Arbeitsamt Testbericht

No-product-image
ab 76,42
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 08/2003

Erfahrungsbericht von Leseratee

Das Arbeitsamt und eine sinnlose Maßnahme für mich

Pro:

für mich gab es nicht Positives

Kontra:

unsinnige Themen

Empfehlung:

Nein

Das Arbeitsamt und eine sinnlose Maßnahme für mich

Die Arbeitslosigkeit macht vor keinem Halt, auch nicht von einer qualifizierten Fachkraft. Es ging alles recht schnell. Der Chef schmiß das Handtuch und eine staatlich geprüfte Sekretärin mit 23-jähriger Berufserfahrung war arbeitslos.

Ich bin jetzt seit dem 01.01.2003 arbeitslos und bitte, schreibt mir keine Kommentare von wegen, ach wie traurig usw., denn ich bin nicht traurig. Meine Tage sind ausgefüllt und ich arbeite schreibend für mein Arbeitslosengeld, auch wenn es nur ein Hobby ist.

Aber der Grund für diesen Bericht ist ein ganz anderer.

Wie einigen bestimmt bekannt ist, müssen Arbeitslose ab und zu beratende Maßnahmen besuchen und davon wurde auch ich nicht verschont.
Im Oktober diesen Jahres wurde ich eingeladen zu einer zweiwöchigen Maßnahme mit dem Namen „Beratung von Arbeitslosen“. Bei solch einer Einladung stellen sich immer meine Nackenhaare auf und Zorn sprüht aus meinen Augen.

Da wie immer weitere Informationen fehlten und auch die Anschrift des Maßnahmeortes nicht zu erlesen war, blieb mir nicht anderes übrig, als zum Telefonhörer zu greifen, um mich zu informieren. Das Schlimme daran ist, ich habe selbst 23 Jahre im Büro gearbeitet und empfinde mangelnde Information als sehr störend. Wer bezahlt mir die Telefonate? Warum kann das Arbeitsamt nicht effektiver arbeiten? Haben sie keine Lust oder gar vergessen, wozu sie auf der Welt sind?
Die Dame beim Arbeitsamt war zwar nett, aber unzureichend informiert. Den Veranstaltungsort konnte sie mir nicht nennen – nur die Telefonnummer. Ins schwitzen brachte ich sie mit der Frage, was denn wohl zwei Wochen lang beraten wird. Scheinbar schien es außer mir, keinen zu interessieren. Ich hasse vertane unnütze Zeit und daraus resultierte auch meine Frage. Für das Arbeitsamt unwichtig, denn eine Antwort konnte man mir nicht geben. Nach weiteren drei Telefonaten hatte ich die Dozentin am Telefon, die mir dann auch bereitwillig Auskunft gab. Mir wurde schlecht, als ich die einzelnen Themen hörte.

Ein Wegbleiben ist zwecklos, irgendwann kriegen sie dich doch und prügeln dich zur Maßnahme oder entziehen dir mit einem hämischen Lachen das Arbeitslosengeld.

Was hat man mir vermittelt?

Meine Pflichten als Arbeitsloser.
Ich kenne meine Pflichten zu genüge, aber kennt das Arbeitsamt seine Pflichten ebenfalls?

Wie arbeiten Arbeitszeitfirmen?
Von ihrem schlechten Ruf in unserer Gegend wußte ich bereits und alle anderen Teilnehmer ebenfalls.

Wie ist die Arbeitsmarktsituation in Deutschland (Video)?
Für wie blöde halten die mich eigentlich!

Schwarzarbeit (Video)
Sollte das ein Abschreckungsmittel sein oder ein Aufruf?

Informationen über die Arbeitsamtszentrale in Nürnberg
Im Vergleich dazu – die Zentrale in Dänemark (Video):
Ich schreibe dazu nur – schickt das deutsche Arbeitsamt komplett nach Hause. Sie sparen, wo sie können, aber aus meiner Sicht am falschen Ende. Sie lassen sich ausnehmen und der wirklich Bedürftige schaut nur noch in das leere Finanzloch. Ihre Struktur sollte gründlichst geändert werden. Es fehlen Menschen und ich schreibe bewußt Menschen, die mitdenken und auch in der Lage sind, richtige Entscheidungen zu treffen. Menschen, die den Arbeitslosen wirklich und ernsthaft beraten und keine unsinnigen Sprüche klopfen.

Anzeigen in der Zeitung – Stellenangebote – Stellengesuche - Warnungen
Sinnvoll oder Unsinn! Wenn ich Arbeitslosenhilfe beziehe, habe ich kein Geld für eine Anzeige.

Analyse von Zeugnissen
Sollte man mal gehört haben.

Wie verhalte ich mich beim Vorstellungsgespräch?
Wir sind alle erwachsen und verfügen über eine Menge Lebenserfahrung. Warum muß ich mich verstellen, um einen Job zu bekommen? Warum kann ich nicht so auftreten, wie ich bin? Jeder hat Fehler und auch kein Personalchef ist fehlerfrei. Was sucht er – Wundermenschen?

Bewerbungen und Lebensläufe aufsetzen, Bewerbungsmappe erstellen
Für einige von Vorteil bei der ersten Maßnahme.

Surfen durch die Arbeitsamtsseiten im Internet
Für einige von Vorteil, die die Möglichkeit haben, täglich beim Arbeitsamt vorbei zu schauen oder einen PC zu Hause ihr eigen nennen.

Internet – Computer
Ein Stolperstein für 10 Teilnehmer aus unserer Gruppe (12 ingesamt). Was sollte das?
In mühseliger Kleinarbeit erklärte die Dozentin die ersten Schritte am PC und gab eine kurze Einführung ins Schreibprogramm.
Am nächsten Tag sollte der Lebenslauf geschrieben werden. Für zwei Teilnehmer kein Problem, für den Rest ein Suchen und Finden der Buchstaben und dazu noch die Textgestaltung.
Am dritten Tag – eigene Bewerbung schreiben – das AUS für ZEHN. Die Dozentin setzte sich an den PC und schrieb selbst.

So vergingen zwei Wochen. Oftmals mußte wir aufpassen, nicht einzuschlafen, obwohl unsere Dozentin sich große Mühe gab, uns zwischendurch mal wach zu rütteln.

Was hat es mir gebracht?

Absolut nichts. Mich würde interessieren, was das Arbeitsamt für meine Zwei-Wochen-Maßnahme bezahlt hat.

Computer!

Vertane Zeit für mich. Das Arbeitsamt sollte sich mal die Mühe machen und überlegen, wen sie wo hinschicken.
Was macht der Arbeitslose, der vom PC überhaupt keine Ahnung hat, geschweige denn, keinen eigenen PC besitzt.
Das Geld hätte man sich sparen können und dafür lieber einen PC-Kurs organisieren sollen – kostenlos. Er muß nicht viele Wochen dauern, sondern einen intensiven Kurzeinblick in das Schreibprogramm und Internet geben.

Die PC-Stunden fallen übrigens in nächsten Lehrgang raus. Eigentlich schade, denn gerade das hielt ich für Nichtkenner besonders von Vorteil.

Grausam!

Alle sechs Monate wird diese Maßnahme wiederholt. Natürlich mit der gleichen Thematik. Einige Teilnehmer kannten sich bereits bestens mit den einzelnen Themen aus. Soll der Arbeitslose es wie ein Gedicht auswendig beherrschen? Für mich ein großer Quatsch!

Was ich hier geschrieben habe, sind meine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen. Ich bin ganz ehrlich, ich fühlte mich bei dieser Maßnahme fehl am Platz und habe den Sinn nicht verstanden. Vielleicht bin ich ja auch nicht intelligent genug.

Ein Lob an die Dozentin, die sich wirklich große Mühe gegeben hat. Doch sollte sie sich mal mit dem Arbeitsamt zusammen setzen und den Themenbereich überdenken.

Ich wollte mit diesem Bericht einmal darstellen, wie unsinnig solche Maßnahmen sind. Sie bringen den Teilnehmer keinen Schritt weiter. Zum Glück wurde eine eintägige Exkursion in einen Betrieb abgesagt. Die zu besuchende Firma hat sich geweigert. Richtig so. Wir sind doch nicht in einem Kindergarten. Alle Teilnehmer waren sehr froh darüber.

Meine Meinung mag nicht jedem gefallen. Eventuell hat diese Maßnahme ja mal jemandem geholfen. Die Themenvorgabe empfand ich jedenfalls als unsinnig und die Videos waren nicht gerade aufbauend für einen Arbeitslosen. Aus einer Zwei-Wochen-Maßnahme hätte man bequem eine Woche machen können.

Die Bewertung bezieht sich auf die Themenvorgabe.

Die Leseratee

Auch veröffentlicht bei Ciao unter Meerfrau.

34 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Tweety30

    20.03.2007, 18:25 Uhr von Tweety30
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ach ja, sowas kenne ich auch... ;o( Liebe Grüße, Tweety30!

  • hjid55

    11.02.2007, 21:22 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah

  • Baby1

    20.11.2006, 22:41 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anita

  • campimo

    28.10.2006, 23:26 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    BblG campim:o)