Erfahrungsbericht von Mystik_Journeyman
Die Globalisierungsfalle
Pro:
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Kontra:
siehe Text
Empfehlung:
Nein
Grundsatzdefinition : Firmen haben Hang zur Globalisierung aufgebaut und verkaufen diesen Vorgang, auf dessen Ablauf und Folgen ich später eingehen werde, als notwendigen Prozess, der die Welt vernetzt und die einzelnen Völker näher zusammenbringt, inzwischen gibt es schon sehr viele sogenannte Globalisierungsgegner.
Ablauf u. Folgen: Große Firmen (z.B. Siemens) verlagern die Produktion auf weltweite Standpunkte. Der Vorteil hierbei liegt für diese auf neudeutsch sogenannten „global players“ darin, dass sie ihre Standpunkte in Billiglohnländer legen können, hier werden die Arbeitnehmer praktisch ausgenommen und mit für deutschen Verhältnissen absolut unannehmbar geringen Löhnen abgespeist. Die Firmen verteidigen diese Maßnahmen u.a. damit, dass sie die Produktion zum Absatzmarkt verlagern, Fakt ist aber, dass von diesen Billiglohnländern oftmals wieder exportiert wird, und das es somit z.B. vorkommen kann, dass Siemens Glühbirnen aus Malaysia nach Deutschland liefert. Dieser Trend ist nicht mehr zu verkennen und geht, wie man an unserem Beispiel sieht, auch an absoluten Traditionsfirmen nicht vorbei. Folgen dieser Verlagerung sind der Wegfall von Arbeitsplätzen an den alten Standorten. Die Rechnung die hier von den Firmenbossen angestellt wird geht im allgemeinen sozialen Aspekt nicht auf, die einzigen die hier profitieren sind die Firmenoberen selbst. Schreiende soziale Ungerechtigkeit ist die Folge. Die in Deutschland wegfallenden Arbeitsplätze sorgen für höhere Ausgaben des Sozialstaates BRD, der die neuen Arbeitslosen mit seinem sozialen Netz auffängt und für ihre Grundversorgung geradesteht. Die neuen Arbeitsplätze in den Billiglohnländern verfügen in der Regel nicht über die sozialen Absicherungen wie sie in Deutschland vorgeschrieben sind (Krankheitsgeld durch verschiedene Versicherungen, Rentenabsicherung usw.), was die im Endeffekt anfallenden Lohnkosten enorm senkt. Die Firmen können aufgrund ihrer enormen Macht diese Kosten und die Steuerkosten drastisch senken, der Billiglohnstaat verdient zwar mehr als ohne diese industriellen Großmächte, jedoch wird das grundlegende weltweite soziale Netz durch diese Umschichtung zerstört, und das nur, um den Firmen im Endeffekt größere Gewinne zu erbringen. Dies ist dann auch der treibende Faktor für die Firmenbosse, die Gewinne müssen erhöht werden, und zwar ständig. Das was zählt ist der Anhebung des Aktienkurses, der „Shareholder“ muss sein „Value“ vergrößern, was eigentlich immer nur durch einen eigentlichen Substanzverlust zu erreichen ist. So ist es nichts ungewöhnliches, dass nach der Ankündigung von Streichungen von Arbeitsplätzen der Aktienkurs kurzfristig steigt, dies ist für den Aktienhalter natürlich angenehm, aber insgesamt kann diese Milchmädchenrechnung niemals aufgehen. Die Firma zerstört ihre Substanz und Produktionskraft, wird dafür kurzfristig aber höhere Gewinne einstreichen, dies ist doch schon eine Unlogik in sich. Eine andere populäre Möglichkeit ist es, ganze Firmenzweige zu schließen oder zu verkaufen, ungeliebte Produktionszweige werden abgestoßen und zerstört, der Aktienkurs steigt, während die Firma eigentlich an realem Wert verliert. Man kann daher auch eigentlich einen Aktienkurs als „virtuellen“ Wert am großen Börsenspieltisch dieser Welt bezeichnen. Ein anderes beliebtes Mittel um als Gewinner dieses globalen Kampfes um Geld dazustehen sind internationale Transaktionen von Werten von Börse zu Börse, hier geht es oftmals nur um minimale Unterschiede, die aber bei der Bewegung von großen Summen enorme Gewinne abwerfen. Möglich geworden ist dies durch die neue Technik wie Internet und Computern, die mit der Vernetzung der Welt Informationen in sekundenbruchteilen um den Globus schicken können. Folge dieses ganzen Prozesses ist, dass keine realen Werte durch Arbeit geschaffen werden, sondern irreale Werte für die Reichen noch mehr Geld abwerfen. Als Beispiel kann man hier die Vorgehensweise amerikanischer Rentenfonds nennen. Die mächtigen Fondmanager haben Riesensummen zur Verfügung die sie um den Globus bewegen können, und mit denen sie auch kleinere Firmen, so sie denn Anteile von ihnen kaufen (oder dies auch nicht tun), in die Globalisierungsfalle locken indem sie sie unter enormen Druck setzen, den Gewinn zu erhöhen, was dann wieder eine Handlungsweise der (im Zweifelsfalle auch von den Fonds eingesetzten) Vorständen hat wie sie oben schon beschrieben wurde. Allgemein sieht man hier immer wieder eine Vergrößerung der virtuellen Werte durch eine Zerstörung von Substanz. In diesem ganzen Prozess wird das Geschreie der Firmenoberen, der Fondsmanager, den ganzen „global players“ nach der Öffnung der Märkte immer größer, der Markt soll sich selber überlassen werden, eine Deregulierung soll erfolgen. Fakt ist aber auch, dass die jetzigen wirtschaftlichen Verhältnisse schon auf der Deregulierung aufgebaut sind, allein schon, dass das soziale Netz der Sozialstaaten zerstört (siehe oben)wird und eine globale Ungerechtigkeit und eine extreme Verschiebung der Eigentumsverhältnisse schon vorhanden bzw. passiert ist, zeigt doch deutlich auf, dass eine weitere Deregulierung nur der Tod jedes sozialen Grundgedankens sein kann. Die Globalisierung kann eigentlich nur noch von weltweiten, internationalen und einheitlichen politischen Interventionen in die richtige Richtung gelenkt werden, es darf keine Steueroasen mehr geben, und Löhne und Zälle müssen an die regionalen Verhältnisse angepasst, aber auch in ein internationales Gefüge eingebracht werden. Nur eine Regulierung dieser Verhältnisse kann eine Lösung bringen, die nicht nur Profit für große Firmen bringt, sondern auch soziale Gerechtigkeit. Aber dafür müsste die Politik endlich mal anfangen zu handeln, der richtige Zeitpunkt einer Einschreitung wurde eh schon verschlafen. Probleme werden nur oberflächlich bekämpft, aber an den Wurzeln wird nicht gearbeitet, sie werden nicht mal erkannt. Ein gutes Beispiel hierfür ist doch der zunehmende Terrorismus, der seine Wurzeln nicht nur in Glaubenskonflikten, sondern vor allem auch in Armut und extrem schlechten Lebensverhältnissen hat. Ein weitere Aspekt den man als Folge dieses „Turbokapitalismusses“ nicht ausser acht lassen darf, ist die Belastung der Umwelt. Die Waren die in Billiglohnländern produziert werden müssen auf großen Wegen zu ihren Abnehmern gebracht werden, Gewinner ist die Ölindustrie, verlieren tut in diesem Fall die Umwelt. Die Formel, dass man so viel Profit wie möglich machen muss geht eben oftmals auf Kosten der Umwelt. Große Sozialstaaten sind nicht dazu bereit ihren Beitrag zu einer Sicherung der Zukunft zu leisten, die USA verweigert jegliche Unterschrift unter Umweltprotokolle, es sei denn man verändert sie nach ihren Vorstellungen. Eine echte Unsitte sind auch die „fahrenden Lager“ mancher Firmen geworden, die Waren werden so geliefert, dass man keine Lagerräume mehr braucht, sondern das alles „in time“ ankommt, notfalls auch in einem halbvollen LKW. Spätfolgen werden mit großer Sicherheit der Fall sein.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Gewinner dieses beschriebenen Prozesses die großen Firmen sind, Banken die an Firmenzusammenschlüssen ihr Geld erwirtschaften (das sogenannte Investmentbanking hat ja schon dafür gesorgt, dass Banken die Arroganz besitzen ihren normalen Kunden kaum noch Betreuung zu bieten bzw. diese zumindest zu kürzen, unrentabel sei das „Kleinkundengeschäft), sowie der Aktienspekulant der die kurzfristigen Gewinne mitnimmt. Aber diese Form der Globalisierung, so haben das ja auch schon aktive und ehemalige Wirtschaftsgrößen anerkannt kann einfach auf Dauer nicht funktionieren, zu groß ist der Substanzverlust der dem ganzen Prozess zu Grunde liegt.
Ablauf u. Folgen: Große Firmen (z.B. Siemens) verlagern die Produktion auf weltweite Standpunkte. Der Vorteil hierbei liegt für diese auf neudeutsch sogenannten „global players“ darin, dass sie ihre Standpunkte in Billiglohnländer legen können, hier werden die Arbeitnehmer praktisch ausgenommen und mit für deutschen Verhältnissen absolut unannehmbar geringen Löhnen abgespeist. Die Firmen verteidigen diese Maßnahmen u.a. damit, dass sie die Produktion zum Absatzmarkt verlagern, Fakt ist aber, dass von diesen Billiglohnländern oftmals wieder exportiert wird, und das es somit z.B. vorkommen kann, dass Siemens Glühbirnen aus Malaysia nach Deutschland liefert. Dieser Trend ist nicht mehr zu verkennen und geht, wie man an unserem Beispiel sieht, auch an absoluten Traditionsfirmen nicht vorbei. Folgen dieser Verlagerung sind der Wegfall von Arbeitsplätzen an den alten Standorten. Die Rechnung die hier von den Firmenbossen angestellt wird geht im allgemeinen sozialen Aspekt nicht auf, die einzigen die hier profitieren sind die Firmenoberen selbst. Schreiende soziale Ungerechtigkeit ist die Folge. Die in Deutschland wegfallenden Arbeitsplätze sorgen für höhere Ausgaben des Sozialstaates BRD, der die neuen Arbeitslosen mit seinem sozialen Netz auffängt und für ihre Grundversorgung geradesteht. Die neuen Arbeitsplätze in den Billiglohnländern verfügen in der Regel nicht über die sozialen Absicherungen wie sie in Deutschland vorgeschrieben sind (Krankheitsgeld durch verschiedene Versicherungen, Rentenabsicherung usw.), was die im Endeffekt anfallenden Lohnkosten enorm senkt. Die Firmen können aufgrund ihrer enormen Macht diese Kosten und die Steuerkosten drastisch senken, der Billiglohnstaat verdient zwar mehr als ohne diese industriellen Großmächte, jedoch wird das grundlegende weltweite soziale Netz durch diese Umschichtung zerstört, und das nur, um den Firmen im Endeffekt größere Gewinne zu erbringen. Dies ist dann auch der treibende Faktor für die Firmenbosse, die Gewinne müssen erhöht werden, und zwar ständig. Das was zählt ist der Anhebung des Aktienkurses, der „Shareholder“ muss sein „Value“ vergrößern, was eigentlich immer nur durch einen eigentlichen Substanzverlust zu erreichen ist. So ist es nichts ungewöhnliches, dass nach der Ankündigung von Streichungen von Arbeitsplätzen der Aktienkurs kurzfristig steigt, dies ist für den Aktienhalter natürlich angenehm, aber insgesamt kann diese Milchmädchenrechnung niemals aufgehen. Die Firma zerstört ihre Substanz und Produktionskraft, wird dafür kurzfristig aber höhere Gewinne einstreichen, dies ist doch schon eine Unlogik in sich. Eine andere populäre Möglichkeit ist es, ganze Firmenzweige zu schließen oder zu verkaufen, ungeliebte Produktionszweige werden abgestoßen und zerstört, der Aktienkurs steigt, während die Firma eigentlich an realem Wert verliert. Man kann daher auch eigentlich einen Aktienkurs als „virtuellen“ Wert am großen Börsenspieltisch dieser Welt bezeichnen. Ein anderes beliebtes Mittel um als Gewinner dieses globalen Kampfes um Geld dazustehen sind internationale Transaktionen von Werten von Börse zu Börse, hier geht es oftmals nur um minimale Unterschiede, die aber bei der Bewegung von großen Summen enorme Gewinne abwerfen. Möglich geworden ist dies durch die neue Technik wie Internet und Computern, die mit der Vernetzung der Welt Informationen in sekundenbruchteilen um den Globus schicken können. Folge dieses ganzen Prozesses ist, dass keine realen Werte durch Arbeit geschaffen werden, sondern irreale Werte für die Reichen noch mehr Geld abwerfen. Als Beispiel kann man hier die Vorgehensweise amerikanischer Rentenfonds nennen. Die mächtigen Fondmanager haben Riesensummen zur Verfügung die sie um den Globus bewegen können, und mit denen sie auch kleinere Firmen, so sie denn Anteile von ihnen kaufen (oder dies auch nicht tun), in die Globalisierungsfalle locken indem sie sie unter enormen Druck setzen, den Gewinn zu erhöhen, was dann wieder eine Handlungsweise der (im Zweifelsfalle auch von den Fonds eingesetzten) Vorständen hat wie sie oben schon beschrieben wurde. Allgemein sieht man hier immer wieder eine Vergrößerung der virtuellen Werte durch eine Zerstörung von Substanz. In diesem ganzen Prozess wird das Geschreie der Firmenoberen, der Fondsmanager, den ganzen „global players“ nach der Öffnung der Märkte immer größer, der Markt soll sich selber überlassen werden, eine Deregulierung soll erfolgen. Fakt ist aber auch, dass die jetzigen wirtschaftlichen Verhältnisse schon auf der Deregulierung aufgebaut sind, allein schon, dass das soziale Netz der Sozialstaaten zerstört (siehe oben)wird und eine globale Ungerechtigkeit und eine extreme Verschiebung der Eigentumsverhältnisse schon vorhanden bzw. passiert ist, zeigt doch deutlich auf, dass eine weitere Deregulierung nur der Tod jedes sozialen Grundgedankens sein kann. Die Globalisierung kann eigentlich nur noch von weltweiten, internationalen und einheitlichen politischen Interventionen in die richtige Richtung gelenkt werden, es darf keine Steueroasen mehr geben, und Löhne und Zälle müssen an die regionalen Verhältnisse angepasst, aber auch in ein internationales Gefüge eingebracht werden. Nur eine Regulierung dieser Verhältnisse kann eine Lösung bringen, die nicht nur Profit für große Firmen bringt, sondern auch soziale Gerechtigkeit. Aber dafür müsste die Politik endlich mal anfangen zu handeln, der richtige Zeitpunkt einer Einschreitung wurde eh schon verschlafen. Probleme werden nur oberflächlich bekämpft, aber an den Wurzeln wird nicht gearbeitet, sie werden nicht mal erkannt. Ein gutes Beispiel hierfür ist doch der zunehmende Terrorismus, der seine Wurzeln nicht nur in Glaubenskonflikten, sondern vor allem auch in Armut und extrem schlechten Lebensverhältnissen hat. Ein weitere Aspekt den man als Folge dieses „Turbokapitalismusses“ nicht ausser acht lassen darf, ist die Belastung der Umwelt. Die Waren die in Billiglohnländern produziert werden müssen auf großen Wegen zu ihren Abnehmern gebracht werden, Gewinner ist die Ölindustrie, verlieren tut in diesem Fall die Umwelt. Die Formel, dass man so viel Profit wie möglich machen muss geht eben oftmals auf Kosten der Umwelt. Große Sozialstaaten sind nicht dazu bereit ihren Beitrag zu einer Sicherung der Zukunft zu leisten, die USA verweigert jegliche Unterschrift unter Umweltprotokolle, es sei denn man verändert sie nach ihren Vorstellungen. Eine echte Unsitte sind auch die „fahrenden Lager“ mancher Firmen geworden, die Waren werden so geliefert, dass man keine Lagerräume mehr braucht, sondern das alles „in time“ ankommt, notfalls auch in einem halbvollen LKW. Spätfolgen werden mit großer Sicherheit der Fall sein.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Gewinner dieses beschriebenen Prozesses die großen Firmen sind, Banken die an Firmenzusammenschlüssen ihr Geld erwirtschaften (das sogenannte Investmentbanking hat ja schon dafür gesorgt, dass Banken die Arroganz besitzen ihren normalen Kunden kaum noch Betreuung zu bieten bzw. diese zumindest zu kürzen, unrentabel sei das „Kleinkundengeschäft), sowie der Aktienspekulant der die kurzfristigen Gewinne mitnimmt. Aber diese Form der Globalisierung, so haben das ja auch schon aktive und ehemalige Wirtschaftsgrößen anerkannt kann einfach auf Dauer nicht funktionieren, zu groß ist der Substanzverlust der dem ganzen Prozess zu Grunde liegt.
27 Bewertungen, 2 Kommentare
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18.11.2002, 21:09 Uhr von Fhrink
Bewertung: sehr hilfreichMan sieht, dass das kapitalis- tische System wahrhaftig nicht der Weisheit letzter Schluss ist.
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16.04.2002, 00:14 Uhr von calrissian
Bewertung: sehr hilfreichSehr einseitige und populistische Darstellung. Es gibt nicht nur Nachteile. Du lieferst keine echte Alternative.

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