Das Jugendgericht Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Informationsgehalt:  durchschnittlich
  • Präsentation:  durchschnittlich
  • Spaß:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Romantik:  wenig

Erfahrungsbericht von krassdaniel

Das Jugendgericht- eine billige Kopie?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Das Jugendgericht- eine billige Kopie?


Seit einiger Zeit werden im Deutschen Fernsehen Gerichtsshows gesendet, bei denen fiktive Fälle des Strafrechtes Verhandelt werden. Meines Wissens sind aber die Richter und Staatsanwälte „original“. Fast alle Delikte sind vertreten: von Raub und Diebstahl über Unterschlagung und Schadensersatz bis hin zu Körperverletzungen und Vergewaltigungen. Angefangen hat dieses Konzept beim ZDF mit der Serie „Streit um drei“. Bald darauf startete Sat.1 die Serie „Richterin Barbara Salesch“.

Nun wird auf RTL eine ähnliche Serie gesendet: „Das Jugendgericht“. Im Wesentlichen besteht diese Sendung aus den oben genannten Merkmalen. Einziger Unterschied ist hier, dass es nur Themen aus dem Jugendstrafrecht gibt. Die Angeklagten sind also zwischen 14 und 21 Jahren alt.

Die Richterin ist Frau Doktor Ruth Herz, eine erfahrene Person im Jugendstrafrecht im Raum Köln (habe schon mehrere Artikel darüber gelesen). Nach Angaben von Frau Herz soll durch diese Sendung Abschreckung bei jugendlichen Straftätern und Jugendlichen bewirken. Meiner Meinung nach hat die nicht die selbe oder ähnliche Souveränität wie der Staatsanwalt.

Staatsanwalt Dirk Küchmeister vertritt die Anklage, was meiner Meinung nach sehr kompetent geschieht.

Die Strafverteidiger sitzen den größten Teil der Zeit nur rum und tun wenig für ihre Klienten, erst beim Plädoyer werden sie ein wenig aktiv.

Weiterhin steht immer eine Jugendgerichtshilfe bei den Prozessen zur Seite, die manchmal entscheidend auf den Prozessausgang miteinwirkt, da sie typisch charakterische Merkmale der Angeklagten aufdeckt.

Die Zeugen bilden die Grundlage für die Anhörungen, bei Körperverletzungen werden auch Atteste eingereicht. Oftmals klären die Zeugenaussagen den Fall und das Urteil ist schon von vornherein klar. Manchmal, was eher etwas unlogisch ist, sitzen wichtige Leute im Gerichtssaal und sagen dann aus oder kommen in den Saal gestürmt.

Die Sendung wird Montags bis Freitags um 16 Uhr auf RTL gesendet. Die Sendung dauert mit Werbung 60 Minuten, die reelle Sendezeit beträgt rund 45 Minuten.

Pro Sendung werden zwei fiktive Fälle verhandelt, die durchaus von Jugendlichen begangen worden sein können, u.a. Vergewaltigung und Drogenhandel.

Die Einschaltquote sieht für RTL recht gut aus, ich habe hier einen ungefähren Durchschnittswert mehrere Tage zugrunde gelegt.
Zielgruppe gesamt:
rund 2 Millionen Zuschauer, das entspricht einem Marktanteil von rund 21 %
Zielgruppe 14-49 Jahre (werberelevante Zielgruppe):
rund 1,15 Millionen Zuschauer und 27 % Marktanteil.

x-x Meine Meinung x-x

Ich finde diese Sendung nicht sonderlich gut, da es schon mehrere Sendungen dieses Formates gibt und der „Markt“ nicht noch mehr davon braucht. Andererseits bin ich auch der Meinung, dass diese Sendung im Fernsehen realistischer und lebhafter rüberkommt als andere Formate. Weiterhin ist die Thematik des Jugendgerichtes positiv, die auch mich etwas angeht, da ich selber Jugendlicher bin.
Allerdings sind die Fälle manchmal doch recht unglaubwürdig oder übertrieben. So bezweifle ich in der Sendung von Gestern, dass eine Lehrerin auf der Klassenfahrt von einem Schüler vergewaltigt wird. Das Konzept der Sendung beruht weitgehend auf Kopie der anderen Sendungen im deutschen Fernsehen und RTL wollte damit auch wohl ein Stück vom Kuchen abbekommen. Die Quoten sprechen allerdings auch für sich und zeigen, dass ein gewisses Interesse an der Sendung besteht – ich denke mal, dass das an der Jugendthematik liegt.

x-x Update x-x
Nachdem die Wendung nun schon einige Zeit läuft und ein bestimmtes Profil der Verhandlung klar ist, möchte ich hier das Grundlegende offenlegen: Die Fälle sind fast immer eindeutig schuldig, so das dem Zuschauer auch bewiesen wird, dass die Angeklagten schuld sind. Meiner Meinung nach gute Arbeit liestet der Staatsanwalt, die Verteidiger nützen den Angeklagten nicht wirklich. In normalen Prozessen häte man mit solchen Anwälten schlichtweg den Kürzeren gezogen. Die Richterin wirkt auch weniger souverän als der Staatsanwalt.

Mit freundlichen Grüßen
krassdaniel alias dboy
Link: http://www.rtl.de/460202.html

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