Tanz der Vampire Testbericht

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Erfahrungsbericht von daka79

!!!Ich bin gebissen worden!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Samstag, 8.00 Uhr. Es geht los. Unser Reise führte uns aus der Mitte des Ruhrpotts ins südliche Transsylvanien, mitten in Stuttgart.

Wir haben Glück gehabt, den eine Audienz beim Abgesandten(sein Name ist Graf von Krolock) des Grafen Draculas war nicht leicht zu bekommen. Und dann auch noch zu einem Ball eingeladen zu werden, ist schon eher selten. Aber das war auch nicht ganz billig. Für unsere Audienz inkl. Ball haben wir pro Karte 89,-€(PK2) bezahlt. Wer noch mehr über die Preise wissen möchte, sollte bei seinem Gruselreisebüro um die Ecke fragen gehen oder einmal kurz die STELLA - Internetsite besuchen.

Das Si-Center(dort liegt das kleine Transsylvanien) haben wir um ca. 12.30 Uhr erreicht. Trotz mehrerer Baustellen war der Weg dorthin gut beschildert und gut zu finden. Da unsere Gastgeber wohl mit vielen Gästen gerechnet haben, war es kein Problem, einen Parkplatz für unser Auto zu finden. Wie wir später feststellten, muss dieser Parkplatz vergoldet gewesen sein, denn wir zahlten ca. 7,50€ (wenn ich mich richtig erinnere) Parkgebühr. Wir stiegen mit nervösen, zittrigen Beinen aus dem Auto aus. Und das war nicht, weil wir schon eine lange Autofahrt hinter uns hatten, sondern weil wir aus Erzählungen von diesem Ort kannten.

Nachdem unsere kleine Gruppe die Karten bei den Kassen, die in einem lichtdurchflößten Foyer sind, abgeholt hatten, hieß es jetzt noch kurz einen kleinen Mittagssnack zu sich zu nehmen (der für erschwingliche Preise überall zu haben ist).

14 Uhr. Die Türen vom Theater öffneten sich. Von der hellen Vorhalle traten wir ins dunklere, rot gestaltete Theaterfoyer. Damit unser Blut nicht zu dick war und ihm auch keine Nährstoffe fehlten, bekamen wir noch einmal 45 Minuten Zeit, etwas zu Trinken und zu Essen, an mehreren Gastronomie Ständen, zu kaufen. Auch konnten wir diese Zeit für das Lesen der Gastgeberliste (ihre wahren Namen), das durchblättern des Programmheftes oder einen Gang zu den reichlich vorhandenen (bei großem Andrang sind es dann leider doch zu wenige) Toiletten, nutzen.

14.45 Uhr. Der Theatersaal wurde geöffnet. Spätestens jetzt stellten wir fest, das der Graf nicht nur uns zu sich eingeladen hatte. Trotz des großen Andrangs an den Eingangstüren, betraten wir schnell den Vorführsaal. Durch die gute Beschriftung der Reihen und der Sitze wurde die Suche nach unseren super bequemen Plätzen zu einem Kinderspiel. Der Saal füllte sich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Die erste Enttäuschung über die vielen anderen Gäste des Grafs, wich der Einsicht, das so die Chance größer wäre, nicht direkt am Anfang gebissen zu werden, sondern erst einmal einen großen Teil der Vorstellung, von unseren hervorragend gelegenen Plätzen, mit bester Sicht auf die Bühne, verfolgen zu können. Von der Bühne her hörten wir schon einige Töne des sich einspielenden Orchesters.

Punkt 15 Uhr. Der Saal verdunkelte sich. Endlich ging es los. Jetzt konnte man die Spannung auf das bevorstehende in der Luft spüren.

(Damit ich den Rahmen des Berichts nicht sprenge und auch nicht denen, die das Musical noch nicht besucht haben, jetzt schon alles verrate, werde ich nur eine kleine Zusammenfassung schreiben)

1.Akt: Professor Abronsius und sein junger Assistent Alfred sind nach Transsylvanien gekommen, um dort die Existenz von Vampiren zu beweisen und diese zu töten. In einem Wirtshaus, das von Chagal und seiner Frau Rebecca geführt wird, bekommen die weit Gereisten eine Unterkunft und etwas zu essen. Der um seine schöne Tochter Sarah beängstigte Chagal und das mit Knoblauch dekorierte Haus bestärken Abronsius, das er am Ziel ist. Nach einer unruhigen Nacht, in der Chagal ins Bett seiner Magd Magda steigt, der Professor von Rebecca eine Beule am Kopf verpasst kriegt und sich Alfred nach Sarah verzehrt, besucht ein Buckliger, namens Kokoul, das Wirtshaus. Noch ein Beweis für die beiden Königsberger, dass es nun bald soweit ist, einen Vampir zu sehen und zu töten. Am Abend wird Sarah vom Grafen von Krolock zum Ball der Vampire eingeladen. Von der Einladung entzückt läuft Sarah von zu Hause weg, schnell gefolgt von ihrem Vater, der sie zurückholen will. Doch nur Chagal kommt zurück, tot. Um Sarah zu retten und den Beweis der Existenz von Vampiren zu erbringen, machen sich Professor Abronsius und Alfred auf den Weg zum Schloß des Grafen.

Es waren nun ca. 1 ½ Stunden vergangen und wir wurden noch nicht gebissen. Aber einige der anderen Besucher waren schon recht blass. Wir hatten nun schon einige der Vampire gesehen, die keine Scheu kannten und sogar bis an unsere Sitzplätze kamen. Aber noch lag die 2 Halbzeit vor uns und ob die Vampire, nachdem sie sich schon einen ordentlichen Appetit geholt hatten, immer noch so zahm seien würden, stellten wir in Frage.

2. Akt: Der Professor und sein Assistent sind mit offenen Armen im Schloss vom Grafen aufgenommen worden. Hier gilt es jetzt Sarah zu finden und die Vampire zu töten. Doch dieses Vorhaben wird schwerer, als der Professor dachte. Sarah möchte nicht weg und Alfred kann sich nicht überwinden, dem Grafen einen Pflock ins Herz zu rammen. Erschwerend kommt dazu, das der homosexuelle Sohn des Grafen, Herbert, gefallen an Alfred gefunden hat. Am Abend findet der Ball der Vampire statt, bei dem Abronsius und Alfred endlich mit Sarah fliehen wollen. Trotz geschickter Verkleidung fallen die zwei unter den Vampiren auf und können nur unter großer Anstrengung die Flucht mit Sarah ergreifen. Bei der Fahrt zurück zum Wirtshaus stellt sich dann bald heraus, das Sarah nicht mehr die Alte ist und Alfred in Zukunft auch auf Blutkonserven angewiesen seien wird.

Nach weiteren ca. 70 min. war die Vorstellung beendet. Mit dem Abschlusslied „Tanz der Vampire“ in den Ohren und Beinen, und roten Händen vom euphorischen Klatschen, konnten wir uns kaum überreden, den Theatersaal zu verlassen. Viel lieber wären wir sitzen geblieben und hätten uns dann noch die Abendvorstellung angeguckt. Aber leider ließ dies unser Geldbeutel nicht zu. Also ging es zurück zu unserem Auto, auf dem „vergoldeten“ Parkplatz, und auf direktem Weg ins Ruhrgebiet. Das wir unser Gehör beim lauten mitsingen der Lieder des Vampir Soundtracks nicht verloren haben, war ein echtes Wunder.

Mein Fazit
+++++++++
Das Musical „Tanz der Vampire“ ist für jeden Musicalliebhaber, aber auch für jeden anderen, ein Muss. Die detailreich gestaltete Bühne, die in Windeseile umgebaut werden kann und wird; die Kostüme, die liebevoll geschneidert, einem noch mehr das Gefühl geben, wirklich in Transsylvanien bei den Vampiren zu sein; die Musik, die rockig und popig von den Ohren direkt ins Herz und in die Beine geht; und natürlich die Darstellern, mit ihren brillanten, ausdrucksstarken Spiel und ihren hervorragend trainierten Stimmen; All diese Faktoren machen aus dem Musical „Tanz der Vampire“ ein unvergessliches Musicalerlebnis für jung und alt. Auch wenn der Preis für die gegeben Leistung ganz in Ordnung ist, könnte er doch ein wenig niedriger sein, damit man dieses Erlebnis öfter erleben könnte. Noch eine kleine Warnung für Ängstliche: Auf keinen Fall Plätze am Gang nehmen, da die Vampire auch durchs Theater laufen und die Besucher ganz gerne mal erschrecken (der Frau vor uns wäre fast das Herz stehen geblieben).

Soweit zu meinem Bericht. Ach ja, ich bin nicht gebissen worden, auf jeden Fall habe ich davon nichts mitbekommen. Könnte ich sonst diesen Bericht schreiben? Wer weiß?! Ich kann nur sagen, das die Vampire mich mit ihrem musikalischen Biss angesteckt haben und ich jetzt nach ihren Liedern süchtig bin.

!!!Ich kann aber trotz allem keine Garantie geben, dass ihr nicht doch gebissen werdet!!!

Danke das ihr meinen Bericht gelesen habt und viel Spaß beim „Tanz der Vampire“!!

Gruß daka79

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