Auf halber Strecke zwischen Windhoek und der südafrikanischen Grenze - mitten im Nirgendwo - liegt Keetmanshoop. Die Stadt mit ca. 16.000 Einwohnern ist das Verwaltungszentrum von Karas, der mit 161.000 km2 größten Region Namibias, benannte nach den Karas-Bergen südöstlich der Stadt.
Wie viele andere Siedlungen in Namibia hat sich auch Keetmanshoop um eine Missionsstation entwickelt . Sie wurde 1866 als Missionsstation gegründet und nach dem deutschen Kaufmann Johann Keetman benannt, der die Mission finanziell unterstützte. Keetman erhoffte sich, durch die Christianisierung der Eingeborenen die häufig vorkommenden Stammeskämpfe beenden zu können - daher auch der Name "Hoffnung des Keetman".
Da Keetmanshoop zu den frühesten deutschen Siedlungen in Südwestafrika gehört, sind noch einige historische Gebäude aus dieser Zeit erhalten. Zu ihnen gehören unter anderem:
das Fort der deutschen Schutztruppen (1894),
die Granitkirche der Rheinischen Mission (1895) - in ihr befindet sich
heute das Heimatmuseum mit zahlreichen interessanten Exponaten aus der Umgebung der Stadt,
das Kaiserliche Postamt (1910), welches heute das Touristeninformationsbüro beherbergt und
der Bahnhof (1908).
Lohnend ist ein Besuch des Köcherbaumwaldes, der ca. 20 Kilometer nordöstlich der Stadt über die Straße C 17 zu erreichen ist. Diese, auf dem Gelände einer Privatfarm liegende Ansammlung von ca. 300 Köcherbäumen (Aloe dichotoma) wurde am 1. Juni 1955 zum Nationaldenkmal erklärt. Der Köcherbaum ist eine baumartige Aloe, die trockene und heiße Felswüsten bevorzugt. Sie kann bis zu 9 Metern hoch sowie 300 Jahre alt werden. Ihren Namen bekam die Pflanze, weil die San (Buschmänner) aus ihren Ästen Pfeilköcher für die Jagd anfertigten.
Den Köcherbaumwald sollte man entweder bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang besuchen, dann ergibt sich die Gelegenheit zu phantastischen Fotos der Bäume gegen einen bunten Himmel.
Ebenfalls auf der Farm, nur wenige Kilometer vom Köcherbaumwald entfernt, liegt der "Giant's Playground". Diese, nur in wenigen Reiseführern erwähnte Geröllandschaft, zählt mit zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Region: Hinter jeder Biegung des Rundwanderweges eröffnet sich dem Besucher ein neuer Anblick der zerklüfteten Felsformationen. Das Geröllfeld wirkt so, als hätten tatsächlich Riesen Steinquader wie Bauklötze übereinandergeschichtet. In Wirklichkeit wurde die seltsame Felsenwelt durch Erosion gestaltet.
Übernachtet haben wir im Canyon Hotel, zwar 3 Sterne, sauber aber sonst relativ nichtssagend (bis auf den original deutschen Kartoffelsalat für deutsche Reisegruppen).
Die Stadt selber hat uns nicht besonders angesprochen, das Touristeninfobüro konnte keine besonderen (über den Reiseführer hinausgehende) Informationen liefern, das Heimatmuseum haben wir uns nur von außen betrachtet.
Fazit : als Übernachtungs-Zwischenstopp bei der Ein-/ oder Ausreise nach Südafrika bleibt einem in der Regel - aufgrund der Entfernungen - keine andere Wahl. Die Köcheräume sind recht nett (wenn man sie den nicht anderweitig bereits genug gesehen hat), ansonsten hat die Stadt nur für den etwas zu bieten, der sich für die alten Zeiten der deutschen "Besatzer" interessiert.
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Informationen zu Keetmanshoop
Technische Daten und ProdukteigenschaftenKeetmanshoop, Stadt in Südnamibia.
Allgemeine Informationen Keetmanshoop
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Allgemeine Informationen
Kategorie: Sehenswürdigkeit
Typ: Stadt
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