Erfahrungsbericht von MONETIX
Mensch Papa !!! -Vater sein ist ganz schön stressig !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Gestern (am Samstag) war ich mit meiner Tochter Sarah Kaye und meiner Frau in Mainz um den Kinderumzug zu sehen. Da dort natürlich jede Menge Betrieb war musste ich meine Tochter ca. 1,5 Stunden auf den Schultern tragen, damit sie etwas sehen konnte. Dabei fiel mir eine kleine Anekdote vom letzten Sommer ein, die ich jetzt hier berichte.
Jeder kennt die körperlichen Anstrengungen der Mutterschaft, vorallem die Mütter.
Doch bei allem Respekt: Wenn das Kleine ein Jahr alt ist, wird Vaterschaft zum harten Ausdauersport.
Der Papa trägt das Kind/die Kinder zum Auto, fährt mit ihnen Berg- und Talbahn, schleppt sie huckepack.
Gewiss, eine Schwangerschaft ist kein Spaziergang, aber wisst ihr was es heisst, sieben oder acht Jahre lang zwölf bis 30 Kilogramm am Hals hängen zu haben? Hinzu kommt, dass der Vaterschaftsstress oft völlig überraschend auftritt.
An einem Samstag im letzten Sommer hatten wir den Edersee in Nordhessen besucht, als mich meine Tochter überfiel:\"Papa, können wir nicht auch Tretboot fahren? Bitte!Bitte!\"
An der Bootsverleihstelle paddelten zahlreiche Familien herum. Es gab kein entrinnen.
\"Macht 10 Euro für eine Stunde\", sagte ein junger Mann mit Matrosekappe. \"Um 16.00 Uhr müssen Sie aber zurück sein, sonst berechnen wir eine halbe Stunde mehr\", bekam ich noch mit auf den Weg.
In den ersten Minuten ging alles glatt. Meine Frau und meine Tochter schienen wunschlos glücklich.
Mir war war jedoch inzwischen klar, was die Beiden nicht wussten: Sich durch völlig ruhiges Wasser zu bewegen erfordert die Energie eines Kraftwerks für eine mittlere Stadt.. Ich trat wie wild in die Pedale, und bald hatte ich keinerlei Gefühl mehr in den Beinen.
Meine Frau sah mein Gesicht und rief:\"Ist alles in Ordnung, Günter?\" Ich antwortete mit einer berugigenden Geste.
\"Günter, mir wäre wohler, wenn du etwas sagen würdest.\" Ich winkte abermals ab.
Sarah fragte:\"Papa, warum können wir nicht soweit rausfahren wie die anderen?\"
Sie zeigte auf einen Tretbootfleck in der Ferne.
Dann wurde der Himmel dunkel, und das Wasser wurde rauh. Als ich mich umblickte, sah ich eine Armada von Tretbooten, in denen Väter mit hochroten Köpfen wie verrückt gegen den, inzwischen aufgekommenen, Wind anstrampelten und gegen die immer rascher verfliessende Zeit.
Ich hatte es nicht geschafft. Meine Frau sagte:\"Wir haben 16.05 Uhr!\" Meine Tochter nur:\"Mensch, Papa!\"
Als ich schliesslich aus dem Boot stieg, fiel ich beinahe ins Wasser. Mein linkes Bein war danach bis zum Hintern pitschnass. Einer meiner Schuhe sank über 3,00 m in die Tiefe. Beim hochklettern stiess ich mir einen Splitter ins Knie.
Ringsum taumelten Väter aus Booten und brachen zusammen.
Der junge Bootsverleiher sah aus als wolle er etwas wegen der Zeitüberschreitung sagen, aber da knurrte ich ihn an:\"Ich denk nicht im Traum daran!\"
Ich legte eine Decke auf den Fahrersitz und setzte mich mit nur einem Schuh ans Steuer.
Am Schlagbaum fragte der Kontrolleur, dem wohl meine Angeschlagenheit aufgefallen war:\"Alles in Ordnung?\"
\"Papa hat nur einen Schuh an\", antwortete Sarah hilfsbereit.
\"Sie sollten nicht ohne Schuhe Auto fahren\", meinte er, als er den Kopf in den Wagen steckte. Ich hielt den Mund und fuhr an.
\"Muss Papa jetzt ins Gefängnis, Mama?\" fragte Sarah.
\"Niemand muss ins Gefängnis\", brachte meine Frau unter Lachen hervor.
\"Du hast gut lachen\", dachte ich,\"mit trockener Kleidung und Geburtswehen in Ferner Erinnerung, da kann man sich leicht über andere amüsieren.\"
Auf der Rückfahrt nach Hause erholte ich mich dann soweit, das ich schon wieder Pläne für den nächsten Ausflug schmieden konnte.
Und das es nicht wirklich geschadet hat sieht oder liest man ja: Ich lebe!!!
Ich bin mir ziemlich sicher, das es nicht nur mir so geht und wünsche auf diesem Wege allen Vätern und werden Vätern viel Ausdauer und ein dickes Fell.
Ich grüsse aber auch alle Mütter und werdenden Mütter, denn ohne Sie wären diese Kraftakte gar nicht möglich *grins*.
Einen schönen Sonntag noch und viel Spass beim nächsten Ausflug (mit Kind/Kinder), sowie vielen Dank fürs lesen und bewerten, wünscht, Günter.
Jeder kennt die körperlichen Anstrengungen der Mutterschaft, vorallem die Mütter.
Doch bei allem Respekt: Wenn das Kleine ein Jahr alt ist, wird Vaterschaft zum harten Ausdauersport.
Der Papa trägt das Kind/die Kinder zum Auto, fährt mit ihnen Berg- und Talbahn, schleppt sie huckepack.
Gewiss, eine Schwangerschaft ist kein Spaziergang, aber wisst ihr was es heisst, sieben oder acht Jahre lang zwölf bis 30 Kilogramm am Hals hängen zu haben? Hinzu kommt, dass der Vaterschaftsstress oft völlig überraschend auftritt.
An einem Samstag im letzten Sommer hatten wir den Edersee in Nordhessen besucht, als mich meine Tochter überfiel:\"Papa, können wir nicht auch Tretboot fahren? Bitte!Bitte!\"
An der Bootsverleihstelle paddelten zahlreiche Familien herum. Es gab kein entrinnen.
\"Macht 10 Euro für eine Stunde\", sagte ein junger Mann mit Matrosekappe. \"Um 16.00 Uhr müssen Sie aber zurück sein, sonst berechnen wir eine halbe Stunde mehr\", bekam ich noch mit auf den Weg.
In den ersten Minuten ging alles glatt. Meine Frau und meine Tochter schienen wunschlos glücklich.
Mir war war jedoch inzwischen klar, was die Beiden nicht wussten: Sich durch völlig ruhiges Wasser zu bewegen erfordert die Energie eines Kraftwerks für eine mittlere Stadt.. Ich trat wie wild in die Pedale, und bald hatte ich keinerlei Gefühl mehr in den Beinen.
Meine Frau sah mein Gesicht und rief:\"Ist alles in Ordnung, Günter?\" Ich antwortete mit einer berugigenden Geste.
\"Günter, mir wäre wohler, wenn du etwas sagen würdest.\" Ich winkte abermals ab.
Sarah fragte:\"Papa, warum können wir nicht soweit rausfahren wie die anderen?\"
Sie zeigte auf einen Tretbootfleck in der Ferne.
Dann wurde der Himmel dunkel, und das Wasser wurde rauh. Als ich mich umblickte, sah ich eine Armada von Tretbooten, in denen Väter mit hochroten Köpfen wie verrückt gegen den, inzwischen aufgekommenen, Wind anstrampelten und gegen die immer rascher verfliessende Zeit.
Ich hatte es nicht geschafft. Meine Frau sagte:\"Wir haben 16.05 Uhr!\" Meine Tochter nur:\"Mensch, Papa!\"
Als ich schliesslich aus dem Boot stieg, fiel ich beinahe ins Wasser. Mein linkes Bein war danach bis zum Hintern pitschnass. Einer meiner Schuhe sank über 3,00 m in die Tiefe. Beim hochklettern stiess ich mir einen Splitter ins Knie.
Ringsum taumelten Väter aus Booten und brachen zusammen.
Der junge Bootsverleiher sah aus als wolle er etwas wegen der Zeitüberschreitung sagen, aber da knurrte ich ihn an:\"Ich denk nicht im Traum daran!\"
Ich legte eine Decke auf den Fahrersitz und setzte mich mit nur einem Schuh ans Steuer.
Am Schlagbaum fragte der Kontrolleur, dem wohl meine Angeschlagenheit aufgefallen war:\"Alles in Ordnung?\"
\"Papa hat nur einen Schuh an\", antwortete Sarah hilfsbereit.
\"Sie sollten nicht ohne Schuhe Auto fahren\", meinte er, als er den Kopf in den Wagen steckte. Ich hielt den Mund und fuhr an.
\"Muss Papa jetzt ins Gefängnis, Mama?\" fragte Sarah.
\"Niemand muss ins Gefängnis\", brachte meine Frau unter Lachen hervor.
\"Du hast gut lachen\", dachte ich,\"mit trockener Kleidung und Geburtswehen in Ferner Erinnerung, da kann man sich leicht über andere amüsieren.\"
Auf der Rückfahrt nach Hause erholte ich mich dann soweit, das ich schon wieder Pläne für den nächsten Ausflug schmieden konnte.
Und das es nicht wirklich geschadet hat sieht oder liest man ja: Ich lebe!!!
Ich bin mir ziemlich sicher, das es nicht nur mir so geht und wünsche auf diesem Wege allen Vätern und werden Vätern viel Ausdauer und ein dickes Fell.
Ich grüsse aber auch alle Mütter und werdenden Mütter, denn ohne Sie wären diese Kraftakte gar nicht möglich *grins*.
Einen schönen Sonntag noch und viel Spass beim nächsten Ausflug (mit Kind/Kinder), sowie vielen Dank fürs lesen und bewerten, wünscht, Günter.
Bewerten / Kommentar schreiben