Musik Allgemein Testbericht

ab 16,78
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von DagSonja

Hören, Fühlen, Erleben - mit Musik !

Pro:

für mich alles.

Kontra:

nix

Empfehlung:

Ja

Als Anschluss an einen anderen Musik-Bericht möchte ich euch mit einer anderen Leidenschaft von mir bekannt machen, die es mir ermöglicht, über die Zeit wenn wir getrennt sind hinweg zu kommen und trotzdem Freude am Dasein zu empfinden.

Einige wissen das vielleicht schon, denn ich habe meine Liebe und Leidenschaft zur Musik schon in vielen Berichten anklingen lassen, nur noch nicht so intensiv beleuchtet, wie ich es jetzt tun möchte.


Wie kam ich zur Musik
======================

Schon von früher Kindheit an lernte ich Musik kennen. Meine Eltern hatten immer Radio an und es war ein Plattenspieler im Haus, mit dem spielte mir mein Vater immer Kinderlieder von Bummi oder Kinderchor und/oder auch Märchen und Erzählungen vor. Weiterhin existierte im Wohnzimmer ein damals noch Röhren-Tonband-Gerät, auf dem viele verschiedene Titel aufgenommen waren.

Das waren damals in erster Linie Schlager von den 60ern Jahren, die meine Schwester (1942 geboren) auf das Band gebracht hatte und selbst Klassik, mit der sich mein Vater mehr beschäftigt hatte, war mit drauf. Ausserdem gab es fast unzählige Schallplatten zu Hause, die wir in Abständen auf dem Plattenteller abspielten. Und wie gesagt – wenn nicht das, dann war grundsätzlich das Radio an.

So lernte ich nach und nach alle möglichen Genres der Musik kennen und ich nahm dann mit zunehmendem Alter auch an dem schon vorhandenen Theateranrecht teil, lernte also auch Opern, Operetten, Musical und Ballett kennen, also die ganze Palette durch.

Mein Bruder (1951 geboren) hatte dann auch ein eigenes Tonbandgerät, auf dem waren dann die Titel „seiner Jugendzeit“ zu hören, für die ich mich auch ganz langsam interessierte, Fragen stellte, wer das singt und mir auch einige ganz gut gefielen. Es kristallisierte sich ganz langsam heraus, was mir mehr oder auch weniger gefiel.

Dann kam es, dass ich von unserem Dorf her den Auftrag hatte, mit einem mir zur Verfügung gestellten Tonbandgerät für verschiedene Anlässe Titel und Musik aufzunehmen, die sich dann für diverse Veranstaltungen eignen sollten. Zum Beispiel, eine Weihnachtsfeier, ein Rentner-Nachmittag, einige Unterhaltungsabende usw. Wir hatten ja genug Auswahl an Schallplatten zu Hause, so dass ich das Richtige für jeden Anlass auswählen konnte und die Tonbänder dementsprechend aufnahm.

Natürlich blieb es nicht aus, dass ich mir selbst Tonbänder kaufte und anfing, auch für mich mit diesem Tonbandgerät Musik aufzunehmen. Mittlerweile wusste ich, was mir am besten gefiel und mit welcher Musikrichtung ich mich am besten identifizieren konnte. Wobei das trotzdem eine weite Fächerung war, wie sich bald herausstellte. Und es machte mir Spass, Lieder aufzunehmen, sie zu verwalten und sie immer wieder hören zu können, wann ich sie wollte – auch ohne dass sie im Radio gespielt wurden.


Meine Vorlieben und warum
======================

Mit der Zeit kann ich ganz genau unterscheiden, was mir warum gefällt oder auch nicht. Aber das ist nicht so einfach, denn es gibt für mich unzählige Gründe, warum mir ein Musiktitel gefällt. Das hängt ausserdem auch nicht nur von dem Lied selbst ab, ob es für mich gut ist, sondern auch von der Stimmung, die ich gerade habe.

Insgesamt mag ich eigentlich anspruchsvolle Musik, die mir irgendwas geben kann, sie darf nicht langweilig sein oder monoton, nicht primitiv oder 0815. Das kann das Arrangement sein, was mich fasziniert, eine rauchige Stimme, die Gestaltung insgesamt, die Töne, die Instrumente, die benutzt werden, oder anderes, was man so in die Musik hineinbringen kann.

Wenn ich an die volkstümelnde Schlagermusik denke oder auch an Blasmusik, dann bin ich nicht so der Freund davon. Jazz und Co. bringen in mir eher haarsträubende Haut hervor, aber nichts anderes. Ebenso ein Titel, bei dem ich absolut nichts finden kann, was irgendeine Aussage hat.

Ausserdem darf der Inhalt nicht unter die Gürtellinie gehen, also ein bisschen Stil muss der Titel schon haben. Gegen augenzwinkernde Titel bin ich allerdings nicht, denn es gibt ja auch Partyknaller, die einfach ein MUSS zu jeder Feier bedeuten.


Und dabei sind wir schon bei dem nächsten Punkt, dem Anlass und der Stimmung in mir :
------------------------------------------------------

Wie ich schon sagte, kommt es darauf an, wofür ich die Musik auswähle oder auch in welcher Stimmung ich gerade bin. Manchmal spielt auch die Tageszeit eine Rolle, was ich dann hören kann oder auch nicht, denn es gab bei mir schon Schwierigkeiten mit dem Nachbarn von oben. Dann kommt nämlich auch noch die dementsprechende Lautstärke hinzu, die manche Musik für mich bedingt. Für die Nacht habe ich mir nun Kopfhörer zugelegt, damit ich die Musik so hören kann, wie ich es gerne möchte.

Bei mir ist es auch so, dass ich die Musik nicht nur höre, sondern die Töne fühle, die Stimmung in der Musik, die Stimme fühle, wie sie bei mir aufgenommen wird und das ist auch eine tolle Erfahrung auf der Haut. Nicht nur der Kopf registriert, sondern der ganze Körper empfängt die Instrumente und die Aussagekraft des Arrangements, die Gefühle in der Stimme, wenn derjenige auch dahintersteht, was er singt.

Das ist eine schöne Erfahrung und sie gibt mir sehr viel. Manchmal fange ich auch an zu träumen und gleite ab, aber auf jeden Fall kann ich in die Musik versinken und mich voll darauf einlassen. Bei einigen Titeln reagieren auch sofort die Beine und gehen bzw. tanzen einfach mit. Den Rhythmus spüre ich sowieso und kann mein Knie meist nicht stillhalten beim Sitzen.



Welche Anlässe gibt es ?
========================

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich der Musik zu widmen. Bei der Hausarbeit bevorzuge ich unterhaltsame Titel, die runter gehen wie Öl und manchmal singe ich auch mit. Dazu brauche ich also fröhliche nicht ganz durcharrangierte Titel, die Fröhlichkeit verbreiten und bei der die Hausarbeit , das Bügeln oder solche ähnlichen Dinge leicht von der Hand gehen.

Das sind dann meist eingängige Melodien, teilweise Schlager oder auch andere Gruppen oder Gruppen, die einfach Lust und Laune verbreiten. Im Moment höre ich übrigens das „Electric Light Orchestra“ und bei dem Lied „The Way lifes meant to be“, was eben gerade lief, habe ich den Bericht unterbrochen und hörte genauer hin. Das ist ein wunderschönes Lied, was mit sehr viel Gefühl und einer angenehmen Stimme gesungen wird und mich einfach mitgehen lässt. Ich kann nichts dagegen tun.

Und so geht es mir bei anderen Leuten oder Gruppen auch, wenn ich einmal in der Welt drin bin, dann bringe ich es fertig, eine Woche diese Musik ständig zu wiederholen. Mit Unterbrechung allerdings, denn ich höre trotzdem auch andere zwischendurch – auch mit meinem Mann, was er sich aussucht – aber ich kehre bei sich mir bietenden Gelegenheiten dann immer wieder zu diesem einen Musikstil, den ich mir mal wieder erschlossen hatte zurück.

Nachdem ich dann diesen einen Stil mal wieder intus habe und damit gesättigt bin, dann passiert das mit einem anderen auch wieder, dass ich von dem dann wieder eine Weile nicht los komme.

Das kann zum Beispiel die Roxette sein, AC-DC, die Pet Shop Boys, Bad Boys Blue, Frank Duval, Juliane Werding, Gigi d’Agostino, Chris Norman, Electric Light Orchestra, Jean Michel Jarre, Bronski Beat, Orchestra Manoevers in the Dark, Alphaville, Yello, Secret Service,Neue Deutsche Welle, usw. Meistens sind das Disco-Stile , ich weiss nicht, ob ihr alle o. g. oder ander Leute kennt, die eine eigene Art haben, die ich dann erst einmal richtig auskosten will.

Alle Musik, die dafür in Frage kommt, kann ich hier unmöglich aufschreiben, denn ich habe über 650 CDs und 115 Tonbänder und 86 Schallplatten zu Hause.


Erinnerungen
============

Eine andere Möglichkeit, Musik zu hören ist die Nostalgie oder auch Lieder der Erinnerung von früher, die ich kennengelernt hatte und die es nur noch selten zu hören gibt. Das sind dann solche wie alte Schlager von 1960 aufwärts, die Beatles, u.a., die Ost-Gruppen der DDR, einzelne Lieder, wo die Leute heute verschwunden sind, Erinnerungen mit der Musik an die Kindheit oder ähnliches. Das höre ich mir dann also aus einem ganz anderen Grund an, der dann mehr geistiger oder ideeller Natur ist und der mehr zum Nachdenken ist. Das heisst nicht, dass diese Musik schlechter ist, sie hat nur einen anderen Stil.


Inhalte
=======

Mein Mann ist ja so ein Typ, der Titel am liebsten in deutsch hat und mehr auf den Inhalt achtet. Naja, da gehe ich auch mit, aber nicht bei jedem deutschen Titel ist ein guter Inhalt festzustellen. Ich spüre dann auch die Ehrlichkeit dahinter oder auch nicht, höre dann teilweise mehr oder auch weniger hin. Da gibt es viele Interpreten, die dafür sprechen, wie zum Beispiel Freddy Quinn, Hans Albers, Milva, Bärbel Wachholz, Ireen Sheer, Hanne Haller und so. Nicht alle aufzählbar, nur Beispiele. Roy Black gefällt mir überhaupt nicht, ich finde, er steht neben dem, was er singt und teilweise auch Roland Kaiser.

Zum Beispiel spielt bei mir aber auch eine ganz grosse Rolle – die Juliane Werding. Mit ihr kann ich mich identifizieren, als Mensch, als Frau – ich habe manchmal fast ihre Gefühle und finde mich in ihr wieder, das ist Wahnsinn. Ich hatte ja auch das Glück, sie 4 mal im Konzert zu erleben und auch mit ihr zu sprechen. Bei einigen Titeln ertappe ich mich, genau die gleichen Gesten spontan nachzuleben, ohne sie dabei zu sehen. Das Konzert, was wir von Premiere aufgenommen haben und gleichzeitig dabei waren, schaue ich mir oft an und es ist immer wieder wunderschön.

Ein weiterer Interpret, dem man zuhören muss, ist Reinhard Mey oder auch Achim Reichel und Udo Lindenberg, Marius Müller-Westernhagen, Milva und einige andere. Wer die Musik kennt, der weiss, dass zu diesen Namen ein wieder anderer Stil gehört. Bei Westernhagen kommt aber auch das Arrangement, was es kräftig in sich hat, hinzu. Sehr gut gefällt mir insgesamt auch Achim Reichel, der Titel „Exxon Valdez“ ist dabei mein schönster und aussagekräftigster Titel mitsamt des Arrangements.


Abrocken
========

Wenn ich mich mal so richtig austoben will, dann suche ich mir AC-DC heraus, das ist Hardrock vom Feinsten. Auch bei dieser Gruppe war ich schon zum Konzert, aber ich kenne sie auch schon seit den 80ern. Wie gern erinnere ich mich an diverse Discobesuche, bei denen ich mich mit anderen so richtig ausgerockt habe. Heute noch nehme ich diese Musik zum Anlass, wenn ich mich mal geärgert habe, oder auch einfach so, aus purer Freude, mal so richtig sich auslassen zu können.

Bei Roxette bekomme ich auch immer wieder ein fröhliches Gesicht, wenn ich auch nur einen Ton höre, bei denen waren wir übrigens auch schon zum Konzert. Sie bringen eine Lebensfrische hinein, jeder Titel ist mit Gefühl gesungen und trotzdem ist jeder der 161 Lieder nicht gleich und genau das macht das Geheimnis von Roxette aus.

Viele Titel im Discostil – egal von wem verleiten mich immer wieder zum Auskosten der Arrangements, zum Tanzen, Mitgestalten in meiner eigenen Choreographie, zum Lächeln, zum Mitfühlen – egal in welcher Richtung – auch Dissonanzen in der Musik können ein wohliges Kribbeln auslösen, Gänsehaut , usw.


Eine besondere Gruppe bilden noch die Kelly Family, sie hat etwas, was andere nicht haben. Die Familie als solches. Bei ihr ist es das Rüberbringen ihrer Botschaft, dass eine Familie gemeinsam Musik machen kann und Freude daran hat. Ausserdem sind das ja eigentlich 9 verschiedene Charaktere und Stimmen, auch die Richtung ist nicht immer gleich, es gibt schnelle, rockige und auch balladenhafte Songs – deshalb fallen sie noch in eine besondere Kategorie meines Hörens.

*********

Insgesamt gibt mir jede Musik etwas, was ich auf keinen Fall in meinem Lieben missen möchte, sie baut mich auf, sie lässt mich teilhaben an der Schönheit der Instrumente, der Melodien, der Arrangements, an schönen Stimmen der Interpreten. Manche regt auch zum Träumen an - es ist eine eigene schöne Welt.

Sie kann Gefühle herbeirufen, die glücklich machen können und auch eine gewisse Erfüllung darstellen. Wenn auch anders als die körperliche Liebe. Aber ich kann mir auf jeden Fall ein Leben ohne Musik nicht mehr vorstellen.

Ausser wenn wir Film schauen, im Urlaub spazieren gehen oder Einkaufen, ist bei uns immer Musik an, meist von 9.30 Uhr bis manchmal 2.30 Uhr in der Nacht, dann, wenn mein Mann wieder zum Nachtdienst ist. Dann aber von 22.00 Uhr an mit Kopfhörern und dann bin ich noch mehr gefangen, denn dann höre und sehe ich wirklich nichts mehr. Dann existiert nur noch die Musik und ich muss mich manchmal zwingen, ins Bett zu gehen……..


Es ist klar, dass ich hier nicht alles aufschreiben konnte, was ich an Musik kenne, alle meine Gefühle und Möglichkeiten mit der Musik – das ist unmöglich, dafür ist die Musik insgesamt viel zu vielschichtig und facettenreich. Aber ich denke, ich konnte euch meine Leidenschaft und auch die Liebe zur Musik etwas rüberbringen.

Sie ist so etwas wie eine Droge und eine Ersatzbefriedigung, wenn mein Mann nicht da ist, eine Variante, die Nachtschichten zu überbrücken und auf jeden Fall ein Lebenselixier, was mir jeden Tag schön macht, die Arbeit gut von der Hand gehen lässt und Fröhlichkeit und Ausgeglichenheit gibt. Auch meine ganze Familie findet an Musik jeder Art viel Freude. Wenn es sie nicht gäbe, dann wäre der Tag stumm und leer.


Eure DagSonja