Opel Vectra Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von togri
Bye, Bye Baby!
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlung:
Ja
Ich wage mich jetzt mal in ganz fremde Gefilde und beschäftige mich ein wenig mit dem Auto, dass ich in meiner kurzen Führerschein-Karriere am meisten gefahren bin, mit dem ich meinen ersten (und bisher zum Glück einzigen) Unfall hatte und das seit einer Woche sein neues zu Hause auf dem Schrottplatz gefunden hat :(
Nachdem meinem Freund vor zwei Jahren ein Mercedes in sein altes Auto gefahren war, musste ein neuer Wagen her, denn der Kadett war durch einen wirtschaftlichen Totalschaden nicht mehr zu retten. Am günstigsten war auf die schnelle nur ein Vectra A 1.6 (Baujahr 1988) aufzutreiben und daher kaufte er ihn für 3.200€.
~°~ Auf den ersten Blick – von Außen ~°~
Den Vectra A gibt es als Stufenheck und als Fließheck, mein Freund hatte die Version Stufenheck.
Eckig war an dem Wagen nichts. Die Motorhaube ist abgerundet, vielleicht sogar schon leicht oval und auch das Heck hat stark abgerundete Kanten. Gerade durch die abgerundete Motorhaube, wirkt der Vectra eher windschnittig.
Spielereien hat der Wagen von außen nicht, er ist nichts wirklich besonderes und mir gefiel die Form nie wirklich, aber ich durfte ihn halt fahren. Er ist ziemlich langgezogen und, was gerade bei der Farbe weiß auffällt, Stoßstangen und Radkästen sind aus schwarzem Plastik.
~°~ Auf den zweiten Blick – von Innen ~°~
Der Vectra ist von innen schwarz.
Das Armaturenbrett ist, wie ich finde, sinnvoll aufgebaut, das einzige, was fehlt, ist ein Drehzahlmesser, aber so etwas sehe ich ohnehin eher als überflüssig an.
Das Lenkrad ist recht schmal, was für mich zu Anfang natürlich total ungewohnt war, weil ich von Fahrschul-Astra ein dickes Lenkrad gewohnt war. Die Hebel sind leicht erreichbar angebracht.
Was man vorne noch findet, ist natürlich ein Radio, ein Aschenbecher und die Lüftung, keine Klimaanlage, aber der Wagen war ja nun auch schon 15 Jahre alt. Auf der Beifahrerseite ist natürlich ein beleuchtetes Handschuhfach und in den vorderen Seitentüren ist noch mal Stauraum. Die Gurte sind übrigens höhenverstellbar.
Im hinteren Teil ist mittig ein Aschenbecher und dafür, quasi hinter der Handbremse, einfach nichts, aber dieses Nichts ist so groß, dass eine Primel drin Platz hatte (ok, die wurde natürlich sofort wieder aus dem Auto verbannt und das Nichts diente seither als Mülleimer).
Im Kofferraum ist rechts eine Klappe, in der sich der Verbandskasten versteckt (bzw. verstecken sollte) und natürlich unter der Matte das Reserverad.
Die Sitze im Vectra waren anthrazit und vom Stoff her eher wie grober Cord, aber das kommt natürlich auf die individuelle Innenausstattung an. Hinten waren keine Kopfstützen, dafür konnte man die Rückenlehne am mittleren bzw. Reservesitz nach vorne klappen, so dass man eine Armstütze hatte (das ist manchmal wirklich nützlich *g*). Ist diese Armlehne nach vorne geklappt, kann man noch eine Klappe öffnen und in den Kofferraum gucken (den Sinn hab ich bis heute nicht verstanden).
~°~ Auf den dritten Blick – Motor, etc. ~°~
Der Wagen schimpft sich Vectra A 1,6 und sogar ich habe begriffen, dass das heißt, dass sich ein 1,6l-Motor unter der Haube versteckt. Glaubt man dem Fahrzeugschein, so sind das 75PS mit einer eingetragenen Höchstgeschwindigkeit von 175kmh.
Auf 100km hat der Vectra meistens etwa 12Liter verbraucht, ok, da gibt’s bessere Wagen, aber was will man denn bitte alles auf einmal und auf die schnelle?
~°~ Togri als Fahrer und Beifahrer ~°~
Nein, jetzt kommen nicht meine Fahrkünste, keine Sorge, sondern die Fahrkünste des Wagens.
Wir fahren erst mal an, das ist natürlich für einen Fahranfänger gewöhnungsbedürftig, aber nicht jeder Wagen ist so eingestellt, wie ein Fahrschulwagen und außerdem ist das ja auch Gewöhnungssache. Schnell von der Stelle kommen ist aber ohne hohe Drehzahlen (für das Geräusch braucht wohl niemand einen entsprechenden Messer) nicht möglich, der Wagen ist halt eher etwas träge.
Hat man keine Pedale, die schon länger nachgezogen werden müssten, verläuft die weitere Fahrt aber ohne Probleme. Mit Bleifuß im 4. Gang ist man schnell bei 120kmh und ist man alleine oder zu zweit schafft man mit Bleifuß im 5. Gang auch ohne weiteres 190kmh. Aber auch mit 4 Personen im Auto schafft man die 190kmh, man braucht halt nur was länger. Empfehlenswert ist das aber ohnehin nicht, denn die Tanknadel fällt dann zusehends. Außerdem ist der Vectra dann in einem so hohen Drehzahlbereich, dass man brüllen muss um sich zu unterhalten, der Motor ist also sehr laut. Am angenehmsten ist eine Geschwindigkeit von etwa 160kmh, das machen Motor und Tank ohne Nörgeleien mit. Im Übrigen wird der Wagen bei höheren Geschwindigkeiten sehr anfällig für Hubbel, Kurven und Seitenwind, da habe auch ich gemerkt, was gegenlenken heißt und das, obwohl der Vectra eher als Schlachtschiff wirkt.
Bei normalen Geschwindigkeiten, also im Stadtverkehr oder auf Landstraßen mit bis zu 80 kmh, sind aber weder Unebenheiten der Straße, noch Kurven und Seitenwind ein Problem. Das lässt den Vectra ziemlich kalt und es ist richtig gemütlich zu fahren.
Was bei mir speziell allerdings ein Problem war, ist, dass ich halt nur 1,63m groß bin und mein Freund hingegen 2,06m. Er hatte den Sitz also immer ganz nach hinten und ganz unten stehen und konnte so super fahren und ich musste den Sitz dann also nach vorne schieben und nach oben kurbeln. Soweit noch kein Problem, aber ich war schlichtweg zu klein für den Wagen. Auch wenn ich ganz vorne und ganz oben saß, kam ich nur mit den Zehenspitzen an die Pedale. Ich brauchte also immer ein Kissen oder eine Jacke im Rücken.
Fährt man nicht selber schaut man ja eher auf andere Dinge und mir ist (gerade im Vergleich zu meinem bzw. Opas Micra) aufgefallen, dass man als Beifahrer vorne genügend Platz hat. Man behindert den Fahrer nicht, wenn man z.B. zum Radio greift, was gerade beim Micra total nervig ist, aber das ist ein anderes Thema. Hinten kann man mit zwei Personen gut sitzen, mit drei Personen wird es natürlich etwas eng, aber das geht auch.
Die Sitze sind nicht weich, aber auch nicht zu hart. Man kann gut und auch lange auf ihnen sitzen.
Wir hatten das Originalradio und die Originalboxen jetzt nur in den letzten Tagen wieder eingebaut, aber ich kann sagen, dass es eine durchschnittliche Qualität ist. Klar, ich war viel besseres gewohnt, eigentlich war ich schon verwöhnt, aber für den normalen Autofahrer, der keinen großen Wert auf 1A-Klang und tolle Bässe oder so legt, für den reicht das, was eingebaut ist alle mal.
Der ausschlaggebende Grund, dass vor einer bzw. vor zwei Wochen ein neuer Wagen her musste, war, dass der Vectra von unten total durchgerostet war und daher nicht über den TÜV kam. Mangelnde Pflege? Weiß ich nicht, ich hab mich eigentlich nur um den Innenraum gekümmert (wenn überhaupt), aber es war mit Sicherheit auch Altersschwäche.
Was allerdings in jedem Fall Altersschwäche war, war, dass man den Rückspiegel am besten nie berührte, denn er verstellte sich schon bei Hubbeln von alleine und mit Schrauben nachziehen oder so war da nichts. Und die Dichtung im Kofferraum war kaputt und auch mit Silikon konnte man nichts mehr machen. Man hatte immer eine gewisse Feuchtigkeit im Kofferraum, wenn es stark geregnet hatte, sogar fast schon kleine Pfützen und mal eben Dichtung austauschen war laut Werkstatt nicht, aber gut, das sind jetzt Mängel, die ja nun nicht unbedingt auftreten müssen.
~°~ Fazit ~°~
Liebes Schlachtschiff!
Du hast meinen Unfall ohne mit der Wimper zu zucken mitgemacht und hast auch nicht bei meinen anfänglichen Fahrversuchen irgendwelche Spirenzchen gemacht. In den letzten zwei Jahren hattest du nie irgendwelche schwerwiegenden Mängel, so dass wir dich nie missen mussten. Danke!
Ja, das Schlachtschiff liegt jetzt auf dem Schrott und ich muss mich mit der Edel-Türkenkarre anfreunden, ein böser Name für einen 318 BMW, aber ich bin nicht schuld!!!
Unzufrieden war ich mit dem Vectra eigentlich nicht. Gut, mir kam es zuerst auch nur darauf an, dass ich überhaupt einen Wagen fahren durfte, da war mir alles recht, zum Schluss war ich dann natürlich schon besseres gewohnt:
Der Vectra beschleunigt trotz seiner 75PS beim Anfahren kaum bzw. nicht schnell genug für mich, die durch den Firmenflitzer etwas verwöhnt ist. Fahranfängern wird das aber reichen und vielen anderen Autofahrern bestimmt auch, aber ich bin halt, zugegebenermaßen, im Moment in der Phase, in der ich mich sicher fühle und halt schon gern schnell fahre. Komisch, dass ich bisher nur den einen Unfall hatte, den ich noch nicht mal Schuld war.
Ansonsten sind aber wirklich nur die Altersschwächen negativ zu erwähnen, so dass ich euch den Vectra empfehlen kann, auch wenn er mit 15 Jahren schon alt ist und die Nachfolgemodelle mit Sicherheit sehr viel besser sind (in den Genuss komm ich bei Gelegenheit noch dank meinem Daddy). Ich vergebe aber 5 Sterne, denn für das Alter war nicht nur ich richtig zufrieden.
Das war nicht nur mein erster Technik-, sondern zugleich natürlich auch mein erster Autobericht, also bombadiert mich nicht mit schlechten Bewertungen ohne Begründung, sondern sagt, was fehlt, was besser sein könnte, etc. Ich geb ja zu, dass ich von dem Gebiet nicht wirklich die Ahnung habe und da noch sehr viel lernen kann.
Nachdem meinem Freund vor zwei Jahren ein Mercedes in sein altes Auto gefahren war, musste ein neuer Wagen her, denn der Kadett war durch einen wirtschaftlichen Totalschaden nicht mehr zu retten. Am günstigsten war auf die schnelle nur ein Vectra A 1.6 (Baujahr 1988) aufzutreiben und daher kaufte er ihn für 3.200€.
~°~ Auf den ersten Blick – von Außen ~°~
Den Vectra A gibt es als Stufenheck und als Fließheck, mein Freund hatte die Version Stufenheck.
Eckig war an dem Wagen nichts. Die Motorhaube ist abgerundet, vielleicht sogar schon leicht oval und auch das Heck hat stark abgerundete Kanten. Gerade durch die abgerundete Motorhaube, wirkt der Vectra eher windschnittig.
Spielereien hat der Wagen von außen nicht, er ist nichts wirklich besonderes und mir gefiel die Form nie wirklich, aber ich durfte ihn halt fahren. Er ist ziemlich langgezogen und, was gerade bei der Farbe weiß auffällt, Stoßstangen und Radkästen sind aus schwarzem Plastik.
~°~ Auf den zweiten Blick – von Innen ~°~
Der Vectra ist von innen schwarz.
Das Armaturenbrett ist, wie ich finde, sinnvoll aufgebaut, das einzige, was fehlt, ist ein Drehzahlmesser, aber so etwas sehe ich ohnehin eher als überflüssig an.
Das Lenkrad ist recht schmal, was für mich zu Anfang natürlich total ungewohnt war, weil ich von Fahrschul-Astra ein dickes Lenkrad gewohnt war. Die Hebel sind leicht erreichbar angebracht.
Was man vorne noch findet, ist natürlich ein Radio, ein Aschenbecher und die Lüftung, keine Klimaanlage, aber der Wagen war ja nun auch schon 15 Jahre alt. Auf der Beifahrerseite ist natürlich ein beleuchtetes Handschuhfach und in den vorderen Seitentüren ist noch mal Stauraum. Die Gurte sind übrigens höhenverstellbar.
Im hinteren Teil ist mittig ein Aschenbecher und dafür, quasi hinter der Handbremse, einfach nichts, aber dieses Nichts ist so groß, dass eine Primel drin Platz hatte (ok, die wurde natürlich sofort wieder aus dem Auto verbannt und das Nichts diente seither als Mülleimer).
Im Kofferraum ist rechts eine Klappe, in der sich der Verbandskasten versteckt (bzw. verstecken sollte) und natürlich unter der Matte das Reserverad.
Die Sitze im Vectra waren anthrazit und vom Stoff her eher wie grober Cord, aber das kommt natürlich auf die individuelle Innenausstattung an. Hinten waren keine Kopfstützen, dafür konnte man die Rückenlehne am mittleren bzw. Reservesitz nach vorne klappen, so dass man eine Armstütze hatte (das ist manchmal wirklich nützlich *g*). Ist diese Armlehne nach vorne geklappt, kann man noch eine Klappe öffnen und in den Kofferraum gucken (den Sinn hab ich bis heute nicht verstanden).
~°~ Auf den dritten Blick – Motor, etc. ~°~
Der Wagen schimpft sich Vectra A 1,6 und sogar ich habe begriffen, dass das heißt, dass sich ein 1,6l-Motor unter der Haube versteckt. Glaubt man dem Fahrzeugschein, so sind das 75PS mit einer eingetragenen Höchstgeschwindigkeit von 175kmh.
Auf 100km hat der Vectra meistens etwa 12Liter verbraucht, ok, da gibt’s bessere Wagen, aber was will man denn bitte alles auf einmal und auf die schnelle?
~°~ Togri als Fahrer und Beifahrer ~°~
Nein, jetzt kommen nicht meine Fahrkünste, keine Sorge, sondern die Fahrkünste des Wagens.
Wir fahren erst mal an, das ist natürlich für einen Fahranfänger gewöhnungsbedürftig, aber nicht jeder Wagen ist so eingestellt, wie ein Fahrschulwagen und außerdem ist das ja auch Gewöhnungssache. Schnell von der Stelle kommen ist aber ohne hohe Drehzahlen (für das Geräusch braucht wohl niemand einen entsprechenden Messer) nicht möglich, der Wagen ist halt eher etwas träge.
Hat man keine Pedale, die schon länger nachgezogen werden müssten, verläuft die weitere Fahrt aber ohne Probleme. Mit Bleifuß im 4. Gang ist man schnell bei 120kmh und ist man alleine oder zu zweit schafft man mit Bleifuß im 5. Gang auch ohne weiteres 190kmh. Aber auch mit 4 Personen im Auto schafft man die 190kmh, man braucht halt nur was länger. Empfehlenswert ist das aber ohnehin nicht, denn die Tanknadel fällt dann zusehends. Außerdem ist der Vectra dann in einem so hohen Drehzahlbereich, dass man brüllen muss um sich zu unterhalten, der Motor ist also sehr laut. Am angenehmsten ist eine Geschwindigkeit von etwa 160kmh, das machen Motor und Tank ohne Nörgeleien mit. Im Übrigen wird der Wagen bei höheren Geschwindigkeiten sehr anfällig für Hubbel, Kurven und Seitenwind, da habe auch ich gemerkt, was gegenlenken heißt und das, obwohl der Vectra eher als Schlachtschiff wirkt.
Bei normalen Geschwindigkeiten, also im Stadtverkehr oder auf Landstraßen mit bis zu 80 kmh, sind aber weder Unebenheiten der Straße, noch Kurven und Seitenwind ein Problem. Das lässt den Vectra ziemlich kalt und es ist richtig gemütlich zu fahren.
Was bei mir speziell allerdings ein Problem war, ist, dass ich halt nur 1,63m groß bin und mein Freund hingegen 2,06m. Er hatte den Sitz also immer ganz nach hinten und ganz unten stehen und konnte so super fahren und ich musste den Sitz dann also nach vorne schieben und nach oben kurbeln. Soweit noch kein Problem, aber ich war schlichtweg zu klein für den Wagen. Auch wenn ich ganz vorne und ganz oben saß, kam ich nur mit den Zehenspitzen an die Pedale. Ich brauchte also immer ein Kissen oder eine Jacke im Rücken.
Fährt man nicht selber schaut man ja eher auf andere Dinge und mir ist (gerade im Vergleich zu meinem bzw. Opas Micra) aufgefallen, dass man als Beifahrer vorne genügend Platz hat. Man behindert den Fahrer nicht, wenn man z.B. zum Radio greift, was gerade beim Micra total nervig ist, aber das ist ein anderes Thema. Hinten kann man mit zwei Personen gut sitzen, mit drei Personen wird es natürlich etwas eng, aber das geht auch.
Die Sitze sind nicht weich, aber auch nicht zu hart. Man kann gut und auch lange auf ihnen sitzen.
Wir hatten das Originalradio und die Originalboxen jetzt nur in den letzten Tagen wieder eingebaut, aber ich kann sagen, dass es eine durchschnittliche Qualität ist. Klar, ich war viel besseres gewohnt, eigentlich war ich schon verwöhnt, aber für den normalen Autofahrer, der keinen großen Wert auf 1A-Klang und tolle Bässe oder so legt, für den reicht das, was eingebaut ist alle mal.
Der ausschlaggebende Grund, dass vor einer bzw. vor zwei Wochen ein neuer Wagen her musste, war, dass der Vectra von unten total durchgerostet war und daher nicht über den TÜV kam. Mangelnde Pflege? Weiß ich nicht, ich hab mich eigentlich nur um den Innenraum gekümmert (wenn überhaupt), aber es war mit Sicherheit auch Altersschwäche.
Was allerdings in jedem Fall Altersschwäche war, war, dass man den Rückspiegel am besten nie berührte, denn er verstellte sich schon bei Hubbeln von alleine und mit Schrauben nachziehen oder so war da nichts. Und die Dichtung im Kofferraum war kaputt und auch mit Silikon konnte man nichts mehr machen. Man hatte immer eine gewisse Feuchtigkeit im Kofferraum, wenn es stark geregnet hatte, sogar fast schon kleine Pfützen und mal eben Dichtung austauschen war laut Werkstatt nicht, aber gut, das sind jetzt Mängel, die ja nun nicht unbedingt auftreten müssen.
~°~ Fazit ~°~
Liebes Schlachtschiff!
Du hast meinen Unfall ohne mit der Wimper zu zucken mitgemacht und hast auch nicht bei meinen anfänglichen Fahrversuchen irgendwelche Spirenzchen gemacht. In den letzten zwei Jahren hattest du nie irgendwelche schwerwiegenden Mängel, so dass wir dich nie missen mussten. Danke!
Ja, das Schlachtschiff liegt jetzt auf dem Schrott und ich muss mich mit der Edel-Türkenkarre anfreunden, ein böser Name für einen 318 BMW, aber ich bin nicht schuld!!!
Unzufrieden war ich mit dem Vectra eigentlich nicht. Gut, mir kam es zuerst auch nur darauf an, dass ich überhaupt einen Wagen fahren durfte, da war mir alles recht, zum Schluss war ich dann natürlich schon besseres gewohnt:
Der Vectra beschleunigt trotz seiner 75PS beim Anfahren kaum bzw. nicht schnell genug für mich, die durch den Firmenflitzer etwas verwöhnt ist. Fahranfängern wird das aber reichen und vielen anderen Autofahrern bestimmt auch, aber ich bin halt, zugegebenermaßen, im Moment in der Phase, in der ich mich sicher fühle und halt schon gern schnell fahre. Komisch, dass ich bisher nur den einen Unfall hatte, den ich noch nicht mal Schuld war.
Ansonsten sind aber wirklich nur die Altersschwächen negativ zu erwähnen, so dass ich euch den Vectra empfehlen kann, auch wenn er mit 15 Jahren schon alt ist und die Nachfolgemodelle mit Sicherheit sehr viel besser sind (in den Genuss komm ich bei Gelegenheit noch dank meinem Daddy). Ich vergebe aber 5 Sterne, denn für das Alter war nicht nur ich richtig zufrieden.
Das war nicht nur mein erster Technik-, sondern zugleich natürlich auch mein erster Autobericht, also bombadiert mich nicht mit schlechten Bewertungen ohne Begründung, sondern sagt, was fehlt, was besser sein könnte, etc. Ich geb ja zu, dass ich von dem Gebiet nicht wirklich die Ahnung habe und da noch sehr viel lernen kann.
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