Erfahrungsbericht von Hotti.com
Das ist Arbeit
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Mit dem Säubern von Gräben hatte ich bis vor drei Jahren noch nie was zu tun. Ehrlich gesagt wusste ich nicht ein Mal, dass es so etwas gab. Doch seit dem wir hier in dieser schönen Kanalstadt wohnen, konnte ich meinen Horizont in Bezug auf Grabensäuberung erheblich erweitern.
Unser Grundstück wird an zwei Seiten von Wassergräben begrenzt, die von der Stadt für den besseren Abfluß von Regenwasser vorgesehen sind. Der Höhenunterschied vom Graben bis zu unserem Grundstück beträgt etwa 2m. Diese 2m sind leicht schräg angeschüttet worden. Nun wächst dieser Grabenrand ständig mit allen möglichen Unkräutern zu und da wir durch den Erwerb dieses Grundstückes auch die Pflege der Gräben mit gekauft haben, müssen wir natürlich für deren Säuberung sorgen.
Nichts leichter als das, dachte ich mir damals und liess zunächst ein Mal alles kräftig wachsen. Als die Wiesengräser im Graben und auf dem Grabenrand die Höhe unseres Grundstückes ereichten, musste etwas geschehen. Ich schaute mich vorsichtig bei meinen Nachbarn um, denn die hatten dasselbe Problem. Doch was ich sah war auch nicht sehr hilfreich.
So hat ein Nachbar den gesamten Hang mit einer schwarzen Plastikfolie abgedeckt, um die Unkräuter zu ersticken und ihnen auch in Zukunft keine Chance zu geben. Er schichtete Sand und Erde darauf und legte noch ein paar Steine dazwischen und war wohl zufrieden. Ich fand den Anblick nur häßlich und als der erste große Regen kam, schwamm der ganze Sandbelag weg und die Folie erstrahlte in einem freundlichen schwarz.*g* Das war wohl nichts.
Manchmal sah ich Nachbarn, die versuchten, mit ihrem Rasenmäher den Graben zu säubern. Sie schoben den Rasenmäher den Hang hinunter und zogen ihn mühsam unter Ächzen und Stöhnen wieder herauf. Als ich diese Maloche sah, war mir klar, dass das auch nichts für mich war. Auch hatten sie ständig \"Kabelsalat\" und wurschtelten in einem fort mit dem dem Kabel herum.
Mir blieb also nichts anderes übrig, als mit einer geliehenen Sense die Hänge zu bearbeiten. Das war echt Schwerstarbeit. Ich brauchte Stunden, um die Gräben zu schaffen. Anschließend spürte ich meine Arme kaum noch, doch der Graben war sauber. Leider dauerte der Zustand nicht sehr lange und nach ein paar Tagen sproß es bereits wieder mächtig.
Seit ein paar Wochen besitze ich jetzt ein spezielles Gerät, das ich in einem Baumarkt für knapp 150 Euro kaufte. Da es ohne Strom funktioniert, stattdessen mit Benzin, muss ich zuerst mehrmals den Motor anwerfen und dann kann es losgehen. Das Gerät ist angefertigt worden, um bequem und möglichst einfach solche Gräben säubern zu können. Das Gewicht ist nicht sehr groß, doch bei den vielen Metern Grabenrand, die ich zu bewältigen habe, wird diese Sense nach einiger Zeit schwer wie Blei. Doch der Umgang mit dieser \"Sense\" ist auch Übungssache. Inzwischen habe ich die richtige Haltung schon gut raus und es klappt wirklich gut. Obwohl ich für meine Gräben immer noch mindestens 1 Stunde Zeit benötige.
Das beste ist, mit dem Sensen nicht zu lange zu warten. Ich habe mir angewöhnt alle 14Tage zur Sense zu greifen. Dann ist das Unkraut vernichten schnell erledigt. Das abgemähte Grünzeug lasse ich einfach liegen, nur dickere Äste häcksele ich und werfe sie auf meinen Komposthaufen.
Ein guter Nachbar hat den Hang samt Graben mit feinem Kies ausgestreut, in der Hoffnung, das Wachsen des Unkrautes zu verhindern. Bereits nach einer Woche lugte das erste zaghafte Grün bereits wieder durch die Kieselschicht. Diesen Tipp empfehle ich lieber nicht weiter.
Für mich ist klar, es geht nur mit Abmähen und das am besten mit einem entsprechenden Gartengerät. Eine andere Möglichkeit, um die Gräben sauberzuhalten sehe ich nicht. Doch wem etwas Besseres einfällt, sollte es mich sofort wissen lassen, denn ich bin für jede gute Idee dankbar.
Hotti
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-12 11:13:50 mit dem Titel Gewalt ...heisst das Problem
Wird versucht, Probleme durch Gewalt zu lösen, ist der Erfolg meistens nur von kurzer Dauer, denn Gewaltätigkeit erzeugt Wut und Zorn, Hilflosigkeit und Hass. Rachegedanken, die bis hin zu Mordabsichten führen, können die Folge sein.
Bei Kindern kann man diese Entwicklung sehr gut beobachten, obwohl man sich vor Allgemeinerungen schützen sollte, was ich hiermit tue.
Kinder, die in ihren Familien unterdrückt, bevormundet und geschlagen werden, geben als Erwachsene an ihre eigenen Kindern häufig diese Gewalt weiter. Eine Tracht Prügel schadet doch nicht..mir hat sie auch nicht geschadet! Solche Sprüche machen mich wütend.
Die geschlagenen Kinder fühlen sich hilflos, nichts wert,erniedrigt und suchen für ihren Frust und ihre aufgestauten Aggressionen oft ein Opfer, das kleiner, schwächer und hilfloser ist als sie selbst.
Gewalttätigkeiten zwischen Menschen, ganz gleich welchen Alters, zeugen von einer Sprachlosigkeit und der Unfähigkeit die Auseinandersetzung verbal zu führen. Da schlägt man lieber zu, dann sind die Fronten geklärt. Solange man selbst nicht der Unterlegene ist, scheint zunächst alles in Ordnung zu sein.
Allerdings gibt es eine Ausnahme und das sind die Kleinkinder, die noch über keinen grossen Wortschatz verfügen, also Streitereien nicht durch ein Gespräch lösen können.
Also wird geboxt,gehauen und getreten bis der Spielkamerad den Sandeimer endlich loslässt.An dieser Stelle setzt meiner Meinung nach die Erziehung ein. Eltern sollten mit ihrem Kind immer wieder üben, Konflikte auf friedliche und nicht auf handgreifliche Art und Weise zu lösen und das natürlich auch vorleben.
Doch leider befürchte ich, dass es immer gewaltbereite Mitmenschen geben wird, das wir selbst durch positives Vorleben, durch Gespräche u.a. bei ihnen keine Einsicht erreichen werden.
Was tun wir, wenn wir einem von ihnen begegnen? Weglaufen,schon im Vorfeld die Strassenseite wechseln? Und wie fühlen wir uns dann, vielleicht als Feigling oder \"Muffenharry\"?
Ist es nicht manchmal auch für das persönliche Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl wichtig, sich durchgesetzt zu haben, eben nicht immer der Unterlegene zu sein?Vor allem im Kindesalter?
In der Schule kommt es immer wieder vor, das ein Kind gehänselt und geärgert, ja sogar erpresst und geschagen wird. Wie schrecklich muss sich solch ein Kind fühlen!?
Bei dem Schulkameraden meines Sohnes reichte das Erscheinen dessen Vaters, der mit 1,90m und in voller Polizeiuniform auftauchte,schon einschüchternd genug .
Der Wunsch nach einer Welt, in der alle Menschen in Frieden miteiander leben ist reine Utopie.Wir wünschen uns, alle Konflikte durch Gespräche und gute Argumentationen lösen zu können.
Doch unsere Gegenwart zeigt, wie weit wir tatsächlich davon entfernt sind. Es ist unvorstellbar in wieviel Ländern Krieg herrscht nur weil die Hautfarbe anders ist oder die religiöse Gesinnung.
Doch diese Tatsachen dürfen uns nicht negativ beeinflussen, sondern im Gegenteil noch stärken in der Überzeugung, den richtigen friedlichen Weg für ein menschliches Zusammenleben eingeschlagen zu haben.
Das Thema ist sehr umfangreich und ich habe nur einige meiner Gedanken geäussert. Viele Gesichtspunkte habe ich ausser Acht gelassen, denn in der Vergangenheit hat es immer wieder Situationen gegeben, wo sich Gewaltanwendung im Nachhinein als der richtige Weg erwiesen hat. Ich denke da an geschichtliche Hintergründe.
Doch ich höre jetzt besser auf, da ich sonst einen ganzen Roman schreibe.
Mein Beitrag soll auch nur als gedankliche Anregung dienen.
Danke fürs Lesen.
Hotti.com
Unser Grundstück wird an zwei Seiten von Wassergräben begrenzt, die von der Stadt für den besseren Abfluß von Regenwasser vorgesehen sind. Der Höhenunterschied vom Graben bis zu unserem Grundstück beträgt etwa 2m. Diese 2m sind leicht schräg angeschüttet worden. Nun wächst dieser Grabenrand ständig mit allen möglichen Unkräutern zu und da wir durch den Erwerb dieses Grundstückes auch die Pflege der Gräben mit gekauft haben, müssen wir natürlich für deren Säuberung sorgen.
Nichts leichter als das, dachte ich mir damals und liess zunächst ein Mal alles kräftig wachsen. Als die Wiesengräser im Graben und auf dem Grabenrand die Höhe unseres Grundstückes ereichten, musste etwas geschehen. Ich schaute mich vorsichtig bei meinen Nachbarn um, denn die hatten dasselbe Problem. Doch was ich sah war auch nicht sehr hilfreich.
So hat ein Nachbar den gesamten Hang mit einer schwarzen Plastikfolie abgedeckt, um die Unkräuter zu ersticken und ihnen auch in Zukunft keine Chance zu geben. Er schichtete Sand und Erde darauf und legte noch ein paar Steine dazwischen und war wohl zufrieden. Ich fand den Anblick nur häßlich und als der erste große Regen kam, schwamm der ganze Sandbelag weg und die Folie erstrahlte in einem freundlichen schwarz.*g* Das war wohl nichts.
Manchmal sah ich Nachbarn, die versuchten, mit ihrem Rasenmäher den Graben zu säubern. Sie schoben den Rasenmäher den Hang hinunter und zogen ihn mühsam unter Ächzen und Stöhnen wieder herauf. Als ich diese Maloche sah, war mir klar, dass das auch nichts für mich war. Auch hatten sie ständig \"Kabelsalat\" und wurschtelten in einem fort mit dem dem Kabel herum.
Mir blieb also nichts anderes übrig, als mit einer geliehenen Sense die Hänge zu bearbeiten. Das war echt Schwerstarbeit. Ich brauchte Stunden, um die Gräben zu schaffen. Anschließend spürte ich meine Arme kaum noch, doch der Graben war sauber. Leider dauerte der Zustand nicht sehr lange und nach ein paar Tagen sproß es bereits wieder mächtig.
Seit ein paar Wochen besitze ich jetzt ein spezielles Gerät, das ich in einem Baumarkt für knapp 150 Euro kaufte. Da es ohne Strom funktioniert, stattdessen mit Benzin, muss ich zuerst mehrmals den Motor anwerfen und dann kann es losgehen. Das Gerät ist angefertigt worden, um bequem und möglichst einfach solche Gräben säubern zu können. Das Gewicht ist nicht sehr groß, doch bei den vielen Metern Grabenrand, die ich zu bewältigen habe, wird diese Sense nach einiger Zeit schwer wie Blei. Doch der Umgang mit dieser \"Sense\" ist auch Übungssache. Inzwischen habe ich die richtige Haltung schon gut raus und es klappt wirklich gut. Obwohl ich für meine Gräben immer noch mindestens 1 Stunde Zeit benötige.
Das beste ist, mit dem Sensen nicht zu lange zu warten. Ich habe mir angewöhnt alle 14Tage zur Sense zu greifen. Dann ist das Unkraut vernichten schnell erledigt. Das abgemähte Grünzeug lasse ich einfach liegen, nur dickere Äste häcksele ich und werfe sie auf meinen Komposthaufen.
Ein guter Nachbar hat den Hang samt Graben mit feinem Kies ausgestreut, in der Hoffnung, das Wachsen des Unkrautes zu verhindern. Bereits nach einer Woche lugte das erste zaghafte Grün bereits wieder durch die Kieselschicht. Diesen Tipp empfehle ich lieber nicht weiter.
Für mich ist klar, es geht nur mit Abmähen und das am besten mit einem entsprechenden Gartengerät. Eine andere Möglichkeit, um die Gräben sauberzuhalten sehe ich nicht. Doch wem etwas Besseres einfällt, sollte es mich sofort wissen lassen, denn ich bin für jede gute Idee dankbar.
Hotti
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-12 11:13:50 mit dem Titel Gewalt ...heisst das Problem
Wird versucht, Probleme durch Gewalt zu lösen, ist der Erfolg meistens nur von kurzer Dauer, denn Gewaltätigkeit erzeugt Wut und Zorn, Hilflosigkeit und Hass. Rachegedanken, die bis hin zu Mordabsichten führen, können die Folge sein.
Bei Kindern kann man diese Entwicklung sehr gut beobachten, obwohl man sich vor Allgemeinerungen schützen sollte, was ich hiermit tue.
Kinder, die in ihren Familien unterdrückt, bevormundet und geschlagen werden, geben als Erwachsene an ihre eigenen Kindern häufig diese Gewalt weiter. Eine Tracht Prügel schadet doch nicht..mir hat sie auch nicht geschadet! Solche Sprüche machen mich wütend.
Die geschlagenen Kinder fühlen sich hilflos, nichts wert,erniedrigt und suchen für ihren Frust und ihre aufgestauten Aggressionen oft ein Opfer, das kleiner, schwächer und hilfloser ist als sie selbst.
Gewalttätigkeiten zwischen Menschen, ganz gleich welchen Alters, zeugen von einer Sprachlosigkeit und der Unfähigkeit die Auseinandersetzung verbal zu führen. Da schlägt man lieber zu, dann sind die Fronten geklärt. Solange man selbst nicht der Unterlegene ist, scheint zunächst alles in Ordnung zu sein.
Allerdings gibt es eine Ausnahme und das sind die Kleinkinder, die noch über keinen grossen Wortschatz verfügen, also Streitereien nicht durch ein Gespräch lösen können.
Also wird geboxt,gehauen und getreten bis der Spielkamerad den Sandeimer endlich loslässt.An dieser Stelle setzt meiner Meinung nach die Erziehung ein. Eltern sollten mit ihrem Kind immer wieder üben, Konflikte auf friedliche und nicht auf handgreifliche Art und Weise zu lösen und das natürlich auch vorleben.
Doch leider befürchte ich, dass es immer gewaltbereite Mitmenschen geben wird, das wir selbst durch positives Vorleben, durch Gespräche u.a. bei ihnen keine Einsicht erreichen werden.
Was tun wir, wenn wir einem von ihnen begegnen? Weglaufen,schon im Vorfeld die Strassenseite wechseln? Und wie fühlen wir uns dann, vielleicht als Feigling oder \"Muffenharry\"?
Ist es nicht manchmal auch für das persönliche Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl wichtig, sich durchgesetzt zu haben, eben nicht immer der Unterlegene zu sein?Vor allem im Kindesalter?
In der Schule kommt es immer wieder vor, das ein Kind gehänselt und geärgert, ja sogar erpresst und geschagen wird. Wie schrecklich muss sich solch ein Kind fühlen!?
Bei dem Schulkameraden meines Sohnes reichte das Erscheinen dessen Vaters, der mit 1,90m und in voller Polizeiuniform auftauchte,schon einschüchternd genug .
Der Wunsch nach einer Welt, in der alle Menschen in Frieden miteiander leben ist reine Utopie.Wir wünschen uns, alle Konflikte durch Gespräche und gute Argumentationen lösen zu können.
Doch unsere Gegenwart zeigt, wie weit wir tatsächlich davon entfernt sind. Es ist unvorstellbar in wieviel Ländern Krieg herrscht nur weil die Hautfarbe anders ist oder die religiöse Gesinnung.
Doch diese Tatsachen dürfen uns nicht negativ beeinflussen, sondern im Gegenteil noch stärken in der Überzeugung, den richtigen friedlichen Weg für ein menschliches Zusammenleben eingeschlagen zu haben.
Das Thema ist sehr umfangreich und ich habe nur einige meiner Gedanken geäussert. Viele Gesichtspunkte habe ich ausser Acht gelassen, denn in der Vergangenheit hat es immer wieder Situationen gegeben, wo sich Gewaltanwendung im Nachhinein als der richtige Weg erwiesen hat. Ich denke da an geschichtliche Hintergründe.
Doch ich höre jetzt besser auf, da ich sonst einen ganzen Roman schreibe.
Mein Beitrag soll auch nur als gedankliche Anregung dienen.
Danke fürs Lesen.
Hotti.com

Bewerten / Kommentar schreiben