Filmkritiken Testbericht

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Erfahrungsbericht von mrMagoo

Duell—Enemy-at-the Gates.. Die Schlacht um Stalingrad --- aus der Sicht zweier Scharfschützen--

Pro:

kein nur *blutspritzender *Kriegsfim sehr realistisch spannend sehenswert

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ein Konstantin Film
Länge : 2 h 5min Video

Wir schreiben das Jahr 1942. Als erste Filmeinstellung sieht man einen Wolf im Winter, einen Gewehrlauf, der auf diesen Wolf zielt und einen Jungen der scheinbar sich selbst Mut zuredet, um den Wolf zu töten. Wobei ich dachte „Na klasse, noch so ein Wilderer Film“ Junge mit Hilfe seines Großvaters (dieser ist auch noch zu sehen) erschießt Wolf, super.
*Aber, ich hatte mich sehr getäuscht.*

Der Junge war bzw. wird noch der Held unseres Filmes. Seinen Namen will ich schon mal hier vorwegnehmen:
Vassili Zaitsev,
Held der Sowjetunion, ausgezeichnet mit mehreren Leninorder--- ein Kriegsheld also , und ich dachte noch bei mir:“ ist das jetzt die russische Antwort auf Rambo?“


Die zweite Filmeinstellung zeigt unseren jungen Helden, jetzt mittlerweile im schiessfähigen Alter in einem Zug, zusammengepfercht voller Soldaten und Zivilisten auf dem Weg nach Stalingrad. In diesem Zug macht er auch die Bekanntschaft mit seiner zukünftigen Geliebten. Aber zu diesem Zeitpunkt ahnt weder er noch sie was sie verbindet. Auf jeden Fall ist sie ihm nicht ganz bedeutungslos, ist doch schon mal ein Anfang, oder?

Dann ein scheinbarer Ausstieg und Wechsel in einen Zug—nur für militärische Zwecke. Hier werden die Soldaten in Viehwagon--wie Vieh—zusammengetrieben—und der Wagon wird verriegelt.
Diese Szene hat mich sofort an „Schindlers Liste“ erinnert als die Juden nach Auschwitz verfrachtet wurden. Dieses Verriegeln der Wagons hatte etwas Endgültiges an sich --- nach dem Motto—„Endstation Grabstein“—was ja auch für viele zutraf. Lokomotivwechsel – und ab an die Front.

Als der Zug an seinem Bestimmungsort angekommen war wurden die Soldaten auf Boote verfrachtet—in Richtung Stalingrad. Nur, das war keine gemütliche Bootsfahrt.

Unter permanenten Artilleriebeschuss und Flugzeugangriffen, kam so mancher erst gar nicht mehr ans Ziel.
Und *Deserteure,- die-- zu der völlig menschlichen Einsicht-- gekommen waren* –das- ist- ja- gar- nicht- ihr- Krieg-
und versuchten aus dem Boot zu springen als sie von Flugzeugen angegriffen wurden ---
*wurden mit allen militärischen Ehren aus dem Staatsdienst verabschiedet—mit einer Kugel im Rücken--.*
Das hatten die politischen Kommissare gut gelernt:“Nur ein toter russischer Soldat ist ein guter Soldat“

Eine Wahl hatten die Soldaten nicht. Außer vielleicht zwischen tot- und –tot. Um den Soldaten dennoch Mut zu machen (wurden Propaganda Briefe von Eltern an ihre Söhne verlesen die das guthießen was ihre Söhne machten—Sterben fürs Vaterland--. Was für ein Sarkasmus!

Als der Großteil, der noch lebenden Soldaten, in Stalingrad ankam ging es weiter.
Waffenverteilung—aber da nicht genug Waffen da waren-- gab es immer nur für jeden zweiten eine Waffe.
Derjenige der keine erhielt— in diesem Fall unser * Held*—musste dennoch mitstürmen
und sich dann die Waffe eines gefallenen Soldaten besorgen. Das dauerte aber nicht allzu lange.
Die deutsche Armee hatte bis zu diesem Zeitpunkt—Oktober 1942—noch eine- ganz leichte Vorherrschaft über Stalingrad.

Also nach vorne stürmen und sich von den Deutschen erschießen lassen—oder aber wieder zurück-- und sich von den eigenen Leuten erschießen lassen. Irgendwie hatte es unser Held aber dennoch geschafft zu überleben.

Er trifft einen Politkommissar, dessen Auto von einer Panzergranate getroffen wurde und der nun zu Fuß auf der Flucht vor den Deutschen ist.
Während die beiden so zusammen in einem zerstörten Springbrunnen, zwischen jeder Menge toter Soldaten liegen,

beginnt im gegenüberliegenden Haus ein deutscher Offizier, *begleitet von seiner Eskorte, seelenruhig sich zu duschen. Beste Gelegenheit ihn zu töten, dachte sich der Politoffizier, aber er kann nicht. Also muss unser Held, der Scharfschütze, ran, und bäng, bäng, bäng, 6 Probleme weniger.

Nikita S. Chruschtschow, Politikkommissar bei den Streitkräften, (gespielt von Bob Hoskins) ist mittlerweile in Stalingrad eingetroffen um eine Wende im Krieg um Stalingrad herbei zuführen. Nur wie ? Den Stadtkommandanten von Stalingrad hat er schon überzeugt sich „ehrenvoll“ zu verabschieden. Die Bevölkerung von Stalingrad und auch die Soldaten sind aber zu demoralisiert, sie brauchen einen Helden, an den man glauben kann der einem wieder Mut gibt.

Und jetzt kommt unser Politkommissar ins Spiel.
Als guter Propagandist veröffentlich er natürlich,
* die Taten unseres Helden in der Zeitung*... und ein Held ist geboren, genau das was die Massen jetzt brauchen.

Die Moral steigt wieder bei den Soldaten und der Bevölkerung.
Alle sind glücklich--- bis auf die getöteten deutsche Offiziere, die von unserem Helden „ausgeknipst“ worden sind.

Dieser Umstand veranlasst General Paulus (Matthias Habich) seinerseits den besten deutschen Scharfschützen aus Berlin anzufordern, Major König (gespielt von Ed Harris).

Dieser Major ist ein eiskalter, erfahrener Leiter einer Scharfschützenschule, wie man noch sehen wird. Er soll das Schicksal von unserem Helden werden. Ob oder nicht erzähl ich euch nicht.


Also, dieser Film verspricht
Unterhaltung, Spannung, -und natürlich—Romantik.
** Seht ihn euch einfach an**

Wenn man den ganzen Film genauer betrachtet wird eines ganz klar: “Traue weder der Propaganda deines Feindes noch der deiner Regierung“. Jeder biegt sich die Lüge als Wahrheit zurecht um sie gegen den Gegner zu gebrauchen. Da wirft sich doch die Frage auf:“Wem kann man überhaupt noch trauen?“

Fazit:
Wer die Medien kontrolliert die Massen. In diesem Film ist das ganz klar erkennbar. Hier wird halt mit Vaterlandsehre und Orden manipuliert Das war in jedem Krieg so und hat sich bis heute bewährt. Warum? Einiges wollen die Leute nicht hören, bei anderen Sachen sind wir zu faul es nachzuprüfen.

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