Erfahrungsbericht von Carola
Aug' um Aug' ...
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Bereits im 'alten Yopi' gab es hitzige Debatten zu diesem Thema und natürlich erweist sich gerade an diesem Beispiel mal wieder der wesentliche Nachteil dieser Plattform - man kann auf Kommentare nicht antworten.
Aber dies nur am Rande.
Ich bin, wie bereits klar sein dürfte, entschieden gegen die Todesstrafe und zwar aus verschiedenen Gründen:
Justizirrtum:
Kein Gericht der Welt ist gegen Justizirrtümer gefeit und es liegt nun einmal in der Natur dieser Sache, dass der Delinquent von einer Berichtigung des Urteils 'nichts mehr hat'.
Verhältnis von weißen Amerikaner und Afro-amerikanern:
Ein signifikant hoher Anteil der Verurteilten sind Afroamerikaner und dies kann doch sicherlich kein Zufall sein. Berücksichtigt man, wieviele Afroamerikaner unter der Armutsgrenze leben und sich keine teuren Anwälte leisten können liegt der Verdacht nahe, dass es - wie bereits in dieser Rubrik angesprochen - durchaus von der Qualität des Anwalts abhängt.
Der Kostenfaktor:
Immer wieder wird das Argument des hohen Kostenfaktors angesprochen und auf den ersten Blick erscheint dies auch sehr plausibel. Wie ist es aber auf den zweiten Blick?
Man darf dabei zunächst nicht vergessen, dass auch die Durchführung einer Todesstrafe seinen Preis hat. Zudem sitzen Strafgefangene nun einmal nicht ausschließlich in ihrer Zelle herum, sondern werden zu diversen Arbeiten (gegen geringes Entgelt) herangezogen. Dies ist auch in den USA der Fall.
Wenn man diese Faktoren gegenrechnet, bleibt zu fragen, ob die Todesstrafe wirklich wesentlich billiger ist, als ein Gefängnisaufenthalt mit anschließender Sicherheitsverwahrung.
Im alten Yopi gab es von 'Reverend' einen ausgezeichneten Artikel zu diesem Thema und ich hoffe, dass er diesen noch einmal hier hereinstellt.
Aber kommen wir zur moralischen Seite:
Wer will sich das Recht anmassen darüber über Leben und Tod zu entscheiden. Ist es nicht letztlich bereits der Mörder selbst, der sich dies anmasste?
Meiner Auffassung nach stellt man sich mit einem Todesurteil auf die gleiche moralische Ebene, wie der Mörder.
Leider sehr typisch, folgt man den wiederkehrenden Umfragen zu diesem Thema, ist, dass ein durchaus hoher Prozentsatz ein 'Ja' zur Todesstrafe hat. Jedoch nur ein sehr geringer Prozentsatz diese auch selber verhängen würde.
Sorry, aber diese Einstellung ist mir einfach zu bequem. Und nicht nur das.
Wenn andere diesen 'dreckigen Job' erledigen, dann kann man diese natürlich auch bequem verurteilen und zur Rechenschaft ziehen, wenn das Urteil ein Fehlurteil war. Ich bin diesbezüglich der Auffassung, dass jeder, der für die Todesstrafe ist bereit sein sollte, diese im Zweifelsfall als Richter und - in den USA - als Geschworener auch selber zu verhängen.
19 Bewertungen, 6 Kommentare
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28.02.2002, 15:45 Uhr von Wasserballer
Bewertung: sehr hilfreichdann sind ja auch wir beide einer Meinung
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26.02.2002, 12:20 Uhr von skorpion99
Bewertung: sehr hilfreichDie Frage:“ was ökonomischer ist“ also lebenslang –also wirklich ein Leben lang im Sinne des Wortes- wegsperren oder kurzerhand hinrichten, wenn überführte und verurteilte Straftäter und/oder geistig gestörten Menschen sich eines M
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26.02.2002, 12:19 Uhr von Tickeromi
Bewertung: sehr hilfreichwirklich ein sehr heikles Thema. Aber Du hast Recht, ich sehe das auch so.
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26.02.2002, 12:18 Uhr von Neo1900
Bewertung: sehr hilfreichbin dagegen,weil das löst auch nicht die probleme!
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26.02.2002, 12:07 Uhr von Filmfreund
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schwieriges Thema. Bei manchen denke ich, sie haben es verdient. Aber Rache ist auch blöd. Auch Justizirrtürmer gibt es zu genüge. Wie man es auch macht, wird man es falsch und nicht jedem Recht machen. Sehr brisant dazu finde ich
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26.02.2002, 12:04 Uhr von gonzogonzo
Bewertung: sehr hilfreichalso bin dafür , und wenn jemdan meine Tochter vergewaltigen würde und dann umbriengt habe ich keine probl. den Heble selber um zu legen
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