Roseneibisch
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Testberichte Roseneibisch

 Gartenpflanze
4.9 von 5
Platz 159 in der Kategorie "Gartenbäume & Zierpflanzen".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
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Roseneibisch Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
von 80% aller Autoren empfohlen (4/5).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • viele, wunderschöne, riesige Blüten
  • wunderschöne Blüten
Nachteile/Kritik
  • anfällig auf Blattläuse
  • die Blattläuse lieben ihn auch
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amrum

winterharte Hibiskus für den heimischen Garten

ein Testbericht von 2002-04-11 16:30:47 vom 11.04.2002
Empfehlung: ja
Roseneibisch = Hibiskus

1. ALLGEMEINES

Der Hibiskus ist die wohl bekannteste Zierpflanze der Tropen und Subtropen. Man begegnet dem Hibiskus im jedem Urlaub in den wärmeren Teilen Europas, den südlichen Staaten von Amerika und Südafrika als Kübelpflanze oder blühende Hecke.

Es gibt ca. 250 Hibiskus-Arten und unzählige Sorten, die rot, rosa, weiß oder gelb blühen, einfach oder gefüllt. Sorten nennt man Zuchtformen, die aus Arten durch Selektion oder Kreuzung entstehen.

Dabei handelt es sich meist um Hybriden (Kreuzungen), von denen manche einen Blütendurchmesser von über 20 cm erreichen. Im Kübel wird der Hibiskus ein bis zwei Meter groß, diese Größe erreicht er jedoch erst nach einigen Jahren. Wenn man eine kleine Topfpflanze im Gartencenter gekauft hat, braucht man oft viel Geduld, da die Pflanzen in den "industriellen" Anzuchtbetrieben mit Mitteln behandelt werden, die das Größenwachstum begrenzen. Für den Erwerbsgartenbau müssen die Pflanzen klein, handlich und blühend sein.

Da die Pflanzen auch auf der heimischen Fensterbank als Topfpflanze, oder im Wintergarten/Terrasse als Kübelpflanze ausgezeichnet wächst und vom Frühjahr bis Herbst blüht, hat die Pflanze auch bei uns viele Liebhaber gefunden. Das die Pflanzen in großer Zahl immer wieder in Gartencentern angeboten werden hat wohl den Hintergrund, daß viele die Pflanzen zu Tode pflegen und dann Nachschub brauchen (der geneigte Leser ist natürlich davon ausgeschlossen).


2: PFLEGEHINWEISE

Erde:
Einheitserde oder Torfkultursubstrat (TKS)

Düngen:
Von April bis Mitte September alle ein bis zwei Wochen mit Volldünger, im Winter einmal im Monat sparsam düngen

Gießen:
Den Sommer über benötigen die pflanzen viel Wasser, Staunässe muß man aber unbedingt vermeiden, denn sie verursacht schnell Wurzelfäule. Bei Wassermangel wirft die Pflanze Blätter und Blüten ab.

Pflege:
Auf Störungen im Wasserhaushalt, auf Standortwechsel oder Pflegefehler reagiert die Pflanze mit Knospen- und Blattfall.

Schnitt:
Um den Hibiskus kompakt zu halten, sollte man, spätestens wenn er seine gewünschte Endgröße erreicht hat, die Triebe jedes Jahr mit einem scharfen und sauberen Messer maximal auf die Hälfte einkürzen. Anfang April vor der Hauptwachstumszeit oder im Oktober vor der Winterruhe ist hierzu die beste Zeit.

Standort:
Den Sommer über ist ein sonniger Standort im Freien, vor Wind und Regen geschützt, oder im Wintergarten ideal. Zu heiß sollte der Platz nicht sein, denn Temperaturen zwischen 17 und 28 Grad fördern die Blüte. Nochmals : Standortwechsel möglichst vermeiden, da sonst viele Blütenknospen abfallen (dabei reagiert die Pflanze meist auf unterschiedliche Bedingungen in der Luftfeuchte, d.h. innerhalb eines Raumes umstellen ist kein Problem).

Vermehrung:
Die beim Zurückschneiden entstehenden Kopfstecklinge können neu bewurzelt werden, die Bodentemperatur sollte dabei über 20 Grad liegen.

Überwinterung:
Natürlich hell (damit die Pflanze nicht vergeilt = unerwünschtes Längenwachstum), bei Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad. Am Südfenster schadet auch die Heizungswärme nicht. In temperierten Wintergärten blüht der Hibiskus durch. Gegossen wird dann sparsam, bei höheren Temperaturen ist der Wasserbedarf größer. Bei entsprechender Sonneneinstrahlung wird es in einem Wintergarten auch im Winter schon mal ordentlich warm.


3. WINTERHARTE HIBISKUS

Ja die gibt es, auch für den heimischen Garten.

Der Chinesische Roseneibisch - Hibiscus rosa-sinensis (je nach Region unterschiedlich benannt als Eibisch, Roseneibisch, Straucheibisch oder Freilandhibiskus) ist auch unter den naßkalten deutschen Bedingungen problemlos zu halten.

Er ist ein ausgesprochen spät blühender Busch der bis zu 3 m hoch werden kann (unsere haben zur Zeit die 2,5 Meter geschafft). Von November bis Mai sehen die Büsche wie Tod aus, Ende Mai beginnen jedoch die Blätter zu spießen und ab Mitte Juni kommen die ersten der zahlreichen Blüten. Die Blüte wird bis in den Oktober hinein fortgesetzt.

Diese Pflanzen erhält man in zahlreichen Sorten mit unterschiedlichen Blattformen und Blütenfarben, die von weiß über gelb, hellblau bis hin zu den dunkelsten Rottönen reichen.

Als Standort sollte im Garten eine windgeschützte Stelle , z.B.: vor einer Mauer ausgesucht werden, auf jeden Fall aber an einer vollsonnigen und warmen Stelle.

Vermehrung erfolgt entweder durch Stecklinge (siehe oben) oder auch ganz einfach durch Aussaat. Die Pflanzen produzieren Samen in Massen, die Jungpflanzen kann man den Winter über auf der Fensterbank groß ziehen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
owesen
owesen, 03.04.2002
Welch ein Zufall ! - Bei eC habe ich gerade Infos uumlber Euphorbia milii gelesen und nun erhalte ich noch welche von Dir uumlber den Hibiskus ! g Wahrlich uumlberall lesenswert !!! Gruszlig, Soumlnke owi13
12351
12351, 04.04.2002
schon wieder
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MarrySue

Die Rose der Chinesen!

ein Testbericht von 2003-07-23 22:49:52 vom 23.07.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: viele, wunderschöne, riesige Blüten...
Nachteile/Kritik: anfällig auf Blattläuse
Hallo liebe Yopileser!

Heute möchte ich mich mal wieder einer Zimmerpflanze widmen und zwar dem Roseneibisch.
Auf botanisch heißt diese Pflanze Hibiscus sinensis und gehört zu der Familie der Malvengewächse. Dieser Name ( Hibiscus ) wird auch eigentlich am häufigsten verwendet.

Der Hibiscus ist eine der beliebtesten blühenden Zimmerpflanzen, was auch sehr verständlich ist, wenn man die trichterförmigen riesigen Blüten sieht. Diese können ca. 10 bis 15 cm groß werden! Und dann noch diese leuchtenden Farben! Hmmmm……………. ;-)

Die Heimat dieser Pflanze ist das tropische Asien und daher mag sie es gerne sehr warm, halt optimal für die warme Stube. Da sie aus dieser Gegend kommt wird sie auch noch Chinarose genannt. Dieser Name ist bei uns aber eher unbekannt.

Sorten:

Es gibt ca. 250 Arten vom Hibiscus, darunter auch die Sorten, die frosthart sind und deshalb fürs freie geeignet sind.
Den Zimmerhibiscus gibt es in vielen verschiedenen leuchtenden Farben von rot, rosa, über gelb, orange und weiß. Dabei unterteilt es sich noch in einfache und gefüllte Blüten. Auch habe ich schon zweifarbige gesehen. Besonders schön finde ich die orangenen und die gelben, weil sie so kräftig in der Farbe sind.
Als Kübelpflanze wird der Hibiscus auch als Hochstamm, oder größerer Busch angeboten.
Diese Hochstämme sind sehr hübsch, aber leider auch sehr teuer.

Standort:

Der Hibiscus sollte, wie schon erwähnt sehr warm stehen, so etwa bei 20 Grad. Dabei sollte es sehr hell sein, aber nicht in der prallen Sonne. Da er es lieber feucht mag, sollte der Standort auch nicht in der nähe von Heizkörpern sein.
Im Sommer mag er es auch sehr gerne draußen an der frischen Luft, auf dem Balkon etwa, oder auch ausgepflanzt im Halbschatten.

Pflege:

Da er aus den Tropen kommt, mag er es sehr feucht, also viel gießen, aber kein Wasser im Übertopf stehen lassen. Das könnte sonst zur Wurzelfäule führen.
Bei zu wenig Wasser zeigt er es damit, dass er Blätter und Knospen abwirft. Das Mittelmaß ist somit das beste. Da der Hibiscus ja feuchte Luft liebt, ist es sehr gut ihn auch öfters mal mit Wasser zu besprühen.

Gedüngt wird von März bis Oktober alle 2 Wochen mit einem normalen flüssigen Blumendünger. Dabei kann die angegebene menge ein klein wenig erhöht werden. Bei größeren Kübelpflanzen sollte vielleicht besser ein Langzeitdünger genommen werden, einmal im Frühjahr und dann im Hochsommer ein zweites Mal.

Da der Hibiscus sehr langsam wächst, brauch man ihn bloß alle 2 bis 3 Jahre im Frühjahr umtopfen. Dazu nimmt man normale Einheitserde, oder ein Gemisch aus Einheitserde und Torfkultursubstrat.

Überwinterung:

Die Kübelpflanzen, die man den ganzen Sommer lang draußen hat, nimmt man vor den ersten Nachtfrösten hinein ins Haus. ( etwa Mitte bis Ende Oktober ) Zum überwintern werden sie dann in einen Raum gestellt, der ca. 13 bis 16 Grad haben sollte. Dort darf es aber nicht zu dunkel sein. In den Wintermonaten wird dann mäßig gegossen und nur einmal im Monat ein wenig gedüngt, sparsam!
Im Frühjahr werden die Triebe der Pflanzen dann etwa ein drittel gekürzt, mit einem scharfen Messer, damit sie wieder besser austreiben können.
Nach den letzten Frösten können sie dann wieder an ihren Platz im freien gestellt werden. Dabei sollte man sie langsam an die Sonne gewöhnen und sie erst etwas dunkler stellen und wenn trübes Wetter ist, werden sie an ihren richtigen Platz gestellt.

Vermehrung:

Man kann den Hibiscus auf zwei Arten vermehren, zum einen durch Saat, was aber sehr zeitaufwendig ist und dann noch durch Stecklinge.
Dabei nimmt man am besten die abgeschnittenen Spitzen vom stutzen der alten Pflanzen. Diese werden dann in einen Topf mit Erde gesteckt, schön angegossen und mit einer Tüte zugedeckt. Vorher sollte man noch ein paar kleine Löcher hineinstechen. Der Topf wird dann an einen warmen Ort gestellt, am besten 23 bis 25 Grad. Nach ein paar Wochen bilden sich dann kleine Wurzeln und der Topf kann normal weiter behandelt werden.

Pflanzenschutz:

Am eisten ist der Hibiscus anfällig gegenüber den weißen Fliegen. Diese werden entweder mit einem Spray behandelt, oder man sorgt mit Pflanzenschutzzäpfchen vor. Diese sind dann auch meistens mit Dünger kombiniert!
Des Weiteren hilft das auch gegen Spinnmilben, denen der Hibiscus auch ganz gut gefällt.

Fazit:

Der Hibiscus ist eine Pflanze, die mir gerade als Kübelpflanze für die Terrasse sehr gut gefällt. Leider liegen die Preise hierfür sehr hoch. Für einen Hochstamm kann man schon mal 25 Euro hinlegen, was aber auch verständlich ist, da diese Hochstämme ätliche Jahre brauchen, bis sie verkauft werden können.
Als Zimmerpflanze ist sie da schon etwas bezahlbarer mit 4 bis 8 Euro, je nachdem wo man sie kauft.
Auch gefällt mir die lange Blütezeit, die fast das ganze Jahr andauern kann, außer einer kleinen Ruhephase im Winter. Leider ist sie bei den Blüten aber auch sehr empfindlich, ein Standortwechsel und sie schmeißt ihre Blüten und Knospen ab. Da muss schon etwas aufgepasst werden.
Auch die Blütezeit der einzelnen Blüten ist etwas kurz, nur ein bis zwei Tage, dafür bringt sie aber auch immer wieder neue Blüten hervor >>> Wunderschön! ;-)

Damit möchte ich meinen Bericht schließen.

Vielen Dank fürs lesen.

Liebe Grüße Eure MarrySue
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Goldband

Eine Pracht, wenn er blüht...

ein Testbericht von 2003-04-05 14:10:30 vom 05.04.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: wunderschöne Blüten...
Nachteile/Kritik: die Blattläuse lieben ihn auch
Nachdem ich letzte Woche vom überraschenden Blühen meiner Passionsblume berichtet habe, will ich heute zu meinem 2. Blühwunder der letzten Woche kommen.

Ich besitze schon seit vielen Jahren mehrere Töpfe mit Hibiscuspflanzen auch Roseneibisch genannt, die seit geraumer Zeit auch so vor sich hinmuckerten. Wegwerfen wollte ich sie aber auch nicht.

Zu meiner besonderen Freude entdeckte ich zuerst mehrere Knospen und dann welche Freude - unheimlich viele Blattläuse, die sich für die herbeigesehnten Knospen besonders interessierten.
Was nun, dachte ich mir?
Dann erinnerte ich mich, mal gehört zu haben, dass man diese lästigen Besucher mit verdünnter Fitlösung bekämpfen könnte.
Also, mit Läusen werden die Pflanzen nicht blühen, deshalb unterzog ich sie einer Gewaltkur:
Ich stellte sie in unser fensterloses also dunkles Bad und sprühte sie kräftig rundherum mit dieser Fitlösung ein und überließ sie einige Stunden ihrem Schicksal. Dann ließ ich die kalte Brause kräftig auf die Pflanze regnen – ein Gewitterschauer ist nichts dagegen – und wunderte mich, dass das die Knospen überhaupt mitmachten. Nachdem sie abgetropft waren, stellte ich sie zurück auf das Fensterbrett.
Nach wenigen Tagen traute ich meinen Augen nicht. Alle 3 Knospen wuchsen und wurden so groß wie nie bisher. Letzte Woche öffneten sich 2 Blüten zur gleichen Zeit und die andere am nächsten Tag. Es war eine Augenweide!
Die Blüten sind groß und trichterförmig. Meine Pflanzen haben gefüllte Blüten, es gibt aber auch einfache. Sie können in den unterschiedlichsten Farben sein (Weiß, Rosa, Rot, Gelb). Ich besitze gelb und rot blühende Pflanzen. Die Blüten halten etwa 2 Tage. Sie haben keinen besonderen Duft.
Diesmal hatten die Blüten einen Durchmesser von bestimmt 10 cm. So schön hatte die Pflanze noch nie geblüht!

Auch die 2. Pflanze musste die gleiche Behandlung bekommen und das Resultat war ebenso wie bei der 1. Pflanze. Daraus schließe ich, dass sie die Fitlösung mögen. Also liebe Blattläuse aufgepasst, die nächste Flaschenfüllung steht schon bereit!

Die Heimat des Hibiskus ist China, Südostasien sowie die polynesischen Inseln.
Deshalb lieben die Pflanzen die Sonne und blühen normaler Weise das ganze Jahr.
Neue Topfpflanzen von der Gärtnerei wurden meistens mit Wachstums-
hemmern behandelt , die ca. 1 Jahr wirken. Hört die Wirkung auf, beginnen die Büsche zu wachsen. Man sollte dann die Pflanzen bis in das alte Holz zurückschneiden. Dann treiben sie neue Blätter und sehen wieder etwas schöner aus.
Der Hibiscus verträgt das ganze Jahr über normale Zimmertemperaturen. Er muss dann aber auch im Winter mehr gegossen werden. Er braucht einen hellen lichten Platz. Im Sommer kann er auch draußen stehen, verträgt aber keine pralle Sonne.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund, den meine Pflanzen mir ab und zu übel nehmen, denn die stehen an einem recht sonnigen Fenster.
Also werden sie diesen Sommer auf den Balkon in eine halbschattige Ecke umziehen.

Wer den Roseneibisch nicht kennt und schöne Blüten liebt, sollte sich mal eine Pflanze anschaffen. Es lohnt sich!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Critics

Meine chinesische Rose

ein Testbericht von 2002-08-05 15:47:11 vom 05.08.2002
Empfehlung: ja
Rosen lieb ich ja. In jeder Form, naja, in FAST jeder Form. Und irgendwann bin ich mal an einer Pflanze hängengeblieben, die ich für mein Badezimmer haben wollte und die oftmals als "chinesische Rose" angepriesen wird.

Mit Rosen hat die Malvenpflanze, auch Roseneibisch genannt oder "hibiscus rosa sinensis" allerdings ungefähr so viel zu tun, wie die gemeine Feldmaus mit der Fledermaus... Recht wenig.

Die Rose hat je Ast viele kleine Blätter und eine Blüte, während es beim Hibiskus genau andersrum ist: an einem verholzten Ast stehen vereinzelt ca. 3 cm grosse Blätter. An der Spitze eines jeden Astes scheint sich die Kommandozentrale fürs Blühen zu befinden, dort sitzt der Punkt an dem sich (mit etwas Glück und Geschick) von Februar bis Oktober stehts neue Blüten entfalten.

Ja, wie gesagt: wenn man Glück hat. Blühen tut MEIN Hibiskus nämlich erst, seitdem ich ihn völlig entnervt und schon willens, ihn im Zweifelsfall als "wieder so ein Rohrkrepierer, der nur bei anderen blüht" in die Komposttonne zu entsorgen. Gekauft hatte ich die Pflanze eigentlich fürs Badezimmer, wo ein Fensterchen einer genügsamen Pflanze Licht böte. Stehen sollte diese Pflanze nämlich im Halbschatten. Wasser mag sie gerne täglich und wenn sie sich dazu durchgerungen hat, eine Blüte zu treiben, sollte man dieser tunlichst vom Leibe bleiben. Ansonsten nimmt die sensible Dame das nämlich zum Anlass, einem die Blüte vor die Füsse zu spucken mit einem "haptua, da, kannste behalten. Nicht mal blühen kann man bei Dir in Frieden!". Auf deutsch: hat der Hibiskus Blüten getrieben sollte man sich hüten, diese zu berühren, da die Pflanze sie sonst sofort abwirft. Das ist mir wieder und wieder passiert... kaum hatte ich jubelnd festgestellt, dass meine Pflanze dann vielleicht DOCH willens war, sich wie eine normale Hibiskuspflanze zu gebärden und zu blühen kam ich dagegen oder die Katzen betatschten sie und AUS war es mir der Pracht.

Doch doch... anspruchsvoll ist sie schon, die schöne Dame. Den Platz an meinem Badezimmerfenster verschmähte sie jedenfalls, was mich doch vor die bange Frage stellt: wohin mit ihr im Winter? Ich werde einfach versuchen, sie im Zimmer meines Sohnes auf die Fensterbank zu stellen, dort bleibt sie nämlich von den Neugiernasen meiner Katzen verschont und hat einigermassen Licht. Draussen lassen sollte man die sensible Schönheit auf keinen Fall, zumindest, wenn man es nicht gerade mit einem Gartenbusch dieser Art zu tun hat. Frostbeständig ist die Zimmerpflanze Hibiskus nämlich nicht.

Die Kosten bei Neuanschaffung betragen zwischen 5 und 20 Euro je nach Grösse und Beschaffenheit der Pflanze. Wie gesagt: es gibt sie als Topfgewächs und als Gartenstrauch. Von den Farben her bewegt sie sich in den Farbnuancen Cyklam, Rot, Apricot, weiss-Rosa, weiss und gelb.

Sonnenlicht liebt sie und braucht sie zum Blühen, ohne Sonne keine Blüte, aber ZU VIEL davon verträgt sie dann auch wieder nicht, wie mir meine schöne dieser Tage prompt bewiesen hat. Obwohl ich sie morgens und abends gegossen habe streckt sie mir anklagend gelbe Blätter entgegen, was wohl daran liegt, dass sie zwar genug Wasser hatte, aber nicht genug vor der zeitweise doch recht heftig runterknallenden Sonne geschützt war. Ich denke, ich hätte sie Mittags vielleicht reinholen sollen und ihr die Mittagsbestrahlung ersparen sollen. Naja, man lernt nicht aus.

Interessant ist, dass die Blätter, wenn sie einmal ausfallen nicht an der gleichen Stelle nachwachsen sondern der Ast einen Längenwachstumsschub durchmacht und erst wieder an der Spitze neue Blätter und Blüten treibt, sodass mein schöner Hibiskus in einigen Tagen aussehen wird, wie ein Bartgeier...langer nackter Hals und dann erst mal lange Zeit nix...*schnauf*. Also: lasst es erst gar nicht so weit kommen, dass Eure Schöne die Blätter schmeisst, Bartgeier im Topf macht sich nicht so gut. Zumal ein gesunder Hibiskus auch ohne Blüten doch eigentlich recht nett anzusehen ist mit den dunkelgrünen leicht gewellten am Ende spitz zulaufenden Blättern.

Wie jede Schöne, die um ihre Schönheit weiss lässt sich auch die Hibiskusblüte oft und lange bitten, bis sie sich öffnet. Elle se fait désirer- sie lässt sich begehren, wie der Franzose dazu sagen würde. Aus den Knöllchen am Astende spriesst eine von dünnen grünen Blättchen umhüllte Kapsel, die sich von Tag zu Tag mehr dehnt und streckt. Dem Beobachter erscheint die Zeit schon recht lang, bis die wie ein Regenschirm eingerollte Blüte sich zeigt. Und auch, wenn sie schon eingerollt bereitsteht kann es doch sein, dass es noch einige Tage dauern kann, bis die Pflanze meint, jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen, ihre volle Pracht zu entfalten. Aber nicht dass ihr jetzt meint, sie käme mit einem TAaaataaaaaa und offen ist die Blüte...nicht doch! Erst wird hier eine Drehung vollzogen, dann da ein Blütenblättchen gespreizt bis dann nach einiger Zeit erst die volle Blüte mit dem gelben Stempel der Sonne entgegenlacht.

Die Blüte ist in ihrer vollen Pracht 2 bis 3 Tage zu bewundern, zumindest bei meinem Hibiskus. Dann fängt sie an zu welken. Hat sie einmal ihren Zenit überschritten sollte man warten, bis die farbigen Blütenblätter vollends verwelkt sind und sie abpflücken. Unnötig stehen gebliebene Blütenstände belasten nämlich jede Pflanze und entziehen ihr Kraft, die sie ansonsten zu weiterem Blütentreiben verwenden würde. Ganz am Schluss bleibt von der Blüte nur ein kleiner grüner Pavillon übrig, den ich dann auch abknippse. Sie dankt es mir mit immer wieder nachspriessenden Blütendolden, die jedoch selten bis nie alle zusammen blühen. Meine Pflanze hat immer nur 2 bis maximal 3 Blüten zur selben Zeit, sodass ich immer einen Grund finde, sie gebannt zu beobachten.

Ihr seht, wer versucht, die asiatische Schöne zu verstehen, der kann damit einige Zeit verbringen. Lohnen tut es sich allemal, denn wie gesagt: der Hibiskus blüht über Monate hin, WENN er denn mal am richtigen Fleck steht und endlich mit dem Blühen angefangen hat.

Im Oktober werde ich die Dame Hibiskus umtopfen in einen größeren Topf und sie ausserhalb der Reichweite der verspielten und bisweilen grünhungrigen Katzen unterbringen und dann freu ich mich schon aufs nächste Jahr im Frühsommer, wenn ich wieder trällern kann: " Der Hibiskus blüüüüühhhhhhhtttt". Denn eigentlich ist Dame Hibiskus freiheitsliebend und will nach draussen. Zumindest bis zum ersten Frost.

Fazit: mit dem Hibiskus holt man sich Kurzweil ins Haus. Eine Beschäftigung, die ich jedem nur empfehlen kann. Ich habe gehört, die Pflanze sei schädlingsanfällig und könne auch diverse Krankheiten bekommen. Das kann ich so jedoch nicht bestätigen: Schnecken mögen sie nicht, von denen bleibt sie verschont, Blattläuse gehen da auch nicht dran, wohingegen meine Rose voll davon hängen, Mehltau lässt sie auch kalt, obwohl sie neben einer solchermassen befallenen Rose steht. DUFTEN tut sie übrigens nicht, da ist man mit einer echten Rose besser bedient.

*Bereits auf Yopi und Ciao veröffentlicht, klauen lohnt also nicht*
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
egonman

Ungewöhnliche Schönheit !

ein Testbericht von 2002-04-16 12:52:48 vom 16.04.2002
Empfehlung: nein
„Roseneibisch , die herrlichen Malven-Blüten“



Der „Roseneibisch (Hibiscus rosasinensis) zählt zu den „Malven-Gewächsen“ , wird aber auch als „China-Rose“ bezeichnet .
Er ist während der monatelangen Blüte-Zeit mit großen Trichter-Blüten in leuchtenden Farben geradezu übersät .
Richtig gepflegt wiederholt sich dieses Schauspiel jedes Jahr und der „Roseneibisch“ wird zur stattlichen Pflanze .
Der aus Ostasien stammende Strauch braucht einen sehr hellen und warmen , auch vollsonnigen Standort .
Von Frühjahr bis in den Herbst sind Zimmer-Temperaturen um 20 Grad ideal , in den Winter-Monaten reichen 16 bis 18 Grad . Während der Wachstums- und Blüte-Zeit hat der „Roseneibisch“ einen hohen Feuchtigkeits-Bedarf .
In dieser Zeit sollte man gut gießen , aber man sollte auch darauf achten , das Stau-Nässe ebenso wie Trockenheit vermieden wird .
Was auch sehr gut wäre , einmal wöchentlich die Blume zu düngen .
In der Blüte-Zeit sollte man auch nicht den Standort wechseln , da die Pflanze leicht mit Knospen- und Blüten-Abwurf reagiert .
Im Frühjahr sollten die zu langen Triebe deutlich zurück geschnitten werden .


Wenn man den „Roseneibisch“ wie beschrieben behandelt , gedeiht er sehr gut und erfreut einen mit seiner Blüten-Pracht .
Die in sehr vielen verschiedenen Farben ihre Schönheit zeigen , es ist ein wahrer Augen-Schmaus .
Kann die „China-Rose“ nur empfehlen , sie braucht nicht sehr viel Pflege , und erfreut einen doch vom Frühjahr bis in den Herbst hinein !
...
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Bewertung Testbericht:hilfreich
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Kommentare
katze35
katze35, 17.04.2002
na egon, der erste Bericht von dir mit dem ich nicht ganz soviel anfangen kann.

gruss
Katze
Alusru
Alusru, 16.04.2002
Mag ich auch sehr gerne sind dankbare und wunderschoumlne Pflanzen lieben gruszlig Uschi.
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1-5 von 5 Testberichten über Roseneibisch
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