Erfahrungsbericht von DerMelchior
Final - für Krankenschwestern
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
LAGERUNGSARTEN auf der Intensivstation
Warum ist eine angemessene Lagerung des Intensivpatientienten notwendig?
- durch Immobilität ( Sedierung, Relaxierung, Koma, nach OP´s)
Rückenlage über längeren Zeitraum führt zu:
- Schäden an der Haut, Gelenken, Knochen, Muskeln
- resp. Störung d.h. die Diffusion und Perfusion ( Belüftung/Durchblutung) der Lunge ist einseitig ÄAtelektasenbildg. und Pneumonieentwicklung
Wie sollte der Intensivpatient gelagert werden?
- engmaschige Lagerungswechsel ( optimal aller 2 Stunden ),
- Einsatz von Lagerungshilfsmitteln ( Druckentlastung, Ruhigstellung von bestimmten Körperpartien )
1.Felle: zur Dekubitusprophylaxe ( nehmen die Körperfeuchtigkeit auf, wirken
Temperaturausgleichend und belüften die Haut.
2. Kissen: zur Hohl und Weichlagerung für Kopf, Arme und Beine
3. Schiefe Ebene: zur 30°Schräglagerung: Druckentlastung des Sakralbereiches, Belüftung und Durchblutung der Lunge
4. Ringe : für Fersen und Ohren
5. Spezielle Matratzen ( KCI, ADM )
Welche Lagerungsarten treffen für unsere Station zu?
1. Regelmäßiger Wechsel von der Rückenlage zur 30°Re zur 30°Li-lagerung
2. Bauchlagerung
3. Oberkörperhochlagerung 30° (SHT)
4. flache Rü-lage bei Wirbelsäulen-Pat.
1. 30°Schräglagerung re/li, Rückenlagerung = Standartlagerung der ITS
Vorteile:
- durch den häufigen Lagewechsel wird die Belüftung und Durchblutung in der Lunge verbessert,
- Sekret in der Lungenperiepherie wird gelockert und zu den größeren Bronchien befördert, kann besser abgehustet oder endotracheal abgesaugt werden
- Druckentlastung des Sakralbereiches während der Seitenlage
Rückenlage:
Kissen unter dem Kopf leicht erhöht, nicht überstreckt oder seitlich abgeknickt
Arme werden gelagert indem die Schultern durch leichten Zug am Unterarm nach unten gezogen werden, Arme vom Oberkörper leicht abspreizen, im Ellenbogengelenk beugen und auf ein Kissen lagern , dabei leicht erhöht um den venösen Abstrom zu fördern
Handgelenk in physiologischer Mittelstellung lagern
Beine werden gelagert indem jeder Unterschenkel auf ein geeignetes Kissen gelegt wird, Knie leicht eingebeugt, Ferse muß frei liegen ( Dekubitusgefahr), Füße in 90 Gradwinkel zur Unterlage ( Spitzfußprophylaxe) mittels Kissen oder Bettkasten o.ä. , Beine oder Füße dürfen nicht seitlich abkippen, evtl. abstützen
Seitenlage :
Pat. auf eine Seite drehen, in den Rücken von der Schulter bis zum Kreuzbein die30°-seite der schiefen Ebene plazieren. Das Gesäß bleibt frei. Pat. auf die Schräge leicht zurückdrehen, die unten liegende Schulter nach vorn und unten ziehen, den untenliegenden Arm dezent vom Körper abduzieren und im Ellenbogengelenk gebeugt auf ein Kissen legen.
Der Ellenbogen des obenliegenden Armes wird leicht nach hinten gezogen und der Unterarm auf ein Kissen gelagert. Das untere Bein wird in Streckstellung leicht nach hinten und das obere in Beugestellung darüber nach vorn auf ein Kissen gelegt.
Wichtig!!! oberes Bein in Höhe Hüfte
Knie dürfen sich nicht berühren
Fußknöchel frei halten
Spitzfußprophylaxe
2.Bauchlagerung
Vorteile:
Verbesserung der Ventilations-/ Perfusionsverhältnisse bei Patienten mit akuten resp. Problemen, Mobilisierung von Sekret, Eröffnung von Atelektasen aber auch zur Behandlung von Dekubiti
Erste Arbeiten über positive Auswirkung der Bauchlage auf die Oxygenierung wurden vor mehr als 20 Jahren veröffentlicht und bestätigt.
Durchführung der Bauchlage:
- Pat. ausreichend sediert evl. Relaxiert
- Patient. an eine Bettseite legen , der Arm, über den gedreht wird, liegt ganz körpernah
- Thorax- und Beckenkissen werden plaziert
- Dr., steht am Kopfende zur Sicherung des Tubus oder der Trachealkanüle
- Ausreichend Personen sind an beiden Bettseiten verteilt ( 3/3:Schulter, Becken, Beine )
- auf Kommando Pat. vorsichtig aber zügig Kippen und drehen
Kopf sollte leicht gebeugt und gedreht sein, Kissen an der Stirn so das genügend Platz für den Tubus bleibt. Häufige Lagerungskontrollen sind erfordelich (Protokoll) um Druckstellen zu vermeiden. Arme werden in U-Form gelagert. Je höher das Becken gelagert ist, desto höher sollten auch die Beine liegen. ( zur Erhaltung der Hüft- und Kniestreckung ) Spitzfußprophylaxe nicht vernachlässigen.
Probleme:
- bei der Umlagerung Dislokalisation von Tubus und intravasale Katheter
- Probleme der Hämodynamik
- Druckschäden im Bereich der Aufliegeflächen
- Schwellung des Gesichtes mit unvollständigem Lidschluß - BepanthenAS vor Umlagerung
Üblich max. 12 Stunden Bauchlage, in Literatur 24 bis 36 Stunden
3. Lagerung des schädelhirntraumatisierten Pat.
- im Vordergrund Stabilisierung bzw. Verhinderung der Erhöhung des intrakranialen Druckes
- in der Frühphase Rückenlage mit 30 Grad Oberkörperhochlagerung und gerade liegendem Kopf bevorzugen
- der freie Abfluß des hirnvenösen Blutes wird gewährleistet = Prophylaxe der Hirnschwellung
- Seitenlagerung für ICP nicht so günstig, Abkippen des Kopfes = Abflußbehinderung des Jugularvenenblutes
- Kopf-tief-Lage unbedingt verhindern
- Dehnung von Dura und Nervenwurzeln vermeiden
- Achsengerechte Kopflagerung in jeder Situation
!!! in den ersten 72 h jegliche Manipulation am Pat. vermeiden
„ So viel wie nötig, so wenig wie möglich“
4. Lagerung des wirbelsäulengeschädigten Patienten
- Verbiegen und Verschiebungen der WS vermeiden
- Wahrung der physiologischen Krümmungen
- Dehnung der Nervenwurzeln vermeiden ( Anbeugen der Beine in den großen Gelenken )
- Achsengerechtes Drehen beim Betten (Baumstammlagerung)
- Seitenlagerung nur nach ärztlicher Anordnung
- Bei flacher Lagerung Bett im Ganzen hochstellen = Oberkörper erhöht = Aspirationsprophylaxe, bessere Belüftung der Lunge
Warum ist eine angemessene Lagerung des Intensivpatientienten notwendig?
- durch Immobilität ( Sedierung, Relaxierung, Koma, nach OP´s)
Rückenlage über längeren Zeitraum führt zu:
- Schäden an der Haut, Gelenken, Knochen, Muskeln
- resp. Störung d.h. die Diffusion und Perfusion ( Belüftung/Durchblutung) der Lunge ist einseitig ÄAtelektasenbildg. und Pneumonieentwicklung
Wie sollte der Intensivpatient gelagert werden?
- engmaschige Lagerungswechsel ( optimal aller 2 Stunden ),
- Einsatz von Lagerungshilfsmitteln ( Druckentlastung, Ruhigstellung von bestimmten Körperpartien )
1.Felle: zur Dekubitusprophylaxe ( nehmen die Körperfeuchtigkeit auf, wirken
Temperaturausgleichend und belüften die Haut.
2. Kissen: zur Hohl und Weichlagerung für Kopf, Arme und Beine
3. Schiefe Ebene: zur 30°Schräglagerung: Druckentlastung des Sakralbereiches, Belüftung und Durchblutung der Lunge
4. Ringe : für Fersen und Ohren
5. Spezielle Matratzen ( KCI, ADM )
Welche Lagerungsarten treffen für unsere Station zu?
1. Regelmäßiger Wechsel von der Rückenlage zur 30°Re zur 30°Li-lagerung
2. Bauchlagerung
3. Oberkörperhochlagerung 30° (SHT)
4. flache Rü-lage bei Wirbelsäulen-Pat.
1. 30°Schräglagerung re/li, Rückenlagerung = Standartlagerung der ITS
Vorteile:
- durch den häufigen Lagewechsel wird die Belüftung und Durchblutung in der Lunge verbessert,
- Sekret in der Lungenperiepherie wird gelockert und zu den größeren Bronchien befördert, kann besser abgehustet oder endotracheal abgesaugt werden
- Druckentlastung des Sakralbereiches während der Seitenlage
Rückenlage:
Kissen unter dem Kopf leicht erhöht, nicht überstreckt oder seitlich abgeknickt
Arme werden gelagert indem die Schultern durch leichten Zug am Unterarm nach unten gezogen werden, Arme vom Oberkörper leicht abspreizen, im Ellenbogengelenk beugen und auf ein Kissen lagern , dabei leicht erhöht um den venösen Abstrom zu fördern
Handgelenk in physiologischer Mittelstellung lagern
Beine werden gelagert indem jeder Unterschenkel auf ein geeignetes Kissen gelegt wird, Knie leicht eingebeugt, Ferse muß frei liegen ( Dekubitusgefahr), Füße in 90 Gradwinkel zur Unterlage ( Spitzfußprophylaxe) mittels Kissen oder Bettkasten o.ä. , Beine oder Füße dürfen nicht seitlich abkippen, evtl. abstützen
Seitenlage :
Pat. auf eine Seite drehen, in den Rücken von der Schulter bis zum Kreuzbein die30°-seite der schiefen Ebene plazieren. Das Gesäß bleibt frei. Pat. auf die Schräge leicht zurückdrehen, die unten liegende Schulter nach vorn und unten ziehen, den untenliegenden Arm dezent vom Körper abduzieren und im Ellenbogengelenk gebeugt auf ein Kissen legen.
Der Ellenbogen des obenliegenden Armes wird leicht nach hinten gezogen und der Unterarm auf ein Kissen gelagert. Das untere Bein wird in Streckstellung leicht nach hinten und das obere in Beugestellung darüber nach vorn auf ein Kissen gelegt.
Wichtig!!! oberes Bein in Höhe Hüfte
Knie dürfen sich nicht berühren
Fußknöchel frei halten
Spitzfußprophylaxe
2.Bauchlagerung
Vorteile:
Verbesserung der Ventilations-/ Perfusionsverhältnisse bei Patienten mit akuten resp. Problemen, Mobilisierung von Sekret, Eröffnung von Atelektasen aber auch zur Behandlung von Dekubiti
Erste Arbeiten über positive Auswirkung der Bauchlage auf die Oxygenierung wurden vor mehr als 20 Jahren veröffentlicht und bestätigt.
Durchführung der Bauchlage:
- Pat. ausreichend sediert evl. Relaxiert
- Patient. an eine Bettseite legen , der Arm, über den gedreht wird, liegt ganz körpernah
- Thorax- und Beckenkissen werden plaziert
- Dr., steht am Kopfende zur Sicherung des Tubus oder der Trachealkanüle
- Ausreichend Personen sind an beiden Bettseiten verteilt ( 3/3:Schulter, Becken, Beine )
- auf Kommando Pat. vorsichtig aber zügig Kippen und drehen
Kopf sollte leicht gebeugt und gedreht sein, Kissen an der Stirn so das genügend Platz für den Tubus bleibt. Häufige Lagerungskontrollen sind erfordelich (Protokoll) um Druckstellen zu vermeiden. Arme werden in U-Form gelagert. Je höher das Becken gelagert ist, desto höher sollten auch die Beine liegen. ( zur Erhaltung der Hüft- und Kniestreckung ) Spitzfußprophylaxe nicht vernachlässigen.
Probleme:
- bei der Umlagerung Dislokalisation von Tubus und intravasale Katheter
- Probleme der Hämodynamik
- Druckschäden im Bereich der Aufliegeflächen
- Schwellung des Gesichtes mit unvollständigem Lidschluß - BepanthenAS vor Umlagerung
Üblich max. 12 Stunden Bauchlage, in Literatur 24 bis 36 Stunden
3. Lagerung des schädelhirntraumatisierten Pat.
- im Vordergrund Stabilisierung bzw. Verhinderung der Erhöhung des intrakranialen Druckes
- in der Frühphase Rückenlage mit 30 Grad Oberkörperhochlagerung und gerade liegendem Kopf bevorzugen
- der freie Abfluß des hirnvenösen Blutes wird gewährleistet = Prophylaxe der Hirnschwellung
- Seitenlagerung für ICP nicht so günstig, Abkippen des Kopfes = Abflußbehinderung des Jugularvenenblutes
- Kopf-tief-Lage unbedingt verhindern
- Dehnung von Dura und Nervenwurzeln vermeiden
- Achsengerechte Kopflagerung in jeder Situation
!!! in den ersten 72 h jegliche Manipulation am Pat. vermeiden
„ So viel wie nötig, so wenig wie möglich“
4. Lagerung des wirbelsäulengeschädigten Patienten
- Verbiegen und Verschiebungen der WS vermeiden
- Wahrung der physiologischen Krümmungen
- Dehnung der Nervenwurzeln vermeiden ( Anbeugen der Beine in den großen Gelenken )
- Achsengerechtes Drehen beim Betten (Baumstammlagerung)
- Seitenlagerung nur nach ärztlicher Anordnung
- Bei flacher Lagerung Bett im Ganzen hochstellen = Oberkörper erhöht = Aspirationsprophylaxe, bessere Belüftung der Lunge
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