles so wie vorher, der Rindfleischkonsum stieg wieder fast auf Vor-BSE-Niveau, und keiner scherte sich mehr drum. A propos BSE: eine alte Frau in meinem Heimatort erinnerte sich, dass es früher durchaus auch Rinder gab, die ab und zu mal gesponnen hatten (also BSE hatten), die Viecher wurden trotzdem gegessen, geschadet hat es keinem...

Und dann? Dann kam der Nitrofenskandal. Ich dachte mir: nicht schon wieder, schaltete auf Durchzug wenn davon was in den Nachrichten kam, und lies das Ganze an mir vorbeirauschen, weil ich auch keinen Bock auf Renate K.s Gesicht hatte, aber das ist was anderes...

Früher haben die Leute auch nitrofen“verseuchtes“ Getreide, bzw. Fleisch von damit gefütterten Tieren gegessen, früher war Nitrofen ja auch bei uns erlaubt. Ich will gar nicht wissen, was früher noch so alles erlaubt war, was heute als krebsERREGEND nicht AUSLÖSEND bekannt ist. Den Menschen scheint es nicht geschadet zu haben, die Lebenserwartung steigt und steigt. Na ja, und wenn man bedenkt dass z.B. in Frankreich noch Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, die bei uns seit 20 Jahren verboten sind, und die dann ihr Getreide nach Deutschland importieren, und es hier dann gekauft wird, weil’s billiger ist...

Dann kam der „Pommesskandal“ (ich nenn ihn jetzt einfach mal so) In Pommes, Chips & Co können durch die starke Erhitzung krebsAUSLÖSENDE Stoffe gebildet worden sein. Ja mein Gott, wenn ich das Zeug nicht tonnenweise in mich reinstopfe, ist’s eh nicht so schlimm, und wenn ich’s doch tue, sterb ich wahrscheinlich vorher an Fettleibigkeit als an Krebs!!! Mir schmecken die Pommes nach wie vor, und meine Chips auch, amen.

Und jetzt noch MPA, das Wachstumshormon...
Schön! Gebt mir das Fleisch! Ich könnt ein paar cm mehr vertragen... und das Geld für die Pille kann ich mir auch gleich noch sparen! Wie praktisch! Und Renate K. brachte mal wieder den Abschuss: esst kein Fleisch mehr. ICH LACH MICH TOT, aber dann bin ich ja auch nicht mehr am Leben, und Renate ist schuld... Nee, ich lass es sein! Ich lach mich nicht tot, okay?

Aber jetzt mal im Ernst: die Schweine&Co deren Fleisch mit den Hormonen belastet sind bzw. sein könnten sind entweder mittlerweile vom Markt genommen, oder schon längst durch die Mägen der Verbraucher gewandert. Und sollte tatsächlich noch davon im Handel sein: durch die Verdauung der Tiere, wird die Hormonkonzentration so schwach, dass sie nicht mehr oder kaum noch schädlich ist. Genauso verhält es sich mit dem hormonbelasteten Sirup. Der Sirup wird nur stark verdünnt angewandt, wir können die Pille also nicht getrost vergessen, Mädels :-(

Die Gelackmeierten sind mal wieder die Landwirte, auch wenn bei den Hormonskandalen wohl wirklich die Futtermittlerhersteller und damit die Panscher dran glauben müssen. Ich würd’s ihnen wünschen, aber für gewöhnlich beißen halt den Letzten die Hunde, und das sind in so nem Fall immer die Landwirte.

Dazu kommt, dass die Forschung immer mehr krebserregender Stoffe entdeckt, die daraufhin verboten werden, was ja auch nur in Ordnung ist. Aber diese Stoffe sind in den meisten Fällen nicht alleiniger Grund für eine Krebserkrankung, da spielen noch sehr viel Faktoren mehr ne Rolle.

Und ich geh jede Wette mit euch ein: in nem halben Jahr schmeckt das Wiener (Schweine-)Schnitzel mit Pommes (oh wie ungesund!!!) garantiert wieder besser! Weil was anderes wieder nicht mehr schmecken darf...

In diesem Sinne

hamse

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