Schuluniformen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Hoppelherz

Danke,NEIN danke!

Pro:

Reduzierung des Markenbewusstseins

Kontra:

keine Individualität

Empfehlung:

Nein

Ich gehe ja auch noch zur Schule;befinde mich bekannterweise grade im
Abi-Endspurt;und betrachte mich nun einmal als kompeteten Gesprächspartner die Themen betreffen,die zum deutschen Bildungssystem gehören.*g*
Aber ich gebe zu:in bezug auf \"Schuluniformen\" ist es auch mit meiner Kompetenz nicht weit her.
Ich habe nun gaaaaaanz lange darüber sinniert,ob ich diese Ideee befürworten oder ihr doch eher widersprechen soll,und habe mich entschlossen,dagegen zu sein. :-)
Ich will euch die Gründe für diese Entscheidung natürlich nicht
vorenthalten,wobei es eigentlich nur einen gibt,nämlich den,dass ich persönlich der Auffassung bin,dass man diese Frage nicht generell beantworten kann,und wenn man es jeder Schule die freie Entscheidung überlässt,ob sie die Einführung von Schuluniformen als sinnvolle oder eben nicht notwendig für sich ansieht,dann kann man es ebenso gut bleiben lassen!

Das Hauptargument,das für die Einführung von Schuluniformen spricht,ist
wohl,dass an einigen dieser Bildungsstätten ein doch sehr übersteigertes Markenbewusstsein herrscht,aber wie gesagt:an einigen und eben nicht an allen!
Und wer mir nun so kommt \"Doch,das gibt es überall!\":Schnauze! :-D
Nein,aber ich kann jetzt natürlich nur von mir reden,und einige werden nun meinen,\"ja,vielleicht ist es an ihrer Schule anders,aber das ist dann EINE Ausnahme\",und denen sei gesagt:ich bin nach der 10.von der Realschule auf ein Gymnasium gewechselt und habe nun Deutsch und Englisch als Leistungskurs,aber des ist nun nebensächlich.Was ich eigentlich sagen will:an meiner \"Stammschule\" liegen diese beiden LKs in einer Schiene,laufen also parallel,so dass ich am Deutsch-LK in Kooperation an einem anderen Gymnasium teilnehme.
Und an meiner Gastschule lässt sich auch leicht erkennen,dass dort schon etwas mehr Wert auf \"coole\" Klamotten gelegt wird,aber solange jemand was auf dem Kasten hat,ist auch das Äußere nebensächlich.
Aber ich möchte jetzt nicht über meine Gastschule lästern (ich mag den LK dort nämlich eigentlich auch ganz gerne *g*) ,sondern ausdrücken,dass Schüler,die einfach nur trendy sind,meist auch nix anderes können. ;-)
Und nehmen wir mal an,Schuluniformen werden zur Norm:womit sollen sich diese armen Hascherln denn dann noch profilieren?*lol*

Okay,*wieder ernster wird*,zudem ist meine \"richtige\" Schule wohl das,was man \"multikulti\" nennt.
Und nicht nur,dass wir alle aus verschiedenen Regionen dieser Welt stammen,wir kommen auch alle aus unterschiedlichen Schichten der Gesellschaft:vom Millionärssohn bis zur Müllmannstochter,und es ist uns total schnurz,aus welchem Umfeld der andere stammt und ob er nun Geld für dieses geile Diesel-Shirt hat oder sein Pulli aus einer Sonderverkaufsaktion bei Aldi stammt.
Außerdem finde ich,dass mit der Anschaffung einer Schuluniform die
Individualität flöten geht,und das fände ich besonders schade,da wir eben eine solche \"Weltschule\" sind,und ich finde es spannend zu sehen,wie sich Menschen aus anderen Ländern kleiden und geben.
Ach ja,und steht nicht irgendwo auch etwas vom \"Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit\" geschrieben? ;-)
Dieses Recht steht doch auch im krassen Gegensatz zu der Idee einer
Schuluniform!
Nun ja,ich möchte jedenfalls auch weiterhin mit Leuten verkehren,die individuell verschieden sind und einen eigenen Geschmack besitzen und sich nicht einer wie dem anderen gleichen!
Bitte keine englischen Verhältnisse!*fg*
Denn wir haben eine Partnerschule in Großbritannien und dort sind Schuluniformen ja an der Tagesordnung und nicht nur,dass die Kleidervorschriften ganz klar definiert sind,auch der Rest des Erscheinungsbildes wird definiert:kein Modeschmuck,kein Make-up und bitte die Naturhaarfarbe behalten!
Ich finde es dann immer sehr amüsant,wenn uns im Rahmen des Schüleraustausches englische Pennäler einen Besuch abstatten,denn dass es bei uns diese Regeln nicht gibt,das wird dann immer voll und ganz ausgekostet.
Besonders die Mädchen entwickeln ungeahnte Kreativität,wenn es darum angeht,sich anzumalen wie ein Papagei,und beeindruckende Körperkräfte,denn würde ich soviel Schmuck tragen wie sie sich behängt haben,ich könnte nicht mehr aufrecht gehen! :-)
Auch süß:wir kennen ja alle diese Soft-Tönungen,die sich nach einer Woche wieder aus den Haaren auswaschen,gelle?
Und so gibt es zu Beginn eines jeden Austausches in good old Germany erst einmal eine gründliche Haartönungsaktion,denn,wenn es dann wieder zurück gen Heimat geht,ist die Kunst auch wieder vergangen.
Ich kenne sogar einen Fall,indem sich jemand für die Zeit seines
Deutschland-Aufenthaltes die Nase hat piercen lassen!*lol*
Aber dass die schuluniformlose Zeit derart ausgenutzt wird,beweist mir auch nur einmal mehr,dass die Einheitskleidung wohl auch doch nicht das Maß aller Dinge ist.
Wie gesagt:wenn an einer Schule aber wirklich ein solch übersteigerter Wert auf Designerkleidung gelegt wird,dass es schon einen Zwang darstellt,sperre auch ich mich nicht gegen die Einführung einer für alle verbindlichen Kleiderordnung,aber an meiner Schule möchte ich nie in der Hausordnung von solcherlei Vorschriften lesen,da ich es sehr schätze,mit sovielen unterschiedlichen Menschen zusammen zu
sein,die auch wirklich individuell ganz verschieden sind,in jeder Hinsicht!

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