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Erfahrungsbericht von LaMagra

kleine Gedanken...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

auch wenn dieser Bericht schon alt ist (aus 2003) möchte ich ihn jetzt noch einstellen... bin gerade drüber gestolpert... lest selbst.

Kleine Gedanken...

Gestern war mein Ex wieder bei mir.
Wir hatten am Montag wieder eine Unterredung, er hat gefragt, was er tun muss, um mich zurück zu gewinnen.
Es tut mir so leid, dass ich mich auch von ihm nach bereits 6 Wochen Beziehung getrennt hatte, aber ich konnte das einfach nicht.
Umso erstaunter bin ich, dass ich mich vor 2 Monaten so sehr verliebt habe, es sogar freiwillig zugebe, und dass dieser Zustand von Woche zu Woche nur noch stärker statt schwächer wird, und immer noch keine Angst aufgetaucht ist...

Nun kam es gestern, dass mein Ex und ich unsere geheiligten Serien zusammen geguckt haben. Sex and the City und Friends.
Wobei es bei SatC um das „Zsa zsa zsu“ ging, ich kannte die Folge schon aus USA.
Und trotzdem hatte ich sie gern geguckt.
Plötzlich, mitten in einem Redeschwall von „Carrie“ fiel mir etwas ein?

Wie kommt es, dass man eigentlich nie gleich stark liebt?
Wieso passiert das?
Genauso wenig, wie ich mir erklären kann, wieso ich derzeit so sehr verliebt bin und alles tun würde, um eine gute Beziehung zu erlangen, so sehr liebt mich mein Ex wohl noch, obwohl ich das absolut nicht verstehen kann, wieso.
Wieso liebt fast immer ein Teil mehr als ein anderer?
Wieso muss man das Gegenüber manchmal sogar erst überreden?
Nehmen wir z. B. das Serienbeispiel Charlotte und ihren Harry... Er musste ihr tausendfach zeigen, wie verrückt er nach ihr ist, sie fand ja anfangs nur den Sex mit ihm so unglaublich, doch jetzt verliebt sie sich in ihn. Klar, in diesem Fall ist alles „nur fernsehen“, nur eine Show. Aber mal ehrlich – das ist doch mitten aus dem Leben gegriffen...
Oder kennt ihr wirklich nur Paare, die sich beide zur gleichen Zeit gleich intensiv in einander verliebt haben, und bei denen es jetzt noch so ist?
Habt ihr nie bemerkt, dass ihr mehr oder auch weniger als euer Partner geliebt habt oder dass ihr unterschiedlich stark geliebt wurdet??
Ist denn das ganz natürlich, oder ist das einfach eine „zum scheitern verurteilte Beziehung“?

Ich für meinen Teil bin ja schon mehr als verwundert, dass ich freiwillig gestehe, jemanden zu lieben, hatte ich doch schon vor Jahren dieser Teufelsdroge abgeschworen. Liebe kann gefährlicher sein als alles andere, das existiert. Sie kann unglaublich stark, aber auch unendlich schwach machen.
Und vor allem kann man sie schlecht dosieren.
Hat man einmal die Tür geöffnet, durchströmt einen das Gefühl, und man kann es nicht einfach wieder weg packen, wenn man genug hat oder gar zu viel.
Alle Nebenwirkungen sind äusserst grausam und intensiv, und kein Arzt oder Apotheker warnt davor, einen Beipackzettel gibt es leider auch nicht.
Verlustängste, Liebeskummer, verstärkt wahrgenommene Einsamkeit sind nur drei der Nebenwirkungen, alle schon am eigenen Leib gespürt, wie sicher viele, wenn nicht sogar alle von euch.
Ich will auch sagen, dass es viele unterschiedliche Arten von Liebe gibt.
Freundschaftliche Liebe, wie man sie zu einer Freundin oder zu einem Kumpel empfindet. Beschützer-Liebe, wie sie zwischen Kind und Eltern, zwischen Haustier und Halter besteht.
Gewohnheits-Liebe. Die allein wäre schon ein ganzes Kapitel wert. Wenn man eigentlich nicht aus Liebe zusammen gekommen ist, sich aber dann daran gewöhnt hat, dass jemand da ist, und man das alles lieb gewinnt und es nicht mehr missen möchte...
(entsteht oft in vielen Ehen nach einigen Jahren).

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