Erfahrungsberichte Testbericht

No-product-image
ab 12,73
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von ralf0816

KINDERGRUPPE KINDERGARTEN toll und notwendig aber: VORSICHT!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Irgendwann ist es dann soweit: Das Kind sollte die schöne, behütete aber auch recht eingeschränkte Welt des Eltern oder „Elter“ Hauses verlassen und sich in der Welt der Kindergruppen, Kitas, Kinderhorten, Kindergärten einfinden.

Das „sollte“ bezieht sich darauf, das es auch wenn die äußeren Umstände es durchaus zuließen, bis zur Schulpflicht am heimischen Herd zu verbleiben, diese Praxis pädagogisch sehr fragwürdig ist.

Ganz abgesehen davon, dass für viele Menschen die existentielle Notwendigkeit besteht in den Beruf zurückzukehren.

Und/Oder die pure Beschränkung auf Kind und Haushalt entspricht nicht dem, was bis zum Lebensende die große Erfüllung bringt.

Die erste Schwierigkeit fängt schon damit an, diesen zwar objektiv recht kleinen, aber subjektiv gewaltigen „Trennungsschritt“ zu vollziehen.

Da kommen regelrechte Ängste auf, klar, man war bis dato fast 24 Stunden mit seinem Kind zusammen und gibt es jetzt in eine (erst mal) fremde und irgendwie „unheimliche“ Umgebung ab.

Was da so alles passieren kann!

Sind die anderen Kinder Rabauken? Kann mein Kind die Abwesenheit der Bezugspersonen psychisch verkraften? Sind die ErzieherInnen kompetent und liebevoll? und so weiter, da gibt es noch unzählige, meist unberechtigte Befürchtungen, die dann so durch die Köpfe spuken.

Das hört sich für Menschen die (noch) nie in diese Situation geraten sind, bestimmt befremdlich und ziemlich lächerlich an.

Abwarten, sag ich da nur.


Grundsätzlich sind diese Befürchtungen wirklich unbegründet, das hat aber auch viel mit der Auswahl der Kindergruppe zu tun.

Jedes Kind bringt auch andere Eigenschaften mit sich, so kann noch nicht einmal eine bestimmte Altersvorgabe angeraten werden.

In einer richtig tollen Kindergruppe ist es durchaus zu empfehlen, ein 2jähriges Kind(erst mal für ein paar Stunden) in die Gruppe zu geben.

In der Regel klappt das ganz toll, nach kurzer Zeit ist es dann eher ein Problem, das Kind abzuholen, da es seine Zeit lieber an diesem ungleich interessanteren Ort verbringen möchte.

Wie der Volksmund schon so schön sagt: Kinder brauchen Kinder.
Das jetzt pädagogisch auszuführen, spare ich mir mal.

Was aber auch nicht unwichtig ist:
Über die ErzieherInnen treten andere erwachsene Bezugspersonen in das Leben der Kinder, deren Regelvorgaben befolgt werden müssen.
Das hört sich autoritär an, ist aber nicht so gemeint und kommt in „guten“ Kindergruppen nicht vor.

Was ist eine „gute“ Kindergruppe?

Generell eine, die euren Bedürfnissen und Erwartungen entgegen kommt.

Aber gehen wir mal schrittweise vor.

Wenn es soweit ist, das ihr meint, jetzt ist mein Kind in der Lage, eine Kindergruppe zu besuchen, ist es organisatorisch schon zu spät

Gerade bei „angesagten“ Gruppen können sich die Wartelisten über Jahre ziehen.
Deswegen müsst ihr euch schon dann einen Platz besorgen, wenn der Gedanke daran noch mit den oben geschilderten Bauchschmerzen verbunden ist.

Sucht euch so viele Adressen zusammen, wie möglich, notfalls über das Telefonbuch.
Nie das erst beste nehmen, lieber 10 Minuten länger fahren, als später zu merken, dass das ein Griff ins Klo war. Euer Kind wird dort immerhin ein paar sehr wichtige Jahre seines Lebens verbringen.

Die Altersstruktur der Gruppe ist sehr wichtig, alters/geschlechtsgemischte Gruppen sollten selbstverständlich sein, wenn die Kindergruppe nicht von vornherein vorgibt, das sie für 2004
z.B. einen 3jährigen Jungen und ein 4jähriges Mädchen suchen, ist das schon schlecht.
Wenn denen das egal ist, Finger weg.

Der Personalschlüssel muß so bei 1zu4/5 liegen(ErzieherInnen/ Kinder)

Natürlich sollten die Kinder nicht den ganzen Tag in der Bude hocken, ein Außengelände und regelmäßige Spaziergänge/Exkursionen wären ganz toll.

Das hängt wieder mit dem Engagement der Erzieher ab, und natürlich vom Geld.
Wenn ihr nicht allzu viel davon habt, ist das oftmals auch kein Hinderungsgrund, da es (leider viel zu selten) „Fördertöpfe“ für so was gibt. Nicht abschrecken lassen, mit den Leuten reden.

Das ist auch der entscheidende Punkt. Die Leute sollten euch symphatisch sein, auch die Eltern. Natürlich nicht unbedingt alle, das kommt im Leben eh nicht vor.

Mir persönlich sind konfessionell gebundene Einrichtungen nicht geheuer, Kinder zu religiösen Handlungen zu zwingen finde ich ekelhaft.

Aber da ist auch nicht immer drin was draufsteht, einfach mal einen Blick drauf werfen.

Und generell: Nicht nur mit der Leitung, sondern auch mit den Beschäftigten, den Eltern, und ,ganz wichtig: den Kindern reden.


Meine Tochter erwähnt regelmäßig, dass die Kindrgruppenzeit die schönste in ihrem(bis jetzt) kurzen Leben war.

Jetzt ist sie in der Schule.

Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

23 Bewertungen, 3 Kommentare

  • henni33

    30.05.2002, 13:33 Uhr von henni33
    Bewertung: sehr hilfreich

    vor allem für junge Eltern

  • Kathie28

    01.04.2002, 16:12 Uhr von Kathie28
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht

  • awassa

    22.03.2002, 21:06 Uhr von awassa
    Bewertung: sehr hilfreich

    bin auch deiner meinung, ein Kind sollte auf jeden Fall in den KIGA, egal ob es auch zuhause bleiben könnte... denn das was es dort lernt, kann man nicht zu Hause lernen :-) Unser Sohn wird ab August gehen :-) LG Karo