Todesstrafe in den USA Testbericht

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Erfahrungsbericht von Hummel2000

Ist der Tod eine gerechte Strafe ?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich habe schon beim Lesen der anderen Meinungen gemerkt, wie gespalten doch die \"Yopi-Nation\" ist, wenn es um die Todesstrafe geht.
Warum eigentlich ?
Ich lese immer wieder, daß niemand das Recht hat, einen anderen Menschen zu töten. Deshalb darf man niemanden hinrichten.
Nur, wenn wir die USA als Beispiel nehmen, dort werden in erster Linie Menschen hingerichtet, die selbst getötet haben.
Die Todesstrafe wird bestimmt niemanden davon abhalten, ein Kind zu mißbrauchen und anschließend zu zerstückeln.
Die Todesstrafe hält auch niemanden davon ab, eine alte Frau zu erschlagen, weil man ein paar Märker für Schnaps braucht.
Ich weiß nicht, wer von Euch im letzten Jahr im Fernsehen den Bericht gesehen hat über Frauen, die in den USA in der Todeszelle sitzen.
Darunter ist z.Bsp. eine junge Frau, die ihre drei eigenen Kinder lebendig verbrannt hat, um die Versicherung zu kassieren.
Wie sieht bitteschön für solch ein Verbrechen die gerechte Strafe aus ?
Hier in Deutschland gäbe es keine Diskussionen.
Die liebe Frau würde von einem Psychologen begutachtet. Der würde erkennen, daß sie eine schlimme Kindheit hatte, wahrscheinlich wurde sie auch von ihrer Oma nie richtig geliebt.
Ergo bekommt die Frau ein paar Jahre Haft inklusive Therapie. Logisch, daß sie im Knast separat untergebracht wird. Für Kindermörder hat da niemand was übrig und der guten Frau könnte ja was passieren.
Nach ein paar wenigen Jahren kommt sie wieder raus und kann ja wieder schwanger werden - kann man ja nicht verbieten.
In Amerika sieht das ein bißchen anders aus.
Die Zellen sind wahre Käfige, es gibt kein Privatleben, keine Intimspäre. Es gibt auch keinen Fernseher, keinen Fitness-Raum und keine Theateraufführungen.
Lebenslang in den USA heißt ein Leben lang. Und wenn man vielleicht Mitte zwanzig ist, dann hat man meist noch sehr viel Leben vor sich.
Diese Kindesmörderin hat übrigens auf Vollstreckung der Todesstrafe geklagt. Deswegen wurde ihr Porträt gesendet.
Sie will oder wollte lieber sterben ( weiß nicht, ob sie noch lebt ), da sie lebenslänglich nicht ertragen konnte.
Ich frage mich wirklich, was menschlicher oder menschenwürdiger ist: Ein schneller Tod oder ein langes Leben im Käfig.
Vielleicht sollte man jeden Häftling selbst entscheiden lassen:
Spritze oder die nächsten vierzig Jahre im Knast.
Man kann natürlich das bundesdeutsche Justizsystem damit nicht vergleichen. Wann gibt es bei uns schon mal lebenslänglich ?
Der Bundesgerichtshof hat jetzt sogar Zweibett - Zellen als menschenunwürdig bezeichnet !
Man muß kein Befürworter der Todesstrafe sein uns sicherlich wird sie auch keine potentiellen Täter von irgend etwas abschrecken.
Aber man sollte Mörder wirklich ein Leben lang einsperren, denn eines verhindert die Todesstrafe auf jeden Fall : Wiederholungstaten.
Und das wäre man doch eigentlich den Opfern schuldig.
Alle reden von den armen Tätern, die Opfer sind schnell vergessen.
Und wenn sich jemand vor der gerechten Strafe drücken will, wenn jemand den Tod dem Knast vorzieht, dann ist das auch sein gutes Recht.
Nur, in Deutschland wird das eh nie passieren - wir haben ein viel zu nettes Justizsystem, deswegen bringt sich kaum einer um.

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