Erfahrungsbericht von maxie
Zum Glück hatte ich unrecht
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Das Leben ist schön
Ist schon einige Jahre, als ich den Film „Das Leben ist schön“ im Kino gesehen habe. Und ich muss sagen, ich war zuerst voreingenommen. Ich dachte: „ Schon wieder das Thema Nationalsozialismus und Judenverfolgung... Ist mir bewusst, dass dieser Gedankengang mistig ist, da es nichts wichtigeres gibt, als derartige Ereignisse in den Köpfen der Menschen zu halten. Aber in der Schule damals und auch danach ist man ununterbrochen auf diese Zeit gestoßen und ich muss ehrlich sagen, ich konnte es irgendwann nicht mehr hören. Und das habe ich von vielen ebenso mitgekriegt. Das heißt, es hat sich leider eine Abgestumpftheit eingestellt, die ja letztendlich gefährlich ist. Ich denke mal, es ist ähnlich wie mit allen dramatischen Begebenheiten, die man jeden Tag zu Genüge hört und die sich als normal im Alltag eingeschlichen haben. (Und man kann sie auch nach Belieben wegzappen). Vielleicht lag es auch an der Lehrmethode der Lehrer.
Zurück zum Film: Wie gesagt, bin nach dem Motto in den Film: Ich weiß eh’ was kommt.
Zum Glück hatte ich unrecht.
Der Film zeigte die schreckliche Zeit der Judenverfolgung durch die Nazis aus einer anderen Perspektive und schaffte dadurch einen erneuten Zugang zu diesem sensiblen Thema. Ich wurde wieder berührt, ich machte endlich wieder Gedanken.
Zum Inhalt: Ein jüdischer Vater ( die Namen sind mir entfallen, der Schauspieler war Roberto Begnini) wird gemeinsam mit seinem kleinen Sohn von den in Italien einmarschierten Deutschen ins KZ deportiert. Um seinem Jungen das Leben zu erleichtern, lässt er ihn im Glauben, das ganze sei ein Spiel: Gefangene gegen Wärter und der Gewinner kriegt einen Panzer. Der Sohn möchte natürlich so ein aufregendes Spiel mitspielen und zusammen mit Papa einen richtigen Panzer gewinnen. So schützt der liebende Vater sein Kind vor Angst und Brutalität, sprich vor der Realität. ( nur Auszug aus Film!)
Das ganze war dadurch traurig und lustig zugleich, wo man ja an sich an der Zeit nichts Witziges finden kann. Aber hier wirkt nichts durch den Kakao gezogen oder leichtfertig und plump abgehandelt. Im Gegenteil. Der Witz lässt die Greultaten erst richtig krank erscheinen. Eine KZ- Gefangenschaft aus Kinderaugen.
Durch das „Spiel“ können sich die beiden gegen die Entmenschlichung erheben. Endlich werden gefangene Juden nicht nur als Opfer dargestellt, sondern als wehrfähige Charaktere. Der Film macht die Nazis lächerlich und absurd in ihren Taten, lässt sie nicht nur als brutal und mächtig dastehen. Was mich auch besonders bewegt hat, ist die Lebensfreude der Hauptfigur. Er ist humorvoll und steckt voller Lebensenergie. Und diese konnte man ihm nicht nehmen, genauso wenig wie die unermüdliche Liebe zu seinem Sohn.
Ein intelligenter und feinfühliger, Film, der voll von Leben und Hoffnung steckt und irgendwie anders ist.
Ist schon einige Jahre, als ich den Film „Das Leben ist schön“ im Kino gesehen habe. Und ich muss sagen, ich war zuerst voreingenommen. Ich dachte: „ Schon wieder das Thema Nationalsozialismus und Judenverfolgung... Ist mir bewusst, dass dieser Gedankengang mistig ist, da es nichts wichtigeres gibt, als derartige Ereignisse in den Köpfen der Menschen zu halten. Aber in der Schule damals und auch danach ist man ununterbrochen auf diese Zeit gestoßen und ich muss ehrlich sagen, ich konnte es irgendwann nicht mehr hören. Und das habe ich von vielen ebenso mitgekriegt. Das heißt, es hat sich leider eine Abgestumpftheit eingestellt, die ja letztendlich gefährlich ist. Ich denke mal, es ist ähnlich wie mit allen dramatischen Begebenheiten, die man jeden Tag zu Genüge hört und die sich als normal im Alltag eingeschlichen haben. (Und man kann sie auch nach Belieben wegzappen). Vielleicht lag es auch an der Lehrmethode der Lehrer.
Zurück zum Film: Wie gesagt, bin nach dem Motto in den Film: Ich weiß eh’ was kommt.
Zum Glück hatte ich unrecht.
Der Film zeigte die schreckliche Zeit der Judenverfolgung durch die Nazis aus einer anderen Perspektive und schaffte dadurch einen erneuten Zugang zu diesem sensiblen Thema. Ich wurde wieder berührt, ich machte endlich wieder Gedanken.
Zum Inhalt: Ein jüdischer Vater ( die Namen sind mir entfallen, der Schauspieler war Roberto Begnini) wird gemeinsam mit seinem kleinen Sohn von den in Italien einmarschierten Deutschen ins KZ deportiert. Um seinem Jungen das Leben zu erleichtern, lässt er ihn im Glauben, das ganze sei ein Spiel: Gefangene gegen Wärter und der Gewinner kriegt einen Panzer. Der Sohn möchte natürlich so ein aufregendes Spiel mitspielen und zusammen mit Papa einen richtigen Panzer gewinnen. So schützt der liebende Vater sein Kind vor Angst und Brutalität, sprich vor der Realität. ( nur Auszug aus Film!)
Das ganze war dadurch traurig und lustig zugleich, wo man ja an sich an der Zeit nichts Witziges finden kann. Aber hier wirkt nichts durch den Kakao gezogen oder leichtfertig und plump abgehandelt. Im Gegenteil. Der Witz lässt die Greultaten erst richtig krank erscheinen. Eine KZ- Gefangenschaft aus Kinderaugen.
Durch das „Spiel“ können sich die beiden gegen die Entmenschlichung erheben. Endlich werden gefangene Juden nicht nur als Opfer dargestellt, sondern als wehrfähige Charaktere. Der Film macht die Nazis lächerlich und absurd in ihren Taten, lässt sie nicht nur als brutal und mächtig dastehen. Was mich auch besonders bewegt hat, ist die Lebensfreude der Hauptfigur. Er ist humorvoll und steckt voller Lebensenergie. Und diese konnte man ihm nicht nehmen, genauso wenig wie die unermüdliche Liebe zu seinem Sohn.
Ein intelligenter und feinfühliger, Film, der voll von Leben und Hoffnung steckt und irgendwie anders ist.
20 Bewertungen, 1 Kommentar
-
29.12.2002, 15:10 Uhr von MisterBomber
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht und gut gegliedert. Hoffe man ließt sich.




Bewerten / Kommentar schreiben