Das Jugendgericht Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Unterhaltungswert:
- Informationsgehalt:
- Präsentation:
- Spaß:
- Spannung:
- Romantik:
Erfahrungsbericht von waterloo
Freispruch mit Bewährung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es ist Punkt 16 Uhr: die Türe zum Gerichtssaal öffnet sich: "Bitte erheben Sie sich!". Der Angeklagte nimmt Platz und das Verfahren wird eröffnet.Für alle Nicht-Juristen, wie ich es bin, ein paar Erläuterungen:
Die Sendung wird täglich von 16 bis 17 Uhr auf RTL ausgestrahlt. Zugleich übrigens auf SAT1 "Richter Alexander Hold", die Kopie (wie immer ist SAT1 ein bißchen hinten nach). Es werden immer 2 Fälle dargestellt, natürlich fiktiv, aber sie könnten durchaus auch real sein.
Der Angeklagte wird zunächst zu seinen Personalien befragt, danach liest der Staatsanwalt die Anklageschrift vor "Dem Angeklagten...wird folgender Sachverhalt zur Last gelegt..." . Der Angeklagte darf danach (er muß es aber nicht) Angaben zur Sache machen.
Es beginnt die Beweisaufnahme: Beweise für oder gegen den Angeklagten werden gesammelt, Zeugen werden verhört und im Zweifelsfalle auch vereidigt. Es gibt allerdings auch, ich wußte das vorher nicht, ein Aussageverweigerungsrecht für Familienangehörige des Angeklagten.
Schließlich die Schlußplädoyers von Staatsanwalt und Verteidiger, dann fällt die Richterin das Urteil. Im Falle einer erwarteten Jugenstrafe wird das Urteil als Schöffengericht gefällt, d.h. zwei "normale" Bürger fällen gleichberechtigt mit der Richterin das Urteil.
Die Darsteller: Richterin ist Frau Dr.Ruth Herz, sie urteilt sachlich, meist aber zugunsten der Staatsanwaltschaft (weil die Schuld sehr oft eindeutig bewiesen ist). Weiters Staatsanwalt Küchmeister, der mir aufgrund seiner trockenen Analysen und Bemerkungen fast am besten gefällt. Rechtsanwälte gibt es mehrere, am besten gefällt mir Herr Klagge, die anderen sind ein wenig farblos.
MEINE MEINUNG: Für den Laien bietet die Sendung die Möglichkeit, sich etwas mehr mit dem Strafrecht vertraut zu machen, was, finde ich, durchaus interessant ist.
Die Sendung bietet darüber hinaus einen gewissen Unterhaltungswert. Das gerade ist allerdings ein wenig der Negativpunkt: ein bißchen zuviel Show und etwas zu spektakulär. Manchmal ist es inhaltlich für eine Nachmittagssendung auch etwas daneben.
In einer Sendung beispielsweise wurde ein offenbar Geistesgestörter überführt, einen Mann durch einen Unfall getötet zu haben, weil er mit der Freundin des Angeklagten geschlafen hatte. Unter schallendem Gelächter erzählte er der Freundin des Opfers, wie "geil" es nicht gewesen sei, ihren Freund zu töten.
Danach stellte das Gericht fest, man ist eigentlich gar nicht
für Mord zuständig und müsse den Fall überweisen. Es ist also nicht unbedingt nötig, solche Fälle in dieser Art und Weise darzustellen.
Ich hoffe, die Sendung gleitet nicht allzu oft in diese Richtung ab.
GESAMTURTEIL dennoch: Freispruch mit Bewährungsauflage: weitermachen
Die Sendung wird täglich von 16 bis 17 Uhr auf RTL ausgestrahlt. Zugleich übrigens auf SAT1 "Richter Alexander Hold", die Kopie (wie immer ist SAT1 ein bißchen hinten nach). Es werden immer 2 Fälle dargestellt, natürlich fiktiv, aber sie könnten durchaus auch real sein.
Der Angeklagte wird zunächst zu seinen Personalien befragt, danach liest der Staatsanwalt die Anklageschrift vor "Dem Angeklagten...wird folgender Sachverhalt zur Last gelegt..." . Der Angeklagte darf danach (er muß es aber nicht) Angaben zur Sache machen.
Es beginnt die Beweisaufnahme: Beweise für oder gegen den Angeklagten werden gesammelt, Zeugen werden verhört und im Zweifelsfalle auch vereidigt. Es gibt allerdings auch, ich wußte das vorher nicht, ein Aussageverweigerungsrecht für Familienangehörige des Angeklagten.
Schließlich die Schlußplädoyers von Staatsanwalt und Verteidiger, dann fällt die Richterin das Urteil. Im Falle einer erwarteten Jugenstrafe wird das Urteil als Schöffengericht gefällt, d.h. zwei "normale" Bürger fällen gleichberechtigt mit der Richterin das Urteil.
Die Darsteller: Richterin ist Frau Dr.Ruth Herz, sie urteilt sachlich, meist aber zugunsten der Staatsanwaltschaft (weil die Schuld sehr oft eindeutig bewiesen ist). Weiters Staatsanwalt Küchmeister, der mir aufgrund seiner trockenen Analysen und Bemerkungen fast am besten gefällt. Rechtsanwälte gibt es mehrere, am besten gefällt mir Herr Klagge, die anderen sind ein wenig farblos.
MEINE MEINUNG: Für den Laien bietet die Sendung die Möglichkeit, sich etwas mehr mit dem Strafrecht vertraut zu machen, was, finde ich, durchaus interessant ist.
Die Sendung bietet darüber hinaus einen gewissen Unterhaltungswert. Das gerade ist allerdings ein wenig der Negativpunkt: ein bißchen zuviel Show und etwas zu spektakulär. Manchmal ist es inhaltlich für eine Nachmittagssendung auch etwas daneben.
In einer Sendung beispielsweise wurde ein offenbar Geistesgestörter überführt, einen Mann durch einen Unfall getötet zu haben, weil er mit der Freundin des Angeklagten geschlafen hatte. Unter schallendem Gelächter erzählte er der Freundin des Opfers, wie "geil" es nicht gewesen sei, ihren Freund zu töten.
Danach stellte das Gericht fest, man ist eigentlich gar nicht
für Mord zuständig und müsse den Fall überweisen. Es ist also nicht unbedingt nötig, solche Fälle in dieser Art und Weise darzustellen.
Ich hoffe, die Sendung gleitet nicht allzu oft in diese Richtung ab.
GESAMTURTEIL dennoch: Freispruch mit Bewährungsauflage: weitermachen
12 Bewertungen, 1 Kommentar
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26.02.2002, 17:37 Uhr von martino
Bewertung: sehr hilfreichschöne sendung. allerdings ein bisschen übertrieben.
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