Gartenpflege & Naturschutz im Garten Testbericht

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Erfahrungsbericht von Anonym126

Tipps zu Blumenzwiebeln

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Immer schon hatten wir einen großen Garten, was zwar sehr schön, aber auch mit viel Arbeit verbunden ist. Nun bin ich nicht unbedingt der Gartenfreund, der jede freie Sekunde im Garten buddelt. Ich rupfe schon mal Unkraut und mag es auch wenn viele bunte Blumen meinen Garten schmücken, doch es sollte pflegeleicht sein, Spaß machen und nicht in Zwangsarbeit ausarten.

So habe ich beim Anlegen unseres Gartens vor drei Jahren darauf geachtet, möglichst viele Blumen zu pflanzen, die mehrjährig sind, das heißt, dass sie ohne mein besonderes Dazutun in jedem Jahr wieder aufs Neue wachsen und gedeihen. Neben Stauden habe ich auch viele Zwiebelgewächse eingebuddelt, damit wir uns im Frühling bereits an einigen bunten Stellen im Garten erfreuen können.

So kaufte ich einen Plastiksack mit Krokuszwiebeln, einen Weiteren mit Tulpen und Narzissen und zum Schluß noch einige Zwerg- Hyazinthen. Die Zwiebeln der einzelnen Blumen unterscheiden sich bereits in Größe und Farbe. Während die Zwiebeln der Zwerg- Hyazinthe sehr klein sind, und ähnlich aussehen wie die Krokuszwiebeln, sind die Zwiebeln der Tulpen und Osterglocken doch um einiges größer. Auch sind einige Zwiebeln hellbraun, während andere sehr dunkel aussehen.

Ich las mir einiges Wichtige in meinen Gartenbüchern durch. So erfuhr ich, dass schon beim Kauf auf eine gute Qualität geachtet werden sollte. Die Zwiebeln sollten groß und trocken sein. Keine weichen Stellen haben und fest von der Beschaffenheit sein. Nur dann würde der Erfolg auch eintreten. Pflanzzeit für die Frühjahrsblüher ist der Herbst. Also man kann ohne Weiteres von September bis November pflanzen so viel man möchte.

So machte ich mich ans Werk. Ich grub Löcher aus, füllte den Boden etwas mit unserem Kompost, damit die Pflanze gut angeht und legte die Blumenzwiebel hinein. Das ausgehobene Loch war ca 7-10cm tief, entsprechend der Blumenzwiebel. Damit nicht im Frühjahr die Blumen aufgereiht wie auf einer Schnur nebeneinanderstehen, ist es besser immer mehrer Zwiebeln zusammen zu pflanzen. In Gruppen wirken die Pflanzen später viel hübscher und fallen auch mehr auf.

Leider vergaß ich, mir die Stellen zu markieren, wo ich meine Zwiebeln vergraben hatte und so kam es beim Unkraut jäten immer wieder mal vor, dass ich plötzlich auch Blumenzwiebeln rausgerupft hatte. Zum Glück sind diese Zwiebeln doch ziemlich robust. Ich pflanzte sie sofort wieder ein und sie wuchsen ohne Widerspruch weiter.

In meinen Anfängerzeiten als Hobbygärtnerin wusste ich nicht, dass man das Blattgrün der späteren, verblühten Blumen stehen lassen muss bis es gelb ist. Nur über das Blattgrün können die Blumenzwiebeln wieder Nährstoffe aufnehmen, um im nächsten Jahr wieder prächtig zu gedeihen. Bei einigen schnitt ich also das Grün radikal ab und bei Anderen fehlte mir die Zeit und ich ließ das Blattgrün einfach verwelken. Erst im Jahr darauf kam bei mir die Erkenntnis. Vielleicht hätte ich damals das große Gartenbuch doch genauer lesen sollen. Ich wunderte mich nämlich, weshalb die Anzahl meiner Blumen im nächsten Frühling so geschrumpft waren. Heute weiß ich es besser.

Auch weiß ich, dass man die Zwiebeln nach zwei oder spätestens drei Jahren herausnehmen und an einen anderen Standort pflanzen sollte. An meinen Osterglocken erkannte ich meinen Fehler. Zu Anfang sprossen sie wunderbar, wurden größer und größer, doch sie blieben ohne Blütenkelche. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Zwiebel nicht mehr genug Kraft und Nährstoffe hat, um eine neue Blüte zu bilden. Heute bin ich um einiges schlauer und nehme von besonders schönen Pflanzen, die Zwiebeln nach einer längeren Wachstumszeit heraus und setze sie woanders ein.

Es gibt Pflanzen, die winterhart sind, dazu gehören die oben genannten Frühjahrsblüher, doch es gibt auch Knollengewächse, die den Winter nicht überstehen. Das ist bei meinen Dahlien so. Dahlien sind wunderschöne Blumen. Es gibt sie in allen Farben, Formen und Größen und sie blühen auch dann noch, wenn der Garten sich schon fast auf den kommenden Winterschlaf vorbereitet hat. Doch Dahlienkollen sind nicht winterhart. Ich habe sie also in jeden Jahr nach der Blüte ausgegraben und sorgfältig von der Erde befreit. In einen Schuhkarton stellte ich sie früher in den Keller. Heute überwintern sie in der Garage oder in unserer Gartenhütte. Wichtig ist, dass es frostfrei und trocken ist. Im nächsten Frühjahr werden diese Dahlien wieder ausgepflanzt und ich stellte fest, dass sich das Knollengewächs von Jahr zu Jahr vergrößerte und der Schuhkarton längst nicht mehr ausreichte.

Irgendwann vergaß ich es, sie auszugraben. Ich hoffte, dass die Knollen, die mittlerweile sehr groß geworden ware den Winter überstehen würde. Doch leider war es nicht so. Es tat sich im Jahr darauf überhaupt nichts an dieser Stelle und als ich nach sah, war die Knolle verfault und matschig. Schade!

Nun habe ich es im letzten Jahr auf ein Neues versucht und es hat zum Glück geklappt. Von meinen Hyazinthen, Krokussen, Tulpen und Narzissen verschwinden auch immer welche. Der Bestand schrumpft in jedem Jahr. Sicher sind auch unsere Wühlmäuse daran schuld, die sich in unserem Garten ausgesprochen wohl fühlen. Doch da Blumenzwiebeln ja kein Vermögen kosten, kaufe ich halt eben wieder einen kleinen Beutel und fülle die entstandenen Lücken wieder auf.

Jedes Jahr im Frühling freuen wir uns aufs Neue auf die ersten bunten Blumen, und begutachten jede kleine grüne Spitze, die aus der Erde ragt, mit großer Freude und Erwartung. Das ist sicher auch kein Wunder, denn nach unseren endlos langen, verregneten und kalten Wintermonaten, wartet man sehnsüchtig auf das erste Grün und die ersten fröhlichen Farben im Garten.

Die ersten Beutel mit Blumenzwieben habe ich bereits gekauft und sie in unserer Garage aufbewahrt. Es kommen noch einige hinzu und am kommenden Wochenende, heißt es \"Antreten zum Blumenzwiebeln einbuddeln!\"


Liebe Grüße

Catty

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