Erfahrungsbericht von Evil_Duke
Der große IQ-Test (RTL) - Die Würfel sind gefallen!
Pro:
man kann mal testen, was man kann
Kontra:
findet nicht unter Idealbedingungen statt
Empfehlung:
Nein
Ich wollte so einen Test schon immer einmal machen, hatte aber irgendwie keine Zeit oder auch Angst.
--allgemeine Informationen--
Wie ich schon sagte, kam die Show auf RTL. Zur besten Sendezeit (20:15). Das war nicht sehr riskant von RTL, denn der beste Moderator Deutschlands nahm das Mikro in die Hand und er machte es, wie immer, hervorragend. "Günther Jauch", immer gut gelaunt und super lustig. So macht das Sehen noch richtig Spaß. Es war mit Abstand die beste Wahl. Co-Moderatorin war "Ulrike von der Groeben" - naja, die war echt nervtötend.
Insgesamt 4 Stunden lang wurde der Zuschauer an die Röhre gefesselt. Es blieb bis zum letzten Moment spannend und ich konnte das Testergebnis kaum noch erwarten - doch ich werde euch noch nicht sagen, wie ich abgeschnitten habe. Nur eins kann ich bis jetzt sagen: "Ich bin nicht hochbegabt!".
Während der Sendung hatte ich schon so ein Gefühl, dass das IQ-Quiz eine sehr hohe Einschaltquote hat und heute Morgen habe ich mir die Quoten mal angesehen und musste feststellen, dass ich Recht hatte. Satte 9,67 Mill. Zuschauer konnte die Show verbuchen. Wieviele die 4 Stunden durchgehalten haben, kann ich jedoch nicht sagen.
--Die Seriösität der Sendung--
Die Sendung bietet ein fast offizielles Ergebnis für den eigenen IQ-Wert, denn er wurde von 3 (zwei Männer und eine Frau) sehr klugen Menschen erstellt. Die Frau war sogar ein Mitglied der "Mensa" (schreibt man das so?) - Eierköpfe!
--Der Aufbau der Fragen--
Insgesamt wurden 81 Test-Fragen, mit je 4 Antwortmöglichkeiten, gestellt. Diese wurden in 5 Kategorien eingeteilt: 1. Sprache; 2. Merkfähigkeit; 3. Logik; 4. Rechnen und 5. Technik/Raumvorstellung. Dabei war der Logik-Teil am größten (24 Fragen). Diese 5 Themenbereiche wurden dann noch einmal unterteilt. Zwischen 5 ung 6 Fragen bildeten eine Mini-Kategorie (z.B.: Analogien oder Phyisk). Diese Fragen waren zum Anfang noch relativ leicht und wurden dann immer schwerer.
Man hatte aber nicht unendlich viel Zeit für die Beantwortung. Das Gehirn musste manchmal richtig schnell arbeiten: Die Zeitspanne variierte zwischen 10 und 30 Sekunden. 30sek hört sich viel an, aber manchmal war es trotzdem zu wenig. Man kann nicht pauschal sagen, ob die Fragen einfach oder schwer waren, das muss jeder für sich entscheiden. Einige waren für mich ganz einfach, wo andere die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden.
--Die Vorbereitungen--
Um die Fragen beantworten zu können, brauchte man eigentlich nicht viel. Es gab drei Möglichleiten:
1. Die erste war auch die einfachste, denn man brauchte nur eine "TV Movie" kaufen. Dort war ein Teilnahme-Schein enthalten plus der Umrechnungstabelle (mit den IQ-Werten).
2. Die Teilnahme im Internet war auch möglich. jedoch war die Werbung fürs Netz sehr schlecht, denn ich habe erst 5 Minuten vor Sendebeginn mitbekommen, dass das auch geht. Aber trotzdem waren sehr viele live im Netz dabei. 100.000 User machten den Test am Computer (das war das beste Ergebniss, dass es je gegeben hat).
3. Wenn man die ersten beiden Möglichkeiten verpasst hatte, konnte man trotzdem mitmachen. Man brauchte nur ein Blatt Papier und einen Stift. Dann einfach nur die Fragen durchnummerieren (von 1 -81) und die jeweilige Antwort aufschreiben (zwischen A und D).
--Das Publikum und die Promis--
Im Studio waren natürlich auch Zuschauer vorhanden. Insgesamt 300 Menschen saßen auf der Tribüne. Diese wurden in 10 verschiedene Gruppen mit je 30 Personen eingeteilt. Dies sollte am Schluss den klügsten Bevölkerungsanteil darstellen oder den dümmsten (kann man natürlich nicht so pauschal sagen, aber so ist das Prinzip zu verstehen). Ich werde euch mal alle 10 Gruppen nennen: 1. Studenten; 2. Hausfrauen; 3. Tänzerinnen; 4. Handwerker; 5. Glatzköpfe; 6. Beamte; 7. Lehrerinnen; 8. Blondienen; 9. Kraftsportler und 10. Krankenschwestern.
Wenn ihr die Sendung nicht gesehen habt, könnt ihr ja mal einen kleinen Tipp abgeben, wer denn gewonnen hat.
Außerdem gab es dann noch 10, mehr oder wenig große deutsche Prominente. Darunter waren Thomas Helmer (Fußballer), Lilo Wanders (Moderatorin "Wahre Liebe") und der erste Gewinner von "Wer wird Millionär?" (den Namen habe ich leider vergessen - er ist aber ein Professor).
--Der Test--
Nach ca. 15min Gelaber + 5min Pause, ging es endlich los. Günther Jauch (ich muss einfach noch einmal sagen: "Herr Jauch war in Spitzenform!") stellte die ersten Fargen. Vor jedem Themengebiet gab es jedoch immer ein Beispiel, damit man das Prinzip besser versteht. Jeweils nach 5 oder 6 Fragen wurde eine kleine Pause eingelegt und das nächste "Mini-Thema" erklärt. Das ging dann immer so weiter. Nach den ersten 27 Fragen gab es eine Werbepause - die hatte man dann schon echt nötig. Dies ging immer so weiter. "Mini-Gebiet" erklären und dann die Fragen stellen. Doch das wäre ja nicht interessant. Zwischendurch stellte Günther Jauch den Promis immer wieder ein paar Fragen, erkundigte sich nach dem Wohlbefinden der Gäste und untherhielt sich mit Ulrike von der Groben über den aktuellen Stand der Fragen und wer denn der Klügste im Publikum sei. Es gab also sehr viele Statistiken.
Nach 81 Fragen war es dann geschafft. Nun wurden die Antworten vom Computer ausgewertet. Das dauerte 30 Minuten (in dieser Zeit kam "Extra").
--Die Antworten--
Ich dachte nur: "Na, dann wollen wir mal sehen!". 2 Stunden Sapnnung sollten folgen. In der ersten Kategorie war ich mir noch sehr sicher, doch dann kam das große Erwachen, denn ich hatte nach den ersten 15 Fragen schon 5 falsch - unglaublich. Doch dazu nachher mehr.
Bei den ersten 5 Fragen war der "Pöbel" noch gut gelaunt. Das sollte sich noch ändern, denn die Antworten waren zum Teil nicht nachvollziehbar, doch die Eierköpfe der Kommission wussten es natürlich besser, denn es ist ihre Aufgabe gewesen.
Bei der dritten Kategrorie war bei vielen der Ofen aus, denn das war mit Abstand das schwierigste Themengebiet - "Logik"! Doch das Auswerten der Fragen war keine trockene und langweilige Sache. Die Antworten wurden zum Teil sehr lustig präsentiert. Besonders die Antworten 64-68 (Kategorie: Technik/Raumvorstellung). Günther Jauch ließ sich was ganz besonderes einfallen. Da sich diese Fragen mit dem Thema "Physik" auseinandersetzten. Er machte einen kleinen Ausflug ins Bildungsfernsehen. Wer kennt die Sendung "TeleKolleg" nicht? Naturwissenschaften werden hier super erklärt. Wenn ich jetzt nur den Moderator wissen würde? Egal ihr wisst, dass er einen lustigen Dialekt hat. Und Günther Jauch machte das natürlich nach und es war ein riesengroßer Erfolg.
Gespannt verglich ich nun alle 81 Fragen und es kam die große Aufregung, denn wie klug bin ich nun?
--Die Auswertung und meine Ergebnisse--
Ja jetzt könnt ihr erfahren, wie ich abgeschnitten habe. Ich war irgendwie sehr enttäuscht. Insgesamt konnte man 81 Punkte erreichen. Meine Ausbeute waren lächerliche 48 richtige Fragen. Das entspricht in meiner Altersgruppe (bis 21 Jahre) einem IQ-Wert von unfassbaren 101 IQ-Punkte. Das ist ganz normaler Durchschnitt - *seufz*. Ich hatte mit mindestens 110 gerechnet, aber "Ce la vie!".
Meine stärkste Kategorie war 2. Merkfähigkeit. Dort hatte ich 11 von 12 Fragen richtig (92 Prozent waren korrekt). Ihr folgten: Sprache mit 67 Prozent; Rechnen mit 58 Prozent (da war ich schon sehr überrascht, denn ich hasse Mathe); Technik/Raumvorstellung mit 56 Prozent richtigen Antworten und die mit Abstand schlechteste Abteilung - Logik mit mageren 42 Prozent.
Ja, lacht mich ruhig aus.
--Ergebnisse im Studio--
Der ewige Geschlechterkampf wurde auch bei diesem Test fortgeführt. Günther Jauch für die Männerfragtion und Ulrike von der Groeben für die Frauen. Letztere riss ihr große Klappe ganz schön auf und sagte die ganze Zeit, dass die Männer dumm sind un die Frauen Gottes Geschöpfe und sie sind natürlich sehr klug - blablabla. Doch das Ergbnis sollte uns Männern recht geben. Wir sind schlauer - "Dafür kann ich mir nen Ei kofen!" (das ist richtig geschrieben - Wittenbergisch). Das Ergebnis: Männer - 119 und Frauen 113. Uhh, da bin ich ja noch echt weit weg!
Die klügste Zuschauergruppe waren: Die Lehrerinnen mit durchschnittlich 119 IQ-Punkten (das kann ich von unseren Lehrern nicht sagen, die haben einen IQ von einem Glas Senf). Die "schlechtesten" waren die Hausfrauen mit nur 101 Punkten - ähh, ich bin so klug wie eine Hausfrau! Das kann man natürlich nicht sagen, denn es gibt auch kluge Hausfrauen!
Bei der nächsten Bekanntmachung würde ich mich an euerer Stelle lieber festhalten. Das Ergebnis der Blondienen: satte 105 IQ-Punkte konnten sie für sich verbuchen - da muss es einen Fehler geben!
Die klügsten Einzelpersonen hatten ein Super-Ergebnis, fast schon hochbegabt. Ganze 139 Punkte hatten die Gewinner (ein Handwerker und ein Beamter).
--Fazit--
Trotz meines eher schlechten Abschneidens war es ein schöner Fernseh-Abend. Und jetzt weiß ich endlichen, welchen Wert ich habe. Ich kann so einen Test nur empfehlen, denn dann weiß man woran man ist.
34 Bewertungen, 5 Kommentare
-
24.04.2002, 16:26 Uhr von aldobar
Bewertung: sehr hilfreichMein Ergebnis sah ganz ähnlich aus, hatte eine tiefe Sinnkrise - vielleicht gleich mein Studium abbrechen? *g* aldobar
-
23.04.2002, 16:40 Uhr von Alusru
Bewertung: sehr hilfreichda hab ich ja etwas versäumt gruß uschi.
-
23.04.2002, 01:19 Uhr von Feelein
Bewertung: sehr hilfreichIch habe es leider nicht gesehen - aber Dein Bericht ist echt klasse!
-
22.04.2002, 21:04 Uhr von Cessy
Bewertung: sehr hilfreichdu hast dir wahnsinnige Mühe gemacht - weiter so
-
22.04.2002, 20:36 Uhr von Mathias.Belka
Bewertung: sehr hilfreichTip: Schreib mal dein Bericht im Word oder so, dann erkennste auch die Schreibfehler. Aber ansonsten ist der Bericht super!!!
Bewerten / Kommentar schreiben