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Platz 60 in der Kategorie "Webseiten - B". Bundespressekonferenz e.V. Pressehaus/0103 Schiffbauerdamm 40 10117 Berlin Tel.: +49 (30) 22 07 99-0 ...mehr
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bundespressekonferenz.de Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

topfmops

Antworten?? Weder als Substantiv noch als Verb!!

ein Testbericht von 2010-03-08 15:34:21 vom 08.03.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Eigentlich ein sehr gute Einrichtung...
Nachteile/Kritik: Der Auftritt einiger auskunftspflichtiger Gäste, als der Politiker, ist unter aller Sau.
Strenggenommen steht die Meinung mal wieder in der falschen Rubrik, denn ich möchte mich nicht über das eigentliche Thema dieser Kategorie auslassen, sondern einen Vorfall auf dieser Konferenz aufgreifen, der inzwischen typisch geworden ist bei den Auftritten von geladenen Gästen.
Und weil dies Rubrik mit null Eurocent honoriert wird, mache ich das einfach.
Bei der Bewertung bin ich sehr in Zweifel.
Die Bundespressekonferenz ist eigentlich eine hervorragende Sache, dennoch ist der Auftritt einiger auskunftspflichtiger Gäste, als der Politiker, unter aller Sau.

Irgendwie scheinen Politiker vergessen zu haben, dass die Bundespressekonferenz eine Veranstaltung des gleichnamigen eingetragenen Vereins ist.
Und beileibe keine Einrichtung des Bundes, und der Bundesregierung schon mal grad gar nicht.

„Wie gelingt es relativ schnell, an möglichst objektive Informationen heranzukommen? Diese Frage haben sich Parlamentskorrespondenten im Herbst 1949 gestellt und daraufhin die Bundespressekonferenz (BPK) gegründet. Ihr Zweck ist, Pressekonferenzen mit maßgeblichen Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu veranstalten.“
Dieses Zitat stammt aus der Selbstdarstellung des Vereins auf der Seite im Netz

http://www.bundespressekonferenz.de/

Wer mehr über die BPK wissen möchte, der wende sich an:

Bundespressekonferenz e.V.
Pressehaus/0103
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin Tel.: +49 (30) 22 07 99-0
Fax: +49 (30) 22 07 99-22
E-Mail: berlin@bundespressekonferenz.de

Geschäftsstelle:
Roswitha Kreutzmann, Büroleiterin
Tel.: +49 (30) 22 07 99-19
E-Mail: kreutzmann@bundespressekonferenz.de
Eine Außenstelle in Bonn soll nicht unterschlagen werden.
Ich bedanke mich ganz tüchtig bei Stefan Sauer, der mich aufmerksam machte.

Nun gibt es einige Fähigkeiten, die den Menschen vom Tier unterscheiden.
An vorderster Stelle die Fähigkeit zu sprechen, auch wenn in der biblischen Schöpfungsgeschichte davon keine Rede ist.
Die Fähigkeit zu sprechen gehörte zur Grundausstattung dieses Sondermodells, als Gott am sechsten Tag Adam schuf. Und siehe da oder dortselbst:
„Der Mensch gab Namen allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes.“

Betrachtet man diese Sache jedoch von einem evolutionären Standpunkt aus, kann zu dem Schluss gekommen werden, dass ein grunzender Unhold zum Homo sapiens wurde, weil der Unhold sein „Urgh-Urgh“ irgendwann und –wie durch präziser gestaltete, vielleicht auch formulierte, Botschaften ersetzte.
Nun werden sich einige der tapferen Leserlinge daran erinnern, dass Charles Darwin vom ‚missing link’ spricht, also der fehlenden Verbindung zwischen Neandertaler und Homo sapiens.
Diese Frage ist heutzutage geklärt: das sind wir, also die heutzutage lebende Menschheit, besonders am Beispiel des in der Nähe des Neandertal liegenden Düsseldorf. Was dort alles gesprochen, getrunken, gegessen und geschrieben wird ist keinerlei Beweis für die Zugehörigkeit zur Gattung ‚Homo sapiens’; aber das nur am Rande.

Denn vor allem Sprache macht uns heute zu dem, was wir vermeintlich sind..
Der Herr sprach: „Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten.“ Und lügen sollst du auch nicht.

Was mich wieder an die Geschichte von Moses erinnert, der – die Gesetzestafeln unter dem Arm – vom Sinai herunter kam.
Die Jungs und Mädels tanzen um das ‚Goldene Kalb’
„Ruhe!!“ donnert er „Ich hab’ eine gute und eine schlechte Nachricht!“
„Die gute zuerst!“
„Ich hab’ ihn runtergehandelt auf zehn!“
„Und die schlechte?“
„Ehebruch ist immer noch dabei!“

Irgendwie hat der Mensch im Lauf der Zeit, besser gesagt im Verlauf der Zeit, Techniken entwickelt, diese Gebote einzuhalten, ohne sie jedoch zu befolgen.
Und zur Meisterschaft gebracht hat eine bestimmte Spezies des Menschen, allgemein auch als Sprecherin oder Sprecher eines Bundesministeriums. Bekannt.
Die Frage, warum da jetzt ‚mini’ drin ist, blieb bis heute unbeantwortet.
Sprecher eines Ministeriums lügen nicht, die reden quer!!
In der Bundespressekonferenz verlangen die dort versammelten Hausherren – manchmal auch als Journaille beschimpft – dreimal in der Woche Auskunft von den geladenen Gästen – auch als Sprecherriege bekannt oder getarnt – was die einzelnen Ministerien so vorhaben.
Und in den letzten Monaten ist das zu einer surrealen Kommunikation verkommen.

Und damit wir wieder alle von derselben Sache reden, berufe ich mich auf mein Leib- und Magenhelferlein ‚wikipedia’:
„Der Surrealismus war eine Bewegung in der Literatur und der bildenden Kunst, die in der Nachfolge von Dada um 1920 in Paris entstand. Ziel war es, das Unwirkliche und Traumhafte sowie die Tiefen des Unbewussten auszuloten und den durch die menschliche Logik begrenzten Erfahrungsbereich durch das Phantastische und Absurde zu erweitern.“
Ende des Zitates

Wer mehr über den Begriff wissen möchte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Surrealismus

Nur um ein Beispiel zu nennen:
Am Montag, den 01.03.2010 wurde die Frage gestellt, ob Vertreter der Regierung im Verein mit öffentlichen und/oder privaten Banken über mögliche Hilfen mit dem Schuldenstaat Griechenland im Gespräch seien.
„ich greife diese Frage gerne auf!“ hat die stellvertretende Sprecherin der Regierung Sabine Heimbach behauptet. Dann hat sie gesagt, dass
„die entscheidende Unterstützung für Griechenland darin liegt, die griechischen Konsolidierungsbemühungen im Rahmen der europäischen Verfahren zu flankieren.“
Dies ist ein Zitat, auch wenn ich ungerne zugebe, dass mir so etwas niemals einfallen könnte.
Ein kleiner Trost ist es immerhin, dass das hier unterirdische mitlaufende Rechtschreibprogramm einen Ausdruck wie ‚Konsolidierungsbemühungen’ nicht kennt und als flasch markiert.
‚flasch’ übrigens auch.

Das war also keine Antwort und deswegen das Ganze noch mal:
Gibt es Gespräche von Regierungs- und Bankenvertretern über Griechenland? Ja oder nein?
Und Frau Heimbach gönnt uns eine zusätzliche Replik, nur eben keine Antwort:
„Es gibt im Moment ein klar beschriebenes Verfahren, und bei diesem Verfahren bleibt es auch. Das ist auf dem informellen EU-Rat beschlossen worden und zwar gemeinsam mit dem griechischen Ministerpräsidenten. Insofern liegt der ball jetzt bei den Griechen!“
Ende des Zitates.

Ball??
Was hat Otto Rehakles damit zu tun??
Verfahren??
Eu-Rat??

„Gibt es Gespräche?? Ja oder nein??“
Der ebenfalls anwesende Sprecher des Finanzministeriums. Michael Offer, mischte sich an dieser Stelle ein und verteidigte seine Kollegin:
„Ich kann dem jetzt nichts mehr hinzufügen. Frau Heimbach hat das umfassend beantwortet!“
Und Frau Heimbach hat erklärt:
„Ich kann dem eigentlich nichts hinzufügen!“

Der Verräter liegt wie üblich im Detail, hier im ‚eigentlich’ und was ist mit ‚uneigentlich’??
Unsere schon mehrfach Schweizer Freundin Rosi , die wir von Mallorca her kennen, hätte an dieser Stelle geantwortet:
„Das geht Euch einen Scheißendreck an!“
Aber sie hätte nicht drum rum geredet
Frau Heimbach hätte auch sagen können:
„Gestern wird es röter als zwei zu eins für Arnold Schwarzenegger!“
Oder
„Bauknecht weiß, was Frauen wünschen.“
Ob das allerdings auch für die Darstellerin der Bundeskanzlerin gilt, für Tante Angie mit dem uckermärkischen Furchentritt, bleibt wiederum offen.
Frau Heimbach hätte auch sagen können:
„Urgh-Urgh!“
Jedenfalls wäre das nicht gelogen gewesen und sie hätte wahrhaft Zeugnis abgelegt.

Und die Regierigen wundern sich, dass niemand sie mehr versteht.
Und um den Kreis zu schließen noch ein Zitat, diesmal aus dem Neuen Testament:
„Und er ging hinaus und weinte bitterlich!“

Und auch diesmal weise ich darauf hin, dass dieser Artikel auch auf anderen Plattformen, auch unter dem Namen des mir ehelich anvertrauten Weibs – cunda - erscheinen wird. Ebenfalls – auszugsweise und umformuliert - in etlichen Tageszeitungen,.
Anderslautende Meinungen werden – wie üblich – respektiert, jedoch weitgehend ignoriert.

topfmops bedankt sich fürs Lesen und Bewerten, freut sich auf viele, lesenswerte Kommentare und hofft, Euch eine kleine Anregung gegeben zu haben.
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Kommentare
mima007
mima007, 09.03.2010
Viele Gruesse, mima007
SiggiWidder
SiggiWidder, 08.03.2010
Guter Bericht der auch gleich belohnt wird.
bigmama
bigmama, 09.03.2010
LG Anett
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