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Erfahrungsbericht von Peter3110

SCHLUSS MIT DER ÜBERREGULIERUNG

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Werbung hat ein Ziel: Die Zuseher zu erreichen und für das Produkt zu gewinnen. Dabei gibt es für mich eigentlich nur die Grenze des guten Geschmackes, doch wie man seit kurzem weiß, gibt es noch eine Reihe anderer Grenzen, die man ohne weiteres in Frage stellen kann.
Dieses hat man am neuesten Krombacher Werbespot sehen können. Bevor ich wieder zur Frage der sinnvollen und der nicht sinnvollen Grenzen komme, hier erst mal kurz der Inhalt des Spots.

Der Inhalt
Von dem Spot gibt es mehrere Varianten. Ich werde euch aber mal die gängigste Version beschreiben:
Die Kamera schwenkt über den Regenwald, dazu läuft beruhigende Musik. Nun kommt Günther Jauch ins Spiel, der von der Abholzung des Regenwaldes und dem Engagement des WWF redet. Nun berichtet er von Krombacher WWF Regenwaldprojekt. In diesem Projekt will die Firma Krombacher für jeden Kasten Bier einen Quadratmeter Regenwald mit dem WWF für die nächsten 100 Jahre schützen.
Jetzt sieht man noch Günther Jauch wie er gerade einen Kasten Bier in sein Auto einlädt.

Die Botschaft
Die Botschaft ist klar und deutlich: Kauft Bier und rettet damit den Regenwald. Unterstützt wird dies durch einen der beliebtesten Fersenmoderatoren.

Hat es mich beeinflusst?
Ich bin kein großer Biertrinker und höchstens auf einer Feier trinke ich mal etwas, deshalb hat Bierwerbung auf mich keine große Wirkung, wobei ich trotzdem sagen muss, dass wenn ich einen Bierkasten kaufen müsste, ich einen von Krombacher kaufen würde.

So viel zur grauen Theorie.
Dieser Spot wurde jedoch nun per einstweiligen Verfügung verboten, da Werbung nicht an Gefühle appellieren dürfe.
Dieses Urteil scheint mir äußerst weltfremd, denn fast jede Werbung appelliert in irgendeiner Weise an unsere Gefühle. So scheint die eigentliche Frage zu sein, ob man ein Produkt mit einer solchen Aussage verknüpfen darf. Dazu kenne ich keine Umfrage, deshalb fände ich es toll, wenn ihr in einem kurzem Kommentar eure Meinung dazu äußert.

Ich für meinen Teil halte diese Art vielleicht nicht für die Beste, aber frei nach dem Motto „besser als nichts“ stimme ich dieser Form der Werbung zu. Man sieht es zum Beispiel an dem vielen Geld, das Firmen momentanen in archäologische Ausgrabungen stecken. Es ist im Sinne der Forschung und der Staat gibt dafür ohnehin kein Geld aus.
Außerdem sieht man auch an vielen Beispielen in den Vereinigten Staaten, dass sich vielleicht viele damit angeben etwas für die Gesellschaft oder für Bedürftige zu tun, aber dann auch wirklich etwas bewirken. Bei uns dagegen gibt man nicht an, dafür bewirkt man aber auch nichts, weil dann für viele kommerziell denkende Menschen der Anreiz fehlt. Bei einer guter Sache sollten jedoch alle partizipieren.
So halte ich diesen Weg für durchaus legitim, da etwas für die Sache getan wird, auch wenn dahinter das Interesse einer großen Firma steht.
Deshalb sollte der Gesetzgeber die Gesellschaft nicht weiterhin so stark überregulieren und ihr damit einen Teil ihrer Freiheit nehmen! Also Schluss mit der Überregulierung, auch in anderen Bereichen. Dies ist jedoch nicht das Thema dieses Berichtes.

Fazit
Der Spot in seiner Konzeption trifft das Bedürfnis der Menschen etwas Gutes zu tun oder zumindest das schlechte Gewissen zu befriedigen.
Die Aussage des Spots mag zwar vielen nicht gefallen, doch wie eben beschrieben, ist es mir lieber, dass wir noch ein bisschen länger den Regenwald haben, auch wenn Krombacher etwas daran verdient, wobei ja auch nicht die Frage geklärt ist wie viel Krombacher überhaupt daran verdient.
So bekommt der Spot von mir nur einen kleinen Abzug in der Bewertung und dies auch nur weil er nicht mehr im Fernsehen kommt und deshalb seine Rolle nicht erfüllen kann.
Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich schon auf zahlreiche Kommentare.

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