Kos Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Goldie
Kos - klein aber fein
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bisher war ich erst 1 x dort für ganze 14 Tage (ca. vor 3-4 Jahren). Es war sehr interessant, ich habe eine Menge gesehen. Aber nochmal 14 Tage würde ich dort nicht mehr hinfliegen, da man doch im Nullkommanichts alles angesehen hat. Wenn dann würde ich höchstens 7 Tage hinfliegen, irgendwo in einem ruhigen Ort übernachten und mich einfach erholen.
Erst mal eine Kurzinfo zur Insel; Die Insel KOS liegt ist nicht allzugross (ca. 25.000 Einwohner). Die Insel ist 112 km lang und ca. 50 km breit. Es gibt auf Kos Kies- und auch Sandstrände, aber fast überall ist eine Menge los. Stille, einsame Buchten sollte man nicht erwarten. Jedenfalls konnte ich keine entdecken.
Untergebracht war ich in einem kleinen Hotel in Tigkaki, das liegt an der Nordseite, in der Nähe ist Marmari und Mastichari. Als wir in Tigkaki ankamen, war ich sehr entsetzt. Das hat wie so ein Retortenort nur für Touristen ausgesehen, kein ursprünglich kleinen Stadtkern war zu erkennen. Nur an der geraden Strasse, die Richtung Meer führte, waren links und rechts Shops und Hotels hingebaut. Das selbe an der Küstenstrasse. Entsprechend war dann auch immer der Lärm, vor allem abends. Da musste man schon irgendwo ausserhalb hinfahren, damit man irgendwo idyllisch in Ruhe sitzen und den Urlaub geniessen konnte. Wer allerdings Halligalli mag und dies im Urlaub sucht, ist dort prima aufgehoben. Das Hotel war Mittelklasse und dadurch dass es klein war, auch einigermassen gemütlich. Es wurde von einer griechischen Familie geführt, die alle sehr nett waren. Auf keinen Fall war es so ein riesiger Betonbunker, wie es an der Küstenstrasse und in KOS-Stadt genügend davon gab. Wir hatten auch einen kleinen Pool hinterm Hotel, wenn man abends von einer Erkundungstour zurück kam, konnte man dort auch noch prima relaxen. Der einzige Nachteil war nur, dass das Hotel gleich am sogenannten "Vergnügungszentrum" des Ortes anschloss, da konnte man abends schon noch die laute Musik hören. In dem Ort direkt ist kein Restaurant besonders aufgefallen, so dass man es empfehlen könnte. Wenn man allerdings die Küstenstrasse entlang fährt (zu Fuss etwas weit) und den Ort hinter sich lässt (Richtung Kos), liegt nach ca. 1 km auf der rechten Seite ein Lokal "Anargyros", dass sehr zu empfehlen ist. Das Lokal ist zwischen Weingärten eingebaut, es ist allerdings immer ziemlich voll. Man sollte also etwas ausser den typischen Esszeiten kommen, damit man einen Platz bekommt. Das Lokal wird auch von Griechen besucht, also werden auch andere Gerichte als die typischen Urlaubs-Griechengerichte angeboten. Sehr gutes Essen, angenehme Preise, nette Bedienung.
Um auf Kos etwas zu besichtigen, braucht man schon ein Auto oder Roller. Wir hatten uns erst ein Fahrrad gemietet, war auch ganz lustig aber man kommt damit nicht weit. Mit dem Fahrrad machten wir mal einen Ausflug bis Marmaris, das ist allerdings ein noch schlimmerer Ort als Tigkaki, noch viel mehr "vertouristisiert". Als wir uns endlich ein Auto gemietet hatten, sind wir nach Mastichari gefahren, dort ist noch einigermassen ein alter Ortskern zu erkennen, aber ansonsten ist es dort auch schon ziemlich zugebaut. Allerdings ist es dort am Strand ruhiger. Dadurch das es fast nirgendwo an den Stränden von Kos natürlichen Schatten gab (Bäume, etc.) war man schon auf die zu mietenden Schirme und Liegen angewiesen, an den Preis kann ich mich jetzt nicht mehr erinnern. Aber allgemein ist es in Griechenland teuer. Wenn man von dem Strand von Marmaris Richtung Ort zurückgeht, sind gleich an der Promenade ein paar Restaurants, die gar nicht mal so schlecht sind. Aber was auf jeden Fall mal zu empfehlen ist, ist das Restaurant, das kurz vor der Promenade hinterm Strand zu erkennen ist (davor ist noch ein Kinderspielplatz). Es heisst "Traditional Greek House" und ist leicht an einem Hang gelegen, man hat eine sehr schöne Aussicht, das Essen ist gut und man wird sehr nett bedient. Das Lokal ist auch im Marco Polo Führer beschrieben (Terassenmaueren aus Naturstein, Steinbackofen - in dem noch eigenes Brot gebacken wird).
Mit dem Auto sind wir auch an etwas abgelegenere Strände gefahren (allerdings war hier keiner so abgelegen, dass man alleine war, da konnte ich auf Chalkidiki mehr finden). Einmal der Camel-Beach, da ging es sehr steil auf nicht geteertem serpetinenartigen Weg runter, dadurch dass wir einen Jeep hatten, ging es einigermassen. Aber auch da waren massenhaft Leute, wenn man sich allerdings nach links am Strand richtet und dort über ein paar Felsen klettert, kann man einigermassen in Ruhe liegen und baden. Allerdings waren wir dort erst gegen abend, wie es tagsüber ist weis ich nicht. Dann gibt es noch den Magic-Beach, der ist aber auch nichts besonderes, auch eine etwas schwere Anfahrt und dann zu viele Leute. Einmal hatten wir allerdings einen schönen Strand gefunden, da war nicht viel los, allerdings war er dafür auch etwas schmutzig und überhaupt kein Schatten. Aber wenn man sich da Spätnachmittag hinlegt ist es einfach herrlich.
An Sehenswürdigkeiten haben wir einiges angesehen:
Das Archäologische Museum in KOS-Stadt, das wichtigste: Asklipion (war während der Antike "Krankenhaus", Erholungszentrum und Heiligtum zugleich) konnte ich allerdings nicht sehen, da an an dem Tag als wir hinfuhren, geschlossen war, ansonsten haben wir uns noch die Windmühle bei Antimachia angesehen, die Burg von Antimachia (ein imposantes Bauwerk allerdings ist schon sehr viel eingefallen, sollte man sich aber auf jeden Fall ansehen, was auch sehr schön war ist Alt-Pyli es ist eine alte verlassene Stadt (seit 1830 nach einer Choleraepidemie verlassen), man kommt hier am besten mit dem Auto oder Roller hin, parken kann man nur weiter unten und muss dann zu Fuss aufsteigen, allerdings sind Steintreppen angelegt es ist also nicht ganz so schlimm (sehr zu empfehlen, sehr idyllisch und beeindruckend). Zwischen den Ruinen leben nur noch die Ziegen.
In Zia, dass im Reiseführer als kleines Bergdorf beschrieben wird, waren wir auch. Im Reiseführer wurde schon gewarnt, dass dort an manchen Tagen dutzende von Reisebussen stehen. Warum dort alle hinfahren, weis ich auch nicht, es gibt nur ein paar Souveniershops und ein paar Lokale. Allerdings hat man von dort an manchen Stellen eine herrliche Aussicht, da das Dorf ja am Berg liegt. Im Reiseführer werden zwei Lokale beschrieben, von denen man eine herrliche Aussicht auf den Sonnenuntergang hat (wir waren allerdings nicht abends dort). Das einzige was in Zia noch interessant war, war eine Wassermühle, die mitten in den Räumen eines Souveniergeschäftes steht. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, ob sie besonders interessant war, weis nur noch das wir durch den ganzen Ort gerannt sind (mit uns eine Menge andere Touristen) um diese Wassermühle zu finden.
Auf dem Weg nach Zia kommt man an einer grossen Taverne vorbei, die sich Fantasia nennt. Lt. Reiseführer werden dort die Touristenmassen hingebracht für "traditionelle" griechisch Abende, es ist nicht so zu empfehlen, wir waren auch nicht drinnen. Von Zia aus geht es eigentlich nicht mehr weiter, jedenfalls damals (vor ca. 3-4 Jahren), es war schon ein Schotter-, Waldweg angelegt, der angeblich nach Kos führen sollte, aber wir haben ihn nicht ausprobiert (vielleicht ist er aber jetzt schon ausgebaut). Normallerweise müsste man umdrehen und den selben Weg den man gekommen ist wieder zurück fahren, wir hatten allerdings im Reiseführer gelesen, dass es dort noch irgendwo ein verlassenes Dorf gibt (kleiner als Alt-Pyli) und das dort nur doch 1 Mönch lebt, der alles einigermassen in Schuss hält. Wenn wir vorher gewusst hätten, was das für ein Weg ist, wären wir nicht gefahren. Vor allem ich nicht, da ich fahren musste, zwar mit Jeep, was auf jeden Fall sehr nützlich war,mit normalen Auto wären wir stellenweise gar nicht mehr weitergekommen. Wir sind also zwischen diesem Weg, der nach Kos führt und der eigentlichen Strasse, die von Zia aus wieder zurück führt, irgendwelche Wald- Feldwege (wie man das auch immer nennen kann) gefahren und sind dann letztendlich auch zu diesem Ort gekommen. Den Ort kann man normalerweise auch von einem kleinen Dorf aus (unterhalb von Zia) erreichen, aber wir sind den Weg wie im Reiseführer beschrieben gefahren und konnten die Abzweigung nicht finden, deswegen haben wir es über Zia versucht. Es hat sich gelohnt, es waren auch teilweise Ruinen, aber manchmal standen noch ganze Häuser und man konnte sehen, wie einfach früher die sogenannten "Wohnverhältnisse" waren. In der "Küche" nur ein offener Feuerplatz, ansonsten nur noch 1 Raum, man kann sich gar nicht vorstellen, wie da ganze Familien gelebt haben. Leider kann ich hier den Namen des Ortes nicht nennen, da er mir nach so langer Zeit entfallen ist und im Reiseführer konnte ich auch nichts mehr darüber finden.
Wir sind auch mal bis ans andere Ende der Insel gefahren - bis Kefalos. Da es ein Binnendorf ist, ist dort touristisch nicht allzuviel los. Nur wenige Touristen verirren sich dorthin, weil viele sowieso nur Strand, Meer und Sonne sehen wollen und höchstens "Sehenswürdigkeiten" ansehen, die sich in nächster Nähe befinden. In diesem Ort kann man eine Burgruine besichtigen, allerdings sind nur noch ein paar Mauerreste übrig. Im Reiseführer kann man auch von einem "Traditional House" geschrieben, dass sich in Kefalos befindet. Es ist ein kleines, bescheidenes Bauernhaus, in dem man sehen kann, wie die Menschen noch vor 50 Jahren lebten. Wir mussten es natürlich auch ansehen, obwohl es nichts so besonderes war. Es war eigentlich nur 1 Raum in dem Küche und Wohnraum samt Schlafstätte drinnen war. Es war so eingerichtet, wie es wahrscheinlich früher war, aber wie gesagt nicht so der Hit. Lt. Reiseführer heist es Eintritt frei, aber natürlich war am Ausgang eine Schale, an dem man was hineintun konnte.
Warscheinlich haben wir noch mehr gesehen, aber da es schon länger her ist, dass ich auf Kos war, kann ich mich da nicht mehr so genau daran erinnern.
Einmal sind wir auch nach Limnionas gefahren, dies ist ein kleiner Ort in der Nähe von Kefalos, allerdings liegt dieser Ort am Meer (Nordküste), im Reiseführer wird das Fischrestaurant "Limnionas" empfohlen. Soweit ich mich erinnern kann, hat es dort auch gut geschmeckt.
Über Kos-Stadt kann ich nichts berichten, hier waren wir glaube ich nur 1x und es war mir dort etwas zu viel los. In die Hotels die dort direkt am Strand liegen, würde ich sowieso nie gehen, es sind zu riesige Anlagen!
Was auf jeden Fall noch zu empfehlen ist, ist die "Empros"Terme, sie liegt unterhalb von Kos-Stadt, man muss also durch Kos-Stadt durch an der Küste entlang (da dort nur die Küstenstrasse gibt, kann man sich auch nicht verfahren). Die Therme liegt bei Kos-Stadt um den Inselbogen herum an der Südküste. In der Embros Therme vermischt sich ein aus einer Quelle im Fels entspringende, bis zu 40 Grad heisses Thermalwasser mit dem Meerwasser. Man darf sich nichts grossartiges vorstellen, da in Griechenland alles etwas anders ist, wurden um diese Stelle im Meer nur kreisförmig grosse Steine gelegt mit einem Durchmesser von nur ca. 10 m. Das Wasser "riecht" leicht schwefelhaltig, aber es soll einige Heilwirkungen haben. Da dort natürlich auch sehr viel Rummel ist, ist zu empfehlen früh morgens hinzufahren. Soweit ich mich noch erinnern kann, sind wir noch vor dem Frühstück gegen ca. 7 - 8.00 h hingefahren und es war auch schon einiges los, aber wir konnten wenigstens ohne lange anzustehen uns in diesen Steinkreis setzen und das warme Wasser geniessen. Es lohnt sich auf jeden Fall!
Von Kos aus soll ein Bus hinfahren, wir sind allerdings mit dem Auto hingefahren, da ist man doch etwas unabhängiger und ich bin mir nicht so ganz sicher ob so früh am morgen schon Busse gefahren wären.
Also mein Tipp: so früh wie möglich aufstehen und dort hinfahren, lt. Reiseführer ist dieser Platz ständig frei zugänglich (auch nachts). Man findet den Ort ganz leicht, weil da nach etlichen Kilometern und gewundenen Serpendinenstrassen plötzlich ein groesserer Parkplatz auftaucht und kurz danach hört die Strasse sowieso auf. Also man kann sich gar nicht verfahren. Am besten parkt man an diesem grossen Platz, man könnte noch ein Stückchen den Weg runterfahren, allerdings laufen da dann meistens schon massenhaft Leute auf dem Schotter/Sandweg der auch noch total schmal und uneben ist und dann sind unten auch nicht so viele Parkplätze, wenn einem da dann auch noch ein Auto entgegenkommt, macht das auch keinen Spass. Zu der Therme muss man noch einen gewundenen Weg am Meer entlang laufen (links Meer, rechts Felsen), es ist allerdings nicht so arg weit und wenn man wie schon gesagt früh am morgen geht, ist es auch nicht so heiss. Direkt an der Therme gibt es nur eine Taverne, in der natürlich immer ganz schön was los ist. Möglichkeiten zum Umziehen gibt es keine und so viel ich mich erinnern kann, gibt es dort natürlich auch keine öffentliche Toilette (wir sind ja nicht in Deutschland!).
So das war alles, was mir momentan zu Kos einviel, während ich so den Bericht geschrieben hatte, dachte ich mir, ach so schlimm war es dort nun auch wieder nicht, vielleicht würde ich es doch mal wieder 14 Tage dort aushalten. Man kann auf jeden Fall eine Menge auf dieser Insel ansehen, obwohl sie so klein ist!
Erst mal eine Kurzinfo zur Insel; Die Insel KOS liegt ist nicht allzugross (ca. 25.000 Einwohner). Die Insel ist 112 km lang und ca. 50 km breit. Es gibt auf Kos Kies- und auch Sandstrände, aber fast überall ist eine Menge los. Stille, einsame Buchten sollte man nicht erwarten. Jedenfalls konnte ich keine entdecken.
Untergebracht war ich in einem kleinen Hotel in Tigkaki, das liegt an der Nordseite, in der Nähe ist Marmari und Mastichari. Als wir in Tigkaki ankamen, war ich sehr entsetzt. Das hat wie so ein Retortenort nur für Touristen ausgesehen, kein ursprünglich kleinen Stadtkern war zu erkennen. Nur an der geraden Strasse, die Richtung Meer führte, waren links und rechts Shops und Hotels hingebaut. Das selbe an der Küstenstrasse. Entsprechend war dann auch immer der Lärm, vor allem abends. Da musste man schon irgendwo ausserhalb hinfahren, damit man irgendwo idyllisch in Ruhe sitzen und den Urlaub geniessen konnte. Wer allerdings Halligalli mag und dies im Urlaub sucht, ist dort prima aufgehoben. Das Hotel war Mittelklasse und dadurch dass es klein war, auch einigermassen gemütlich. Es wurde von einer griechischen Familie geführt, die alle sehr nett waren. Auf keinen Fall war es so ein riesiger Betonbunker, wie es an der Küstenstrasse und in KOS-Stadt genügend davon gab. Wir hatten auch einen kleinen Pool hinterm Hotel, wenn man abends von einer Erkundungstour zurück kam, konnte man dort auch noch prima relaxen. Der einzige Nachteil war nur, dass das Hotel gleich am sogenannten "Vergnügungszentrum" des Ortes anschloss, da konnte man abends schon noch die laute Musik hören. In dem Ort direkt ist kein Restaurant besonders aufgefallen, so dass man es empfehlen könnte. Wenn man allerdings die Küstenstrasse entlang fährt (zu Fuss etwas weit) und den Ort hinter sich lässt (Richtung Kos), liegt nach ca. 1 km auf der rechten Seite ein Lokal "Anargyros", dass sehr zu empfehlen ist. Das Lokal ist zwischen Weingärten eingebaut, es ist allerdings immer ziemlich voll. Man sollte also etwas ausser den typischen Esszeiten kommen, damit man einen Platz bekommt. Das Lokal wird auch von Griechen besucht, also werden auch andere Gerichte als die typischen Urlaubs-Griechengerichte angeboten. Sehr gutes Essen, angenehme Preise, nette Bedienung.
Um auf Kos etwas zu besichtigen, braucht man schon ein Auto oder Roller. Wir hatten uns erst ein Fahrrad gemietet, war auch ganz lustig aber man kommt damit nicht weit. Mit dem Fahrrad machten wir mal einen Ausflug bis Marmaris, das ist allerdings ein noch schlimmerer Ort als Tigkaki, noch viel mehr "vertouristisiert". Als wir uns endlich ein Auto gemietet hatten, sind wir nach Mastichari gefahren, dort ist noch einigermassen ein alter Ortskern zu erkennen, aber ansonsten ist es dort auch schon ziemlich zugebaut. Allerdings ist es dort am Strand ruhiger. Dadurch das es fast nirgendwo an den Stränden von Kos natürlichen Schatten gab (Bäume, etc.) war man schon auf die zu mietenden Schirme und Liegen angewiesen, an den Preis kann ich mich jetzt nicht mehr erinnern. Aber allgemein ist es in Griechenland teuer. Wenn man von dem Strand von Marmaris Richtung Ort zurückgeht, sind gleich an der Promenade ein paar Restaurants, die gar nicht mal so schlecht sind. Aber was auf jeden Fall mal zu empfehlen ist, ist das Restaurant, das kurz vor der Promenade hinterm Strand zu erkennen ist (davor ist noch ein Kinderspielplatz). Es heisst "Traditional Greek House" und ist leicht an einem Hang gelegen, man hat eine sehr schöne Aussicht, das Essen ist gut und man wird sehr nett bedient. Das Lokal ist auch im Marco Polo Führer beschrieben (Terassenmaueren aus Naturstein, Steinbackofen - in dem noch eigenes Brot gebacken wird).
Mit dem Auto sind wir auch an etwas abgelegenere Strände gefahren (allerdings war hier keiner so abgelegen, dass man alleine war, da konnte ich auf Chalkidiki mehr finden). Einmal der Camel-Beach, da ging es sehr steil auf nicht geteertem serpetinenartigen Weg runter, dadurch dass wir einen Jeep hatten, ging es einigermassen. Aber auch da waren massenhaft Leute, wenn man sich allerdings nach links am Strand richtet und dort über ein paar Felsen klettert, kann man einigermassen in Ruhe liegen und baden. Allerdings waren wir dort erst gegen abend, wie es tagsüber ist weis ich nicht. Dann gibt es noch den Magic-Beach, der ist aber auch nichts besonderes, auch eine etwas schwere Anfahrt und dann zu viele Leute. Einmal hatten wir allerdings einen schönen Strand gefunden, da war nicht viel los, allerdings war er dafür auch etwas schmutzig und überhaupt kein Schatten. Aber wenn man sich da Spätnachmittag hinlegt ist es einfach herrlich.
An Sehenswürdigkeiten haben wir einiges angesehen:
Das Archäologische Museum in KOS-Stadt, das wichtigste: Asklipion (war während der Antike "Krankenhaus", Erholungszentrum und Heiligtum zugleich) konnte ich allerdings nicht sehen, da an an dem Tag als wir hinfuhren, geschlossen war, ansonsten haben wir uns noch die Windmühle bei Antimachia angesehen, die Burg von Antimachia (ein imposantes Bauwerk allerdings ist schon sehr viel eingefallen, sollte man sich aber auf jeden Fall ansehen, was auch sehr schön war ist Alt-Pyli es ist eine alte verlassene Stadt (seit 1830 nach einer Choleraepidemie verlassen), man kommt hier am besten mit dem Auto oder Roller hin, parken kann man nur weiter unten und muss dann zu Fuss aufsteigen, allerdings sind Steintreppen angelegt es ist also nicht ganz so schlimm (sehr zu empfehlen, sehr idyllisch und beeindruckend). Zwischen den Ruinen leben nur noch die Ziegen.
In Zia, dass im Reiseführer als kleines Bergdorf beschrieben wird, waren wir auch. Im Reiseführer wurde schon gewarnt, dass dort an manchen Tagen dutzende von Reisebussen stehen. Warum dort alle hinfahren, weis ich auch nicht, es gibt nur ein paar Souveniershops und ein paar Lokale. Allerdings hat man von dort an manchen Stellen eine herrliche Aussicht, da das Dorf ja am Berg liegt. Im Reiseführer werden zwei Lokale beschrieben, von denen man eine herrliche Aussicht auf den Sonnenuntergang hat (wir waren allerdings nicht abends dort). Das einzige was in Zia noch interessant war, war eine Wassermühle, die mitten in den Räumen eines Souveniergeschäftes steht. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, ob sie besonders interessant war, weis nur noch das wir durch den ganzen Ort gerannt sind (mit uns eine Menge andere Touristen) um diese Wassermühle zu finden.
Auf dem Weg nach Zia kommt man an einer grossen Taverne vorbei, die sich Fantasia nennt. Lt. Reiseführer werden dort die Touristenmassen hingebracht für "traditionelle" griechisch Abende, es ist nicht so zu empfehlen, wir waren auch nicht drinnen. Von Zia aus geht es eigentlich nicht mehr weiter, jedenfalls damals (vor ca. 3-4 Jahren), es war schon ein Schotter-, Waldweg angelegt, der angeblich nach Kos führen sollte, aber wir haben ihn nicht ausprobiert (vielleicht ist er aber jetzt schon ausgebaut). Normallerweise müsste man umdrehen und den selben Weg den man gekommen ist wieder zurück fahren, wir hatten allerdings im Reiseführer gelesen, dass es dort noch irgendwo ein verlassenes Dorf gibt (kleiner als Alt-Pyli) und das dort nur doch 1 Mönch lebt, der alles einigermassen in Schuss hält. Wenn wir vorher gewusst hätten, was das für ein Weg ist, wären wir nicht gefahren. Vor allem ich nicht, da ich fahren musste, zwar mit Jeep, was auf jeden Fall sehr nützlich war,mit normalen Auto wären wir stellenweise gar nicht mehr weitergekommen. Wir sind also zwischen diesem Weg, der nach Kos führt und der eigentlichen Strasse, die von Zia aus wieder zurück führt, irgendwelche Wald- Feldwege (wie man das auch immer nennen kann) gefahren und sind dann letztendlich auch zu diesem Ort gekommen. Den Ort kann man normalerweise auch von einem kleinen Dorf aus (unterhalb von Zia) erreichen, aber wir sind den Weg wie im Reiseführer beschrieben gefahren und konnten die Abzweigung nicht finden, deswegen haben wir es über Zia versucht. Es hat sich gelohnt, es waren auch teilweise Ruinen, aber manchmal standen noch ganze Häuser und man konnte sehen, wie einfach früher die sogenannten "Wohnverhältnisse" waren. In der "Küche" nur ein offener Feuerplatz, ansonsten nur noch 1 Raum, man kann sich gar nicht vorstellen, wie da ganze Familien gelebt haben. Leider kann ich hier den Namen des Ortes nicht nennen, da er mir nach so langer Zeit entfallen ist und im Reiseführer konnte ich auch nichts mehr darüber finden.
Wir sind auch mal bis ans andere Ende der Insel gefahren - bis Kefalos. Da es ein Binnendorf ist, ist dort touristisch nicht allzuviel los. Nur wenige Touristen verirren sich dorthin, weil viele sowieso nur Strand, Meer und Sonne sehen wollen und höchstens "Sehenswürdigkeiten" ansehen, die sich in nächster Nähe befinden. In diesem Ort kann man eine Burgruine besichtigen, allerdings sind nur noch ein paar Mauerreste übrig. Im Reiseführer kann man auch von einem "Traditional House" geschrieben, dass sich in Kefalos befindet. Es ist ein kleines, bescheidenes Bauernhaus, in dem man sehen kann, wie die Menschen noch vor 50 Jahren lebten. Wir mussten es natürlich auch ansehen, obwohl es nichts so besonderes war. Es war eigentlich nur 1 Raum in dem Küche und Wohnraum samt Schlafstätte drinnen war. Es war so eingerichtet, wie es wahrscheinlich früher war, aber wie gesagt nicht so der Hit. Lt. Reiseführer heist es Eintritt frei, aber natürlich war am Ausgang eine Schale, an dem man was hineintun konnte.
Warscheinlich haben wir noch mehr gesehen, aber da es schon länger her ist, dass ich auf Kos war, kann ich mich da nicht mehr so genau daran erinnern.
Einmal sind wir auch nach Limnionas gefahren, dies ist ein kleiner Ort in der Nähe von Kefalos, allerdings liegt dieser Ort am Meer (Nordküste), im Reiseführer wird das Fischrestaurant "Limnionas" empfohlen. Soweit ich mich erinnern kann, hat es dort auch gut geschmeckt.
Über Kos-Stadt kann ich nichts berichten, hier waren wir glaube ich nur 1x und es war mir dort etwas zu viel los. In die Hotels die dort direkt am Strand liegen, würde ich sowieso nie gehen, es sind zu riesige Anlagen!
Was auf jeden Fall noch zu empfehlen ist, ist die "Empros"Terme, sie liegt unterhalb von Kos-Stadt, man muss also durch Kos-Stadt durch an der Küste entlang (da dort nur die Küstenstrasse gibt, kann man sich auch nicht verfahren). Die Therme liegt bei Kos-Stadt um den Inselbogen herum an der Südküste. In der Embros Therme vermischt sich ein aus einer Quelle im Fels entspringende, bis zu 40 Grad heisses Thermalwasser mit dem Meerwasser. Man darf sich nichts grossartiges vorstellen, da in Griechenland alles etwas anders ist, wurden um diese Stelle im Meer nur kreisförmig grosse Steine gelegt mit einem Durchmesser von nur ca. 10 m. Das Wasser "riecht" leicht schwefelhaltig, aber es soll einige Heilwirkungen haben. Da dort natürlich auch sehr viel Rummel ist, ist zu empfehlen früh morgens hinzufahren. Soweit ich mich noch erinnern kann, sind wir noch vor dem Frühstück gegen ca. 7 - 8.00 h hingefahren und es war auch schon einiges los, aber wir konnten wenigstens ohne lange anzustehen uns in diesen Steinkreis setzen und das warme Wasser geniessen. Es lohnt sich auf jeden Fall!
Von Kos aus soll ein Bus hinfahren, wir sind allerdings mit dem Auto hingefahren, da ist man doch etwas unabhängiger und ich bin mir nicht so ganz sicher ob so früh am morgen schon Busse gefahren wären.
Also mein Tipp: so früh wie möglich aufstehen und dort hinfahren, lt. Reiseführer ist dieser Platz ständig frei zugänglich (auch nachts). Man findet den Ort ganz leicht, weil da nach etlichen Kilometern und gewundenen Serpendinenstrassen plötzlich ein groesserer Parkplatz auftaucht und kurz danach hört die Strasse sowieso auf. Also man kann sich gar nicht verfahren. Am besten parkt man an diesem grossen Platz, man könnte noch ein Stückchen den Weg runterfahren, allerdings laufen da dann meistens schon massenhaft Leute auf dem Schotter/Sandweg der auch noch total schmal und uneben ist und dann sind unten auch nicht so viele Parkplätze, wenn einem da dann auch noch ein Auto entgegenkommt, macht das auch keinen Spass. Zu der Therme muss man noch einen gewundenen Weg am Meer entlang laufen (links Meer, rechts Felsen), es ist allerdings nicht so arg weit und wenn man wie schon gesagt früh am morgen geht, ist es auch nicht so heiss. Direkt an der Therme gibt es nur eine Taverne, in der natürlich immer ganz schön was los ist. Möglichkeiten zum Umziehen gibt es keine und so viel ich mich erinnern kann, gibt es dort natürlich auch keine öffentliche Toilette (wir sind ja nicht in Deutschland!).
So das war alles, was mir momentan zu Kos einviel, während ich so den Bericht geschrieben hatte, dachte ich mir, ach so schlimm war es dort nun auch wieder nicht, vielleicht würde ich es doch mal wieder 14 Tage dort aushalten. Man kann auf jeden Fall eine Menge auf dieser Insel ansehen, obwohl sie so klein ist!
27 Bewertungen, 5 Kommentare
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30.05.2002, 22:06 Uhr von tinaf7
Bewertung: sehr hilfreichda ich bereits 2 Urlaube auf der Insel verbracht habe teile ich nicht in jeden Punkt diese Meinung
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13.03.2002, 08:34 Uhr von Qualle
Bewertung: sehr hilfreichman kannst du viel interessantes erzählen.
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05.03.2002, 15:28 Uhr von hpmaier
Bewertung: sehr hilfreichRhodos hat mir persönlich besser gefallen, gruesse hpmaier
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28.02.2002, 14:19 Uhr von AliAsAliAs
Bewertung: sehr hilfreichSchön geschrieben - gruß vom alias
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13.02.2002, 01:08 Uhr von Tammy1977
Bewertung: sehr hilfreich...werde in diesem Jahr die etwas größere "Schwester" Kreta besuchen :-) Liebe Grüße, Tammy77.
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