Das Jugendgericht Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Informationsgehalt:  durchschnittlich
  • Präsentation:  durchschnittlich
  • Spaß:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Romantik:  wenig

Erfahrungsbericht von westwind83

Sind wir hier im falschen Film??

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Seit geraumer Weile gibt es diese abgrundtief schlechte Sendung nun. Bevor ich auf die näheren Details eingehe muss ich dazusagen, dass ich an einem Rechtskundekurs teilnehme und mich mit der Materie ein wenig auskenne und daher muss ich von vorneherein ersteinmal sagen, dass ein über diese Delikte viel mehr Verhandlungen gibt als die \"eine Hauptverhandlung\" wie es die \"Fernsehleute\" bezeichnen.
Über jede Kleinigkeit kann bis zu 2 Stunden und länger eine Anhörung stattfinden.
Aber kommen wir nun zu den Details:

Die Sendung:
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Die Sendung ist ähnlich aufgebaut wie \"Richterin Angelika Salesch\" oder die \"Konkurenzsendung\" \"Richter Andreas Holdt\", der einzige Unterschied besteht im geringeren Strafmaß da es ja folglich um Jugendliche geht, über welche abgeurteilt werden soll.
Die Hauptpersonen sind Richterin Dr. Ruth Herz,
dem Staatsanwalt Dirk Küchmeister, aus drei von Sendung zu Sendung abwechselnd auftretenden Verteidigern und natürlich von einem jugendlichem Täter und einem Geschädigtem (=Opfer) die meist von Laienschauspielern dargestellt werden.


Ablauf der Sendung, Handlung:
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Die Sendung versucht im Prinzip das Ablaufen eines Prozesses vor einem Jugendgericht nachzuspielen
um dem Betrachter einen Einblick in Strafverhandlungen zu geben.

Die Sendung fängt damit an, dass ein Sprecher die
vorher abgelaufene Straftat dokumentiert und diese mit einer rhetorischen Frage offenlässt (Bsp.: \"War der Angeklagte tatsächlich der Täter oder ist er ein Opfer eines Justizirrtums?\").

Nun beginnt die eigentliche \"Verhandlung\":
Die Richterin befragt den/die Täter/in auf Korrektheit seiner angegebenen Daten wie Alter, Geburtsort, Verwandschaftsverhältnisse mir dem/der Geschädigten und Beruf.
Anschließend verließt der Staatsanwalt Kückmeister
die Anklageschrift die immer wieder ähnlich in jeder Sendung beginnt und recht eintönig ist.
Als nächstes nimmt der/die Angeklagte zu den Vorwürfen des Staatsanwaltes Stellung und streites dieses in jeder Sendung auf gleiche eintönige Weise ab.
Ein langes hin und her beginnt und am Ende wird er ja doch meistens für schuldig befunden und zu einer Jugendstrafe oder gar zu Sozialstunden verurteilt.

Meiner Meinung nach ist dieses jedoch eher aufgebaut wie eine chaotische Talkshow: das Publikum will Streite und Krawall im Fernsehen sehen und in diese Marktlücke des Fernsehprogramms will diese Sendung scheinbar zusammen mit Talkshows kommen, um diesen abnormen Bedarf zu decken.


Die Charaktere:
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Richterin Dr. Ruth Herz:
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Die \"Vorsitzende\" der Verhandlung wirkt auf mich sehr zurückhaltend und auf irgendeine Art und Weise sehr verschüchtert. An Durchsetzungsvermögen scheint es ihr jedenfalls sehr zu fehlen da sie sich gegen entstehende Randale im Gerichtssaal nicht ohne Hilfe eines bei Bedarf prompt erscheinenden Schutzmannes der mehr Ähnlichkeit mit einem staatlich geprüften Raussschmeissers besitzt, als eines seriösen Polizeibeamten.

Sie bringt stetig ihr Mitgefühl für die Opfer einer Straftat zur Geltung und scheint eine sehr antiautoritäre Einstellung zu ihrem \"Beruf\" zu haben.


Staatsanwalt Dirk Kückmeister:
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Der Staatsanwalt hingegen ist als krasses Gegenteil der Richterin zu beschreiben.
Er verliest mit strengem Ton seine Anklageschrift und beschuldigt die/den Angeklagte/n immer wieder im weiteren Verlauf der Sendung.
Als Schauspieler wäre er meiner Meinung nach mehr als Unteroffiziers beim Exerzieren geegnet und nicht als Staatsanwalt in einer drittklassigen Sendung.


Die Verteidiger:
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Wie bereits oben erwähnt treten abweselnd in jeder Verhandlung drei Verteidiger auf, die immer wieder dieselben eintönigen Argumente abliefern.

Stetts versuchen sie die Argumentation des Staatsanwaltes zu wiederlegen und werden nicht selten beleidigend diesen.

Zum anderen versucht der Verteidiger immer wieder
die Zeugen durch nicht immer sinnmachende Thesen
zu Gunsten der/des Angeklagte/n zu beeinflussen.
Man könnte in dieser Hinsicht auch treffender sagen dass er versucht sie schlichtweg zu manipulieren.


Gesammteindruck der Sendung:
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Ich würde diese Sendung als eintönig und lanweilig bezeichnen, da die gepflegten \"Rituale\" der fungierenden Schauspieler immer wieder ähnlich bzw.
gleich ablaufen.

Der Unterhaltungsfaktor sinkt auf den Gefrierpunkt, doch Randale, Morddrohungen sowie Beschimpfungen
sollen das Publikum wohl wieder etwas wachrütteln bzw. \"unterhalten\".

Jeder Zuschauer realisiert doch sofort, dass diese
Sendung ein schlecht gewebtes Netz aus unrealistischen Abläufen, schlechten Laienschauspielern, Eintönigkeit und ständig vorkommenden Beschimpfungen und Gewalt ist.

Ich finde es grauenvoll, dass es immer mehr von diesen schrecklich-langweiligen Sendungen gibt wie auch wieder die neueste Sendung diese Sparte \"Das Familiengericht\".
Es heißt immer \"echte Fälle\" (Lüge Nummer 1!), echte
Verhandlungen (Lüge Nummer 2!) und ein \"rechtskräftiges Urteil\" (Lüge Nummer 3!)....


-Ende-

Ich hoffe ihr hattet viel Spass beim lesen und
dass dieser Bericht für euch hilfreich war.
Vielen Dank fürs Lesen!!
Gruss,
Mattes

9 Bewertungen