Erfahrungsbericht von pooljoe
Gut, aber auch teuer, die Deutsche Post
Pro:
schnell, zuverlässig
Kontra:
teuer, bürokratisch, kein fairer Wettbewerb
Empfehlung:
Ja
Noch gilt weitgehend das Post-Monopol, es wird aber bald auslaufen. Sobald das der Fall ist, wird mit Sicherheit Wettbewerb entstehen, was auch gut ist, denn die Post ist zum Teil überteuert und viel zu bürokratisch.
Ich bin bei Ebay sehr aktiv. Davon profitiert die Post natürlich in nicht unerheblichem Maße. Denn fast alle Ebay-Artikel werden versand und das meist mit der Post.
Kleinere Dinge, die unter 500 g wiegen, kann man bei der Post als Warensendung verschicken. Das ist mit 1,65 Euro noch halbwegs erschwinglich, setzt aber gewisse Dinge voraus. So muß die Ware so verpackt werden, daß man sie öffnen und wieder verschließen kann. Scheinbar glaubt die Post ihren Kunden nicht und möchte Stichproben durchführen um zu sehen, ob wirklich Waren verschickt werden. Ich frage mich nur, was wohl sonst in Warensendungen verschickt wird, ist nicht alles eine Ware? Dazu dürfen in einer Warensendunk keine Persönlichen Anschreiben enthalten sein. Ich finde das sehr bürokratisch, aber normalerweise müßte man 4,30 Euro dafür bezahlen (Päckchen bis 2 Kilo), insofern nimmt man die komplizierte Verpackung in Kauf.
Der Brief ist mit 55 Cent noch erschwinglich. Der Preis gilt gleichermassen, wenn man den Brief seinem Nachbarn schickt oder wenn man ihn nach Mallorca schickt, immer 55 Cent. Sendet man aber einen Brief in die Schweiz, wird es teurer. Kaum zu erklären.
Beim Versand ins Ausland (mit Ausnahme von normalen Briefen) langt die Post richtig zu. Hier kann man für einan Maxibrief leicht mal 8,00 Euro loswerden, wenn man ihn in die USA schickt oder auch 4,00 Euro, wenn der Brief 5 km hinter die dänische Grenze geht. Das ist zu teuer.
Unfair finde ich, daß Konkurrenzunternehmen auf ihr Porto den vollen Mehrwertsteuersatz zahlen müssen, die Post aber davon befreit ist. Dadurch kann kein sauberer Wettbewerb entstehen, denn wenn jemand den Brief beispielsweise für 50 Cent versenden würde, so hätte er tatsächlich nur 43 Cent an einnahmen und müßte 7 Cent ans Finanzamt abliefern. Die Post hingegen darf die vollen 55 Cent behalten. Das ist ungerecht und ich frage mich, wann das endlich geändert wird, um einen sauberen Wettbewerb zu ermöglichen.
Bisher kann man bei Paketdiensten eine ganze Menge Geld sparen, ich will hier mal den Hermes Versandservice als Beispiel nennen. Während bei der Post alles nach Gewicht und Größe geht, ist bei Hermes nur die Größe entscheidend. Ein Paket mit 40 cm Halbumfang kostet bei der Abgabe im Hermes Paketshop (gibts an jeder Ecke) 3,90 Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob es 1 Kilo oder 20 Kilo wiegt. Ein 20 Kilo-Paket der gleichen Größenordnung würde bei der Post zweistellig kosten. In dem Preis bei Hermes ist dazu auch noch eine Versicherung des Pakets bis 500 Euro enthalten. Ausserdem wird bis zu 4 mal versucht, das Paket auszuliefern, wenn der Empfänger nicht zu hause ist. Gegen Aufpreis kann man seine Pakete auch von Hermes abholen lassen. Das kostet ca. 3 Euro pro Paket und macht bei schweren Sachen wirklich Sinn. Also, besserer Service für weniger Geld, das lohnt sich auf jeden Fall. Leider liefert Hermes nur innerhalb Deutschlands aus.
Ich finde es schlimm, daß so viele Briefkästen abgebaut wurden. Ich muß über einen Kilometer laufen, um den nächsten zu erreichen. Das ist kein guter Service.
Die Mitarbeiter der Post sind im Allgemeinen freundlich. Aber die Beamtenmentalität ist zum Teil aus den Köpfen noch nicht raus. Manche denken wirklich noch, das es ohne sie nicht geht und spielen ihre Macht gegenüber dem Kunden aus, wo sie nur können.
Die Post ist heute nicht mehr nur Post. Längst haben sich die Postfilialen nebenbei zu Büroartikelläden (mit saftigen Preisen) entwickelt und man kann dort auch Ökostrom kaufen. Mir wurde dort sogar schon das Mitspiel bei Faber Lottoservice angeboten. Natürlich kann man bei der Post auch ein Konto bei der Postbank eröffnen, manchmal ein Handy kaufen und andere Dinge erledigen. Die Post entwickelt sich also mehr und mehr zu einem Supermarkt, dafür sind allerdings die Öffnungszeiten zu kundenunfreundlich. Meine Post hat nur von 9-13 und dann von 14-18 Uhr geöffnet. Was ist denn das für ein Service?
Ich kann mir vorstellen, daß ich in 7-8 Jahren meine Post bei Aldi, Penny oder Lidl abgeben kann. Die haben in jedem Ort Filialen und verfügen über eine entsprechende Infrastruktur, um nach der Auslieferung der Waren auf dem Rückweg zur Zentrale gleich die Post mitzunehmen. Dann würde die Post vielleicht 1 Tag länger unterwegs sein, aber ich bin mir sicher, daß ein Brief dann nur noch 40 Cent kostet.
Fazit
Es wird Zeit, das mehr Wettbewerb entsteht und das Postmonopol fällt. Die Post ist schnell, aber auch teuer und bürokratisch. Die Politiker sollten dafür sorgen, daß die Post, genau wie andere Unternehmen Umsatzsteuer bezahlen muß. Erst dann ist ein fairer Wettbewerb möglich.
Ich bin bei Ebay sehr aktiv. Davon profitiert die Post natürlich in nicht unerheblichem Maße. Denn fast alle Ebay-Artikel werden versand und das meist mit der Post.
Kleinere Dinge, die unter 500 g wiegen, kann man bei der Post als Warensendung verschicken. Das ist mit 1,65 Euro noch halbwegs erschwinglich, setzt aber gewisse Dinge voraus. So muß die Ware so verpackt werden, daß man sie öffnen und wieder verschließen kann. Scheinbar glaubt die Post ihren Kunden nicht und möchte Stichproben durchführen um zu sehen, ob wirklich Waren verschickt werden. Ich frage mich nur, was wohl sonst in Warensendungen verschickt wird, ist nicht alles eine Ware? Dazu dürfen in einer Warensendunk keine Persönlichen Anschreiben enthalten sein. Ich finde das sehr bürokratisch, aber normalerweise müßte man 4,30 Euro dafür bezahlen (Päckchen bis 2 Kilo), insofern nimmt man die komplizierte Verpackung in Kauf.
Der Brief ist mit 55 Cent noch erschwinglich. Der Preis gilt gleichermassen, wenn man den Brief seinem Nachbarn schickt oder wenn man ihn nach Mallorca schickt, immer 55 Cent. Sendet man aber einen Brief in die Schweiz, wird es teurer. Kaum zu erklären.
Beim Versand ins Ausland (mit Ausnahme von normalen Briefen) langt die Post richtig zu. Hier kann man für einan Maxibrief leicht mal 8,00 Euro loswerden, wenn man ihn in die USA schickt oder auch 4,00 Euro, wenn der Brief 5 km hinter die dänische Grenze geht. Das ist zu teuer.
Unfair finde ich, daß Konkurrenzunternehmen auf ihr Porto den vollen Mehrwertsteuersatz zahlen müssen, die Post aber davon befreit ist. Dadurch kann kein sauberer Wettbewerb entstehen, denn wenn jemand den Brief beispielsweise für 50 Cent versenden würde, so hätte er tatsächlich nur 43 Cent an einnahmen und müßte 7 Cent ans Finanzamt abliefern. Die Post hingegen darf die vollen 55 Cent behalten. Das ist ungerecht und ich frage mich, wann das endlich geändert wird, um einen sauberen Wettbewerb zu ermöglichen.
Bisher kann man bei Paketdiensten eine ganze Menge Geld sparen, ich will hier mal den Hermes Versandservice als Beispiel nennen. Während bei der Post alles nach Gewicht und Größe geht, ist bei Hermes nur die Größe entscheidend. Ein Paket mit 40 cm Halbumfang kostet bei der Abgabe im Hermes Paketshop (gibts an jeder Ecke) 3,90 Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob es 1 Kilo oder 20 Kilo wiegt. Ein 20 Kilo-Paket der gleichen Größenordnung würde bei der Post zweistellig kosten. In dem Preis bei Hermes ist dazu auch noch eine Versicherung des Pakets bis 500 Euro enthalten. Ausserdem wird bis zu 4 mal versucht, das Paket auszuliefern, wenn der Empfänger nicht zu hause ist. Gegen Aufpreis kann man seine Pakete auch von Hermes abholen lassen. Das kostet ca. 3 Euro pro Paket und macht bei schweren Sachen wirklich Sinn. Also, besserer Service für weniger Geld, das lohnt sich auf jeden Fall. Leider liefert Hermes nur innerhalb Deutschlands aus.
Ich finde es schlimm, daß so viele Briefkästen abgebaut wurden. Ich muß über einen Kilometer laufen, um den nächsten zu erreichen. Das ist kein guter Service.
Die Mitarbeiter der Post sind im Allgemeinen freundlich. Aber die Beamtenmentalität ist zum Teil aus den Köpfen noch nicht raus. Manche denken wirklich noch, das es ohne sie nicht geht und spielen ihre Macht gegenüber dem Kunden aus, wo sie nur können.
Die Post ist heute nicht mehr nur Post. Längst haben sich die Postfilialen nebenbei zu Büroartikelläden (mit saftigen Preisen) entwickelt und man kann dort auch Ökostrom kaufen. Mir wurde dort sogar schon das Mitspiel bei Faber Lottoservice angeboten. Natürlich kann man bei der Post auch ein Konto bei der Postbank eröffnen, manchmal ein Handy kaufen und andere Dinge erledigen. Die Post entwickelt sich also mehr und mehr zu einem Supermarkt, dafür sind allerdings die Öffnungszeiten zu kundenunfreundlich. Meine Post hat nur von 9-13 und dann von 14-18 Uhr geöffnet. Was ist denn das für ein Service?
Ich kann mir vorstellen, daß ich in 7-8 Jahren meine Post bei Aldi, Penny oder Lidl abgeben kann. Die haben in jedem Ort Filialen und verfügen über eine entsprechende Infrastruktur, um nach der Auslieferung der Waren auf dem Rückweg zur Zentrale gleich die Post mitzunehmen. Dann würde die Post vielleicht 1 Tag länger unterwegs sein, aber ich bin mir sicher, daß ein Brief dann nur noch 40 Cent kostet.
Fazit
Es wird Zeit, das mehr Wettbewerb entsteht und das Postmonopol fällt. Die Post ist schnell, aber auch teuer und bürokratisch. Die Politiker sollten dafür sorgen, daß die Post, genau wie andere Unternehmen Umsatzsteuer bezahlen muß. Erst dann ist ein fairer Wettbewerb möglich.
59 Bewertungen, 1 Kommentar
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23.08.2005, 22:42 Uhr von alexphilip
Bewertung: sehr hilfreichPostbericht online, kannst ja mal reinschauen.
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