Eishockey Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von danih14
Die besten Fans der Liga !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Eishockey in der DEL. Kann man das noch Sport nennen? Meiner Meinung nach nicht!
Wie meine EHC-Geschichte begann...
Wer kennt, im Ostteil der Stadt, nicht die Eisbären.
Das legendäre Ostteam, das sich gegen die bösen Westmannschaften behauptet.
Ich habe meine ersten Erfahrungen mit etwa 6 Jahren gesammelt.
Damals bin ich immer mit meinem Vater zum EHC gegangen.
Eigentlich nur, weil ich Würstchen essen dürfte und länger aufbleiben konnte.
Aber jeder hat seine eigenen Gründe.
Dann, etwa mit 13 Jahren, packte mich das EHC-Fieber.
Da ich direkt vor der Halle wohnte, versuchte ich kein Spiel zu verpassen.
Mein damaliges Budget war aber noch recht klein. Deshalb gelang es nicht immer jedes Spiel zu verfolgen.
Zum Thema Budget.
Damals habe ich für einen Stehplatz 7,50 DM gezahlt, wenn ich die Karte 3 Stunden vor Spielbeginn kaufte.
Wer seine Karte erst kurz vor dem Spiel kaufte, der zahlte 10 DM.
Da stand ich nun. Mit meinem EHC-Schal, direkt im berühmten D-Block.
Das ist der absolute Fanblock, direkt hinter dem Tor.
Leider verlor der EHC fast jedes Spiel. Aber das machte niemanden etwas aus.
Denn das war man gewohnt.
Obwohl es ein Wunder war, wenn der EHC einmal gewann oder unentschieden spielte, war immer eine gute Stimmung in der Halle.
Der Aufstieg des EHC...
Ich glaube, der Aufstieg begann im Jahr 1996.
In diesem Jahr schaffte es der EHC erstmals nach der Wende auf Platz vier zu gelangen.
Dieser erfolg sorgte für eine regelrechte Euphorie.
Man war stolz ein EHC-Fan zu sein.
Leider war dieser Erfolg auch mit einigen Opfern verbunden.
Denn der Großteil der Spieler waren Ausländer.
Dank Bosmann* hat es der EHC geschafft.
*Bosmann: Ein Fußballspieler der per Gerichtsbeschluß den Transfermarkt revolutionierte.
Trotz der vielen Ausländer, war es den Fans egal.
Denn ihr EHC hat es endlich geschafft.
Es wurde sogar erreicht, den Erzrivalen aus Westberlin, der BSC Preussen/Preussen Devils/ Berlin Capitals (wie auch immer sie sich gerade nannten), zu besiegen.
Das Highlight der Saison war das Viertelfinale.
Denn wer stand sich da Gegenüber, der EHC gegen die Preussen.
Und diesmal schaffte es der EHC auch. Sie warfen die Preussen aus dem Viertelfinale.
Das Leben war perfekt!
Diese Euphorie bemerkten leider auch die Funktionäre des EHC.
Es wurde die Vermarktung gesteigert und die Eintrittspreise erhöht.
Eine Stehplatzkarte kostete inzwischen bereits etwa 20 DM.
Erfolg kostet Geld!
Die Fans des EHC...
Was haben die Fans des EHC schon alles durchmachen müssen.
Nachdem der EHC (damals noch Dynamo) in der DDR mehrmals die Meisterschaft gewann, war es ab der Wende aus mit dem Siegen.
Obwohl ich sagen muss, dass es nicht schwer war in der DDR Eishockey-Meister zu werden. Denn in der DDR gab es nur eine 2-Mannschaften-Liga. (ehrlich!)
Das hieß, entweder Meister oder Vizemeister.
Nach der Wende kam dann die große Durststrecke.
Niederlage über Niederlage, Abstieg, Aufstieg, 18.Platz, 17.Platz.
Das mussten die Fans alles ertragen.
Trotz dieser schwachen Mannschaft wurden die Spiele immer reichlich besucht.
An guter Stimmung fehlte es nie bei den Spielen.
Und als dann noch der EHC gewann, gab es keinen Halt mehr.
Das Stadion war wieder und wieder ausverkauft.
Die Fans kauften Trikots, Schals und Sonstiges.
Wer nicht mit einem Trikot zum Spiel gekommen ist, der ist aufgefallen.
Jedes mal, wenn ich zum EHC ging, wurde ich von der Atmosphäre überwältigt.
Es heißt nicht umsonst, dass der EHC die besten Fans der Liga hat.
Jedes Spiel war ein riesen Spektakel. Und die Fans ließen sich immer bessere Dinge einfallen.
Die Sprüche und Tänze wurden immer frecher und spaßiger.
Egal, ob verloren oder gewonnen, es hatte sich immer gelohnt ein Spiel zu besuchen.
Veränderung der Liga anhand des Beispiels EHC...
Der EHC ist Paradebeispiel dafür das DEL-Eishockey nicht mit Sport verglichen werden kann.
Denn etwa 2 Jahre nach dem großen Aufstieg des EHC wurde ein zweites Mal aufgeräumt.
Viele Spieler wurden durch andere ausländische Spieler ersetzt.
Beim Spiel wusste man überhaupt nicht mehr, wen man anfeuern sollte, da einem die Namen völlig unbekannt waren.
Und so ging das Saison für Saison. Immer mehr bekannte Spieler wurden verkauft.
Und was hat es gebracht. Nichts!
Die neuen Spieler waren auch nicht besser als die alten.
Mehr und mehr bemerkte man die steigende Distanz des Klubs zu den Fans.
Es wurde zwar immer die Identifizierung des der Fans mit dem Klub angepriesen.
Doch das gab es schon seit 1996 nicht mehr.
Die Eintrittspreise wurden teuerer. Es wurden immer mehr Fanartikel auf den Markt geworfen.
Nur deshalb, dass der kleine dumme EHC-Fan noch mehr Geld für seinen Klub ausgibt.
Für mich war die Abschlussfeier im Jahr 1999 die Krönung.
Erst einmal war sie mitten in der Woche. Denn man hat ja sonst nichts besseres zu tun, als am Montag Nachmittag in eine Eishalle zu gehen.
Dann hieß es, die Spieler kommen erst abends in die Halle.
Mit der Versteigerung der Originaltrikots wurde natürlich schon begonnen. Es war so langweilig, dass ich schon nach einer Stunde gegangen bin.
Später habe ich dann erfahren, dass die Spieler doch schon nachmittags aufs Eis gekommen sind.
Anscheinend haben die Fans nicht genug gekauft.
Ab diesem Tag hatte ich den Entschluss gefasst, dass diese Liga und dieser Verein nur auf das Geld der Fans aus sind.
Und seitdem bin ich nur noch selten zum Spiel gegangen.
Denn diese Einstellung der Klubführung hatte mir grundlegend die Lust auf den EHC verdorben.
Fazit...
Der EHC hat es geschafft. Die Identifikation der Fans zu ihrem Ostverein ist weg.
Mich haben sie dadurch verloren. Und ich war ein überaus beigeisterter EHC-Fan.
Immer wenn ich neue Berichte über den EHC und ihren neuen Stars lese, dann schlage ich die Hände über den Kopf zusammen.
Wie konnte so etwas nur passieren.
Ich wünschte es wäre wieder wie zu alten Zeiten.
Leider ist dieser Trend in vielen anderen Sportarten ebenfalls zu verzeichnen.
Denn es heißt, "Geld regiert die Welt. Ohne Rücksicht auf Verluste."
Danke EHC!
P.S.
Ich hoffe, euch hat mein kleines Statement zum Nachdenken verleitet.
Wie meine EHC-Geschichte begann...
Wer kennt, im Ostteil der Stadt, nicht die Eisbären.
Das legendäre Ostteam, das sich gegen die bösen Westmannschaften behauptet.
Ich habe meine ersten Erfahrungen mit etwa 6 Jahren gesammelt.
Damals bin ich immer mit meinem Vater zum EHC gegangen.
Eigentlich nur, weil ich Würstchen essen dürfte und länger aufbleiben konnte.
Aber jeder hat seine eigenen Gründe.
Dann, etwa mit 13 Jahren, packte mich das EHC-Fieber.
Da ich direkt vor der Halle wohnte, versuchte ich kein Spiel zu verpassen.
Mein damaliges Budget war aber noch recht klein. Deshalb gelang es nicht immer jedes Spiel zu verfolgen.
Zum Thema Budget.
Damals habe ich für einen Stehplatz 7,50 DM gezahlt, wenn ich die Karte 3 Stunden vor Spielbeginn kaufte.
Wer seine Karte erst kurz vor dem Spiel kaufte, der zahlte 10 DM.
Da stand ich nun. Mit meinem EHC-Schal, direkt im berühmten D-Block.
Das ist der absolute Fanblock, direkt hinter dem Tor.
Leider verlor der EHC fast jedes Spiel. Aber das machte niemanden etwas aus.
Denn das war man gewohnt.
Obwohl es ein Wunder war, wenn der EHC einmal gewann oder unentschieden spielte, war immer eine gute Stimmung in der Halle.
Der Aufstieg des EHC...
Ich glaube, der Aufstieg begann im Jahr 1996.
In diesem Jahr schaffte es der EHC erstmals nach der Wende auf Platz vier zu gelangen.
Dieser erfolg sorgte für eine regelrechte Euphorie.
Man war stolz ein EHC-Fan zu sein.
Leider war dieser Erfolg auch mit einigen Opfern verbunden.
Denn der Großteil der Spieler waren Ausländer.
Dank Bosmann* hat es der EHC geschafft.
*Bosmann: Ein Fußballspieler der per Gerichtsbeschluß den Transfermarkt revolutionierte.
Trotz der vielen Ausländer, war es den Fans egal.
Denn ihr EHC hat es endlich geschafft.
Es wurde sogar erreicht, den Erzrivalen aus Westberlin, der BSC Preussen/Preussen Devils/ Berlin Capitals (wie auch immer sie sich gerade nannten), zu besiegen.
Das Highlight der Saison war das Viertelfinale.
Denn wer stand sich da Gegenüber, der EHC gegen die Preussen.
Und diesmal schaffte es der EHC auch. Sie warfen die Preussen aus dem Viertelfinale.
Das Leben war perfekt!
Diese Euphorie bemerkten leider auch die Funktionäre des EHC.
Es wurde die Vermarktung gesteigert und die Eintrittspreise erhöht.
Eine Stehplatzkarte kostete inzwischen bereits etwa 20 DM.
Erfolg kostet Geld!
Die Fans des EHC...
Was haben die Fans des EHC schon alles durchmachen müssen.
Nachdem der EHC (damals noch Dynamo) in der DDR mehrmals die Meisterschaft gewann, war es ab der Wende aus mit dem Siegen.
Obwohl ich sagen muss, dass es nicht schwer war in der DDR Eishockey-Meister zu werden. Denn in der DDR gab es nur eine 2-Mannschaften-Liga. (ehrlich!)
Das hieß, entweder Meister oder Vizemeister.
Nach der Wende kam dann die große Durststrecke.
Niederlage über Niederlage, Abstieg, Aufstieg, 18.Platz, 17.Platz.
Das mussten die Fans alles ertragen.
Trotz dieser schwachen Mannschaft wurden die Spiele immer reichlich besucht.
An guter Stimmung fehlte es nie bei den Spielen.
Und als dann noch der EHC gewann, gab es keinen Halt mehr.
Das Stadion war wieder und wieder ausverkauft.
Die Fans kauften Trikots, Schals und Sonstiges.
Wer nicht mit einem Trikot zum Spiel gekommen ist, der ist aufgefallen.
Jedes mal, wenn ich zum EHC ging, wurde ich von der Atmosphäre überwältigt.
Es heißt nicht umsonst, dass der EHC die besten Fans der Liga hat.
Jedes Spiel war ein riesen Spektakel. Und die Fans ließen sich immer bessere Dinge einfallen.
Die Sprüche und Tänze wurden immer frecher und spaßiger.
Egal, ob verloren oder gewonnen, es hatte sich immer gelohnt ein Spiel zu besuchen.
Veränderung der Liga anhand des Beispiels EHC...
Der EHC ist Paradebeispiel dafür das DEL-Eishockey nicht mit Sport verglichen werden kann.
Denn etwa 2 Jahre nach dem großen Aufstieg des EHC wurde ein zweites Mal aufgeräumt.
Viele Spieler wurden durch andere ausländische Spieler ersetzt.
Beim Spiel wusste man überhaupt nicht mehr, wen man anfeuern sollte, da einem die Namen völlig unbekannt waren.
Und so ging das Saison für Saison. Immer mehr bekannte Spieler wurden verkauft.
Und was hat es gebracht. Nichts!
Die neuen Spieler waren auch nicht besser als die alten.
Mehr und mehr bemerkte man die steigende Distanz des Klubs zu den Fans.
Es wurde zwar immer die Identifizierung des der Fans mit dem Klub angepriesen.
Doch das gab es schon seit 1996 nicht mehr.
Die Eintrittspreise wurden teuerer. Es wurden immer mehr Fanartikel auf den Markt geworfen.
Nur deshalb, dass der kleine dumme EHC-Fan noch mehr Geld für seinen Klub ausgibt.
Für mich war die Abschlussfeier im Jahr 1999 die Krönung.
Erst einmal war sie mitten in der Woche. Denn man hat ja sonst nichts besseres zu tun, als am Montag Nachmittag in eine Eishalle zu gehen.
Dann hieß es, die Spieler kommen erst abends in die Halle.
Mit der Versteigerung der Originaltrikots wurde natürlich schon begonnen. Es war so langweilig, dass ich schon nach einer Stunde gegangen bin.
Später habe ich dann erfahren, dass die Spieler doch schon nachmittags aufs Eis gekommen sind.
Anscheinend haben die Fans nicht genug gekauft.
Ab diesem Tag hatte ich den Entschluss gefasst, dass diese Liga und dieser Verein nur auf das Geld der Fans aus sind.
Und seitdem bin ich nur noch selten zum Spiel gegangen.
Denn diese Einstellung der Klubführung hatte mir grundlegend die Lust auf den EHC verdorben.
Fazit...
Der EHC hat es geschafft. Die Identifikation der Fans zu ihrem Ostverein ist weg.
Mich haben sie dadurch verloren. Und ich war ein überaus beigeisterter EHC-Fan.
Immer wenn ich neue Berichte über den EHC und ihren neuen Stars lese, dann schlage ich die Hände über den Kopf zusammen.
Wie konnte so etwas nur passieren.
Ich wünschte es wäre wieder wie zu alten Zeiten.
Leider ist dieser Trend in vielen anderen Sportarten ebenfalls zu verzeichnen.
Denn es heißt, "Geld regiert die Welt. Ohne Rücksicht auf Verluste."
Danke EHC!
P.S.
Ich hoffe, euch hat mein kleines Statement zum Nachdenken verleitet.
11 Bewertungen, 3 Kommentare
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12.05.2002, 13:53 Uhr von Juliaroberts13
Bewertung: sehr hilfreichDas ist überall so und nicht nur im Sport, sondern auch im Show-Business..... BYE ANGY
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17.02.2002, 23:46 Uhr von gOtNoPhEaR
Bewertung: sehr hilfreichKewl, mein Cousin ist auch beim EHC, aber als Eisschnelläufer. Ist jetzt im Moment auch in Salt Lake City. Bester duetscher auf 500m! Greetz, gOtNoPhEaR
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17.02.2002, 23:34 Uhr von madhead
Bewertung: sehr hilfreichKennst Du die fans vom ETC Crimmitschau? Interessanter Bericht! Sanfte Grüße vom Madhead
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