Filmkritiken Testbericht

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Erfahrungsbericht von Libraia

Der Fluss - Nackenschmerzen in Taipeh

Pro:

sehr gute filmische Umsetzung eines wunderbaren Buches über Freundschaft

Kontra:

fällt mir wenig dazu ein

Empfehlung:

Nein

Der Fluss
"Der Fluss" ist ein Film des taiwanesischen Regisseurs Tsai Ming-Liang aus dem Jahre 1996.
Er ist jetzt (erst oder wieder?) in den Berliner Kinos angekommen, nachdem er 1997 den "Silbernen Bären" bei der Berlinale bekommen hatte.
Tsai Ming Liang hat den Ruf, einer der unkonventionellsten Filmemacher ganz Asiens zu sein.
Er gehört neben Edward Yang und Ang Lee zu den bekanntesten Regisseuren Taiwans. Der Held dieses Films tauchte auch schon in seinem früheren Film "Rebels of the neon god" von 1992 auf (hab ich aber ebenso wenig wie sein 1994 "Vive l'amour" gesehen).
Um einen kleinen Einblick in sein gesellschaftliches Credo zu zeigen, möchte ich einen auch für diesen Film sehr typischen Satz , den er in einem Interview einmal geäußert hat, zitieren:
"Der moderne Mensch hat verlernt, mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. Das ist es - die Leute können nicht mehr miteinander kommunizieren..."
Ich weiß ja nicht, ob man das wirklich so pauschal feststellen kann, aber eines kann ich sagen: die Menschen in seinem Film können es tatsächlich nicht so besonders gut.

Zum Inhalt:
Der junge Hsiao Kang, der noch bei seinen Eltern lebt, trifft bei einem Spaziergang auf eine frühere Freundin, die ihn dazu überredet, mit ihm zu Filmaufnahmen zu kommen.
Am Fluss müht sich eine Filmgruppe damit ab, eine Puppe als im trüben Wasser treibende Leiche zu posieren. Das will und will nicht gelingen, die Puppe sieht einfach nicht echt aus. Hsiao Kang erklärt sich bereit, trotz einigen Widerwillens wegen des stinkenden Wassers, die Leiche zu spielen und taucht unter.
Anschließend bekommt er ein Hotelzimmer gestellt, in dem er sich wieder waschen kann, das Mädchen bringt ihm frische Kleider ins Hotel.
Nach vielem und langem Duschen (der Fluss muss wohl extrem dreckig gewesen sein) und Abbürsten seines Körpers mit einer Zahnbürste (was sehr witzig anzuschauen ist), schläft er mit dem Mädchen. Dabei hängt sie sich irgendwie an ihn, indem sie seinen Hals umklammert. Das sah so aus, als ob sie mit ihrem ganzen Körper mehr oder weniger an seinem Nacken hält und auf und ab hüpft (wirkte nicht sehr erotisch auf mich, sondern sah eher nach Arbeit aus).
Was nun auch der wahre Grund gewesen sein mag, das schmutzige Wasser, die Nackenumklammerung des Mädchens oder die Fahrt auf dem Motorrad in noch feuchtem Zustand, auf alle Fälle wacht unser Held am nächsten Tag mit einem steifen und schmerzenden Hals auf.
Der Rest des Films beschäftigt sich nun mit Hsiao Kangs schmerzendem Nacken. Seine Eltern, mit denen er zusammen, oder besser gesagt nebeneinander her lebt, bringen ihn zu Ärzten, zu Wunderheilern, zu Geisterbeschwörern, Akupunkteuren, Chiropraktikern und schließlich ins Krankenhaus. Nichts scheint zu helfen. Linderung verspricht einzig Mutters Vibrator, den sie ihm freundlicherweise zur Verfügung stellt.
Auf einer Reise, die er mit seinem Vater zu dem Wunderheiler unternimmt, müssen sich die beiden einige Tage lang in einem Hotel einquartieren. Unabhängig voneinander begeben sie sich in eine Schwulensauna, in der es immer sehr direkt in dunklen Räumen zur Sache geht. Leider sind die Räume nun wirklich sehr dunkel, und man weiß nicht, mit wem man es denn so treibt.
Während Vater und Sohn also unwillentlich Inzest betreiben (immerhin hören dabei kurzfristig seine Schmerzen auf), versucht sich die Mutter zu Hause mit ihrem Geliebten, einem Hersteller von Pornovideos die Zeit zu vertreiben, was aber auch nicht sehr glücklich endet.
Eine Art Running Gag ist das Zimmer des Vaters, von dessen Decke es immerzu tropft. Er versucht, nachdem auch ein Handwerker nichts ausrichten kann, zuerst mit Eimern, später mit immer komplizierteren Konstruktionen das tropfende Wasser nützlichen Zwecken (Klospülung, Blumen gießen) zu zuleiten.
Während der Reise eskaliert alles. Die einsame Mutter sitzt im Esszimmer und das Wasser steigt langsam ihre Füße hoch.
Wird sie dem Wasser, das für mich auch den Verfall der Wohnung, der Familie, ihres Lebens symbolisiert, Herr werden? Wird Hsiao Kang geheilt? Wie werden Vater und Sohn in Zukunft miteinander umgehen?
Fragen über Fragen, nicht alle werden beantwortet.

Mein Eindruck:
Dieser Film ist einer, der sehr weit ab von Hollywood Mainstream ist.
Es wird sehr wenig gesprochen, man sieht einzelne Szenen sehr lange, vieles wird auch wiederholt in leicht abgewandelten Varianten. Auch ist es ein Film über Räume. Die Wohnung, die sehr groß, sehr schlicht und sehr schön ist (trotz des ständig tropfenden Wassers), wirkt wie eine handelnde Person. Auch die Aufnahmen am Fluss, beim Motorradfahren, beim Spazieren gehen nachts in der Stadt sind sehr ästhetisch, ruhig und eindrucksvoll.
Die Geschichte selbst verwirrte mich anfangs, da ich (wahrscheinlich wegen des Titels) lange dachte, es ginge um das schmutzige Wasser, das eine schlimme, tödliche Krankheit bei dem Jungen hervorrufen würde. Das war eine falsche Fährte (oder doch nicht?). Verwirrung kam sonst auch öfter noch auf, so denkt man manchmal, jetzt wird dies und jenes passieren, aber es folgt nicht das Erwartete. Also das Gegenteil von einem vorhersehbaren Film. Toll!
Eine wesentliche Rolle spielt der Humor. Das ist das eigentlich Sonderbare und ungewöhnlich Gute daran: Der Regisseur und die Schauspieler schaffen es, einerseits einen todtraurigen und andererseits einen absolut komischen (oft wurde gekichert während der Vorstellung) Film zu drehen.
Natürlich ist es tragisch und schlimm, die zunehmende Verzweiflung des Jungen und seinen Schmerzen zuzusehen, andererseits kriegt man sich fast nicht mehr ein, wenn er Motorrad fährt, sein Vater hinter ihm sitzt und ihm -da er selbst den Nacken nicht mehr bewegen kann - den Kopf jeweils in die richtige Richtung dreht. Oder wenn die Mutter sich in ihrem Zimmer einen Porno reinzieht und sich in Ermangelung ihres Vibrators ein Kissen zwischen die Beine steckt, weil der Sohn ja das Gerät für seinen schmerzenden Nacken braucht.
Ich werde nun nicht alle witzigen oder traurigen Stellen erzählen, vielleicht schafft es ja der eine oder andere, sich den "Fluss" anzuschauen, obwohl ich bezweifle, dass er sehr oft gezeigt werden wird.
Bemerkenswert fand ich noch, die Art wie die Familienmitglieder miteinander umgehen, sie leben zwar zusammen, aber jeder sehr für sich, ohne Streit oder Ärger, aber sprachlos und stumm. Dennoch zeigt die gemeinsame Sorge der Eltern um ihren Sohn und einige kurze Momente der Nähe, dass da doch etwas hinter der "gestörten Kommunikationsfähigkeit des modernen Menschen" noch vorhanden ist.

Was mir auch noch auffiel, ist die Wichtigkeit der Nahrungsaufnahme. In sehr vielen asiatischen Filmen habe ich das bereits bemerkt: die Menschen essen ganz oft und viel, und der Essensvorgang wird oft genau und manchmal in voller Länge gezeigt. Das ist sehr ungewohnt für westliche Augen, mir gefällt es aber.

Mein Fazit:
Ein sehenswerter Film!
Wer viel Action braucht, oder auch nur Spannung, wer lange ruhige Einstellungen nicht gut erträgt, wer eine ordentliche Geschichte mit einem richtigen Ende braucht, um sein Vergnügen an einem Kinofilm zu haben, ist hier sicher schlecht beraten. Manchmal dauern einzelne Einstellungen extrem lange, aber immer wenn ich dann dachte "nun ist es genug", dann ging es auch wieder weiter.
Sehr gelungen fand ich den Nebenstrang mit dem tropfenden Wasser, das war richtig klasse!

Ein, wie ich hoffe, passender Ausdruck ist mir zu der Art des Filmes eingefallen: ein Roadmovie, das sich in Räumen abspielt.
Bewegend, humorvoll und gelungen, das ist mein Fazit.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-03-18 22:54:49 mit dem Titel About a boy - schöner Film zu gutem Buch

Will und die allein erziehenden Mütter

Zwei Gründe gab es für mich, diesen Film anzusehen: Nick Hornby und Hugh Grant. Schwer zu sagen, wer von beiden gewonnen hat. Denn entgegen meiner Erwartungen (Befürchtungen) ist Chris und Paul Weitz’s „About a boy“ eine nahezu perfekte Romanverfilmung – und so etwas ist ja eher selten.
Ich hatte mich auf diesen Film richtig gefreut, schon als ich das erste Mal davon gehört hatte, andererseits war mir auch ein bisschen mulmig zu Mute, denn oft wird man ja enttäuscht, wenn einem ein Buch sehr gut gefallen hat und dann ist alles ganz anders, als man es sich vorgestellt hatte.
Ich komme gerade aus dem Kino und stelle fest, dass ich selten so sehr das Gefühl hatte, dass nicht nur das Wesen eines Buches vom Regisseur und den Schauspielern richtig erfasst worden ist, sondern auch die Auswahl der Schauspieler meinen eigenen Vorstellungen, die ich mir beim Lesen gemacht hatte, sehr, sehr nahe kommt.
Klar war das Buch trotzdem ein bisschen besser, im Film wird notgedrungen einiges weg gelassen oder verkürzt, einige sehr gute Gags fehlten mir und die wunderbaren amüsanten und dennoch tiefsinnigen inneren Monologe, von denen der Roman lebte, kommen zwar vor, aber nicht in dieser Tiefe und Breite.
Als ich damals (vor ca. 2 Jahren) About a boy gelesen hatte, musste ich während der Lektüre (ich las es auf einer langen Bahnfahrt) dermaßen oft und laut lachen, dass sich schon das ganze Abteil über mich wunderte. Ich habe tatsächlich selten so viel gelacht beim Lesen eines Romans wie damals. Auch hier gibt es naturgemäß wieder einige Abstriche beim Film, aber das sollte niemanden abhalten, ins Kino zu gehen – höchstens sollte es ein paar von Euch dazu bringen, auch das Buch zu lesen)

Zum Inhalt:

Will (Hugh Grant) ist ein eingefleischter Junggeselle, er lebt fröhlich in den Tag hinein und hat noch nie im Leben ernsthaft etwas gearbeitet, obwohl er mit Riesenschritten auf die Vierzig zugeht. Da sein Vater einmal einen Riesenhit (ein Weihnachtslied) komponiert hatte, kann Will immer noch sorgenfrei von den Tantiemen, die er ererbt hat, leben. In seiner schicken „coolen“ Wohnung hat er alles, was er braucht zum Leben: CDs, Fernsehen, Video, Computer, Bücher, schicke Klamotten und geschmackvolle, aber sehr moderne Möbel. Er teilt seinen Tag in Beschäftigungseinheiten auf, z.B. so: Baden 1 Zeiteinheit, Essen 3 Einheiten, 1 Fernsehshow ansehen 2 Einheiten, Besuch beim Friseur 2 Einheiten etc. Er kann gar nicht verstehen, wie andere Menschen neben dem Leben überhaupt noch arbeiten gehen können oder gar Kinder versorgen.
Als seine langjährigen Freunde ihm bei der Geburt ihres zweiten Babys die Ehre erweisen wollen, der Patenonkel des Mädchens zu werden, bekommt er die Panik. Nein, alles, nur nicht Verantwortung übernehmen für irgendjemanden! Wills Lebensmotto lautet: „Ich bin eine Insel, ich bin Ibiza, womit er den Satz von Jon Bon Jovi „Niemand ist eine Insel“ widerlegen möchte. Will fühlt sich wohl als Insel, er braucht niemanden. Nun ja, ab und zu mal eine sexy Frau flachlegen, dagegen hat er nichts. In seinem nicht mehr ganz so jungen Leben hat er auch nicht wenige Affären mit Frauen gehabt, aber immer nur ganz kurz und ja nicht zu verbindlich. Immer war er derjenige, der Schluss gemacht hatte.
Als er Angie kennen lernt, Mutter eines kleinen Kindes, stellt er plötzlich fest, dass allein erziehende Mütter mit die dankbarsten Frauen sind, die es gibt. Sie freuen sich über jede Zuwendung und vor allem freuen sie sich einfach darüber, dass er nicht der Vater des eigenen Kindes ist, denn mit diesem haben sie alle ihre schlechten Erfahrungen gemacht. Meist beenden sie sogar von sich aus die Beziehung, denn die „Geschichte“ mit dem Vater des Kindes ist noch nicht ganz ausgestanden. Will ist so begeistert von seiner Entdeckung der jungen, sexy allein erziehenden Mütter, dass er Mitglied in einem Verein von Alleinerziehenden wird. Er erfindet sogar einen kleinen Sohn, um sich Zugang zur Gruppe zu verschaffen. Und tatsächlich findet sich auch gleich ein geeignetes Opfer, Suzie. Beim ersten Date mit Suzie bringt diese jedoch nicht nur ihre kleine Babytochter mit (Will’s Sohn ist angeblich mit seiner Ex verreist), sondern auch den ca. 12jährigen Sohn einer Freundin, Marcus.
Dieser Marcus sieht etwas sonderbar aus, altmodische Frisur, seine Kleidung ist eine Mischung aus Hippielook und überkorrekt (Indiolook kombiniert mit Krawatte) und er nervt Will unsäglich. Als Marcus jedoch versehentlich mit dem zu hart gebackenen Brot seiner Mutter Fiona eine Ente im Teich erschlägt und der Parkwächter kommt, hilft Will ihn mit einer schnell erfundenen Lüge aus der Patsche. Marcus Mutter ist „manchmal neben der Kappe“ wie es ihre Freundin Suzie freundlich ausdrückt. Konkret heißt das, dass sie oft unter schweren Depressionen leidet. Am „Tag der toten Ente“ (wie auch der Untertitel des Films lautet) finden Suzie, Will und Marcus Fiona halb tot nach einem Selbstmordversuch zu Hause auf ihrer Couch.
Marcus hat einen Narren gefressen an Will und versucht ihn, mit seiner Mutter zu verkuppeln, er denkt, das könne die Lösung für alle Probleme sein. Doch ein Treffen zu Dritt geht voll daneben, Fiona und Will finden sich gegenseitig nur sonderbar. Doch Marcus gibt nicht auf, er besucht von nun an Will regelmäßig in dessen Wohnung. Klar, dass Will sich anfangs sträubt, aber gerade das macht den Reiz der sich nun anbahnenden Beziehung zwischen den beiden aus (das wird allerdings im Buch wesentlich besser dargestellt). Was nun abläuft zwischen dem unglücklichen, aber beharrlichen Jungen, der einerseits in permanenter Angst um seine Mutter lebt und andererseits in der Schule unentwegt verspottet, gehänselt und gequält wird und dem „Bruder Leichtfuss“ Will, das ist eine absolut witzige und gleichzeitig sehr traurige Geschichte. Ich möchte nun nicht alle Ups und Downs der Entwicklung erzählen, nur soviel verrate ich, dass es keinen geradlinigen Verlauf gibt, sondern einige – beileibe nicht nur amüsante – Verwicklungen auftreten.
Beide „Jungs“ verlieben sich, beide zum ersten Mal und einiges gerät aus den Fugen. Doch als alles gerade auf einen absoluten Nullpunkt zustrebt (d i e Blamage seines Lebens für Marcus, und d i e Zurückweisung in Liebesangelegenheiten für Will) helfen sich die beiden gegenseitig. Ein schrecklich peinliches Schulkonzert wird zum Wendepunkt…
Die einzelnen Episoden werden meist einmal aus der Sicht von Marcus und einmal aus der Sicht von Will erzählt.

Die Moral von der Geschicht’: bleib allein zu Hause nicht!
das hab ich gerade so erfunden, weil es sich reimt, eigentlich ist die Moral von der Geschicht’: Niemand ist eine Insel, manche zwar schon, aber dann gibt es ja auch noch Inselketten…

Zur schauspielerischen Leistung:
Nun, was soll ich sagen: ebenso wie 98 % aller Frauen jeglichen Alters finde ich Hugh Grant unaussprechlich sexy, das ist sicher nicht sehr originell, aber es ist halt so. Sogar ziemlich blöde Filme habe ich schon wegen ihm angeschaut; deshalb ist mein Fazit zu seiner schauspielerischen Leistung sicher nicht all zu objektiv, ich sag’s trotzdem: er spielt so, dass man denkt, die Rolle sei extra für ihn geschrieben. Wie er diesen sympathischen, aber „etwas leeren“ draufgängerischen Tagedieb darstellt, das ist einsame Spitze! Er schafft es auch, an eher rührseligen Stellen (ja, die gibt es auch und nicht selten im Film) glaubwürdig zu bleiben.
Aber auch die Besetzung des Jungen (Nicolas Hoult) ist wunderbar und gut gelungen, noch mehr begeisterte mich die Auswahl der Schauspielerin, die Fiona darstellt (Toni Colette). Denn die Figur der Fiona ist eine schwierige, diese äußerst widersprüchliche Frau habe ich mir tatsächlich fast genauso vorgestellt. Ebenso gut spielten Suzie (weiß nicht, wie die Schauspielerin heißt) und Rachel , die Frau, in die Will sich letztendlich verliebt. Einzig die Personen von Marcus Vater, dessen Freundin und seiner Schwiegermutter waren ziemlich schwach. Diese spielten eine derartig übertriebene und klamaukhafte Rolle, dass ich das noch nicht einmal zum Lächeln, geschweige denn zum Lachen fand. Zum Glück dauerte ihr Auftritt nicht lange.

Zur Regie:
Tja, da kann ich wenig sagen, außer dass mir nichts Besonderes aufgefallen ist. Da aber alles passt und in sich stimmig ist, auch z.B. die Inneneinrichtung der Wohnungen, gehe ich mal davon aus, dass das einfach ein zwar recht traditioneller, aber gut gemachter Film ist. (Oh, je, verzeiht mir, das hört sich nicht sehr professionell an, aber so habe ich es halt empfunden!)

Meine Meinung:
Eine gelungene Balance zwischen einer witzigen Komödie und einem ernsthaften Anliegen.
Ab und zu streift der Film die Grenze zum Kitsch, meiner Ansicht nach ist er aber nicht wirklich kitschig, sondern eher an manchen Stellen anrührend. Immer dann, wenn es zu sehr an die Tränendrüse zu gehen droht, kommt wieder was Komisches, also wird es nie zu gefühlsduselig.
Ich finde, hier ist eine sehr schöne Geschichte über die seltsame Freundschaft zwischen völlig unterschiedlichen Jungs (ich sag das mal so, denn beide müssen erst das Erwachsensein lernen) in einem sehr schönen Film umgesetzt worden.
Meckern könnte man über Manches (aber Weniges), loben könnte ich indes viel mehr…

Fazit: Wenn ich 10 Punkte zu vergeben hätte, dann bekäme „About a boy“ 9 Punkte.
Mein Tipp: anschauen!
Mein noch dringenderer Tipp: das Buch (möglichst im Original) lesen!

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