Deutschland sucht den Superstar (VHS) Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
- Action: durchschnittlich
Pro & Kontra
Vorteile
- "Jeder blamiert sich so gut wie er kann ...
- Entdeckung von Talenten, professionelle Jury, Abstimmungsverfahren, Medien- Knüller
- tolle Stimmen sehr guter Gesangstalente
- einblick in den abgrund
Nachteile / Kritik
- ... der Dümmste meist zuerst."
- Abstimmungsweise durch Abzocke, Komiker als Show- Einlage engagiert, Knebelverträge, Ergebnisse eventuell getürkt
- schlechte Moderatoren, Dieter Bohlen
- es reicht so schon
Tests und Erfahrungsberichte
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Deutschland sucht den super Starenvogel
3- Action: durchschnittlich
Pro:
Lustig, lustig...
Kontra:
Schreiaffe
Empfehlung:
Ja
Da steht sie also, steif wie ein (Bügel-)Brett, und trägt ein Lied von der rassigen Tina Turner vor. Typisch Kindergarten, diese marktschreierische Veranstaltung, denn Sarah müsste es doch eigentlich schon längst wissen, dass man sich zumindest ein klein Wenig zu bewegen hat, wenn man auf der Showbühne steht. Absolut Beratungsresistent zeigt sich diese lächelnde ´Konkursbiene´.
Dabei brauchen die noch nichtmal mitzusingen, die neuen Helden, denn der Ton kommt inklusive Stimme aus der Konserve, und wird so laut aufgedreht, dass er alle Nebengeräusche übertüncht. Am Ende jedes Gesangvortrags wird dann das Mikro vom vermeintlichen Live-Sänger wieder hochgefahren. Halb-Playback nennt man sowas. Eigentlich dürfte ich es ja gar nicht verraten, denn der Mensch will nunmal belogen werden. Er braucht nunmal einen der ihm ´Nichts-als-die-Wahrheit´ vertellt, einen Guttenberg, Tschuldigung, Diedä Bohlen türlich. Und, wenn der die Sangeskunst des Aspiranten aufs Korn nimmt, dann ist es nunmal eine Halbwahrheit, die er verklickert, er lügt schließlich keinem was vor.
Wen wundert es, dass bei soviel Kindergarten in der DSDSS-Show, die Über-40-jährigen die Wettbewerbsverhältnisse im TV wieder ins rechte Lot rücken, und zur Volksmusik hinüberzappen. Der schmalzige Einheitsbrei der alten Schule lässt sich eben viel besser konsumieren, als der kindische Rummel um die B-Sternchen.
Logo, wer nur eine Piepsstimme hat, der bekommt auch nur eine Piepsstimme aufgezeichnet, damit Herr Bohlen etwas zum Ablästern hat, denn der böse Rabbinerteufel, der sich häufig im Oberstübchen herumtreibt, soll schließlich auch zu seinem Recht kommen...
Die beiden Mitjuroren nehmen es mit Humor, und lassen den einzigen Superstar in dieser Show klugscheißen soviel er mag. Als unser SCHNUCKELCHEN hat Moderator Schreyl die Fernanda aus Brasilien angekündigt, und, soweit ich mich erinnere, KEINEN Hieb in die Magengrube dafür von ihr erhalten. Der andere Zweitjuror Patrick Nuo aus der Schweiz kam dagegen viel besser weg, erntete nämlich ein rechtes Mannes-Lob. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass die Beiden sich bei ihren Lobeshymnen im nächsten Moment vor Lachen übergeben müssen.
Der ultimative Trash ist diese Abfeier-Show. Es fehlt jetzt eigentlich nur noch, dass die ´Badewannensängerin´ dem ´Ansageraffen´ einen Plüschkauz an den Kopf wirft, und zwar genau in dem Moment, wo er wieder seinen albernen Zuschauerpflichtaufruf startet. Solange man n u r als hübsche ´Piepsmaus´ gehandelt wird, kann man jedenfalls nicht viel verlieren dabei.
Das es auch anders geht, bewies die letzte Popstarsstaffel, wo sie der selbstbewussten ´Inderin´ eine zweite energischere Singstimme untergejubelt hatten. Aber ganz so bunt wollen die DSDSS-Götter es dann doch nicht treiben. Denen reicht es eben schon den Zuschauer bei der Telefonwahl nach Strich und Faden zu veräppeln.
Ob die blonde Marionettenspielerinzicke nun wirklich vom Volk herausgewählt wurde, oder nicht, wer weiß das schon. Es ist ja im Grunde auch nicht von Interesse für die Fernsehmacher, denn die schauen eben nur darauf wieviele ´Deppen´ anrufen, welchen Beweggrund die haben, ist denen doch piepegal. Entscheidend war eben nur, dass das Blondchen geheult hat, denn das will schließlich jeder sehen. Es hätte mich allerdings echt gefreut, wenn sie zur Abwechslung zwischendurch auch mal gelacht hätte, denn wer es versteht zu heulen, der versteht es eben auch zu lachen.
Der Trash ließe sich im Übrigen auch noch ein Stückchen steigern, indem sie diesen überfütterten Zweitmoderator aus der Supertalent-Show engagieren. Dieser patente Pausenclown darf ja eigentlich nirgends fehlen, nicht wahr?
Tschüssi,
B1 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 20.04.2011, 13:52 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Eine sonnige Restwoche. GLG
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Lucky130, 20.04.2011, 13:43 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Und wer erinnert sich noch an die "Superstars" der letzten Staffeln?????
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Bohlen Superstar
12.01.2007, 12:07 Uhr von
Gemeinwesen
Für den, der nichts zu sagen hat, ist schon ein Wort zu viel. (Fiistaukas Nugelinnen)Pro:
"Jeder blamiert sich so gut wie er kann ...
Kontra:
... der Dümmste meist zuerst."
Empfehlung:
Ja
Der Allwetterzoo in Münster lockt in diesen Tagen vor allem mit zwei reichlich kuriosen tierischen Stars. Der eine, ein Schwan, hat sich in ein Tretboot verguckt; Pinguin-Dame Sandy hat es ein Zoo-Angestellter angetan. Die beiden schrägen Vögel sind zwar keine Artgenossen, haben aber eines gemeinsam: fehlgeleitet sind sie alle beide.
Merendez, 21, lässt nicht locker. Immer wieder murmelt er etwas von einer Chance, die man ihm doch bitte geben müsse. Der junge Mann hat noch nicht begriffen, dass er seine Chance hatte und dass eine Chance zwar eine Aussicht auf den Erfolg bietet, aber eben keine Garantie für ihn ist. Gerade eben hat die Jury der neuesten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ ihm bescheinigt, er habe nicht das Zeug zum Sänger, aber das ficht Merendez nicht an. Der Tankwart hat sich etwas anderes in den Kopf gesetzt, und das soll da jetzt anscheinend auch erstmal bleiben.
Merendez ist kein Einzelfall. Auch für die vierte Staffel der 2002 zum ersten Mal über deutsche Bildschirme geflackerten Talentprobe haben sich wieder Tausende junger Superstar-Aspiranten beworben. Und auch diesmal dürfte das Vorsortieren der Bewerberinnen und Bewerber (Neudeutsch: „Castings“) mehr Unterhaltungswert bieten als das spätere Schausingen der wenigen, die sich nicht nur berufen fühlen, sondern die von der dreiköpfigen Jury wirklich ausgesucht worden sind. In der sitzen diesmal eine gewisse Anja Lukaseder, ein Rheinländer namens Heinz Henn und, wie eh und je, der unverwüstliche wie unvermeidliche Dieter Bohlen.
Er ist der eigentliche Star der Sendereihe und folglich auch die Figur, mit der RTL die Serie bewirbt. Das liegt vor allem an den launigen Sprüchen, mit denen die Rohnatur die meist talentfreien Kandidaten abkanzelt. Zumindest davon kann jetzt auch Nicole ein Lied singen. Partnervermittlungsinstitute bezeichnen Wuchtbrummen wie die 21-jährige Einzelhandelskauffrau gemeinhin als Rubensfrauen, einem wie Bohlen rutschen auch schon mal etwas uncharmantere Beschreibungen heraus. Und weil die reichlich unvorteilhaft angemusterte junge Frau auch akustisch eine ziemlich schlechte Figur macht, findet Bohlen nicht nur Nicoles Aussehen „scheiße“. Die lässt sich allerdings nicht verunsichern, sondern entgegnet schnippisch, das sei „eine Meinung von vielen.“ Nein, kontert der schlagfertige Bohlen da, das seien „drei Meinungen von dreien“.
Ein gewisser Andreas Ruscher stellt sich der Jury als jemand vor, der gern Comics liest, gern an der Playstation spielt und „am liebsten" fernsieht. Der Mann ist 25, wirkt aber sehr viel unvolljähriger. Was er mal werden will, weiß er aber schon: irgendwas „vor der Kamera“ wolle er machen, vielleicht Moderator werden wie seine Vorbilder Markus Lanz oder Alida Kurras. Leider findet Ruscher zunächst nicht einmal den Weg vor die Casting-Kamera, sondern verläuft sich, zur Gaudi der Jury und der Zuschauer daheim am Bildschirm, im Studio. Als er sich dann endlich auf die Bühne verirrt hat, trägt der Schlagerfan einen Sprechgesang in reichlich seltsamem Englisch vor, der vage an eine Strophe aus einer Edelschnulze von Bryan Adams erinnert. Und kündigt danach noch an, dass er „Verdammt, ich lieb’ dich“ von Matthias nicht singen werde. Das sei ihm nämlich „zu rockig“.
Bohlen fasst in Worte, was alle denken: Das mit der Karriere vor der Kamera sei ja kein Problem, setzt er an. Ruscher ruckt bereits zustimmend vogelartig mit dem Kopf, noch bevor Bohlen sein Urteil mit einer Starenkasten-Pointe gekrönt hat. Ruscher scheidet aus, doch zum Glück wartet draußen schon ein Fan auf ihn: Mama Ruscher hat ihren Großen zur Talentprobe begleitet und lobt Sohnemanns emotionale Stimme.
Man kann Rampensau Bohlen mögen oder nicht. Wer in diesen Tagen die aktuellen „DSDS“-Vorentscheide verfolgt, wird sich ihm aber zumindest im Gefühl des tiefen Erstaunens verbunden fühlen, das einen angesichts der Auftritte vieler Möchtegern-Stars ankommt.
Allen Angehörigen des 2007er DSDS-Jahrgang scheint die Erkenntnis gemein zu sein, worauf’s im Showgeschäft heute wirklich ankommt: nicht aufs Können, sondern aufs Weiterkommen. Damit outen sie sich zum einen als wahre Kinder ihrer Zeit, zum anderen als Mediennutzer, die die ersten Staffeln von „DSDS“ mit Gewinn gesehen haben. Denn nicht nur Merendez fordert selbstbewusst zweite, dritte und vierte Chancen ein. Auch die Rumänin, die offensichtlich nicht gut genug für die erste Runde ist, bittet die Jury flehentlich um eine Chance im zwoten Auswahlrennen und verspricht tränenüberströmt, im Gegenzug ganz, ganz hart an sich zu arbeiten. Ganz so als ob jemand, dem man gerade dem Zugang zum Gymnasium verwehrt hat, fordert, man möge ihn die Unterstufe doch bitte, bitte gleich überspringen lassen. Die Jury bleibt freilich unerbittlich, und das ist sicher auch gut so: Enden mit Schrecken sind meist immer noch besser als Schrecken ohne Ende.
Fachleute staunen, und Laien können sich nur wundern, wie selten in der breit angelegten Tonträger-Verkaufsförderungsaktion DSDS nicht Talent offenbar wird, sondern nur die geradezu grob fahrlässige Fehleinschätzung der eigenen Begabung. Oder ist es so, wie Bächereifachverkäuferin Johanna Malcherek („Ich hab die Möpse schön“) sagt, die in Windeseile zur neuen Trash-Ikone der Staffel avancierte? Die findet, dass sie mit ihren 43 Jahren eh nichts mehr zu verlieren hat, und deshalb scheint sie sich zum Ziel gesetzt zu haben, um jeden Preis aufzufallen. So lebt es sich, immerhin, jetzt ganz ungeniert. Nicht weniger auffällig ist das Verhalten eines Sechzehnjährigen, der sich schon nach dem ersten Vorsingen als neuer Stern am Musikerhimmel wähnt, auch der weibliche Twen mit Wiegenlied-Faible, der lauthals „Heidschi Bumbeidischi“ brüllt, verblüfft.
Sie alle bieten Bohlen Steilvorlagen für Urteile, die auf die fehlgeleiteten Kandidaten vernichtend wirken mögen, die in ihrer Bildhaftigkeit aber ihresgleichen suchen. „Wenn du deine Stimme in den Mülleimer wirfst, ist das artgerechte Haltung“, lästert Bohlen, einem anderen Teilnehmer bescheinigt er, der stehe „wie ein Schwanz in der Hochzeitsnacht“, aber es käme nichts dabei raus.
Das kann man gemein finden oder auch nicht. Solange die schrägen Vögel, die von sich glauben, sie könnten singen, freiwillig am „DSDS“-Spießrutenlauf teilnehmen, ist das eine reine Geschmacksfrage. Dass Bohlens sarkastische Sprüche das Salz in der „DSDS“-Suppe sind, dürfte, nach mittlerweile vier Jahren „DSDS“, den Superstar-Anwärtern auch nicht neu sein: „DSDS“ hat seinen Superstar längst gefunden. Er heißt Dieter Bohlen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Der größte Humbug seit Big Brother?
Pro:
unterhaltsam
Kontra:
na ja, so genau sag ich's nicht
Empfehlung:
Ja
Nun ist es also soweit...
Deutschland ist erlöst - ein Superstar ist gefunden, oder zumindest ein Typ, den uns RTL für selbigen verkaufen möchte.
Woche für Woche schaltete man hitzig bis fiebrig zur klangvollen Sendung "Deutschland sucht den Superstar" und war gespannt, was der jeweilige Sangesabend so zu bieten hatte. Obwohl... Woche für Woche - das stimmt nicht ganz. Zwar kam MEISTENS samstags um 21:15 Uhr besagte Sendung, ab und zu musste der Contest-Schmaus jedoch wegen Quoten-Dinos wie "Wetten dass..." aus dem Programm weichen. Tja... schließlich will man seine anscheinend als unstet wahrgenommenen Zuschauer nicht an den blondgelockten Evergreen unter der Flagge des ZDF verlieren...
Gut gut, wenn die Sendung denn aber mal anlief, dann lief sie.
Wie geschmiert quasi - denn kaum jemand hatte sich keine Pomade ins Haar gekleistert.
Nur Heinz Henn musste sich nicht mit solcherlei Sperenzchen aufhalten, weil seine Platte derartigen Heckmeck keine Möglichkeiten beriet hielt.
Ganz anders aber Dieter Bohlen: Der kam nie ungeschmiert - und schmierte auch selbst wacker mit. Neben stets glänzendem Haupthaar und Anlitz (natürlich nebenbei auch noch karibikgebräunt) haute er seine üblichen Klopper in Richtung der nichts ahnenden Kandidaten. RTL oder welcher Produzent auch immer fand Didas Brachial-Auswürfe so toll, dass gerade eben ein Buch dazu erschienen ist...
Zwischen Bohlen und Henn saß dann Sylvia... und zwar saß sie dort so unscheinbar, dass ich ihren Nachnamen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in aller Länge erinnern kann... Pardon.
Aber darum ging es ja auch gar nicht!
Vielmehr sollte es um Gesang und Sangeskunst, um Show und Unterhaltung gehen!
Und eins darf ich munter behaupten: Unterhalten wurde bei "DsdS" IMMER!
Hah, was haben wir doch alle mit den Mundwinkeln und Augenbrauen gezuckt, als irgendein armer, fähiger Kandidat noch nachträglich (!) rausflog und Stephan Darnstaedt doch weitergekommen war...
(Wer das ist, wer das war? Och... er konnte hellstimmige Sachen wie "Tearin' up my heart" recht eingängig trällern, während seine recht hohe, noch "boyishe" Stimme bei Anspruchsvollerem doch ziemlich früh einbrach.)
Stephan konnte es kaum glauben - genauso wenig wie wir Zuschauer zu Hause (die wir wohl nicht zum ersten Mal an etwas Ähnliches wie Liebung dachten...).
Noch spektakulärer war dann aber wohl ein paar Shows später das Comeback des Didis, der zwischendurch eigentlich schon längst rausgeflogen war, aber dennoch wegen seiner Sexualität noch wochenlang durch die zwielichten Tageszeitungen turnte.
Und mal ehrlich: Singen konnte / kann er doch wirklich gut, der Didi!
Warum sein Gesang dem anderen Didi, dem Dida nämlich, letzten Endes nicht gefiel, ist mir selbst unklar, ließe sich aber womöglich verstehen, wenn man psychologisch vorgehen würde...
Nebenbei sprangen dann auch noch die Haupt-Kandidaten, die Quasi-Favoriten, Woche für Woche über den Bildschirm - und sangen sich selbst übertreffend wie die Rotkehlchen:
Nevio etwa! Das fesche Halb-Italiano-Ober-Rotkehlchen war eigentlich von Anfang an mein klarer Favorit.
Er konnte alles singen, kann es höchstwahrscheinlich sogar immer noch, hatte zwar einmal seinen halben Text vergessen - doch man konnte es ihm verzeihen, weil es so einstudiert war - und was dann? Er fliegt einfach raus! Noch vor Vanessa, noch vor Mike Leon! WIe das!? Einmal mehr dachte man da an ähnliches wie Liebung...
Aber immerhin verkündete Nevio bei der After-Show-Party neulich, dass er Angebote hat. Da ich stets frohen Mutes bin und nicht davon ausgehe(n möchte), dass er damit Angebote von willigen Frauen meint, werden wir ihn wohl bald wiedersehen und auch - hören.
Über Vanessa weiß ich eigentlich gar nichts Gescheites zu erzählen. Mir gefiel ihre Stimme und ihr Timbre, leider aber nicht ihre Frisur. Spektakulär war gewiss ihre stets fanatische Familie mit dem überjubelnden Vater, der wie eine Mischung aus Daddy Cool und George Foreman wirkte - nicht schlecht, nicht schlecht.
Nachdem Vanessa dann aber auch noch ausgeschieden war, blieben nur noch Mike Leon und Tobias übrig.
Tja, wer hätte das gedacht? Mike Leon - Didas absoluter, heiß geliebter Favorit, mit dessen Stimme er am Liebsten ins Bett gehen würde - und Tobias, den man zuvor doch so gerne auf die Rock-Sparte abgeschoben hatte...
Eigentlich war doch alles klar - es MUSSTE doch Mike Leon werden. Im Grunde versuchte einem RTL dies doch bereits beim ersten Vorsingen zu suggerieren: der coole, in Badelatschen reingeschlurfte Mike mit der Seal-Stimme - er MUSSTE es werden.
Und wie wahr: Mike sang auch beim Finale zum 394. Mal "Love's divine" und becircte damit mehr als nur seine stets jubelnde Mutter.
Womit aber keiner gerechnet hatte: "Rocker" Tobias kam cooler als cool in den "Ring" gestapft und präsentierte mit glasklarer, "technisch" perfekter Stimme drei makellos gesungene Songs - und die Sache war gegessen.
Im Grunde hätte man die Show von Anfang "Mike gegen alle" nennen können. Oder: "Wann fliegt Nevio endlich raus"?
Klar war, dass am Ende ein anderer siegt.
Tobias eben.
Er hat es auch redlich verdient. Zwar sind seine James Hedfield (oder wie auch immer...)-artigen Höhen etwas gewöhnungsbedürftig, doch setzt sich bei seinem Gesang - vor allem in den lauten und tiefen Passagen - sehr wohl das ein oder andere Mal ordentliche Gänsehaut ein.
So muss das doch auch sein!
Immerhin ist es also nicht wieder solch ein schmieriger Schmusebarde wie sonst schonmal geworden - das gefällt mir persönlich sehr gut, und ich werde damit nicht alleine stehen.
Gut. Dann steht dem Tobias ja nun eine tolle Zukunft bevor. Single, Platte, vieles mehr.
Und nicht nur er wird daran kassieren...
Vielleicht wird er ein deutscher Robbie Williams? Oder auch so etwas wie ein Metallica-Frontman...
Man weiß es nicht.
Gewiss wir er vieles, denn:
Er ist ja Deutschlands neuer SUPERSTAR!
Apropos: Was ist eigentlich aus der Gewinnerin der letzten Staffel geworden? Wie hieß sie noch gleich... Elsa, Elsie... ach, Elli! Na? ;o)
P.S. Und wer noch nicht genug von dem Ganzen hat, wer quasi eine Dauerdröhnung von dem ganzen Humbug braucht, der kann sich nun die besten Szenen auf DVD oder Videokassette reinziehen - und RTL und Machern damit ein wenig unter die Arme greifen. Geld muss fließen! Wir leben ja schließlich im entsprechenden System... weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 17.05.2008, 14:58 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
liebe gruesse rettchen
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AnjaS911, 28.01.2008, 16:56 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Und es ist leider immer noch nicht vorbei...
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Bohlen Horror Picture Show
Pro:
Mir fällt nichts ein...
Kontra:
Da fällt mir viel ein.....
Empfehlung:
Nein
Es ist wieder soweit:
"Deutschland sucht den Superdeppen"
Wieder haben sich Hunderttausende hoffnungsvolle Menschen aufgemacht, um sich von RTL und von Dieter Bohlen zum Superidioten machen zu lassen.
Diesmal hat sich auch schon die bisherige Jury aus dem Staub gemacht, sie hatten wohl keine Lust mehr als Bohlens Backround-Chor zu fungieren.
Einzig Thomas Stein hatte keinen blassen Schimmer davon, daß er nicht mehr dabei ist. Pech gehabt!
Dabei hatte er doch schon an einen Dauerjob geglaubt. Bei seinen Qualitäten....
Und damit nicht so viele Leute Bohlens Redefluss bremsen, hat man die Jury gleich mal auf drei Leute schrumpfen lassen.
Ebenso hat man neue Moderatoren eingesetzt, die Vorgänger hatten schon genug Schlagzeilen.
Außerdem muß sich Michelle Huntziger gerade entscheiden, ob sie nun wieder was mit ihren EX- Gatten Eros anfängt oder nicht.
Auch Herr Spengelmann hat genug Staub aufgewirbelt, somit ist er momentan höchst uninteressant.
Man klaut eben keine sauteuren Ringe!!
Doch zurück zu unserem Oberking.
Um das schlagzeilentüchtige Großmaul war es nun beinahe schon ziemlich ruhig geworden.
Keine Skandale, kein Fremdpoppen auf Teppichen oder nächtliche Nacktfluchten in die Botanik. Ausrauben will ihn auch keiner mehr.... Nur Papa ist er wieder geworden.
Seine derzeitige Haushaltskonkubine Estefania hat einen Sohn bekommen (Heirat totzdem ausgeschlossen).
Und da ja irgendwo die Kohle für Windeln und Babybrei herkommen muss, darf Herr Bohlen für RTL wieder mal arme unschuldige Lämmer durch den Kakao ziehen.
Und sie kommen in Strömen!
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> Leute mit Talent, die hoffen von Bohlen wohlwollend noch einige Runden weiter zugeblödelt zu werden.
> Leute mit wenig Talent, die sich einfach selbstlos hineinstürzen, in das letzte große Abenteuer Deutschlands.
Man fragt sich: Tun diese Leute das nun freiwillig? Ist es eine Art Mutprobe oder schließen sie nur Wetten ab?
" Wer schafft es länger im Studio des Grauens zu bleiben?"
" Wer bekommt Bohlens fiesesten Spruch ab?"
So oder ähnlich könnten die Wetten lauten.
< Und natürlich Leute, die gar nicht wissen, wie grottenschlecht sie eigentlich singen und sich damit zum Trottel der Nation
machen.
NA ALSO! ZIELGRUPPE ERREICHT!!
Denn genau diese Leute ziehen den Rest der deutschen Bevölkerung Zuhause vor die Glotze.
WARUM?
Na weil sie dann in Genuß von Bohlens dummen Sprüchen kommen.
Welches Ziel verfolgt denn sonst diese Sendung?
Doch nicht wirklich das Ziel, ein junges Talent zu fördern und daraus einen Star zu machen!?
Sehen wir dochmal, was aus den Helden der vorherigen Staffeln wurde:
"Superstar" Alexander: Im Weichspülgang voraus! Singen konnte er nicht wirklich, was peinlich bewußt wurde, als er auf die
"Superstars weltweit" prallte.
Daniel Kübelböck: Gott im Himmel, er denkt heute noch, er wäre ein Mega-Talent.
Um im Gespräch zu bleiben, ließ er sich kurzerhand die Ohren chirurgisch anlegen, life verfolgt von der
Bild-Zeitung. Naja, man kann ja nicht dauernd in Gurkenlaster brettern.....
Juliette Schoppmann: Singen hören will sie keiner, also muß eine Schlagzeile her. Man spielt jetzt also lesbische Liebe mit einem
abgestürzten Engel, von dem auch keiner mehr was wissen will.
Gacia Baur: Der Mega-Flop des Eurovision Song Contests.
Elli: Hätte ja Stimme, wurde aber von Bohlen abgewürgt, weil sie keinen Bock hatte, dessen Schnulzen zu singen.
Bleibt die Frage: Was wird uns diesmal blühen?
Auch wenn man es tunlicht vermeidet diese Sendung zu sehen, bekommt man hinterher alles in Zeitungen, Illustrierten und verschiedenen Fernsehmagazinen um die Ohren gehauen.
Man nehme mir diesen Bericht nicht übel, aber manchmal bin ich gerne böse!
Viele Grüße Diva24 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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LucaDickmops, 06.04.2006, 04:01 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
eigentlich müsste so ne Show in einer Blackbox stattfinden, so dass man nicht nach Äuswserlichkeiten gehen kann, aber wie schon einige Reporter gezeigt haben z.B. Rico Diamant kommt es nur auf das Aussehen an
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zora_bombach, 08.02.2006, 15:20 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
geiler Bericht ^^ <br/>herrlich zu lesen. Und ich denke du hast auf jeden Fall in einigen Thesen Recht! <br/>Freue mich immer über gut gemeinte Tips, Tricks und Gegenlesungen :-) <br/>Gruß
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Connector, 03.02.2006, 12:41 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!
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RTL, ich glaub Dir nicht
Pro:
die eine Hälfte der Jury (Bohlen und Stein), primitive, oberflächliche Unerhaltung (die meisten Zuschauer wollen anscheinend sowas)
Kontra:
die Moderatoren, das Publikum wählt allein den Superstar, die teilweise harmlose Jury, macht alles einen schon fertigen Einruck, die Abzocke beim Voting
Empfehlung:
Nein
Viel ist zu dieser „Show“ ja schon geschrieben worden, heute möchte ich auch mal meinen Senf zu „Deutschland sucht den Superstar“ (kurz: DsdS) abgeben. Ich hab mir ja „damals“ schon die beiden Popstars-Reihen begeistert angeschaut, auch weil ich die Erfolgsmaschinerie „Superstar“ so herrlich lächerlich fand. Und da DsdS fast das gleiche Konzept hat, muss ich mir natürlich auch diese Superstar-Produktion anschauen, Was ich von RTLs mittlerweile großer Samstagabendshow halte lest ihr in meinem Bericht. Ich schreibe mal über die erste Staffel, weil ich das da Regelmäßig gesehen habe. Anlass war der bericht jetzt, weil bald ja die dritte Staffel anfängt.
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Der Engländer Simon Fuller, der Mann der das Konzept von „Pop Idol“ (so hieß DsdS z. B. in England) erfunden hat ist sicherlich schon ein gemachter Mann, verkauft er doch nicht nur seine Idee an alle möglichen Sender der Welt, nein er verdient an jeglichen Sachen mit, die auch nur im entferntesten mit DsdS zu tun haben. Produzierte CDs, Teile der Werbeeinnahmen, die durch die Shows zustande gekommen sind, Merchandising... Gerüchte halber soll der gute ja mittlerweile im Jahr um 300 Millionen Dollar schwerer werden, man kann also nicht sagen, dass seine Idee ein Flop ist.
Das eigentliche Konzept von DsdS ist nicht neu und in etwa mit dem von „Popstars“ zu vergleichen, wenn auch DsdS mehr auf Hauptsendezeit und höhere Einschaltquoten getunt wurde. Auf jeden Fall werden bei einer ganzen Reihe von Castings talentierte Akteure von den talentfreien getrennt, die Begabtesten konkurrieren in großen Samstagabendshows bis zum finalen One and One, bei dem die letzten zwei Kandidaten gegeneinander singen und das Publikum letztendlich entscheidet, wer sich in Deutschland Superstar nennen darf. Der vermeintliche Showdown wirkt hier also noch viel härter als bei „Popstars“, da es letztendlich nur eine Person zum Superstar schaffen kann.
Dem Publikum kommt bei der Idee von DsdS eigentlich die größte Rolle zu, denn letztendlich entscheidet der Zuschauer, wer nach seiner Meinung der beste Akteur ist. Die einberufene Fachjury hatte gerade mal bei den anfänglichen Castings das Sagen, im eigentlichen Verlauf von DsdS spielt sie höchstens noch die Beraterrolle für das Publikum.
Beziehen wir das Konzept mal auf die rein deutsche Ausgabe, lief (und läuft) das ganze so ab: Die ersten beiden Shows die man sehen konnte, waren dazu auserkoren, aus über 10000 in verschiedenen Städten angetretenen Kandidaten 100 auszusuchen. Dafür war allein die Jury (zu dieser komme ich später noch) zuständig und je nach Talent oder Unfähigkeit gab es mehr milde oder mehr harte Worte für die Gesangstalente. Dank Jurymitglied Dieter Bohlen und vor allen Dank der Talentfreiheit der meisten Kandidaten, konnte man bei den ersten beiden Shows wirklich herzhaft lachen, mit welchen Kommentaren der Dieter seine Opfer teilweise verscheucht hat, war schon hart an der Grenze zu Beleidigung, aber was solls, die Leute sind ja freiwillig angetreten.
Am Ende der zweiten Show standen dann also noch 100 Leute vor der Jury. Diesen konnte man zumindest schon mal nachsagen, dass sie den vier strengen Juroren nicht ganz missfallen haben. In der dritten Sendung wurden nun aus diesen 100 ganze 70 Kandidaten ausgefiltert, wer sich nicht gut auf der Bühne machte, durfte gehen.
Bei den Sendungen 4-6 wurde aus DsdS dann endlich die Show, die sich RTL wohl sehnlichst erhofft hatte. Samstag Abend zur besten Sendezeit traten hier jeweils 10 Kandidaten im direkten Vergleich, mit eigens gewählten Liedern an, der Zuschauer entschied, welche drei besten Darsteller endgültig qualifiziert waren, auch konnte sich der viertplazierte noch kleine Hoffnungen machen, da es ja immer mal vorkommen kann, dass im späteren Verlauf ein Möchtegernsuperstar abhanden kommt.
Zur Zeit befindet sich die deutsche Ausgabe der singenden Geldmaschine zwischen der 7-14 Sendung, deren Ziel es jeweils ist, pro Show einen Kandidaten vom Publikum herauswählen zu lassen. Damit das ganze nicht zu langweilig wird, ist für jede Show ein anderes Motto vergeben, die Titel sehen dann natürlich in jeder Sendung unterschiedlich aus. Die Mottoshow geht dann nach rund 1 ½ Stunde ohne Ergebnis zu Ende, in der Zeit bis zur späteren Entscheidung darf das Publikum für teures Geld den vermeintlich schlechtesten herauswählen.
Das wöchentliche Ausscheiden führt uns dann letztendlich zur 15. Show bei der die letzten beiden Kandidaten gegeneinander singen und RTL wohl die besten Einschaltquoten erreichen wird, die dieser Sender jemals verzeichnen konnte.
Meine Meinung mal bis hierher: Die zwei Popstars-Ausstrahlungen hab ich recht gern geschaut, deshalb freute ich mich eigentlich auch auf „DsdS“. Bei den ersten beiden Shows amüsierte ich mich dann auch herrlich über die Leute, die es anscheinend immer noch nicht kapiert haben, dass sie nicht singen können. Was hier alles für schräge Töne zum Vorschein kamen und was die Kandidaten sich schließlich an harten, teils auch verhöhnenden Worten anhören durften, dass war genau das richtige für meine Schadenfreude. Die nächsten Shows, bei denen aus 100 30 wurden, hab ich eher oberflächlich verfolgt, weil dass ganze doch ähnlich wie bei Popstars ablief, die Kandidaten durften sich auf einer etwas größeren Bühne präsentieren, leider gab es hier nicht mehr allzu viel zu lachen, weil die Jury vorher ja schon die schlechtesten herausgewählt hat. Aber Dieter ließ das Kommentieren nicht und so kam ich wenigsten ab und an noch zu einem Erfolgserlebnis.
Nun ereichten die Shows den Punkt, der mir rein gar nicht gefällt, beim Konzept aber wohl der intelligenteste Part ist, das Publikum entscheidet allein, wer rausgewählt wird und wer nicht. Ich hab mir so gedacht, was passiert wenn die Leute aus den 10 Kandidaten nun ausgerechnet die größte Niete ziehen, aus der selbst der erfolgreichste Produzent samt Plattenfirma keinen Superstar machen kann? Weiterhin verwunderte mich, dass man „DsdS“ so unendlich lang zieht, immerhin fliegt ja pro Show nur ein Kandidat heraus. Letztendlich muss ich mich aber eines besseren belehren lassen, das Konzept geht auf, RTL scheffelt Werbemillionen und erzielt unerreichte Einschaltquoten, die Kandidaten sind derweil in fast aller Ohren und in fast allen Boulevardmagazinen und Dieter und BMG haben auch schon etwas Geld gescheffelt mit der Durchhaltehymne „We have a dream“ die dieses Jahr wohl nur noch von einem neuen Sommerhit von „Las Ketchup“ überboten werden kann (wird sicherlich nicht so kommen). Ich hab es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen können, das DsdS solche Kreise zieht...
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Bevor ihr meine Meinung zu den anstehenden Superstars lesen dürft, werde ich euch erstmal über die vier Jurymitglieder sowie über die überaus talentierten Moderatoren aufklären. Beginnen wir mal mit den vier Juroren. Meiner Meinung nach war es ein genialer Schachzug von RTL, Dieter Bohlen ins Schiff zu holen, auch wenn die meisten jetzt sagen werden, da stehst Du allein mit Deiner Meinung da. Zum einen ist Dieter natürlich ein erfolgreicher Produzent, ob die Sachen die er macht schön klingen, ist eine andere Sache, er weiß aber anscheinend was dem Publikum gefällt. Zweitens hat er sich ja nicht zuletzt durch seine vor ein paar Monaten erschienene Biographie wieder zum Nummer 1-Thema der Medien und auch zum Hassobjekt vieler Leute gemacht. Und wer viel Knatsch lesen und hören will, der wird Dieter natürlich auch wenigstens am Fernseher verfolgen. Bei den ersten Shows konnte Dieter dann auch so richtig sein Talent zum herausmobben zeigen, ich hoffe RTL bringt die besten Sprüche noch mal in einem Extra Buch heraus (ist natürlich nur ein Scherz), so unter dem Motto „Nichts als die Wahrheit über fast 10000 untalentierte Sänger“.
Letztendlich spielt Herr Bohlen dann auch noch die Rolle des Produzenten bei DsdS, er darf immerhin den Superstar produzieren und die anderen Kandidaten sicherlich auch.
Das zweite Jurymitglied ist Thomas M. Stein, seines Zeichens Präsident von BMG Europe. Schön, so einen Plattenboss mal zu Gesicht zu bekommen und ich muss sagen, Herr Stein erfüllt all die Klischees, die ich bisher zu Chefs von Plattenfirmen hatte. Sagen wir es mal so, wenn Dieter bei der Jury der Mund (oder besser gesagt, das Schandmaul) ist, dann ist Thomas M. Stein der Hintern (ihr dürft euch für dieses Wort das andere betreffende mit A vorstellen). Zu Beginn der Show war er noch recht ruhig und beurteilte die Kandidaten meist mit knappen Kommentaren, die denen von Dieter in Punkto Gehässigkeit aber in fast nichts nachstanden, mittlerweile ist er wohl aufgewacht, weil er sich gedacht hat: „Oh mein Gott, wem hab ich da nur alles einen Vorvertrag gegeben.“ Er lässt wenn es sein muss auch an einem Daniel Lopez kein gutes Haar und erntet damit den ganzen Hass des natürlich subjektiven Publikums.
Die zwei anderen Jurymitglieder fasse ich in einem zusammen, da wären also noch Radiomoderator Thomas Bug und Musikjournalistin Shona Fraser. Beide sind natürlich durch ihre Jobs vermeintliche Musikexperten, was meiner Meinung nach aber nicht reicht. Thomas Bug war im gesamten Verlauf nie ein Freund härterer Worte und in den letzten Shows hatte ich den Eindruck, dass er nur noch dafür da ist, Dieter Bohlen zu ärgern. Und zu Misses Fraser, sie ist ja die einzige Dame im Quartett, was natürlich den Eindruck aufkommen lässt, das sie nur wegen dem Frauenfaktor da ist. Wenn es denn so sein sollte, dann erfüllt sie die Rolle schon mal schlecht, denn ihre Stimme zum Beispiel geht mir einfach nur auf die Nerven. Was ihr musikalisches Urteilsvermögen betrifft, da schaut es meiner Meinung nach auch nicht besser aus, sie ist viel zu zahm, Kritik kommt nur wenig und wenn dann auch nur, falls die anderen Jurymitglieder sich schon negativ über einen Kandidaten ausgelassen haben. Wie man es nun hätte besser machen können mit der Jury ist natürlich nicht so einfach zu sagen. Ich hätte mir vielleicht eine Person gewünscht, die mit Musik nichts am Hut hat, also so eine Art außenstehende Stimme des Publikums. Wobei die Jury ja sowieso nur beratenden Charakter besitzt, was mich aber stark verwundert, da auch immer die Leute herausfliegen, von denen die Jury sagt, es könnte knapp werden. Entweder kann sich das Publikum keine eigene Meinung bilden, oder hinter den Kulissen wird fleißig geschoben.
Nun mal zu den zwei Moderatoren, die zwei Ausnahmetalente Michelle Hunziker und Carsten Spengemann sind mir so richtig ans Herz gewachsen. Michelle war vor ihrem Versuch, gerade Sätze ans Publikum weiterzugeben, Model und Betrogene von Italiens Nummero Uno Schnulzensänger Eros Ramazotti, Carsten Spengemann verdingte sich dagegen bei der intellektuellen Vorabendserie „Verbotene Liebe“ als Darsteller. Beide bringen also 100%ig das mit was ein Moderator haben muss, gutes Aussehen. So nach dem Motto „Dumm und hübsch moderiert gut“. Von gut kann aber keine Rede sein, denn was die zwei abliefern, ist wirklich vom Feinsten. Bei den ersten Folgen wirkten Michelle und Carsten schlichtweg wie Fremdkörper, die die frustrierten Möchtegernsuperstars mit dummen Fragen löcherten, spätestens bei den Mottoshows lernte ich die beiden aber richtig lieben. Es vergeht doch keine Minute, wo sich die beiden nicht versprechen, gut Michelle Hunziger ist dies vielleicht noch nachzusehen, aber der gute Carsten sollte eigentlich ordentlich reden können. Außerdem wirkt er auf mich absolut übernervös, was ich nicht verstehen kann, da er doch eigentlich Erfahrung mit dem vor der Kamera herumstehen und labern hat. Für mich sind die beiden also die erste Pleite von DsdS. Im Kopf hab ich dann mal durchdacht, welcher deutsche Moderator sich in diesem Sendeformat gut machen würde, erstaunlicherweise bin ich dabei auf Thomas Gottschalk oder einige bekannte Comedystars gekommen. Wieso? Gut, den Thomas mag nun vielleicht nicht jeder, aber eigentlich kann er fast alles moderieren, außerdem besitzt er eine große Akzeptanz auch bei der jungen Zielgruppe. Weiterhin lässt Herr Gottschalk ja gern mal einen bösen Kommentar verpackt in schönen Worten ab und das hätte doch mal gut zu DsdS gepasst, Thomas Gottschalk zieht über die Möchtegernsuperstars her und diese und das Publikum merkt es nicht mal.
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Nun mal zu den 10 (11) Auserwählten, von denen über die Hälfte schon wieder das Feld geräumt hat:
Beginnen wir mal mit ALEXANDER, ich muss ja nicht erwähnen, dass der gute ausschaut, wie der uneheliche Bruder vom jungen Schumacher. Was seine Gesangstalente betrifft, möchte ich mal sagen, es wäre schon wenn er so gut singen könnte, wie beide Schumachers fahren. Tut er aber leider nicht. Alexander ist für mich der Robbie Williams für Arme bei DsdS, was er nicht vom millionenschweren Engländer hat, ist die Stimme, denn die ist dünn. Dafür gefällt er anscheinend dem Publikum. Mich wundert, dass er bei jeder Show mehr Solariumbräune zeigt und nicht schon bei den „aus 30 mach 10“-Shows herausgewählt wurde.
Die zweite im Bunde wäre dann ANDREA, die leider schon das Feld räumen musste. Mir hat sie zumindest vom Aussehen sehr gut gefallen, ihr Stimme fand ich dagegen nie besonders gut, was das Publikum aber nicht gestört hat, sie ein paar Runden weiterzittern zu lassen. Denn ich hatte immer den Eindruck, Andrea hat fast Angst vor Publikum und Jury. Auf jeden Fall ist sie aber verdient herausgewählt worden, denn mit der Stimme ist wirklich kein Superstar zu machen. Nummer drei währe DANIEL K. der verrückte Bi-Bayer mit der Stimme, die einer Mischung aus Kermit und halbtoter Krähe gleichkommt. Ich muss ehrlich sagen, ich mag ihn. Für die anderen Kandidaten die schon herausgewählt worden sind, mag es ein Schlag ins Gesicht sein, wenn sie sehen, wie der Jüngling mit der fiesen Stimme Runde um Runde weiterkommt, aber für mich ist er nach dem anderen Daniel der einzig wahre Akteur. Seine Stimme ist halt etwas merkwürdig, wobei ich nicht verstehen kann, dass die Jury immer sagt, er singt außerordentlich falsch, er singt nur außerordentlich komisch, aber nicht unbedingt falsch, er kann aber auf jeden Fall das Publikum mit seiner Show begeistern. Wo andere Kandidaten nur vorher auswendig gelernte Bewegungen zeigen, rockt Daniel K. mit wildem Tanz und Gesang die Bühne. Wie stehen nun seine Chancen? Sagen wir es mal so, wenn das ganze eine abgekartete Sache ist, was ich schwer vermute, dann rechne ich ihm durchaus Siegchancen zu. Wobei ich dann nicht Dieter Bohlen sein möchte, denn ein geeignetes Lied für diese Stimme zu finden, dürfte wirklich schwer sein.
Der nächste Kandidat ist der bereits ausgeschiedene Latino-Hengst DANIEL LOPEZ. Für die meisten Frauen war er sicher die reinste Augenweide, für mich war er auf jeden Fall der Topfavorit auf den Titel „Superstar“. Ihn Dank eines Textausfalls herauszuwählen grenzt für mich an Idiotie und lässt für mich (mal wieder) den Eindruck aufkommen, die Sache ist gedreht. Nicht nur der Dieter war enttäuscht, denn aus Daniel Lopez hätte man (und wird man trotzdem) einen Star machen können, der auch mit mehr als einem Lied Erfolg hat. Das er vor allem mit der Latino-Schiene durchkommen würde, hat man an seinen ausgewählten Stücken gesehen, neben dem anderen Daniel hat er für immer das passende Lied herausgesucht. Gut, der junge Mann ist ja auch ein Profi, immerhin hatte er bei der BMG schon mal einen Vertrag, Frank Farian produzierte leider damals wohl nicht das passende Stück. Aber jetzt soll er sich den guten ja wieder geangelt haben, dies ist zudem nur eines von vielen Gerüchten, wir werden sehen was stimmt.
Weiter geht’s mit GRACIA, der deutschen Kopie von Anastacia. Ihre Verwandlung vom bebrillten Casting-Girl zu meist schlecht angezogenen Superstar-Röhre hat mich ehrlich gesagt am meisten beeindruckt, auch wenn ich ihre Stimme nicht so mag, sie aber nicht für schlecht halte. Trotzdem meine ich, dass sie maximal ins Finale kommt, Gracia als Superstar könnte ich mir absolut nicht vorstellen.
Ja, die gute JUDITH, um sie tut es mir ja besonders leid. Offiziell ist sie mit dem ganzen Stress nicht fertig geworden, intern glaube ich aber eher, dass sich eine andere Plattenfirma das Mädel geschnappt hat, was auch ihre Aussage vermuten lässt, dass sie in ein paar Monaten „weiter machen“ will. Für mich war ihre Stimme eindeutig die beste bei den Frauen, auch wenn ich ihre Klamotten teilweise für geschäftsschädigend hielt. Ich meine, wie sieht dass denn aus, ein Mädel mit sichtbaren Tattos im zarten Abendkleid?
Weiter geht es mit JULIETTE, der BH verneinenden Musicalsängern. Ja, sie ist bereits ein Profi und das hört man ihrer Stimme natürlich an, denn eigentlich ist diese schon „fertig“. Dies macht auch den Punkt aus, warum ich nicht denke, dass sie gewinnen sollte. Die BMG sucht doch eher einen Künstler den man noch bearbeiten kann... Falls die Gedanken aber anders sind, ist sie für ich mich auch eine Kandidatin fürs Finale.
Ein weiterer Kandidat war NECTARIOS. um den guten tut es mir ehrlich gesagt auch etwas leid. Glaubt man den Zeitungen, ist er ja auch bereits CD-technisch aktiv gewesen, ich finde ihn auf der Bühne einfach nur deplaziert, trotz guter Stimme. Mit seinem Talent, sich die falschen Titel und Klamotten herauszusuchen, hat er sich einiges versaut, wer kann auch schon so dämlich sein, Lieder eines Xavier Naidoo nachzusingen? Ich fand Nektarios bis dahin wenigstens nett, aber wenn er denkt, er könnte sich mit einer Ausnahmestimme messen, dann ist er einfach nur unfähig.
Für alle zuschauenden Männer war es natürlich ein Traum, dass Judith durch NICOLE ausgetauscht wurde, meine Freundin erinnerte sie zum Beispiel sofort an eine bekannte Pornodarstellerin. Ansonsten fand ich Nicole stimmlich nicht so schlecht, auch wenn man ihr stark anmerke, dass sie irgendwie überfordert war. Auch könnte ich mir vorstellen, dass zumindest die vor ihr ausgeschiedenen Kandidaten einen ziemlichen Hass auf Nicole haben, im Prinzip hat sie sich ja reingemogelt.
Zeitig ausgeschieden war STEPHANIE, zu der hab ich eigentlich auch recht wenig zu sagen. Ihre Stimme war dünn und ihre Bühnenpräsenz schlecht, vielleicht war es ganz gut so, dass sie nicht weit kam.
Die letzte im Schiff ist VANESSA, Dieter Bohlens Kücken. Irgendwie scheint nicht nur er eine Vorliebe für sie zu haben, bei dem Aussehen kann man das ihm und den anderen Zuschauern aber auch nicht verdenken. Ich wundere mich dagegen nur von Show zu Show, dass Vanessa immer noch nicht rausgewählt wurde. Ihre Stimme ist für mich mit die schlechteste der 11 letzten Kandidaten, außerdem hat sie irgendwie das Talent sich falsche Titel und merkwürdige Klamotten herauszusuchen. Als Krönung empfand ich ihren Auftritt in Strapsen, na ja Sex sells... Trotz meiner Kritik rechne ich selbst ihr noch gute Chancen aus, da sie halt noch recht jung ist und dadurch von den Plattenfirmen und Produzenten noch gut gebogen werden kann.
Betrachtet man mal alle Kandidaten im Gesamtausblick, hat die Jury eigentlich genau die Leute herausgesucht, die den echten derzeit erfolgreichen Popstar ähnlich sind. Robbie Williams wurde gut besetzt durch Alex, Anastacia durch Gracia, für die Latino-Schiene passte Daniel Lopez perfekt, für die Verrückten der andere Daniel. Und der Rest der Kandidaten lässt sich auch prima zuordnen...
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Unglaublich, was DsdS für Kreise zieht, nachdem ich die ersten Folgen gesehen hatte, hätte ich nie gedacht, dass daraus solch ein Medienereignis wird. Aber irgendwie hat man anscheinend alles richtig aufgebaut, der Spannungsbogen steigt von Show zu Show, RTL erreicht dadurch ein Publikum von über 10 Millionen Zuschauer und kann letztendlich auch fein die Werbepreise erhöhen. Dazu kommt noch der Punkt, dass fast jeder Kandidat seine kleinen Skandale hat, was natürlich DsdS noch mehr Medienpräsenz gibt. Ein genialer Zug war es schließlich auch, schon während der Mottoshows eine Single aufzunehmen, ob das Lied nun gut ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Bei der Finalshow rechne ich jedenfalls damit, das halb Deutschland vor dem Fernseher sitzt und für teures Geld einen Superstar wählt.
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Mein Fazit hab ich eigentlich schon bei „Erfolg“ vorweggenommen, ich finde es fast unglaublich, wie präsent DsdS ist. Um aber mal auf meine Überschrift zurückzukommen, ich glaube höchstens die Hälfte, die einem als unbedarftem Zuschauer vorgesetzt wird. In Wirklichkeit steckt hinter der Show wenigstens eine perfekte Maschinerie, wenn nicht gar ein abwechslungsreiches, schon zu Ende geschriebenes Drehbuch. Wenn man sich die 11 letzten Kandidaten so anschaut, müssen diese in den wenigen Wochen wahnsinnig getrimmt worden sein, auf Musik, Aussehen, Umgang mit den Medien. Das fängt schon damit an, dass ein bleiches Gesicht nun mal im Fernsehen nicht ankommt und nun alle Kandidaten, die es nötig haben, brav unter das Solarium wandern. Natürlich hat sich auch bei den meisten das Können erweitert, schließlich haben wir es ja nicht mit komplett talentfreien Sängern zu tun. Wer nun letztendlich gewinnt vermag ich nicht zu sagen, da ich erstens nicht in die Köpfe der Zuschauer noch in das Drehbuch von RTL schauen kann. Auf jeden Fall ziehe ich aber meinen Hut vor den Kandidaten, die sich für den möglichen Erfolg solch einem Stress aussetzen.
An meiner Kritik kann das allerdings nicht kratzen, das Konzept ist zwar genial, die Jury aber gerade mal mittelmäßig und die Moderation schlecht. Dazu kommt, dass ich stark den Eindruck habe, alles sein schon gelaufen.
Ich werde mir DsdS auf jeden Fall noch bis zum Finale anschauen, allein weil ich noch wissen möchte, welches Ende das Drehbuch nun vorgesehen hat.
Na, habt ihr die Sendung am 01.02.200 gesehen? War doch echt der Hammer, da war wieder alles dabei. Bis auf Juliette fand ich eigentlich alle Kandidaten mehr schlecht als recht, Vanessa war z. B. klar überfordert. Und wer ist rausgeflogen? Gracia! Hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten, ich war mir eigentlich fast sicher, dass Vanessa dran war. Dem Publikum hat die Entscheidung anscheinend auch nicht gefallen, quittierte sie das Ergebnis doch mit einem berechtigten Puh- Konzert. Am abgedrehtesten war aber die Reaktion von Daniel K., seine Heulkrampf veranlasste RTL anscheinend, ihn von der Bühne zu schaffen (bei den letzten Einstellungen war er nicht mehr zu sehen). Für mich riecht das alles mal wieder sehr nach Schiebung.
Verglichen zur letzen Sendung ging es gestern bei DsdS richtig ruhig zu. Erstmals durften alle Kanditaten mit zwei Liedern glänzen, diesmal nach dem Motto "Back to the 70". Juliette sang und performte wie immer hervorragend, auch hat mir diesmal Alexander recht gut gefallen. Daniel bewies dagegen mal wieder, dass er eher der Performer ist, seine zwei Gesangseinlagen ernteten doch herbe Kritik. Ähnlich war es bei Vanessa, ihre Stimme klang wie immer recht dünn. Bei der Entscheidung wurde sie dann auch mehr oder weniger verdient rausgewählt.
Noch eine Bemerkung am Rande: RTL versteht sich mal wieder perfekt in der Hinhaltetaktik, die nächste reguläre DsdS-Sendung kommt erst in drei Wochen. Wir warten...
Nachdem in der vorletzten Sendung zu Freude vieler Daniel K. rausgefolgen war, ging es in der letzten DsdS-Show natürlich ans Eingemachte. Wer sollte nun Deutschlands Superstar werden? Sowohl Juliette wie auch dann Alex boten bei ihren Lieblingstiteln eine gute Perforance, beim extra von Dieter Bohlen für die Sendung komponierten Titel konnte man allerdings raushören, dass er nur für den Sieger komponiert war, Alex. Ob er nun verdient oder unverdient gewonnen hat, die Entscheidung überlasse ich euch. Mit dem Ergebnis lässt sich aber auf jeden Fall leben.Kommentare & Bewertungen
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jens811983, 20.06.2005, 17:26 Uhr
Bewertung: weniger hilfreich
wen interessieren jetzt noch die Kandidaten der ersten Staffel? Es läuft bald die dritte Staffel an und die zweite hast du gar nicht erwähnt. Laut deinem Bericht ist die erste Staffel noch voll am Laufen. Typischer Copy & Paste - Bericht. "
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modschegibbchen, 16.06.2005, 15:45 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
alles wieder von vorn? ... armes deutschland! lg heike
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Arti25, 16.06.2005, 15:15 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Es soll eine dritte Staffel geben? Ach du meine Güte - uns bleibt auch nichts erspart...
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DSDS- EINE SENDUNG ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Pro:
siehe Text
Kontra:
siehe Text
Empfehlung:
Ja
Hallo zusammen,
also ich muss schon zugeben, dass ich diesen Mist relativ häufig sehe, aber eigentlich nur um meinen angestauten Frust abzubauen und mal richtig schimpfen zu können.
Die Moderatoren:
Herr Spengemann ist sowas von null Gentleman, drängt sich ständig in den Vordergrund und hat meiner Meinung nach null Respekt vor seiner Co-Moderatorin. Ich frage mich überhaupt, was sich RTL dabei gedacht hat das Gespann Hunziger/Spengemann ins Rennen zu schicken. Aber als ob das nicht schon genug sei, fallen sich beide Moderatoren ständig ins Wort, wobei Herr Spengemann weit vorn liegt. Ob nun Moderator oder Co Moderator, mann fällt niemand ins Wort, gleich recht nicht,wenn ein paar Milionen Zuschauer zusehen.
Man kann Frau Hunziger ja absolut nicht nachsagen, dass Ihr ein gewisser optischer Reiz, vor allem für die Männer, fehlt. Nicht ohne Grund war diese Frau mit einem der besten Italienischen Sänger verheiratet. Ich bewundere Eros Ramazotti und kann ihn verstehen, wenn der Grund seiner Scheidung nicht das optische Erscheinungsbild seiner Ex-Frau war. Schönheit ist eben nicht alles.
Aber es ist alles andere als eine Glanzleistung was Michelle Hunziger als Moderatorin bei DSDS auf RTL zeigt. Peinliche Versrecher, die erst amüsant waren, später aber nur noch nervten. Da schickt Frau Hunziger den Zuschauer schon in die Werbung und verabschiedet sich bis nach den Werbeblock, wärend die noch vorzutragenden Kandidaten gezeigt werden. Michelle Hunziger bemerkt dies aber und wirft noch ein "...Und hier ist sie...unsere Anke" hinterher, wärend die Kamera schon an Phillip vorbei war.Aufgesetztes Gegrinse und dümmlich erzeugte Lachanfälle toppen das ganze noch. Die Dialoge der beiden Moderatoren sind sowas von eintönig und langweilig, dass ich mich frage, wieso RTL diese beiden "Topmoderatoren" auch in die 2. Staffel schickte. Wie kann ich denn als Moderator meine Begeisterung heucheln wobei es von der Juri nur Kritik hagelte und wohl auch jeder noch so untalentierte Sänger gemekrt haben muss, dass an dieser Darbietung nicht viel dran war. Aber bei Spengemann und Hunziger sind ja alle super Sänger. In einer ehrlichen Sendungung, und das soll DSDS ja angeblich sein, muss doch auch einmal ein Moderator den Schneid haben zu sagen " Das war jetzt aber nichts ". Wenn die Juri doch schon diese Aussagen trifft, mache ich mich doch als Moderator völlig lächerlich, wenn ich dem wiedersreche, obwohl mir jeder ansieht, dass ich eigentlich der selben Meinung bin. Dann wäre es vielleicht einfach das beste mal die Klappe zu halten.
Die Kandidaten:
Ohne Frage können die einige diese Talente singen und schaffen es sogar gelegentlich Gänsehautfelling beim Zuschauer zu erzeugen.
Auch ich habe immer meiner Favoriten. Letzte Staffel war es Nektarious und Grazia und in dieser Staffel sind es Anke und Phillip. Phillip ist zwar nicht gerade ein begnadeter Sänger, hat aber ne Mänge Charme den ich sogar als Mann erkenne. Anke ist eine wirklich gute Sängerin, auch wenn Ihr die Professionalität noch fehlt und vielleicht optisch nicht einem Superstar entspricht.
Da komme ich gleich zu einem Punkt den ich an DSDS am meisten kritisiere, der zwar immer wieder z.T. von RTL und der Juri dementiert wird, für mich aber klar Fakt ist.
PASST DU OPTISCH NICHT IN DAS SCHEMA, HAST DU KEINE CHANCE. Ein Kanditat ist dem schon in den Top 50 Shows erlegen. Ich kann mich leider nicht mehr an den Namen erinnern, aber er sang ein Lied von Ronan Keating, trüg meistens eine Wollmütze ala BEN oder Hüte, und sah etwas merkwürdig und verschoben aus. (Entschuldigt diesen Ausdruck) Ich denke das das ein Grund war, wieso dieser kandidat nicht weiter kam. Ich fand das er wirklich klasse sang, viel Volumen in der Stimme hatte und ein einzigartiges Vibrato. Aida hingegen kam weiter, obwohl sie sanglich noch keine einzige, nur annähernde Leistung erbrachte, die in der heutigen Zeit ein Superstar erbringen müsste. Sie singt zu tief, brummt fast und legt eine derart affektierte Mimik und Gestik an den Tag, dass es mir wirklich scher fällt ihr zu zuhören. Den absoluten Vogel schießt aber Bohlens Zuckerpüppchen ab. Judiths´s Gesang reicht gerade mal für eine Kindergartenaufführung und die Aufregung lässt sie nur selten einen ton treffen. Ich frage mich daher, wie Kandidaten ( Kemi oder auch der herzallerliebste Lorenzo) gegen Judith verlieren konnten. Ob dies nun Manipulation am Zuschauervoting ist, oder vielleicht doch einfach nur der schlechte Geschmack des anrufenden Zuschauers, mag ich hier nicht darlegen. Das kann jeder für sich selbst entscheiden.
Mein Fazit:
Ich finde es einfach jämmerlich, dass heute Sänger gecastet werden müssen, die in Knebelverträgen gebunden werden und immer Grinsen müssen. Man stelle sich mal vor, dass heute ein junger Elton John oder Phil Collins vor eine deutsche Juri treten würden. Ich bin mir sicher, dass sie aufgrund ihrer Optik heute absolut keine Chance hätten. Das es aber auch anders geht, zeigt Norwegen mit seinem Kanditaten Kurt in der World Idol Show. Ein absolut begnadetet Sänger, der eher einen Hobbit ähnelt als einem Superstar, schafft es viele Millionen Zuschauer dazu zu bewegen für ihn zu stimmen.
Ist das vielleicht ein neuer Anfang des bereits eingeleuteten Ende der Popmusik?
Werden jetzt vielleicht wieder viele begeisterte Musikfans eine CD im Laden kaufen, als sie aus dem Internet zu ziehen?
Dennoch hat mir der für Deutschland ins Rennen gegangene Alexander leid getan. Gut er hat ziemlich schief gesungen, aber vielleicht hatte er einfach nur einen schlechten Tag. Er hat uns ja auch schon vom Gegenteil überzeugt und einen Platz 9 hat er wirklich nicht verdient.
Gestattet mir bitte noch eine Anmerkung zum Thema Raubkopien und die Rolle von DSDS dabei.
Die Misikindustrie beschwert sich über sinkende Verkaufszahlen und nun soll der Raubkopierer per Gesetz verfolgt werden. Soll ich das gut finden, oder besser den Fehler wo anders suchen.
So lange wie DSDS und Konsorten „schnell verderbliche“ Musik auf den Markt bringt, die zudem noch völlig überteuert ist, kann ich jeden verstehen, der sich Musik aus dem Netz zieht.
Wieso haben Küstler wie die Red Hot Chili Peppers, Pearl Jam oder auch Die Ärzte keine Absatzprobleme?
Es wird jeder Mist auf den Markt gebracht. Da singen die 10 letzten DSDS Kandidaten ihr obligatorisches Leid, welche es dann auch gleich zu kaufen gibt. Nach diesem Schema geht Popstars ebenso vor wie Star Search. Zusätzlich gibt es dann noch ein ganzes Album (Unitet). Der Mark wird also völlig überschwemmt und kaum einer sieht noch durch. Zudem ist diese Musik beabsichtigt so strukturiert, dass sie nach einiger Zeit nicht mehr gehört wird und der Interessent dazu gebracht werden soll, die Nachfolger auf CD zu kaufen. Natürlich erscheint das zuerst lukrativ für die Musikindustrie, aber da wurde die Rechnung ohne den Konsumenten gemacht und jetzt wird gejammert, dass keiner mehr CD´s kauft. Und ganz so stimmt es ja auch nicht. Es wird nur nicht der überwiegend auf dem Markt erscheinende Müll gekauft. Oben genannte Künstler z.B. verkaufen wie gesagt immer noch ihre Platten ganz gut. Und ich habe auch lieber eine Original CD meiner Lieblingsbands, als Raubkopien davon. Nur leider sucht man meine Stars meist vergebens in den Top Ten.
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Deutschland sucht den Superstar:Volltreffer oder Blamierung?
Pro:
Entdeckung von Talenten, professionelle Jury, Abstimmungsverfahren, Medien- Knüller
Kontra:
Abstimmungsweise durch Abzocke, Komiker als Show- Einlage engagiert, Knebelverträge, Ergebnisse eventuell getürkt
Empfehlung:
Ja
oder:
Wie objektiv und ehrlich ist "Deutschland sucht den Superstar" wirklich?
..:: Vorwort ::..
Wer kennt sie nicht, die inzwischen berühmt- berüchtigte Samstag- Abend- Show "Deutschland sucht den Superstar", kurz DSDS, die die Gemüter erregt und erhitzt und selbst diejenigen in Mitleidenschaft zieht, die die Show überhaupt nicht sehen können oder (gesehen haben) wollen. "Deutschland sucht den Superstar" ... ist dem wirklich so, oder ist das Ganze nur ein wahres Spektakel bzw. wieder einer dieser Freibriefe zum Gelddrucken. Dem soll hier auf den Grund gegangen werden.
..: Das Konzept ::..
Nach dem Vorbild des englischen Formats "Pop Idol" wurde die Show aufgrund ihres Erfolges auf Deutschland und andere Länder übertragen, der Erfinder zugleich wiederum um einige Millionen reicher.
Wie bei dem Vorgänger PopStars (auf RTL II) wurde auch bei DSDS nach jungen Menschen gesucht, die glauben, mit entsprechender Stimme und überzeugendem Auftritt beim Publikum anzukommen und eine Karriere als Superstar beginnen zu können. Am Anfang beurteilte eine 4-köpfige Jury den jeweiligen Auftritt der einzelnen Bewerber und sortierte gründlich aus, bei den verbleibenden Top 10 hat sie aber keinen direkten Einfluß mehr auf das Ergebnis. Über 10.000 Bewerber aller Altersklassen und Couleur hatten sich zu den Castings gemeldet, aus denen letztendlich eine Crux von 100 Leuten ausgewählt wurde, um sie durch verschiedene Runden und Prüfungen von der Jury auf Herz und Nieren prüfen zu lassen, bis am Ende die 10 talentiertesten und hoffnungsvollsten Kandidaten übrigblieben, so meint man jedenfalls.
In nun folgenden Sendungen, die live am Fernseher übertragen werden, traten und treten diese 10 Kandidaten in verschiedenen Mottoshows auf, präsentieren ein selbst gewähltes Lied, um ihr weiteres Schicksal am Ende in die Hände der Zuschauer an den Bildschirmen zu legen, die mit ihren Anrufen kund tun, wer auch in der nächsten Runde dabei sein soll. Dabei kostet ein Anruf 0.49 Euro und jeder Zuschauer kann so oft anrufen, wie er möchte. Die Sendung läuft von 21.15 Uhr bis 22.15 Uhr und nach einer Stunde Pause, in der die Zuschauer Gelegenheit haben, für ihren Favoriten anzurufen, kommt um 23.15 Uhr die Entscheidung, wer in der nächsten Runde wieder dabei ist bzw. wessen Auftritt nicht gut genug dafür war. Die Jury hat also keinen direkten Einfluß mehr auf das Weiterkommen, dies liegt nun einzig und allein in den Händen der Zuschauer bzw. Anrufer. Am Ende bleiben zwei Finalisten übrig, die um die Gunst der Zuschauer und Anrufer buhlen.
..:: Die Jury ::..
Die 4- köpfige Jury setzt sich dabei aus den folgenden Personen zusammen:
• Dieter Bohlen:
Der Musikproduzent und Multimillionär, der den Gewinner der Show auch produzieren wird, wurde berühmt als Mitglied der Gruppe Modern Talking, der er zusammen mit seinem Freund und Partner Thomas Anders vor wenigen Jahren zu einem sehr erfolgreichen Comeback verhalf. Wenn er sie nicht schon vorher eingebüßt hatte, so verlor er während des Castings noch mehr Freunde durch seine teilweise sehr verletzenden Kommentare gegenüber den Bewerbern, die er scheinbar hauptsächlich deshalb benutzte, um dem voyeuristisch veranlagten und zur Schadenfreude neigenden Publikum vor den Bildschirmen entsprechende Befriedigung zu verschaffen. Trotzdem sollte man die Bewerber wie Menschen mit Gefühlen behandeln, wenn man ihnen die fehlende Prädestination für eine solche Karriere vermittelt.
• Shona Fraser:
Die MTV- Moderatorin und WDR5- Kolumnistin studierte Französisch und Deutsch und im Anschluß Rundfunk-Journalismus. Nach Abschluss arbeitete sie bei verschiedenen Fernseh- und Radiosendern wie zum Beispiel MTV, BBC und WDR 5. Später begann sie als Musikmoderatorin und Chefin der Musikredaktion beim größten Studentenradio Englands, mit anschließenden Engagements bei diversen englischen, französischen und deutschen TV- und Radiosendern. In der Jury übernimmt sie den mitfühlenden Part, bringt ihre Meinung - ganz wie die Engländer es mögen - meistens schön positiv zum Ausdruck.
• Thomas Bug:
Der N-Joy- Radiomoderator begann seine Laufbahn schon im Alter von 15 Jahren beim Sender RPR 1. Nach einer parallelen Fotografenausbildung und einem anschließenden Volontariat bei einem norddeutschen Sender arbeitete er unter anderem bei Eins Live, HR3 und dem WDR. Als Chef seiner eigenen Vermittlungsagentur bringt er nicht nur Radiomoderatoren an den Mann, sondern bildet sie auch aus, wobei er aufgrund seiner Tätigkeit als Referent der Deutschen Hörfunkakademie natürlich besonders gut einschätzen kann, welches Potential in jedem einzelnen Bewerber steckt und dies auch bei DSDS zum Ausdruck bringt.
• Thomas Stein:
Der Präsident der Bertelsmann Music Group (BMG) Deutschland war nach einer kaufmännischen Lehre einer der Hauptakteure beim Aufbau der Printmedien- Kette Montanus, die inzwischen unter dem Namen Thalia weiterlebt. Nach Zwischenstationen bei der EMI- Tochter Crystal Schall-platten GmbH, dem ZDF und bei der Teldec Schallplatten GmbH kam er 1988 zu BMG, wo er innerhalb weniger Jahre zum Verantwortlichen über alle deutschsprachigen BMG- Niederlassungen wurde und Stars wie N'Sync, Lou Bega, Falco und auch ATC unter Vertrag nahm. Aus seiner Erfahrung heraus weiß er natürlich, was die Hörer wünschen und trotz aller ihm entgegengebrachten Buh- Rufe bringt er dies auch offen zum Ausdruck, so daß er keinen der Kandidaten im Unklaren läßt, wie und ob es ihm gefallen hat.
..:: Die Moderatoren ::..
• Michelle Hunziker:
Die Ex- Frau von Eros Ramazotti wurde in der Schweiz geboren und ging dort zur Schule. Während ihrer Schulzeit reiste sie nach Mailand, um Foto-modell zu werden, und wurde vom Fleck weg von einer der renommiertesten Agenturen verpflichtet. Im italienischen Fernsehen moderierte sie eine Comedy- und zwei weitere Shows und wurde dafür letztes Jahr gleich zweifach mit dem TV- Oscar ausgezeichnet. Nach der Co- Moderation bei der "Goldenen Kamera" 1998 und bei einer Bambi- Verleihung ist das Engagement bei DSDS nun ein weiterer Schritt auf der Karriereleiter der attraktiven Schweizerin, die mehrere Sprachen fließend spricht.
Ich kenne Michelle hauptsächlich als Frau, die es geschafft hat, mit Eros Ramazotti in den Hafen der Ehe einzulaufen. Aber auch ihre Shootings und diverse Modelauftritte sind mir noch im Gedächtnis. Insofern bin ich von ihrem Auftritt bei DSDS enttäuscht, denn sie verkörpert nicht nur das Klischee vom blonden Dummchen, das sich nicht artikulieren kann, wobei ich jedoch nicht auf ihren Schweizer Dialekt anspiele, sondern eher auf ihre erzwungenen Späße; auch ihre Kleider wirken wie aus dem Schrank mit den Karnevalskostümen, aber nicht wie der Geschmack einer modebe-wußten, attraktiven jungen Frau.
• Carsten Spengemann:
Der Enkel von Hans Albers begann nach dem Abitur zunächst ein Medizin- Studium, entschied sich dann aber für die Schauspielerei, als er das Ange-bot bekam, eine Gastrolle im "Tatort" anzunehmen. Es folgte eine Schau-spiel- Ausbildung an der renommierten "Lee Strasberg School" in New York. Nach einem Journalismus- und Medienwissenschaftsstudium mit einer anschließenden Moderatorenausbildung hatte er Gastrollen in verschiede-nen Serien und Theaterstücken und eine Hauptrolle in der "Verbotenen Liebe".
Obwohl er als Moderator schon diverse Erfahrungen sammeln konnte, wirkt Carsten Spengemann bei DSDS keinesfalls souverän, sondern vergleichs-weise eher wie ein Kettenraucher auf Entzug. Er ist nicht nur sehr nervös, sondern scheint auch mit seinen Händen nichts anfangen zu können, weshalb er sich immer wieder an Michelle Hunziker festzuhalten versucht und somit dem Gerücht einer heimlichen Liebschaft zwischen beiden immer wieder neue Nahrung gibt.
..:: Die Kandidaten ::..
In alphabetischer Reihenfolge möchte ich nun etwas zu den Kandidaten sagen. Obwohl die Mottoshows nur mit den 10 letzten Kandidaten statt-finden, stehen hier 11 Namen, aus dem einfachen Grund, daß Judith ausgestiegen und Nicole nachgerückt ist, die beim Casting nur knapp auf dem 11. Platz gelandet war.
• Alexander Klaws:
Aus Sendenhorst stammend, gehören Robbie Williams, Xavier Naidoo und Phil Collins zu seinen Lieblingsmusikern. Durch seine Schulband "Hamel Kamine" und sein Mitwirken in der Hiltruper Big-Band "Kant Connection" konnte der 19jährige Alexander, der noch zur Schule geht, schon Einiges an Bühnenerfahrung sammeln. Seine Karriere unterstützt er zusätzlich durch Gesangsunterricht und Klavierspielen in einem Konservatorium. Er wird rein optisch mit Ralf Schuhmachen verglichen und bringt durchweg gute Leistungen, hat sich in den letzten Shows sogar noch gesteigert.
• Andrea Josten:
Andrea ist gebürtige Chilenin, wohnt in Ginsheim und ist Friseur- Azubi. Nach der Scheidung ihrer Eltern kam die 17jährige im Alter von 11 Jahren mit ihrer Mutter nach Deutschland, wo diese später einen Deutschen heiratete, der Andrea adoptierte und ihr somit die deutsche Staatsbürger-schaft gab. Die mit dem 23jährigen Onkel ihrer besten Freundin liierte Andrea tanzt leidenschaftlich gern, hat sowohl in Chile als auch in Deutschland lange Jahre Handball gespielt und an mehreren Schultheater- Aufführungen teilgenommen. Mit ihren roten Strähnen im schwarzen Haar hat sie sicher Farbe in die Truppe gebracht, war aber einfach zu schwach, um weit zu kommen.
• Daniel Küblböck:
Der ausgeflippte Daniel kommt aus Eggenfelden und ist Auszubildender in einer Kinderpflegerschule. Neben seiner Leidenschaft, dem Gitarre spielen, und dem Komponieren eigener Songs, liebt er Second- Hand- Klamotten, Krawatten und grell Klamotten. Daniel, der 17 Jahre alt ist, mag Black Music, Soul und Pop sowie Madonna, Jennifer Lopez und Eminem und ist bekennend bisexuell. Schon von seiner Art her und erst recht der Weise, wie er wirkliche Klassiker mit seiner Stimmer verhunzt, ist er mir von Anfang nicht sympathisch.
• Daniel Lopes:
Aus Brasilien kommend, wohnt der 26jährige Daniel in Schloß Holte. Neben Juliette gehört er zu den Profis im Geschäft, da er Sänger und seine Musik in den Bereichen R&B, Pop, Rock und House zu finden ist. Daniel, der bereits ein Grundstück in Brasilien besitzt, kam schon in den Genuß eines Plattenvertrages , doch fiel seine CD der globalen Situation zum Opfer (11.September, der eher Balladen den Vorzug gab), weshalb sie nie veröffentlicht und sein Plattenvertrag wieder gekündigt wurde. Als Vertre-ter der Latinos hatte er sicher nicht nur wegen seines Aussehens, sondern auch wegen seiner Stimme eine gute und reelle Chance auf einen Platz unter den letzten Verbliebenen, wurde aber zu recht heraus gewählt, weil er einfach zu überheblich wirkt.
• Gracia Baur:
Die 20jährige Gracia, die in München lebt und sich dort zur Veranstaltungs-kauffrau ausbilden läßt, hatte schon vor DSDS diverse Auftritte vor größerem Publikum und auch schon ein Studio von innen gesehen, als sie ein gesangliches Geschenk aufnehmen wollte. Für mich gehörte sie vor ihrem Ausscheiden zu den ganz großen Favoriten auf die Endrunde.
• Judith Lefeber:
Die indische Studentin (Gesang, Musik und Schauspiel) aus Rheda-Wieden-brück hat schon im zarten Alter von 6 Jahren angefangen zu singen und Klavierunterricht zu nehmen, später dann nahm sie auch Gesangsunter-richt. Judith, die 21 Jahre alt ist, war stimmlich sehr gesegnet, stieg dann aber aus persönlichen Gründen aus.
• Juliette Schoppmann:
Juliette hat schon früh ihre Bestimmung gefunden und ist demzufolge schon ein alter Hase im Showgeschäft. Die inzwischen 22jährige steht seit ihrem 10 Lebensjahr auf der Bühne und hat seit dieser Zeit kontinuierlich an sich gearbeitet, sprich: auch schon eine professionelle Musicalausbildung hinter sich. Juliette, die ihren Hund und Musik allgemein liebt, tritt nun schon seit einigen Jahren in verschiedenen Musicals auf.
• Nektarios Bamiatzis:
Der sehr religiöse Grieche kommt aus Stuttgart und möchte eine Karriere als Sänger machen. Erfahrung hat er bereits als Gesangslehrer und Studiosänger gesammelt. Nach einigen Semestern Informatik brach er sein Studium ab, um Studiert hat er einige Semester Informatik, brach das Studium dann aber zu Gunsten der Musik ab. Nektarios hat zweifellos eine gute Stimme, dafür aber wenig Bühnenpräsenz und unverständlicherweise wurde von der Jury beständig wegen seines Outfits und auch seiner Titelauswahl kritisiert.
• Nicole Süßmilch:
Die 22jährige Nicole hat die Musik zu ihrem Lebensinhalt gemacht. Sie kann nicht nur auf mehrere mit den Puhdys aufgenommene Stücke zurückblicken, sondern ist mit der Gruppe auch schon des Öfteren aufgetreten. Nicole, die gerne Depeche Mode und Madonna hört, spielt E- und Akustik- Gitarre und geht oft ins Fitneßstudio. Neben ihrer Laufbahn in der Musikbranche arbei-tet sie derzeit beim Sicherheitsdienst der Filmstudios in Berlin- Babelsberg.
• Stephanie Brauckmeyer:
Die gelernte Werbekauffrau ist 22 Jahre alt, hat zwei Brüder und zählt die GZSZ- Schauspielerin Nina Bott zu ihren besten Freundinnen. Wegen ihres Freundes, dem bei Alba Berlin spielenden Basketball- Nationalspieler Nino Garris, kam sie nach Berlin. Stephanie, die ebenso wie Daniel Lopes schon einen Plattenvertrag (mit ihrer damaligen Band) hatte, begann ebenfalls früh mit dem Singen, zuerst im Schulchor, dann eine Gesangsausbildung und Auftritte auf zahlreichen regionalen Veranstaltungen. Ebenso wie Andrea hatte sie aber zu wenig Potential, um es weit nach vorne unter die letzten Verbleibenden zu schaffen.
• Vanessa Struhler:
Die Schülerin aus Oberhausen, die Bertriebsfachwirtin werden möchte, hat eine Gesangsausbildung und bringt diese bei Auftritte auf diversen Be-triebsfeiern und anderen Feierlichkeiten zum Einsatz. Nebenbei hat sie auch schon bei Schönheitswettbewerben teilgenommen und einige davon gewonnen. Obwohl sie zuerst meine Favoritin war, wurde sie immer mehr von Juliette verdrängt, da sie sich im Gegensatz zu den anderen Kandida-ten von Show zu Show eher verschlechtert als verbessert hat und auch meines Erachtens etwas zu blauäugig an die Sache heranging. Obendrein wäre sie als Superstar früher oder später in einen Interessenkonflikt geraten, sich zwischen einer Karriere im Musikgeschäft (mit den zugehö-rigen Entbehrungen) und ihrem Verlobten Dennis zu entscheiden.
..:: Die Analyse ::..
Nach mehreren Staffeln der "Popstars", die Gruppen wie die No Angels und Bro'Sis zum Vorschein brachten, ist der Bedarf an gecasteten "Superstars" scheinbar noch immer nicht gedeckt, wie der Erfolg von DSDS nur zu deutlich zeigt. Dabei dürfte es nicht allein um das Ergebnis, nämlich den letztendlich zu kürenden Superstar, gehen, sondern vor allem um die Unterhaltung während der Show, die dem Zuschauer zuteil wird: wer stellt sich wie an, für wen fiebere ich mit bzw. rufe ich an, was machen die Konkurrenten meines Lieblings, hat er einen guten Tag, was sagt die Jury und zu wessen Ungunsten entscheidet letztendlich die Stimmenzahl, sprich: die Menge der eingegangenen Anrufe.
Aus der gesamten Flut an Bewerbern sind letztendlich 10 Glückliche ausgewählt worden, die in wöchentlichen Fernseh- Live- Auftritten vor einem Millionenpublikum ihre Bestes geben und versuchen, die Gunst der Zuschauer für sich zu vertiefen bzw. erst einmal zu vereinnahmen. Doch trotz sorgfältiger Vorauswahl zeigte sich auch bei den Verbliebenen, daß nicht alles Gold ist, was glänzt. Die Spreu wurde vom Weizen getrennt. Während Andrea, Stephanie und Nektarios beim Publikum nicht sehr ankamen und demzufolge gleich in den ersten Shows ausschieden, schafften es beispielsweise Juliette, Gracia und Alexander spielend, mit ihren Auftritten und - erst recht - mit ihren Stimmen zu überzeugen und die Auswahl in die Top 10 zu rechtfertigen. Eine Mottoshow nach der anderen verstrich, doch bei ihnen waren stimmlich nicht einmal vom Ansatz irgendwelche Schwächen zu erkennen.
Im Gegenteil, sie arbeiteten kontinuierlich an sich, verbesserten sich von Show zu Show, von Woche zu Woche und nahmen die teilweise ausge-drückte Kritik der Jury an ihrer Performance mehr als ernst, um es beim nächsten Mal noch besser zu machen. Und ich kann nur sagen: Juliette und Alexander sind neben Gracia die Einzigen der 10 Kandidaten, die wirklich und schon jetzt das Attribut eines Superstars für sich in Anspruch nehmen dürfen. Alexander ist eben ein Show- Talent und Gracia sehr nett und natürlich. Diese Eigenschaften treffen auch auf alle Fälle auch auf Juliette zu, die mit ihrer Präsenz und Performance "Glamour Pur" zeigt, aber trotz ihrer langjährigen Musicalerfahrung nicht abgehoben ist, sondern sehr genau weiß, was Sache ist. Ich finde es traurig, daß sie von den Medien wegen ihrer Professionalität kritisiert wird. Man kann es ihr schließlich nicht verübeln, daß sie konsequent ihren Weg gegangen ist, um ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen.
Langsam macht sich aber bei den Kandidaten der Druck bemerkbar, unter dem sie bei der Show stehen. Dies ist nicht nur durch die vor allem sehr aktiven Print- Medien bedingt. Auch wollten die Kandidaten sich in der Vorbereitung selbst soweit fordern und das Letzte aus sich herausholen, um einen möglichst guten und überzeugenden Auftritt abzuliefern. Doch diesem psychischen Streß ist nicht jeder gewachsen.
So kam es denn auch, daß sie trotz sorgfältiger Vorbereitung kurzzeitig ihren Text vergaßen, wie bei Daniel Lopes geschehen, oder auf der Bühne verloren und verkrampft wirkten, wie Vanessa uns zeigte, beide jeweils in der Show, in der sie heraus gewählt wurden. Eine der Kandidatinnen zog freiwillig einen Schlußstrich, nämlich Judith, eine der bis dahin ganz großen Anwärterinnen auf den Siegt, die sich selbst gegenüber kritisch genug war einzusehen, daß sie dem ganzen Medienrummel nicht gewachsen ist und somit aus der Show ausstieg. Ihren Platz nahm die nachrückende Nicole ein, die somit eine unverhoffte zweite Chance bekam, sich zu beweisen, kurz danach aber mangels Anrufen wieder gehen mußte.
Mit zunehmendem Kandidatenschwund wuchs auch die Spannung. Dabei kristallisierte sich nun immer mehr heraus, daß es doch nicht so sehr auf den Auftritt und die stimmlichen Qualitäten anzukommen scheint, sondern größtenteils an der persönlichen Sympathie festgemacht wird. In dieser Situation wirkte der völlig unerwartete Rauswurf von Gracia wie ein Schlag ins Gesicht. Gracia, die wie Juliette und Alexander durch einen fehlerlosen und beeindruckenden Auftritt geglänzt und mir schon zu Beginn durch ihre umwerfenden "Memories" der "Cats" eine Gänsehaut beschert hatte, mußte überraschend der schwächeren Vanessa den Vortritt lassen und den Heim-weg antreten. Eine Differenz von 7.000 Stimmen hatte über ihr Schicksal entschieden.
Wenig später nach der Show meldete sich eine Gruppe von Hackern (Computernutzer, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in fremde Netzwerke einzubrechen und so Sicherheitslücken aufzudecken, diese aber nicht eigennützig zu mißbrauchen), die angab, durch einen gezielten Angriff dieses Ergebnis bewerkstelligt zu haben. Dies wurde jedoch bis heute nicht bestätigt. Kein Wunder. Daß dies von RTL vehement bestritten wird, ist mehr als verständlich, schließlich besteht man ja darauf, daß alles seine Ordnung hat und keines der Ergebnisse getürkt sei. Würde man eine solche Attacke zugeben, bräche zudem das gesamte Konzept in sich zusammen, da dann davon ausgegangen werden müßte, daß keines der Ergebnisse der einzelnen Motto- Shows den Tatsachen entspreche und unter regulären Umständen ganz anders aussehen könnte.
Doch Einen ließ das Ganze ziemlich kalt. Die Rede ist von Daniel Küblböck, dem völlig ausgeflippten Kinderpfleger- Azubi, der mit seinem Wesen die Nation in ein emotionales Krisengebiet verwandelt (hat). Durch seine witzige Art und sein Auftreten hat er sich von Anfang an eine große Fangemeinde aufgebaut, die sich zu Tausenden teilweise fanatisch in stetig wachsenden Fangemeinden und Foren organisieren, um ihre Gedanken auszutauschen, allwöchentlich die Telefonleitungen der Show mit Anrufen für "Ihren" Daniel bombardieren und - wie im offiziellen DSDS- Forum auf der RTL- Homepage zu verfolgen - eventuelle "Feinde" und "Gegner" verbal angreifen und unter Umständen sogar aufs Übelste beschimpfen.
Tatsache ist: Daniel ist etwas Besonderes, das muß sogar ich als absoluter Daniel- Gegner zugeben. Nicht nur, was seine Stimme betrifft, sondern auch sein Verhalten und Auftreten allgemein. Daß er von der Jury in die Top 10 gewählt wurde, geschah meines Erachtens maßgeblich aus einem Grund, nämlich daß man Angst hatte, die Show würde, erst einmal angelaufen, nicht richtig beim Publikum und den Zuschauern ankommen, weshalb man einen Komiker brauchte, der mitzureißen vermag. Dies ist ihnen mit Daniel Küblböck mehr als gelungen.
Durch seine Art erreicht er genau die Zielgruppe, die mit der Show DSDS vornehmlich angesprochen wird, nämlich die der 9 - 17 Jahre alten Kinder und Jugendlichen, die, so haben Marktstudien hinreichend gezeigt, dafür bekannt sind, sich aufgrund des schulischen Drucks sehr schnell neuen Trends zuzuwenden, ganz einfach um dazu zu gehören und dem Alltag entfliehen zu können. So ist Daniel K. für sie das ideale "Opfer", um als neue und unverbrauchte Identifikationsfigur herzuhalten, zu der sie beständig aufsehen können und dabei wird geflissentlich über eventuelle Makel und Schwächen hinweg gesehen.
Doch hatte man sich erhofft, daß Daniel einer objektiven Bewertung der Zuschauer nicht standhalten könne und spätestens nach der Big- Band- Show ausscheiden würde, so mußte man sich eines Besseren belehren lassen. Seine Fangemeinde ist inzwischen so fanatisch, zahlreich und hysterisch, daß er selbst dann noch in die nächste Runde einzieht, wenn er eine Vorstellung abliefert, die Welten von der einer Juliette oder eines Alexander entfernt ist. BMG Deutschland- Chef Thomas Stein hat es auf den Punkt gebracht: "Du hast natürlich wieder keinen einzigen Ton getroffen [...] aber Du bist ein toller Typ". Wahrscheinlich wird er auch nur deswegen von seinen Fans verehrt. Dies hat die 80er- Jahre Mottoshow mehr als deutlich gezeigt. Bei keinem der beiden Auftritte an diesem Abend konnte er den anderen Kandidaten das Wasser reichen, nicht einmal Vanessa, obwohl sie schon einen relativ schlechten Tag erwischt hatte. Irgendwo habe ich gelesen, daß seine Stimme einem kastrierten Hamster ähnelt. Dies kommt der Realität sehr nahe und auch von Dieter Bohlen wurde ihm ein "Kermit"- mäßiger Auftritt bescheinigt.
Ganz nach der Vorgehensweise von Alleinunterhaltern und Animateuren in Ferienclubs versucht Daniel immer wieder, mit Sprüchen wie "Und jetzt alle!" über stimmliche und Text- Schwächen hinweg zu täuschen und das Publikum trotzdem auf seiner Seite zu halten. Doch hier hatte er sich bei der 80er- Show verrechnet, zumindest, was das Saalpublikum betraf. Seine Show wurde zum ersten Mal mehrheitlich mit Buh- Rufen quittiert und auch die Jury fand, daß sein Niveau dem eines Superstars absolut nicht gerecht werde. Wie Thomas Bug es formulierte: "Wir suchen einen Superstar und der muß verdammt noch mal singen können".
Doch mit dieser Äußerung hat er vermutlich nur das Gegenteil erreicht, denn Daniels Fans haben noch öfter angerufen. Daniel selbst äußerte sich zu der ihm gegenüber geäußerten Kritik sowohl des Publikums als auch der Jury auf eine mir bis dahin unbekannte arrogante und teilweise auch kindi-sche Weise. Dem ihn ausbuhenden Publikum schlug er vor, es solle doch selbst auf die Bühne kommen, wenn es besser singen könne. Der Jury teilte er sinngemäß mit, daß er sich gar nicht so sehr auf seine Performance konzentrieren, sondern nur auf seine Fans vertrauen müsse, die ihn trotzdem wählen würden, was auch - wen wundert es - der Fall war. Zudem, so Daniel hinter der Bühne, sei die Kritik von Thomas Bug nicht gerechtfertigt. Ich zitiere:
"Ich sag mal, so ein Herr Bug, nur weil der einmal am Tag eine Platte auflegt, meint er, er versteht was von Musik. Dabei hat der gar keine Ahnung. Seine Kritik war zu hart. Und dass er Alexander so gelobt hat, war nicht fair. Dadurch hat Alex jetzt Pluspunkte gesammelt".
Diese meiner Meinung nach kindische Äußerung zeigt deutlich, daß Daniel im Grunde genommen gar nicht soweit hätte kommen dürfen, wenn er nicht einmal mit Kritik umgehen kann, geschweige denn sie zu nutzen, um sich zu verbessern.
Nun sahen sich die Macher, allen voran Bertelsmann- Tochter RTL, also mit der Situation konfrontiert, daß der ursprünglich als "Klassenkasper" engagierte Daniel K. nicht nur an Favoriten wie Daniel Lopes und Gracia vorbeizog, sondern auch noch mehr als gute Chancen hat, nicht nur das Finale zu erreichen, sondern dieses sogar gegen wirkliche Künstler wie Juliette oder Alexander, je nachdem, wer von beiden übrigbleibt, zu gewinnen. Diese Pleite hatte man schon mit dem Gewinner Pierre erlebt. Denn was will man mit einem "Superstar", den man nicht vermarkten kann. Daniel K. hat objektiv gesehen einfach nicht das Potential, zu den ganz Großen wie den No Angels oder Sarah Connor aufzusteigen, um mich auf den heimischen, englischsprachigen Musikmarkt zu beschränken; vom internationalen Vergleich ganz zu schweigen. Hinzu kommt, daß man ihn ja später im Radio hören muß und hier dürften viele Sender in Bedrängnis kommen, wenn sie stetigen Hörerschwund zu verzeichnen haben. Ein, zwei Lieder und das war's, Daniel K. verschwindet in der Versenkung. Aber das ist nicht die Intention der Macher gewesen. Man hat aus dem Fehler gelernt, die inzwischen sehr erfolgreichen "No Angels" an die Konkurrenz zu verlieren, und die Kandidaten von DSDS nun nicht umsonst mit sogenann-ten Knebelverträgen an sich gebunden, die eine Beteiligung an allen Veröffentlichungen und Einnahmen über einen Zeitraum von 10 Jahren vorsehen. Man möchte natürlich auch möglichst lange an ihnen verdienen und als Zukunftsinvestition erhalten. Dies läßt sich aber nur mit einer Juliette oder einem Alexander bewerkstelligen, aber nicht mit einem Daniel K. Und so hat RTL zusammen mit der Bild und anderen Medien eine Kampagne gestartet, um Daniels Ansehen in den Augen der Zuschauer systematisch zu demontieren. Ob dies Erfolg hat, wird sich noch zeigen.
Wer bisher von den Kandidaten gehen mußte, hat jedoch nicht automatisch ausgedient, ganz im Gegenteil: Ehemalige Favoriten und Publikumslieblinge wie Gracia und Daniel Lopes haben gleich Anschluß gefunden und diverse kleinere Engagements erhalten. So trat Gracia kurz nach ihrem Ausscheiden bei "Top of the Pops" auf und präsentierte sich auch in einer Sendung des ehemals durch Birgit Schrowange bekannt gewordenen Magazins "Life – Die Lust zu Leben". Und von Daniel Lopes ist seit einigen Tagen sogar schon eine CD auf dem Markt. Demzufolge scheint er sich von der Enttäuschung über seine Rauswahl bei DSDS schnell erholt zu haben, obwohl er ja noch vor Kurzem RTL deswegen verklagen wollte.
Wie auch immer das Ergebnis ausfällt, über den Erfolg der Show und das damit verbundene Gesamtergebnis freuen sich natürlich besonders die Macher. Der Erfinder des speziellen Konzepts, wie man es bei DSDS vorfindet, ist der Engländer Simon Fuller, der durch die Lizenzen und Umsatz- bzw. Gewinnbeteiligungen an Merchandising- Artikeln inzwischen Multi- Millionär ist; man spekuliert dabei in Größenordnungen von etwa 50 - 300 Millionen Euro (u.a. kassiert er etwa 150.000 Euro pro Sendung und kassierte in den USA etwa 38 Millionen Euro an Lizenzgebühren). Auch alle anderen Beteiligten und erst recht der Bertelsmann- Konzern freuen sich über saftige Einnahmen bzw. überproportionale Zugewinne, was die Marktanteile betrifft. Bis zu 13 Millionen Menschen sitzen regelmäßig vor dem Fernseher, um sich die Show anzusehen, und selbst das Ergebnis, das mittlerweile nicht mehr gegen 23.15 Uhr, sondern durch entsprechendes Überziehen erst weit nach Mitternacht ausgestrahlt wird, verfolgen noch bis zu 6 Millionen Zuschauer.
Dies sind absolute Traumquoten mit Marktanteilen bis zu 50%, was eine zweite Staffel dieses Formats natürlich dringend notwendig macht. Diese ist auch schon in Planung und soll im Herbst diesen Jahres stattfinden. Die finanziellen Aspekte sind natürlich auch nicht zu verachten. Ein Anruf kostet 0.49 Euro, dies macht bei etwa 2 Millionen Anrufen gut 1 Million Euro Umsatz pro Show. Hier liegt meiner Meinung nach auch der Hund begraben. Schon als ich zum ersten Mal davon hörte, dachte ich mir: eine klassische Abzocke. Statt dessen sollte es eine objektive Abstimmung geben, sprich es werden die Telefonanschlüsse gezählt, die die jeweilige Nummer anrufen und nicht die Zahl der eingegangenen Anrufe. Somit wäre das Ergebnis sehr viel kritischer zu bewerten als dies momentan der Fall ist, möglicherweise wären die Kandidaten auch in völlig anderer Reihenfolge heraus gewählt worden. Zudem werden teilweise bei der Zusammenfassung nur Aufnahmen aus der Generalprobe gezeigt, um so die Kandidaten am Ende in einem besseren Licht dastehen zu lassen, als das wirklich der Fall war.
RTL hat angekündigt, im Finale die Kosten von 0.49 Euro auf 0.70 Euro zu erhöhen, um so zu erreichen, daß die Zuschauer nicht nur anrufen, sondern dies auch mit Bedacht tun. Meiner Meinung ist dies aber nur ein Vorwand, um noch kräftiger abzukassieren. Hinzu kommen noch die Einnahmen aus den Werbeblöcken, wobei ein 30sekündiger Spot je nach Ausstrahlungszeit (Show oder Ergebnis) zwischen 65.000 und 75.000 Euro kostet. Macht nochmals mehr als 1 Million Euro pro Show. Zusätzlich wird von der Tochter VOX wöchentlich ein Backstage- Magazin übertragen und die Umsätze aus dem Magazin zur Show, der Merchandising- sprich: Fanartikel- Maschinerie und den inzwischen veröffentlichten Cd's (eine Single und ein Album) dürfen ebenfalls nicht außer acht gelassen werden.
Allein die Single "We have a Dream" hat sich in kürzester Zeit über 800.000 Mal verkauft und ihrem Produzenten Dieter Bohlen und den Kandidaten schon Platin eingebracht. Selbst die erste CD "United" ging inzwischen mehr als 1 Million Mal über den Ladentisch, ein Erfolgen, von dem Dieter Bohlen sonst nur träumen kann.
..:: Fazit ::..
Wieder einmal ist es gelungen, eine Casting- Show im großen Stil und mit nie dagewesenen Ausmaßen aufzuziehen. Neben dem positiven Effekt der Zuschauerbindung gibt es den Kandidaten auch die Möglichkeit, eventuell vorhandenes Talent unter Beweis zu stellen, und somit eine Musik- Karriere zu beginnen, die sie sonst so möglicherweise nie hätten erleben können. Das Konzept der Show geht auf, man bekommt hoffnungsvolle Talente, die zum Teil wirklich wundervolle Stimmen haben und eine gute Performance abliefern, andererseits kann man aber auch Einschaltquoten- Zuwächse für sich verbuchen, und das obendrein mehr als preiswert. Daß dies nicht immer ohne Tränen abläuft, hat man schon beim Casting und Dieter Bohlen's Kommentaren gemerkt.
Negativ zu beurteilen ist meiner Einschätzung nach die Tatsache, daß man erst einen Clown engagiert, um die Show zu pushen und ihn dann wieder fallen läßt. Entweder man läßt ihn gar nicht erst unter die Top 10 kommen (schließlich hatte er ja schon beim Casting gegen die Regeln verstoßen, als er mit einer Gitarre vor der Jury erschien (und somit von Anfang an hätte disqualifiziert werden müssen)) oder man findet sich damit ab, daß man sich ein Kuckucksei ins Nest gelegt hat.
Ein weiterer Kritikpunkt ist das Abstimmungsverfahren, das sehr nach einer Abzock- Methode aussieht und das vor allem diejenigen mehr als deutlich an ihrer Telefonrechnung zu spüren bekommen, die das Glück haben, Eltern zu sein. Ein statistisches Verfahren wäre hier viel angebrachter gewesen, d.h. nur die Anschlüsse und nicht die Anrufe zu zählen.
Auch stößt mir sauer auf, daß darüber nachgedacht wird, Semi- und richti-ge Profis bei der nächsten Staffel nicht mehr zuzulassen. Dies ist eine ungerechtfertigte selektive Ausgrenzung, die überhaupt keinen Sinn macht, da auch solche Kandidaten nicht unbedingt weit kommen müssen, wie sich bei Nektarios oder Gracia gezeigt hat.
Was die übrig gebliebenen Kandidaten, die Top 10, betrifft, so muß ich sagen, daß bis auf Daniel K. man sicher eine gute Auswahl getroffen hat und notgedrungen einige Schwächere mit ins Boot gesetzt hat, die gleich zum Beginn "den Löwen zum Fraß vorgeworfen" werden.
Ob aus "Deutschland sucht den Superstar" am Ende eine wirkliche Bereicherung hervorgehen wird, muß sich erst noch zeigen. Vorgängermodelle haben gezeigt, daß dies durchaus machbar ist, so zum Beispiel mit den No Angels.
..:: Abschlußbemerkung ::..
Ich muss dazu sagen das ich die Angaben der Jury bzw. der auf folgender Adresse entnommen habe
http://deutschlandsuchtdensuperstar.rtl.de/
Danke fürs Lesen bzw. Bewertung weiterlesen schließen -
Was sucht ihr wirklich???
15.12.2003, 02:28 Uhr von
Rubberduck
Bin absoluter TSV 1860 Jünger, wie man vielleicht auch auf dem Foto erkennen kann. Außerdem bin i...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Liebe Yopi Gemeinde,
heute möchte auch ich mal meine Meinung zu "Deutschland sucht den Superstar" kund tun. Denn gestern wurde ich von meiner Freundin mehr oder weniger gezwungen es mitanzuschauen. Was ich vom dem halte was ich sah und mitbekam möchte ich euch allen hier mal mitteilen.
Das Konzept:
Wie bei allen Castingshows wird auch hier eine Vorauswahl getroffen die bereits auch schon im TV im groben zu sehen ist. Dort werden in der ersten Runde erst mal alle angetestet ob sie überhaupt eine Stimme haben die auch nur halbwegs brauchbar ist. Beim sogenannten Recall (eine Einladung zu einem weiteren vorsingen), der zweiten Runde wird dann scheinbar eher nach Optik sortiert, denn anscheinend ist es hier schon egal wie du singst denn wenn du 150kg auf 150cm Körpergröße hast ist es egal wie du singst. Das geht so weiter und weiter bis nur noch 10 oder 20 Kandidaten übrig sind. Die werden dann in Mottoshows auf Herz und Nieren geprüft und wie sie beim Publikum ankommen. Hier wird per Telefon-Ted angestimmt wer weiter singen darf und wer nicht.
Die Moderatoren:
Michelle Hunziker und Carsten Spengemann versuchen das beste aus einer Show zu machen die wirklich nur als Show bezeichnet werden darf. Während Carsten Spengemann noch wirklich versucht eine sachliche vernünftige Moderation zu machen, versucht sich Frau Hunziker mit äußerst merkwürdigen Späßen die erstens keiner versteht weil sie dauernd dazwischenplappert und zweitens über die nur sie lacht. Und zwar lacht in einer Art und Weise das mir die Tränen kommen. Überhaupt macht Michelle Hunziker keine gute Figur als Moderatorin denn alles wirkt sehr verkrampft und aufgesetzt.
Die Jury:
Besteht aus 4 Personen als da wären: Thomas Stein, Shona Fraser, Thomas Bug und natürlich der unglaubliche unerreichte unübertreffliche so oft kopierte Dieter Bohlen. Die Kommentare der 4 will doch ehrlichgesagt eh niemand hören, denn den Gewinner ermittelt ja dann doch das Volk. Und diese Fachsimpelei die keine Sau versteht.... Ich frag mich was die da machen!?! Geld verdienen durch auf dem Sofa sitzen und andere beurteilen, das möchte ich auch mal.
Die Kandidaten:
Sind für mich entweder doof oder masochistisch veranlagt. Und außerdem die ärmsten Menschen der Welt. Ich kann zwar auch nicht singen aber ich stelle mich auch nicht dahin, nicht mal für Geld. Wenn man überlegt 13 sind von 5000 Bewerbern übrig geblieben!!! Das muss man erst mal verdauen. Und was sind das dann für welche???
Meine Meinung:
Ich kenne keine andere Institution wie diese wo so viel beleidigt wird, so viele Träume zerstört und auf Menschen herumgetrampelt wird wie hier. Ich finde diese Sendung derart be.......scheiden das es echt kracht. Aber mal der Reihe nach: beobachtet man diese ganze Farce (den für mich ist das nichts anderes), erkennt man sehr schnell das meist diese Kandidaten weiterkommen bei denen man das Gefühl hat das sie dem breiten Spektrum an Kids am besten zu vermitteln sind. Mein persönlicher Favorit war ja Lorenzo, der gestern ja leider gehen musste. Bei dem war allerdings klar das er nicht gewinnen konnte da ja schon mit Daniel Kübelböck ein STAR aus diesem Bereich gewonnen hatte. Den Kandidaten die weiterkommen wird gesagt das sie singen könnten. Merkwürdig, ich dachte immer die echten singenden Superstars brauchen aber keine solchen meist doch peinlichen Sendungen. Gewinner beim diesem Schema ist doch der der sich am besten blamiert und die meisten Beleidigungen anhören kann. Sehen wir uns doch die Jury mal an. Der einzige der da sitzen darf ist Dieter Bohlen (der auch noch zu allem Übel in meinen Landkreis zieht). Denn der hat ja schon unter beweiß gestellt wie er singt (will damit nicht sagen das er es kann). Bei Stefan Raab konnte man sich diese Sangeskunst mal live und ungeschnitten reinziehen. Hätte sich Dieter selber gehört, hätte er sich vermutlich selber rausnominiert. Aber egal. Wichtiger ist mir wo die echten Stars sind? Liebe DSDS Fans, wo sind die Gewinner der ersten Staffeln??? Sind aus denen echte Stars geworden? Die haben doch auch nur noch hier und da einen Auftritt. Bei Wetten das Oder so. Sieht denn keiner wie viel versprochen wird und wie wenig gehalten? Da sind alte Menschen wie Herr Stein oder Herr Bohlen und beurteilen junge Leute die noch Träume haben. Nur um schnell ein paar Euro zu verdienen. Ziehen die Gewinner dieser Sendung nicht mehr kommt halt die nächste Staffel. Immer schon im halbjahres Rytmus. Keiner will aus den Teilnehmern echte Stars machen. Hier geht es nur um das schnelle Geld für die, die das sagen haben und zurück bleiben gebrochene Persönlichkeiten. Nicht mal die, die wirklich Talent haben bekommen so eine ECHTE Chance, ganz zu schweigen von denen die seit Jahren in der Garage oder im Keller Musik machen.
Naja aber auch kann nix daran ändern. Meiner Meinung nach sollte man die Jugend vor solchen Medienprogrammen schützen.
Für mich ganz klar nicht empfehlenswert und ich hoffe das sich meine Augen und Ohren schnell erholen. Für die, die meinen hier fehlt noch was für eine gute Bewertung, schreibt mir in mein Gästebuch. Denn so auskotzen wie ich das möchte kann ich hier nicht, denn sonst würde der Bericht vermutlich noch zensiert. Dennoch hoffe ich auf viele gute Bewertungen und danke allen fürs lesen und bewerten.
Bis demnächst, euer
Gummientchen
(poste acuh unter 16V-Fan bei Ciao) weiterlesen schließen -
Umwerfende Stimmen und ein Riesenzirkus!
Pro:
tolle Stimmen sehr guter Gesangstalente
Kontra:
schlechte Moderatoren, Dieter Bohlen
Empfehlung:
Ja
Dieter Bohlen – nein danke! Das war mein erster Gedanke als ich von der RTL-Sendung Deutschland sucht den Superstar gehört habe. Der Modern-Talking-Mann war dort als prominentes Jury-Mitglied eingekauft worden. Da ich ihn reichlich unsympathisch finde, habe ich die Casting-Show erstmal gemieden. Doch per Zufall bin ich dann doch mal in einer der Entscheidungs-Sendungen gelandet und dort hat mich vor allem eine Kandidatin mit ihrer phänomenalen Stimme überzeugt. Doch eins nach dem anderen ...
DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR ...
... ist eine musikalische Castingshow, ein bißchen angelehnt an Popstars, die Serie, in der schon die No Angels und Bro’Sis zu Bands zusammen gesucht wurden. 10-tausend junge Leute wollten ihre Chance nutzen und endlich ganz groß rauskommen. Einige mit strahlendem Aussehen und schrecklichen Stimmen. Andere mit weniger tollem Äußeren und ebenfalls schrecklichen Stimmen. Und auch eine ganze Reihe großer und sehr großer Talente. Sie alle stellten sich schon zu Beginn einer vierköpfigen Jury ...
DIE JURYMITGLIEDER:
DIETER BOHLEN:
Vor ein paar Jahren musste ich den Dida mal hinter den Kulissen einer Fernsehsendung miterleben. Er war arrogant, selbstgefällig und überaus unfreundlich zu den Mitarbeitern ... Und ich war froh, dass ich persönlich nichts mit ihm zu tun haben musste ...
Doch als bekannter Fachmann aus dem Musikgeschäft und wahrscheinlich auch als strittige Figur sollte er wahrscheinlich auch ruhig für ganz unterschiedliche Meinungen sorgen. Den Kandidaten der Superstar-Castings sagte er jedenfalls mehr als deutlich seine Meinung, oft mit extrem harten und z.T. beleidigenden Worten.
THOMAS BUG:
Lange Zeit war er für mich der Mann ohne Gesicht. Thomas Bug, der Radiomoderator hat mich als Zuhörerin durch manche Sendung geführt. In der Superstar-Jury gab es nun auch den Menschen zur Stimme, einen der recht präzise seine Meinung sagt, aber dabei aus meiner Sicht zurückhaltender und feinfühliger als sein Kollege Dieter Bohlen ist.
THOMAS STEIN:
Wie Bohlen ist auch Stein für knallharte Worte gut oder schlecht. Denn auch bei den Teilnehmern der Endrunde sorgt er mit seinen Urteilen immer wieder für ein Zusammenzucken. Steins-Hintergrund: Er ist Präsident der BMG Europe AG.
SHONA FRASER
Die einzige Frau der Viererrunde ist widerum in die Kategorie Thomas Bug einzuordnen. Auch sie hat eine angenehmere Art im Umgang mit den Sangestalenten, verbindet oft Kritik mit einem kleinen Lob, so dass das Negative dann doch nicht mehr ganz so bitter schmeckt. Shona Fraser ist Musikmoderatorin aus England.
DIE ENTSCHEIDUNGSSENDUNGEN:
Aus der Vorauswahl waren 10 Kandidaten übrig geblieben. Sie müssen jede Woche gegeneinander antreten, jeder mit einem Lied, und jede Woche scheidet einer aus. Jede Show steht unter einem Motto, so z.B. Hits 2002, Musicallieder oder Hits aus den 80ern. Nach jedem Titel gibt die Jury ihre Kommentare ab. Die Wahl hat aber das Publikum. Die Zuschauer können telefonisch für ihre Favoriten stimmen. Derjenige mit den wenigsten Anrufen scheidet aus.
DIE MODERATOREN:
MICHELLE HUNZIKER:
Sie ist eine ziemlich gutaussehende Blondine und Ex-Frau von Eros Ramazotti. Doch als Moderatorin finde ich Michelle Hunzinger reichlich schrecklich. Ihre Stimme ist für mich recht unangenehm, sie wirkt auf mich sehr aufgeregt und hibbelig. Eher ein Grund zum Abschalten.
CARSTEN SPENGEMANN:
Als Mark aus der Verbotenen Liebe (ARD-Daily-Soap, wochentags um kurz vor 6) wurde das Gesicht des ebenfalls attraktiven Hamburgers bekannt. Auch bei ihm, so vermute ich, war sicher ein Kriterium das gute Aussehen. Als Moderator ist er passabel, begeistert mich aber auch nicht.
DIE KANDIDATEN:
Hier will ich mich mal auf die Top-Zehn (bzw. –Elf) beschränken ...
JUDITH:
Sie hatte ich anfangs schon mal erwähnt. Es kommt bei mir nicht täglich vor, dass mir eine Stimme Gänsehaut einjagt. Doch Judith hat es geschafft. Und das wohl nicht nur bei mir. Von der Jury (inklusive der sehr kritischen Herren Bohlen und Stein) kamen begeisterte Kommentare und es klang ganz klar durch, dass die Experten sie für eine ganz heiße Anwärterin auf den Superstar-Titel hielten. Doch Judith wurde der Trubel um ihre Person zuviel. Sie schied leider freiwillig aus. Damit hat die Sendung DIE Attraktion verloren. Für die anderen stehen nun die Chancen wieder wesentlich besser. Bleibt nur zu hoffen, dass Judith ihren Traum, musikalisch zu arbeiten doch noch lebt und man eines Tages ihre gigantische Stimme auf CD gepresst im Laden finden kann!!!
JULIETTE:
Für mich ist sie nun die neue Nr.1 in der Sendung. Juliette kommt aus Hamburg, hat ihre kurzen Haare immer zu relativ frechen Frisuren gestylt. Und auch sie ist hat eine ganz tolle Stimme, die vor allem auch bei Balladen sehr, sehr viel Gefühl rüber bringen kann. Dazu ist sie selbstkritisch und stellt nach eigener Aussage an sich große Anforderungen. Aus meiner Sicht wäre sie eine sehr würdige Superstar-Gewinnerin. Sollte sie als Siegerin hervor gehen, wünsche ich ihr nur, dass sie mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt!
GRACIA:
Die Bayerin ist groß, hat lange blonde Haare. War ich bei der ersten Entscheidungsshow noch skeptisch, was ihren Auftritt anging, so hat sie sich nach und nach gesteigert und auch ein tolles Stimmvolumen entwickelt. Auch sie könnte ganz weit kommen ...
DANIEL K.
Er ist der Clown in der Show, eine ganz eigene aber doch sehr liebenswerte Persönlichkeit. Als ich ihn in einem Trailer sah, war ich zunächst erstaunt. Mit seinen abstehenden schwarzen Haaren und der Brille wirkt er nicht wie der typische Superstar. Und seine Auftritte unterstreichen diesen Eindruck. Er bringt eine überaus lebendige Show auf die Bühne, ist dabei aber mit einer sehr eigenen Stimme nicht DER Sänger. Ähnlich sehen das auch die Jurymitglieder, die ihm aber aufgrund seines Art doch die Daumen fürs Weiterkommen zu drücken scheinen.
ALEXANDER:
Ihn mag ich von allen Kandidaten am wenigsten. Er sieht zwar sehr gut aus, hat Ähnlichkeiten mit Ralf Schumacher und auch eine ganz passable Stimme. Doch vom Klang der Stimme her kann ich mir nicht vorstellen, dass ich seine Musik kaufen würde. Dazu kommt noch, dass ich bei ihm vermute, dass er möglicherweise abhaben wird.
VANESSA:
Ein paar Mal ist sie schon haarscharf am Ausscheiden vorbei gerutscht. Sie ist sicher gut, doch ich befürchte für sie, dass es zum Superstar-Titel für sie nicht ganz reichen wird. Aber das muss ja nicht das Aus bedeuten. Denn Vanessa hat offenbar die Sympathien von Dieter Bohlen, und vielleicht bringt er sie ja auch als Platzierte groß raus.
NICOLE:
Sie ist die Nachrückerin für Judith. In der Vorentscheidung belegte Nicole den undankbaren elften Platz und musste anfangs zuschauen. Doch nach Judiths freiwilligem Aus konnte Nicole in der Musical-Sendung wieder mit von der Partie sein. Mit Don’t Cry for me Argentina zeigte sie, dass sie Evita-Darstellerin Madonna durchaus das Wasser reichen kann, gewann die Zustimmung von Saalpublikum und Jury. Wenn sie so weiter macht, kann sie sicher noch einige Runden überstehen.
DANIEL L.
Der Lateinamerikaner paßt optisch ideal ins Bild vom Star: Er ist schlank, hat dunkle Haare und eine gute Stimme. Mit Titeln von Ricky Martin und Enrique Iglesias sorgte Daniel für Begeisterung. Doch bei seinem Musical-Auftritt hatte er den Text nicht so ganz parat und schied aus. Schade, denn auch ihm hätte ich zugetraut, dass er unter die letzten drei oder vier kommt. Ähnlich ging es wohl Dieter Bohlen. Auch er schien sich den Latino schon ausgeguckt zu haben und wirkte enttäuscht über sein Ausscheiden.
NEKTARIOS:
Für mich war er der männliche Kandidat mit der angenehmsten Stimme. Doch optisch paßte er nicht so ganz in das Bild des geleckten Superstars. Für ihn wurde ein Titel von Xavier Naidoo, den Nektarios frei und gut interpretiert hatte, zum Verhängnis. Er schied aus.
ANDREA:
Die zweite, die ausschied, ist mir nicht sehr im Gedächtnis geblieben ...
STEFANIE:
Die Superstars haben gemeinsam eine CD aufgenommen. Hier kommt auch Stefanie, die gleich in der ersten Entscheidungssendung raus gewählt wurde, zum Zuge und zeigt großes gesangliches Talent.
FAZIT:
Mittlerweile bin ich schon gespannt, wer das Rennen bei den Superstars macht. In den Entscheidungsshows zeigt sich jede Woche wieder, dass alle Finalteilnehmer große stimmliche Möglichkeiten haben. Auch wenn es wahrscheinlich der Spannung der Sendung gut tut: Ich finde es sehr schade, dass Judith freiwillig ausgestiegen ist. Denn sie war für mich und andere die Beste! Für mich ist inzwischen Juliette die Favoritin, doch es bleibt dennoch spannend, da jede Woche die Karten neu gemischt werden und damit jeder Kandidat erneut die Chance hat, zu überzeugen und Gefahr läuft, mit einem weniger guten Auftritt dann doch nicht weiter zu kommen...
Wer mag: Einfach mal reinschauen: Samstags, 21.15 Uhr bei RTL. Um 23.15 Uhr werden dann die Abstimmungsergebnisse des telefonischen Zuschauerwahlverfahrens bekannt gegeben.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-12-14 17:13:32 mit dem Titel Eine Frau wird gewinnen ... (DSDS 2. Staffel)
... so lautet wenigstens meine momentane Hoffnung bei der zweiten Staffel von Deutschland sucht den Superstar. In diesem neuen Durchgang hat RTL gleich dreizen Kandidaten in die Mottowshows geschickt. Ich konzentriere mich auf die letzten zehn und das Drumherum.
WAS IST DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR:
Nunja, ich denke zwar, dass (fast) jeder das inzwischen weiß. Doch für all die, die noch nicht davon gehört haben: Der Fernsehsender RTL veranstaltet nun zum zweiten Mal eine riesigen Castingshow. In zahllosen deutschen Städten konnten Gesangstalente und die, die sich dafür halten, dem Votum einer vierköpfigen Jury stellen. Aus den besten fünfzig wurde in einer Art Vorentscheidung von sechs Top-50-Shows (größtenteils per Telefonabstimmung der Zuschauer) 12 Leute, da sich hier das Expertenquartett nicht ganz einigen konnte, wurden dann sogar de Fakto 13 Leute in die Endrunde gelassen.
Jeden Samstag (abgesehen von den Wetten-dass-Samstagen) müssen oder dürfen die Finalisten dann zu einem bestimmten Motto antreten, jede Woche wieder scheidet einer der Kandidaten aus.
Der Reiz der Show: Leute, von denen einige wirklich gute Stimmen haben, erlebt man in verschiedenstens Musikstilen (da ja Themen vorgegeben werden) und kann so (junge) Menschen erleben, die sich extrem wandlungsfähig und beständig zeigen und die vielleicht einmal mit ihren musikalischen Talenten ganz groß raus kommen.
DIE JURY:
Hier habt man vier Experten, die schon aus der ersten Staffel bekannt sind:
THOMAS STEIN: Der Musikprodukzent ist der Senior in der Runde. Oft erzürnt er das Publikum durch seine sehr harten Urteile. Für mein Gefühl sind seine Einschätzungen aber auch von großer beruflicher Erfahrung im Musikgeschäft geprägt. Klar, vieles ist Geschmacksache, und so kann auch ich nicht immer mit Onkel Stein, wie er auch genannt wird, überein stimmen, aber doch immer mal wieder.
SHAUNA FRAZER: Die einzige Frau im Quartett ist Engländerin, Musikjournalistin und mir von der Art ihrer Kritik an den Kandidaten am sympathischsten. Sie sagt zwar, was sie denkt, und wenn es notwendig ist, sind ihre Urteile auch für die Teilnehmer unangenehm. Doch meist verpackt sie ihre Kritik auch nett, so das bei ihr, anders als bei den männlichen Juroren, selten jemand total geknickt die Bühne verlassen muss.
THOMAS BUCK: Mir als Nordrhein Westfälin ist er als Einslive-Moderator bekannt. Vom Typ her (groß,
Schlank, kurze, etwas lichtere Haare, Brille) hätte ich mir den Mann aus dem Radio anders vorgestellt. Manchmal können auch Bucks Urteile recht heftig sein. Auf mich wirkt er am sprödesten von den Vieren.
DIETER BOHLEN: Der ehemalige Modern Talking Mann hat mit Deutschland Sucht den Superstar seine Popularität gigantisch gesteigert. Leider, aus meiner Sicht. Denn mein Fall ist er gar nicht. Zunächst machte er als harter Knochen mit heftigen Sprüchen in den Vorrunden der ersten Staffel von sich reden. In den Mottoshows spielt Dida aber dann meist den guten Onkel, der gerne verbale Streicheleinheiten verteilt und als Strahlemann fungieren will. Meine Sympathien gewinnt er mit der Schleimerei nicht.
DIE MODERATOREN:
Ich verstehe RTL wirklich nicht. Bei der ersten Staffel, von der die Macher vielleicht nicht ahnen könnten, dass sie eine sehr hohe Popularität erreichen würde, hat mich das Moderatorendoppel schon entsetzt. Umso weniger kann ich verstehen, dass ausgerechnet diese beiden wieder durchs Programm führen.
MICHELLE HUNZIKER: Optisch mag sie aus Männersicht ein Traum sein. Alle, die mir jetzt widersprechen, kann ich beglückwünschen. Sie ist eine langhaarige, schlanke Blondine und die Ex von Italo-Sänger Eros Ramazotti. Als Moderatorin halte ich Hunziker für eine abolute Doppel-Null. Ich muss zwar zugeben, dass sich ihr holpriges Deutsch einen Hauch gebessert hat und auch ihre Moderationen nicht mehr ganz so gestelzt wirken, wie in der ersten Staffel. Doch insgesamt finde ich sie unprofessionel und unsympathisch. Da hat mir Yvonne Catterfeld, die mal aushilfsweise in der Vorrunde für Hunziker moderieren dürfte, wesentlich besser gefallen.
KARSTEN SPENGEMANN: Was Hunziker optisch für die Männer sein mag (vielleicht auch nicht), das ich Spengemann für uns Frauen. Ich gebe es ja zu schlecht aussehend finde ich ihn nicht. Und seine Moderationen halte ich für sicherer als die seiner Kollegin. Doch die ganze Art (auch wie er sie in der Sendung umfaßt) wirkt auf mich gestelzt ...
DIE KANDIDATEN:
ELLI: Sie fällt durch rot gefärbte, wuschelige Haare und eine Brille auf. Aber nicht nur dadurch. Wer Eli mal gehört hat, erinnert sich (vielleicht) auch an ihre rauchige, röhrige Stimme. Mit der hält sie exzellent den Ton. Für mich ist Eli eine Type und ein echtes Talent. Ich hoffe, dass es ihr gelingt, mehr daraus zu machen und drücke ihr die Daumen, dass sie in den Mottoshows ganz weit kommt, vielleicht ja sogar ganz nach vorne.
ANKE: Ich habe nicht alle Sendungen gesehen, nein, denn ich bin nicht süchtig. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass Anke in der sechsten Vorentscheidungsshow weiter gekommen ist. Zu Recht, wie ich meine. Denn auch sie hat eine starke Stimme.
DENISE: Ganz leise, aber auch mal ganz gewaltig, Denise mit den blonden und gewellten Haaren hat eine große Bandbreite zu bieten. Auch sie gilt für mich als eine Favoritin für einen der ganz oberen Plätze. Und ich hoffe für sie, dass sie da auch landet. Denn mir ist es sympathisch, dass sie dabei nicht die abgemagerte Figur mancher schon berühmter Sängerinnen hat.
PHILLIPE: Sein Mund, ein ganzes Orchester, eine Musikmaschine, Phillipe ist ein etwas anderer Typ mit Ring in der Lippe, unsicher, aber doch richtig gut. Bei ihm gerät der strenge Stein ins Schwärmen, weil er Phillipe als Type mag. Und auch seine Auftritte, z.B. mit Liedern von Justin Timberlake. Optisch ist Phillipe auch nicht gerade der Typ Solo-Superstar. Doch was nicht ist, kann ja vielleicht noch werden.
GUNTHER: Von den männlichen Finalisten erfüllt er (zusammen mit Benny) noch am ehesten optisch das Bild vom Superstar. Auch er kam über die Zweite-Chance-Show ins Finale, machte mit einem Kopfstimmen-Auftritt (helle Stimme, fast wie bei einem Eunuchen) mit einem Michael Jackson Titel für mich keine glückliche Figur. Ich schätze, dass er einer der nächsten ist, die gehen müssen.
AIDA: Hübsch ist die Bosnierin, und in den Interviews wirkt sie auch immer sympathisch. Doch ob das reicht? Bei der Jury ist immer wieder Kritik heraus zu hören, und so schätze ich, dass sie mit ihrer guten, aber nicht herausragenden Leistung auch nicht unter die letzten fünf kommen wird.
JUDITH: Judith? Da war doch was? Ja, Judith hieß meine Favoritin der ersten Staffel? Moment? Ja, Judith war diejenige, die selber ausgestiegen ist und jetzt mit ihrer schönen, kraftvollen Stimme schon zwei Lieder heraus gebracht hat. Die jetzige Judith ist allerdings einen Hauch jünger (Jahrgang 86), erinnert mich eher einen Hauch an Vanessa (erweckt bei Bohlen auch einen ähnlichen Schutzinstinkt) und ist immer Wackelkandidatin. Mein Tipp: bei den Superstars kommt auch sie nicht sehr weit.
BENNY:
Niiiiiedlich, das mögen manche kleinen Mädchen bei seinem Anblick denken. Dazu hat Benny noch eine ganz ordentliche Stimme, ähnelt vom Typ her entfernt an den Gewinner der ersten Superstar-Staffel, Alexander. Für mich ist er Top-Fünf-verdächtig, wenn ihn nicht auf männlicher Seite die beiden echten Typen, Lorenzo und Phillipe aus dem Feld schlagen.
KEMI:
Wenn es um Soul geht, dann ist die dunkelhäutige Kemi ganz weit vorn. Bei anderen Stilrichtungen könnte sie aber doch zur Wackelkandidatin werden. Eine Prognose fällt mir bei ihr schwer, denn im Endeffekt könnte sie schon in der Runde der letzten acht rausfliegen oder es sogar unter die Top 3 schaffen.
LORENZO: Ab und an wird er mit Daniel Kübelböck verglichen. Ähnlich wie der verrückte Bayer aus der ersten Staffel wirkt Lorenzo schrill, abgedreht und für einen männlichen Kandidaten auch einen Hauch feminin. Doch auch wenn er nicht mein persönlicher Fall ist, so denke ich, dass Lorenzo eine bessere Stimme als Daniel hat. An sich hätte ich darauf getippt, dass Lorenzo es auch unter die letzten fünf oder sechs schaffen wird, zumal bei der Show der letzten 10 die Kritik der Jury für ihn gar nicht schlecht ausfiel. Doch die Zuschauer sahen das wohl anders und wählten ihn raus.
WANN UND WO?
Die Superstars werden live aus Köln gesendet, immer wieder samstags, um 21.15 Uhr bei RTL. Die Entscheidung findet ja per Telefonanrufen der Zuschauer statt. Etwa eine Dreiviertelstunde nach Ende der Mottoshow geben dann Hunziker/Spengemann den Kandidaten und Zuschauern die Ergebnisse bekannt.
FAZIT:
Kann ein neuer Aufguß so gut sein, wie das Original. Bei der ersten Staffel war ich sehr skeptisch, vor allem wegen Dieter Bohlen. Jetzt gucke ich, nicht immer, aber immer mal wieder, trotz Dieter Bohlen. Denn erneut haben die Caster von RTL einige sehr gute Talente gefunden. Und ich finde es spannend mitzuerleben, wie die sich immer weiter entwickeln, immer besser werden und live großartige Leistungen bringen. Klar sind da auch schiefe Töne ab und an dazwischen. Doch die stören mich dann in der Regel nicht so. Ich singe schließlich viel schiefer! ;-) Wer mich stört, dass ist Michelle Hunziker und ein Stück weit Karsten Spengemann. Vielleicht erbarmt sich RTL hier doch noch mal und schickt bessere Leute ins Rennen. Bei den Frauen wäre z.B. mit der Aushilfsmoderatorin der Superstars, Yvonne Catterfeld, eine gute Alternative gefunden. Um noch mal auf die Kandidaten und auf meinen Titel zurück zu kommen: Ich rechne mit einem weiblichen Sieger. Nach jetzigem Stand (14.12.03) wären Elli, Anke oder Denise aus meiner Sicht heiße Anwärterinnen auf den zweiten deutschen Superstar-Titel.
Ach ja, wie ist die Produktbewertung? Ich gebe mal vier Sterne - aber man muss in der Stimmung für die Sendung sein. Sonst tun es auch weniger. weiterlesen schließen -
LIEBER TOT ALS DIETER BOHLEN
07.12.2003, 19:35 Uhr von
ralf0816
gute kunst,literatur,musik. politik ist sehr interessant, macht aber krank. es sei denn, man...Pro:
einblick in den abgrund
Kontra:
es reicht so schon
Empfehlung:
Nein
Es lässt sich nicht bestreiten: Deutschland sucht den Superstar.
Trauen wir einfach mal den Einschaltquoten, obwohl es immer wieder eine traurige
Erkenntnis ist, dass gerade bei einem großen Teil der jüngeren Bevölkerung
es sowohl in Bezug auf Verstand, Geschmack und Instinkt erschreckende Defizite
geben muss.
Was ist überhaupt Deutschland, was ist denn ein Superstar?
Deutschland ist scheinbar eine Ansammlung von Verblödeten mit einer üblen
Vergangenheit und einer Gegenwart, die immer unerfreulicher wird. An die Zukunft wollen wir erst gar nicht denken.
Jedes Jahr ein Jahrhundertsommer, eine Jahrhundertflut, hier ein Krieg, dort
eine „Hungerkatastrophe“.
Der Bevölkerung werden schnell aber sicher existenzielle Rechte geraubt,
die Bundesregierung führt „Krieg erst nach Außen und nun auch nach Innen, gegen Arbeitslose, Kranke, Alte, Arme und Kinder“. (K.H. Hansen in Konkret 11/03)
Die Stimmung steigt trotzdem, wir haben ja eine schon unüberschaubare Anzahl an „Superstars“, früher bezeichnete man die Beatles oder so gerade noch Madonna als
so was, heute gibt es Dieter und Gisela, morgen Hans, Franz, Veronika.
Man kann sogar direkten Einfluss auf die Auswahl derselben nehmen, einfach anrufen und bei einem Tarif von 0,49€ aktive Demokratie leben.
Es ist möglich, so oft anrufen bis die ganze Familie wegen einer Telefonrechnung
den Offenbarungseid leisten muss.
Das Konzept „Superstar“ basiert auf einer ekligen Mixtur menschlicher
Schwächen: Neid, Missgunst, Schadenfreude und der Gier nach dem schönen Schein.
Einen nicht unwesentlichen Aspekt nimmt die Dokumentation des Scheiterns der abgelehnten Bewerber ein.
Arme Schweine, teilweise offensichtlich psychisch gestört, dürfen ihre völlige Talentfreiheit demonstrieren, auch hier wird bei der Auswahl des zu sendenden Materials darauf geachtet, den niedrigsten Trieben des Publikums entgegenzukommen.
Bei der Jury ist eigentlich nur eine Person von Bedeutung.
Die anderen Beteiligten: Shona Fraza ist komischerweise Musik- Journalistin und hat schon ganz viele tolle Sachen gemacht(z.B MTV-Moderatorin, aber sind das nicht irgendwie alle?), die völlig spurlos an mir vorbeigegangen sind. Offensichtlich hält sie sich für hip und originell, was ich ihrem seltsamen Outfit entnehme.
Thomas Bug ist auch ganz vieles, Moderator, Journalist und
Vermittlungsagenturbesitzer. Auch ganz toll.
Thomas Stein ist auch hauptberuflich bei der BMG damit beschäftigt, wertlosen Mist zu produzieren und ihn unters Volk zu bringen. Ein Profi.
Dieter Bohlen ist die perfekte Verkörperung eines enthemmten Neo-Liberalismus,
raffgierig, unmoralisch, großmäulig.
Er selbst halluziniert sich als Musiker und Produzent, sein unbestreitbarer kommerzieller Erfolg bestärkt ihn in dieser Annahme.
Weite Qualifikationen und Vorlieben: Bei der Hinrichtung gescheiteter Kandidaten kann Bohlen die ganze Palette seiner psychischen Deformation zum Tragen bringen.
Das Äußere ist seine Welt, sein Geschmack ist der der allerletzten Proll´s aus der Pommesbude von nebenan.
Sein Frauenbild sollte eigentlich unter Strafe stehen, lange Beine, dicke Titten, volle Lippen. Unterwürfig, immer willig.
Bohlen ist sich der Armseligkeit seines Verhaltens nicht einmal bewusst, so das die Interpretation seines Verhaltens als Zynismus völlig daneben geht.
Der Mann ist krank und somit zu bedauern, was natürlich schwer fällt.
Wenn eine Gesellschaft solche Figuren zu Leitbildern erklärt, liegt einiges im argen.
Nicht nur Bohlens Omnipräsenz in den Trivialmedien, in der Werbung ist traurig, das er auch in sich selbst für „seriös“ haltenden Sendungen ein Forum bekommt, gibt doch arg zu denken.
Purer Materialismus, Gehässigkeit, schlecht versteckte Ressentiments gegen Schwule, Ausländer, Arme, die für ihn nur Loser und somit keine vollwertigen Menschen sind, machen ihn zu einer, trotz aller Lächerlichkeit, gefährlichen Figur.
Was lässt sich sonst noch über „Deutschland sucht den Superstar“ sagen?
Vergesst den ganzen Scheiß.
Wenn ihr mal ein (kleiner) Star werden wollt besorgt euch ein paar Instrumente, geht in die Garage und macht vernünftigen Sound.
Es darf ruhig ein bisschen lauter sein.
ã lota1900 weiterlesen schließen
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