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Erfahrungsbericht von Erwin1678

Ein Überblick über 25 Jahre Spielerei

Pro:

interessanter Einblick in die Geschichte der Spielkonsolen und Heim - Computer, viele Infos kompakt in einem Buch, kompetent geschrieben, dafür bürgt schon der Name des Autors

Kontra:

das Buch ist nicht wirklich günstig (24 €), wer bereits gut über Konsolen informiert ist, der wird vielleicht vom Inhalt etwas enttäuscht sein, nicht im Handel erhältlich - > nur über das Internet bestellbar

Empfehlung:

Ja

Die meisten die das Wort Videospiele hören, werden dabei an Playstation 2, Game Gube und X-Box denken, einige erinnern sich vielleicht auch noch an die vorige Geräte-Generation. Doch wie hat alles angefangen, mit welchen Konsolen haben Zocker vor 30 Jahren gespielt? Die Frage wird wohl kaum einer beantworten können und auch ich kenne mich mit älteren Konsolen nur schlecht aus. Selbst in Videospiele- Magazinen erfährt man recht wenig darüber, obwohl es doch mal ganz interessant wäre, einen Rückblick auf die Anfänge zu werfen.

Für alle Videospiele- Interessierten ist im Dezember 2002 ein Buch auf den Markt gekommen, was vor dem Release schon vollmundig als „Gameplan-Bibel“ angepriesen wurde. Ob man dem Vergleich auch nur in geringster Weise gerecht wird und was man sonst alles von „Gameplan - Spielekonsolen und Heimcomputer von 1972 – 2002“ erwarten kann, das erfahrt ihr in meinem Bericht.

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„Gameplan Spielkonsolen und Heim-Computer von 1972 - 2002“ nennt sich das in ein Softcover gelegte Etwas, auf immerhin 144 Seiten informiert Autor Winnie Forster über die Konsolen und Heimcomputer der letzten 30 Jahre. Die einzelnen Seiten sind durch- gehend farbig gehalten und auch mit einigen Bildern (Screenshots, Konsolenabbildungen) versehen.
Beim Design des Buches hat man sich nicht allzu viel Mühe gemacht, es fällt aber auch nicht unbedingt negativ auf. Das Cover trägt eine etwas merkwürdige blaue Farbe, darauf sind einige Konsolen skizziert worden. Die einzelnen Seiten präsentieren sich auch nicht auf dem höchsten kreativen Niveau, weißer Hintergrund, schwarze Schrift, viele Fotos, Tabellen... Aber Design und Gestaltung ist nicht alles, das Buch ist auf jeden Fall lesbar.

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Winnie Forster dürfte für ältere Zocker durchaus ein Bergriff sein, seines Zeichens Redakteur der Magazine „Powerplay“, „Videogames“ (das waren noch Zeiten) und später der „Maniac“. Er ist im großen und ganzen fast allein für das Buch verantwortlich, auch wenn er noch ein paar Helfer hatte, die sich fast wie das Stelldichein der deutschen Zockerzeitschriften- Redakteure liest: Tobias Hartlehnert, Ulrich Steppberger, Olvier Ehrle, Stephan Freundorfer und Andreas von Lepel um hier nur einige nennen zu wollen. Jedenfalls haben die Mannen ordentliche Arbeit geleistet, was ich Euch im nächsten Teil meines Berichtes erklären werde.

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Was erwartet nun den Leser des Buches, wenn er verzückt auf die Seiten schaut? Einiges! Zusammenfassend kann man sagen, dass „Gameplan Spielekonsolen und Heimcomputer von 1972 - 2002“ all das aufzeigt, was in den letzten 30 Jahren auf dem Videospielesektor los war. Alle Konsolen aus Amerika, Japan und Europa, Bilder und Hinweise auf die besten Spiele, auf Hardwareerweiterungen usw.

Schauen wir und mal eine einzelne Konsolenbesprechung an (die Artikel sind übrigens nach dem Jahr des Releases geordnet, so dass man sich schon von Vornherein gut im Buch zurechtfinden wird). Meist ziert ein Bild des Gerätes den Text, bei manchen bin sogar ich verwundert, weil ich diese noch nie im Leben gesehen haben. Ein zweiter Punkt, der bei jeder Konsolenbesprechung dabei ist, ist so eine Art Wertungskasten. Hier erfährt man, wie oft das entsprechende Gerät verkauft wurde, wie viele Spiele dafür erhältlich waren/ sind, auf welchem Speicherträger diese Spiele produziert worden/ werden, bis zu welchem Datum die Entwicklung für diese Konsole statt fand/ stattfindet und zu guter letzt gibt man auch noch eine subjektive Bewertung über das Spieleangebot ab. Nun gut, diese in einem Kasten zusammengefassten Infos sind schon recht brauchbar, auch wenn bei einigen Konsolen doch Angaben zur Verkaufszahl fehlen. Dafür kann aber der Autor nichts. Von mir aus hätte man diesen Wertungskasten aber auch weglassen können, denn mich interessieren andere Infos mehr... Und die findet man dann eher im eigentlichen Text. Wer produzierte diese Konsole, wie schaut es mit der Technik im Vergleich zur Konkurrenz aus, ja wie schaut es überhaupt mit der Konkurrenz aus? Welche Spiele erschienen für das Gerät, wie lange war es auf dem Markt? Der Autor hat hier wirklich einiges lesenswertes zusammengetragen, gerade bei den älteren Konsolen. Seit Master System und NES kenne ich mich ja ganz gut beim Thema „Videospiele“ aus und diese Konsolenbeschreibungen brachten mir auch nicht viel, weil ich das meiste irgendwo schon mal gelesen habe. Aber gerade die alten Konsolen, die ich vielleicht noch nicht mal kenne, da hab ich wirklich gestaunt, was man da alles an Infos zusammengetragen hat.

Neben allem Wissenswerten zu den einzelnen Konsolen verweist der Autor auch noch auf die besten Spiele zum jeweiligen Gerät. Diese Games sind dann meist sogar mit einem Screenshot aufgezeigt, dadurch kann man sich wenigstens ein kleinen Eindruck vom jeweiligen Spiel machen. Bei den ausgesuchten Highlights hat man jedenfalls genau den richtigen Riecher gehabt, soweit ich das bei der Auswahl der Spiele, die ich kenne beurteilen kann.

Einige werden jetzt vielleicht sagen, was nützt mir das ganze Herumgelabbere, wenn ich nichts über die technischen Spezifikationen der einzelnen Konsolen erfahre. Gut, so ist es ja nun nicht. Wer intensiv die einzelnen Konsolenbeschreibungen liest, wird bereits einiges zu Hardware erfahren, alle anderen befriedigen ihren Wissensdurst auf den letzten Seiten, denn hier wurden alle technischen Daten aller im Buch vertretenen Konsolen in Tabellenform zusammengefasst. Ist doch mal ganz interessant, sich anzuschauen, mit welcher Technik vor 15 Jahren Spieler auskommen mussten, bzw. wie schnell sich der Markt und die Geräte bis heute entwickelt haben.

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Ich werde jetzt natürlich nur das schreiben, was ich gelesen habe, wer etwas anderes weiß, der kann mich ja darauf hinweisen.

Trotz ISBN-Nummer ist das Buch anscheinend nicht im normalen Handel bestellbar. Erwerben kann man „Gameplan – Spielkonsolen und Heim-Computer von 1972 - 2002“ zum Beispiel auf der Seite des Verlages

http://www.gameplan.de.

Auch ist es bei einigen Online- und (Offline-) Shops, die sich mit Videospielen beschäftigen erhältlich (www.gamefront.de, www.maniac.de).

Der Preis des Buches beträgt 24 €, als Versand kommen noch 3 € hinzu. Wer noch die 1. Auflage des Buches erhalten will, der sollte sich mit der Bestellung beeilen. Nach meinen Erfahrungen wird aber recht schnell geliefert.

Die Seite des Verlages ist übrigens auch für alle die interessant, die einen kleinen Einblick in das Buch erhalten möchten, denn hier stehen ein paar Seiten zum Vorablesen zur Verfügung.

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Ich hab bereits des öfteren von englischsprachigen Büchern gelesen, die das Thema „Videospiele“ zusammenfassen. Mein Englisch ist zwar nicht allzu schlecht, aber irgendwie hat mich die Sprachbarriere doch immer davon abgehalten, mit diese Bücher zu kaufen. Nun gibt es solch eine History endlich in Deutsch und ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Nicht über den hohen Preis (24 €), den ich durchaus verstehen kann, wenn man bedenkt, dass es viel Arbeit macht, all diese Infos erst zusammensuchen zu müssen. Ich bin auch nicht enttäuscht über das Design und die Gestaltung des Buches, ich hätte sie mir vielleicht etwas weniger neumodig und mehr professionell gewünscht. Nein, ich bin eher enttäuscht vom Inhalt, meiner Meinung nach hätte das Buch doppelt so dick sein können und auch doppelt so teuer sein dürfen, ich hätte es bestellt und dafür bezahlt. Nun gut, bei den ganz alten Geräten konnte man vielleicht einfach nicht mehr Infos finden, dort sind ein bis zwei Seiten pro Konsole schon gerechtfertigt. Bei den aktuellen Geräten hätte ich mir dagegen etwas mehr Inhalt versprochen. Mir hat man da einfach nichts neues erzählt, entweder bin ich da einfach zu gut informiert, oder man hat zu wenig nach wirklich interessanten Sachen gebohrt.

Was mir auch fehlt, ist ein eigener Abschnitt über die besten Spiele, die bisher erschienen sind. Es ist einfach zu wenig, auf Highlights der Zockergeschichte nur kurz einzugehen, dass bringt niemandem wirklich etwas.

Wem kann ich das Buch nun empfehlen? Wer sich für die Geschichte der Konsolen und Heimcomputer allgemein interessiert, der wird auf jeden Fall etwas mit dem Buch anfangen können. Auch für Leute, die ihre Konsolensammlung vorzugsweise über Ebay und Co. vervollständigen ist „Gameplan – Konsolen und Heimcomputer von 1972 - 2002“ sicher sehr hilfreich. Wer dagegen auch die letzten Fragen beantwortet bekommen möchte, der sucht in diesem Buch vergebens. Bei der schieren Masse an Geräten konnte man anscheinend nicht auf alle Details eingehen.

Was dennoch bleibt ist ein wirklich interessantes Buch, dem ich nach einiger Überlegung vier Sterne geben kann.

PS: Zur Überschrift, wenn Ihr jetzt denkt der Andilein77 ist doof und kann nicht rechnen, dann habt ihr vielleicht nicht ganz unrecht. Die \"25\" in der Überschrift bezieht sich natürlich auf das Erscheinungsdatum der ersten Konsole. Das Buch befasst sich aber mit 30 Jahren Videospielgeschichte.

10 Bewertungen