Erfahrungsbericht von Mischka27
Mein Kesselgulasch
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Heute möchte ich auch einmal eines meiner Rezepte vorstellen und hoffe das Ihr es so lecker findet das Ihr es einmal nach kocht.
Was braucht ihr zur Zubereitung ?
*********************************
300 g Rindfleisch
300 g Schweinefleisch
200 g Zwiebeln
200 g Champinongs
1 Knoblauchzehen
6 EL Bratfett
1 EL Paprikapulver
5 Tomaten
2 Paprikaschoten
1 Becher saure Sahne
1/8 l Wasser
Pfeffer
Salz
Das Fleisch in Würfel schneiden. Die Zwiebeln fein hacken, die Knoblauchzehe schälen und zerdrücken.
Die Pilze putzen und klein schneiden.
Das Fett in einem Topf zerlassen, die Fleischstücke bei starker Hitze unter wenden darin bräunen lassen. Jetzt können Zwiebeln und Knoblauch( nur wer will) und die Pilze zugefügt werden und kurze Zeit mitbraten lassen.
Das Paprikapulver über das Fleisch streuen, umrühren und sofort mit dem Wasser ablöschen.
Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 45 bis 60 Minuten schmoren lassen. Dabei muss der Braten während der gesamten Schmorzeit mit Wasser übergossen werden.
Die Tomaten häuten und grob zerkleinern.
Die Paprikaschoten putzen und klein schneiden.
Die Tomaten und Paprikastücke zum Fleisch geben, unterrühren, nochmals 20 bis 25 Minuten garen.
Jetzt nur noch den Becher saure Sahne unterrühren.
Dazu eine Scheibe Weißbrot oder Toast servieren.
Ich wünsche Euch einen guten Hunger und gutes gelingen, bei diesen leckeren Kesselgulasch.
Euer Mischka
Abkürzungen:
===========
EL => Esslöffel
TL => Teelöffel
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-12 22:29:16 mit dem Titel Kindermörder und ihre doch so schlimme Kindheit ....,
ich kann es nicht mehr hören !!!
Jedesmal wenn ein Kind von so einer Bestie umgebracht wird, erhält der Mörder eine mildere Strafe,weil er eine schwierige Kindheit hatte und im Kinderheim aufgewachsen ist.
Ich bin dann immer sehr wütend, weil ich auch 10 Jahre in einem Kinderheim war, wegen meiner Mutter. Dort ist aus mir bestimmt kein Verbrecher gemacht worden, im Gegenteil, dort lernte ich alles was ich für das Leben brauche.
Heute habe ich habe mir meine eigene Familie aufgebaut und meistere mein Leben auch, genau wie meine Schwester.Ich bin der Meinung das so etwas nicht strafmildern angerechnet werden darf, denn so schlimm wie immer berichtet war es dort nicht, und ich habe alles erreicht was ich wollte, auch als ehemaliges Heimkind.
In der Presse entsteht immer der Eindruck, das aus uns alle Verbrecher werden, das das in Blut steckt, aber das die meisten Kinder dort nicht krimminell sind, sondern einfach nur Pech im Leben hatten, weil Ihre Eltern das Sorgerecht entzogen wurde und der Staat die Erziehung übernimmt das wird verschwiegen, das passt nicht in das arme Opferbild der Kindermörder.
Ich kenne von 200 Heimkindern nur 2 straffällig geworden sind, und das ist glaube ich nicht über dem Durchschnitt.
Viele von uns hatte besser Schulnoten als der Klassendurschnitt, dazu zähle ich mich auch, ich bin mit ganz normalen Kindern in einer Klasse gewesen, und hatte dort nie das Gefühl das ich anders bin als die anderen. Ich habe mich genaso wie alle anderen Kinder nach der Schule andere zu Hause besucht und umgekehrt besuchten Sie mich ebenfalls im Heim.
Das wollte ich nur einmal loswerden.
Ich bin für eine Lebenslange Haftstrafe in einem normalen Gefängnis, dort werden sie sicher ihr Strafe bekommen, aber solange wie solche Leute wegen milderde Umstände bald wieder entlassen werden, muß ich und alle anderen Eltern Angst um ihre Kinder haben.
Danke Euer Mischka
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-13 14:09:24 mit dem Titel Aufgewachsen im Kinderheim - Die Einweisung
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Die Einweisung
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Stell Dir vor es ist noch ein Tag und du hast Geburtstag. Es ist genauer gesagt dein 8.Geburtstag, deine Mutter liegt im Krankenhaus.
Ich erinnere mich noch so als wäre es erst gestern passiert, es war der 29.Dezember 1980, ich ging normal in den Ferienhort meiner Schule, meine kleine 5 jährige Schwester war im Kindergarten.
Es muss kurz vor dem Mittagessen gewesen sein, als sich 2 Erwachsene Leute vorstellten Sie seien vom Jugendamt und müssen mich und meine Schwester in ein Kinderheim bringen.
Ich sah das meine Schwester im Auto saß und weinte, ich unterdrückte meine Tränen, und versuchte meine Schwester zu beruhigen, ich war doch schon fast 8 Jahre alt und Ihr großer Bruder.
Wir kamen in ein Kinderheim, das 50 km von unserer Stadt entfernt lag.
Zu unserer Überraschung wurden wir getrennt, da meine Schwester noch zu klein war und in eine Vorschulgruppe eingewiesen wurde.
Uns trennte von diesem Zeitpunkt eine Etage, ich konnte Sie nicht besuchen wann ich wollte, durfte Sie nicht zu spielen mit nach oben nehmen, wie bedauerte ich die Zeit, an denen ich beleidigt war , wenn ich meine Schwester zum spielen mitnehmen sollte.
In diesem Heim gab es ca. 150 Kinder aufgeteilt in 8 Gruppen mit jeweils 3 Erzieher.
Ich fand sehr schnell neue Freunde, bei denen sich später herausstellen wird, das es einige sein werden die mein Leben auf besonderer Weise prägten.
Gründe der Einweisung
======================
Meine Mutter war damals 27 Jahre alt, also genauso alt wie ich heute bin.
Nach der Trennung meiner Eltern, lernte meine Mutter einen Mann kennen, der gerne mal einen über den Durst trank, und meine Mutter machte mit.
Es kam wie es kommen musste Sie wurde abhängig vom Alkohol.
Ihr Körper war schon gezeichnet von der Abhängigkeit.
Ständig war das Geld knapp, und es gab Streit was zu noch mehr Alkoholkonsum führte.
(Anmerkung: Niemand sollte meinen er könnte seinen Alkoholgenuss unter Kontrolle halten, weil man sein Abhängigkeit gar nicht oder erst zu spät selbst erkennt)
Es war der 25. Dezember 1980, wir spielten Karten, mir fiel zufällig eine Karte auf die Erde, und als ich diese aufheben wollte, war diese voller Blut, meine Mutter hatte einen Blutsturz, und merkte es nicht einmal, sie wäre verblutet, wenn mir nicht die Karte heruntergefallen wäre.
Also kam Sie ins Krankenhaus.
Wer sollte sich jetzt um uns kümmern, wir ( meine Schwester und ich waren doch erst 5 und 8 Jahre alt)
Meine Verwandten wollten oder konnte uns nicht nehmen,
(PS: Heute sagt man uns das Sie uns gerne genommen hätten, aber es ging nicht, was ich persönlich nicht glaube, weil Sie selbst um eine Einweisung beim Jugendamt gebeten haben)
Bei meinem richtigen Vater konnten wir auch nicht unterkommen, da er erneut geheiratet hatte, und seine schwerreichen Schwiegereltern nicht wissen durften das er noch weitere Kinder hat.
Am 29.Dezember 1980 erfolgte dann die im Teil 1 beschriebene Einweisung ins Kinderheim.
Fortsetzung folgt ....
Euer Mischka
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-06 08:16:13 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 4
Vorwort
Bevor ich den 4.Teil schreibe, möchte ich hier erst einmal alle Leser der bisherigen Teile für die vielen sehr guten Kommentare danken. Daran sehe ich doch wie sehr es den übrigen Lesern interessiert einmal die sicht eines Kindes zu erfahren, wie das Leben in einem Kinderheim zu DDR- Zeiten war.
Persönlich möchte ich hier erst einmal sagen, das ich die Zeit die ich im Kinderheim gelebt habe nicht bereut habe, ich hatte fast alles, um eine glücklichen Kindheit zu haben.
Meine Mutter hätte mir das alles nicht geben können, ich habe die Schule sehr gut abgeschlossen, war mit Aufgaben betraut die ich so zu Hause erfahren hätte.
Aber alles hat auch einen Nachteil, die persönlich Liebe die nur Eltern besonders die Mutter einem geben kann die fehlte. Das ist etwas das mir oder meine Schwester niemand wiedergeben kann.
Aber trotz allem weiß ich das meine Mutter kein schlechter Mensch ist, das Sie einfach nur krank war.
Auch wenn meine Schwester heute nur selten nach Hause kommt, so bin ich doch stolz darauf das meine Mutter heute trocken ist und nicht mehr trinkt und all ihre Liebe ihrer Enkeltochter schenkt.
So das sie doch noch das weitergeben kann was sie damals durch ihre Krankheit nicht konnte.
So das war nun ein langes Vorwort, aber das wollte ich loswerden auch Aufgrund der Kommentare aus den ersten Teilen soweit ich diese nicht persönlich beantwortet habe.
Waren wir immer von den Eltern getrennt ?
Diese Frage kann ich gleich mit Nein beantworten.
Als erstes war da der Besuchersonntag.
Immer der letzte Sonntag im Monat war der Tag an denen den Eltern und Verwandten ihre Kinder besuchen durften.
Das spielte sich dann so ab das die Eltern sich bei dem Heimleiter melden mussten, der dann festlegte wie lange der Besuch dauern darf und wo man hingehen konnte.
In der Regel mussten wir zum Abendbrot wieder im Heim sein, und durften uns in der Stadt frei bewegen.
So gingen wir im Sommer sehr oft Eis essen oder einfach nur an den See und machten uns einen schönen Tag.
Es war immer ein besonderer Tag für mich und meine Schwester, schon die ganze Woche vorher freuten wir uns auf den Besuch unserer Mutter.
Das schlimme war dann nur je länger wir im Heim waren desto seltener kam unsere Mutter zu Besuch.
Ich glaube es lag einfach daran das sie einfach kein Geld mehr für die Busfahrt hatte, nachdem Sie getrunken hatte.
Ich habe bis heute auch nicht nach den Gründen gefragt.
Für mich war es immer doppelt hart, weil ich ja der große Bruder war der meiner kleinen Schwester erklären musste warum alle anderen Kinder mal wieder Besuch hatten und wir nicht, obwohl wir ein paar tage vorher erst einen Brief erhalten hatte das Sie dieses Mal bestimmt kommt.
Nach einiger Zeit setzte ich mir immer eine Zeit und wartet dann nicht mehr den ganzen Tag.
Ich ging dann zu Freunden und lenkte mich so ab. Meine Schwester verstand es dann auch das wir nicht immer Besuch bekommen, weil unsere Mutter einfach krank ist.
In den Ferien durften wir auch nach Hause ab und zu für eine kurze Zeit fahren.
Das längste waren immer die Sommerferien, da durften wir teilweise bis zu 3 Wochen zu unserer Mutter.
Ganz aufgeregt fuhren wir dann immer mit dem Bus oder der Bahn nach Hause.
Die Zeit verging immer recht schnell, und unsere Mutter versuchte in dieser Zeit für uns da zusein wie es ihr nur möglich war.
Die Trennung fiel und dann immer sehr schwer, weil es ja unser zu Hause war.
Ich fand es gut das trotz der Fehler die meine Mutter gemacht hat, immer Versucht wurde den Kontakt zu uns Kinder aufrecht zu erhalten.
So das sie auch erkennen konnte das Sie Ihre Kinder wiederbekommen könnte, wenn Sie das trinken aufgibt.
Welche Arten von Kinderheimen gab es damals
[ui]Normale Kinderheim[/ui]
Das war so ein Kinderheim in dem ich war.
Dort waren Kinder untergebracht die :
[ui]Hilfsschul-Kinderheim[/ui]
Ein sehr ähnliches Kinderheim nur für behinderte Kinder
Einige Kinder die ich kennen gelernt hatte, wurde dort eingewiesen, weil sie keine normale Schule besuchen konnte und die Erzieher dort besonders ausgebildet wurden
[ui]Kinderheim für schwererziehbare Kinder[/ui]
Wie es der Name schon sagt, dort kamen Kinder hin, die zur Gewalttätigkeiten neigten, oder ständig ausgerissen waren.
Einige der gewalttätigen Kinder aus unseren Kinderheim wurde auch nach dort verlegt, aber bis das soweit war, musste schon einiges passieren.
An einen Fall kann ich mich noch besonders erinnern, weil davon alle Kinder bei uns im Kinderheim betroffen waren.
Dieser Jungen steckte Nachts einen Mehrzweckraum in seiner Gruppe an.
Der Raum brannte vollkommen aus, nur der schnellen Reaktion der Nachtwache war es zu verdanken das der Brand noch mit einem Feuerlöscher gelöscht werden konnte.
Keines der Kinder kam zu schaden.
Aber allein die giftige Gase die entstanden wären, wenn der Flur gebrannt hätte, da der mit Linolium ausgelegt, war, hätte für mehrere Kinder im Schlaf der sichere Erstickungstod bedeutet.
Überrings war mein Zimmer nur 5 Türen weiter, also hatte ich unwahrscheinliches Glück gehabt.
Er begründete seine Tat damit, das er einmal sehen wollte wie schnell die Feuerwehr da ist.
Das war der schlimmste Fall den ich dort erlebt hatte.
So das war der 4. Teil.
Ich werde noch einen weiteren teil schreiben, wie das Leben in der Schule war ......
Fortsetzung folgt....
Euer Mischka27
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-30 07:44:53 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 1
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Die Einweisung
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Stell Dir vor es ist noch ein Tag und du hast Geburtstag. Es ist genauer gesagt dein 8.Geburtstag, deine Mutter liegt im Krankenhaus.
Ich erinnere mich noch so als wäre es erst gestern passiert, es war der 29.Dezember 1980, ich ging normal in den Ferienhort ( für alle die das nicht mehr kennen, dort wurden Kinder in der Ferien betreut) meiner Schule, meine kleine 5 jährige Schwester war im Kindergarten.
Es muss kurz vor dem Mittagessen gewesen sein, als sich 2 Erwachsene Leute vorstellten, Sie seien vom Jugendamt und müssen mich und meine Schwester in ein Kinderheim bringen.
Ich sah das meine Schwester im Auto saß und weinte, ich unterdrückte meine Tränen, und versuchte meine Schwester zu beruhigen, ich war doch schon fast 8 Jahre alt und Ihr großer Bruder.
Wir kamen in ein Kinderheim, das 50 km von unserer Stadt entfernt lag.
Gründe der Einweisung
Meine Mutter war damals 27 Jahre alt, also etwas jünger als ich heute bin.
Nach der Trennung meiner Eltern, lernte meine Mutter einen Mann kennen, der gerne mal einen über den Durst trank, und meine Mutter machte mit.
Es kam wie es kommen musste Sie wurde abhängig vom Alkohol.
Ihr Körper war schon gezeichnet von der Abhängigkeit.
Ständig war das Geld knapp, und es gab Streit was zu noch mehr Alkoholkonsum führte.
(Anmerkung: Niemand sollte meinen er könnte seinen Alkoholgenuss unter Kontrolle halten, weil man sein Abhängigkeit gar nicht oder erst zu spät selbst erkennt)
Es war der 25 Dezember 1980, wir spielten Karten, mir fiel zufällig eine Karte auf die Erde, und als ich diese aufheben wollte, war diese voller Blut, meine Mutter hatte einen Blutsturz, und merkte es nicht einmal, sie wäre verblutet, wenn mir nicht die Karte heruntergefallen wäre.
Also kam Sie ins Krankenhaus.
Wer sollte sich jetzt um uns kümmern?
Meine Schwester und ich waren doch erst 5 und 8 Jahre alt.
Meine Verwandten wollten oder konnte uns nicht nehmen,
(PS: Heute sagt man uns das Sie uns gerne genommen hätten, aber es ging nicht, was ich persönlich nicht glaube, weil Sie selbst um eine Einweisung beim Jugendamt gebeten haben)
Bei meinem richtigen Vater konnten wir auch nicht unterkommen, da er erneut geheiratet hatte, und seine schwerreichen Schwiegereltern nicht wissen durften, das er noch weitere Kinder hat.
Am 29.Dezember 1980 erfolgte dann die im Teil 1 beschriebene Einweisung ins Kinderheim.
Der 1.Tag
Zu unserer Überraschung wurden wir getrennt, da meine Schwester noch zu klein war und in eine Vorschulgruppe eingewiesen wurde.
Uns trennte von diesem Zeitpunkt eine Etage, ich konnte Sie nicht besuchen, wann ich wollte, durfte Sie nicht zum spielen mit nach oben nehmen, wie bedauerte ich die Zeit, an denen ich beleidigt war , wenn ich meine Schwester zum spielen mitnehmen sollte, so wie das ebend ist, wenn man immer als großer Bruder seine Schwester mitschleppen muss um auf Sie aufzupassen.
In diesem Heim gab es ca. 150 Kinder aufgeteilt in 8 Gruppen mit jeweils 3 Erzieher.
Ich fand sehr schnell neue Freunde, bei denen sich später herausstellen wird, das es einige sein werden die mein Leben auf besonderer Weise prägten.
Meine Mutter hatte die Chance uns jeder letzten Sonntag im Monat zu besuchen, aber das ist eine andere Geschichte ........
Fortsetzung folgt
Mischka27
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-06 08:15:33 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 2
Der Aufbau des Kinderheimes
Unser Kinderheim war ein sogenannter Neubau.
Der Eingang führte durch eine Wache, die Tag und Nacht besetzt war. Diese diente nicht dazu die Kinder einzusperren, sondern vielmehr dazu Eltern davon abzuhalten ihre Kinder unberechtigt zu besuchen.
Es gab einen Keller und 3 Etagen.
1.Etage
In der ersten war die Verwaltung und eine Gruppe untergebracht.
Hier gab es die Nähstube, die unser Sachen gewaschen und genäht hatte.
Damit jeder auch seine Sachen wieder bekam, hatte jedes Wäscheteil eine Nummer eingestickt.
Für neue Sachen bekamen wir Bekleidungsgeld, je nach Alter zwischen 500 und 1000 Mark.
Wenn man weiß wie teuer Bekleidung damals war weiß das man damit jedenfalls in meiner Größe nicht weit gekommen ist.
Dann gab es dort den Heimleiter, auch er hatte hier sein Büro und seine Wohnung.
Ich gehörte zu den wenigen Kindern ( ich glaube es gab sonst nur noch 1) der die Wohnung von innen gesehen hat.
Das ist aber eine andere Geschichte.
Dann war hier noch die Buchhaltung und ein Raucherraum für die Erzieher.
2.Etage
Hier waren 3 Gruppen untergebracht.
Unsere kleinsten. Kinder im Alter von 2 Jahren an wurden hier betreut, auch meine Schwester wohnte hier 3 Jahre.
Dort gab es Zimmer mit 4 Kindern .
Es gab 3 Spielzimmer voll mit Spielzeug, 3 Ankleideräume,3 Waschräume und Toiletten alles für die kleinen angepasst.
Außerdem gab es noch 3 Fernsehräume mit kleinen niedlichen Sesseln.
Als ich dann so 12 oder 13 Jahre alt war habe ich auch Abends mal gern dort aufgepasst wenn mal eine Erziehrin früher nach Hause musste.
Es hatte mir großen Spaß gemacht, aber war auch sehr anstrengend.
3.Etage
Zwei Mittlere Gruppen, von 1 Klassen bis 8 Klasse.
Wobei ich als meine Schwester endlich eingeschult wurde, dort bis zu meiner Lehre bleiben durfte, weil man uns nicht noch einmal trennen wollte.
Wir hatten Glück der Heimleiter ist in meiner Heimatstadt geboren, und hat sich für uns immer besonders eingesetzt.
Hier gab es :
Mehrere Zimmer mit 2 bis 3 Bewohner.
Dort gab es 3 Liegen, 1 Tisch, 3 Stühle, 3 Schränke, 1 Bücherschrank für persönliche Bücher und Spiele.
Es war nicht gerade der Luxus aber ich hatte mehr wie zu Hause.
Jeder war auch selbst für die Ordnung im Zimmer verantwortlich.
Das Spielzimmer:
Hier konnten besonders die Jungen mit Bausteinen spielen, oder die Mädchen mit Puppen und Kaufmannsladen.
Mehrzweckzimmer:
Hier wurden die Schulsachen gelagert.
Jeder hatte dort sein Fach für die Schulmappe, für die Bücher und Sportsachen.
Außerdem befanden sich hier noch die Besen und Schrubber zum Saubermachen.
Gruppenraum:
Hier gab es 6 Tische mit 24 Stühlen.
1 Fernseher
Das war praktisch der Gemeinschaftsraum zum Hausaufgaben machen, Platten hören, spielen fernsehen, aber Auch für Versammlungen.
Duschraum:
Hier befanden sich 6 Duschen nebeneinander, davor war der Waschraum hier hatte immer 2 Kinder ein Waschbecken.
Gleich im Nebenraum befanden sich 4 Toiletten.
Teeküche
Eine kleine Küche die sich 2 Gruppen teilten, dort konnte man auch mal backen, oder etwas kochen.
Das war alles.
4.Etage
Hier wohnten die Großen, ab der 8.Klasse und Lehrlinge.
Bis auf das Spielzimmer war alles gleich.
Hier befand sich auch das Fotolabor, in den ich später viel arbeitete.
Auf der anderen Seite befand sich ein Webraum, dort konnte man in einer Arbeitsgemeinschaft seine Freizeit verbringen. Dort hielt sich meine Schwester später viel auf und wir hatte immer ein Supergeschenk für unsere Eltern.
Der Keller
Dieser war gleichzeitig so gebaut das er als Luftschutzkeller genutzt werden konnte, mit mehreren schweren Stahltüren.
Unter war der Clubraum.
Hier machten wir Disco und feierten kleine Feiern.
Hier war einige Jahre später mein Reich, als ich dort einen Jugendclub aufbaute der in der ganzen Stadt bekannt war.
Im hinteren Teil waren die Waschmaschinen der Nähstube und der Keramikzirkel.
Dort konnte man mit Ton Vasen und Figuren herstellen.
Speisesaal und Küche
Dort war ein sehr großer Saal, in dem wir unser Essen einnahmen.
Hier fanden die großen Feiern wie zu Weihnachten statt.
Ab und zu wurde hier auch einmal ein Film vorgeführt.
Der Hof
Hier gab es eine riesigen Hof mit Spielgeräten.
So konnte man klettern, schaukeln, rutschen oder einfach nur toben.
Der Garten
Ich glaube 1985 begannen wir damit einen eigene Garten anzulegen.
Dort bekam jede Gruppe ein paar Beete, in denen man etwas anbauen konnte.
Einige durften auch seinen eigenen Baum pflanzen.
Das machte auch sehr viel Spaß.
Die Tischlerei
Hier war ein Tischler angestellt der für und Möbel herstellte oder reparierte.
Besonders für die kleine baute er immer sehr niedliche Kinderbettchen.
Da man früher sehr schlecht irgendwelche Sachen bekam war das keine schlechte Sache, und ich habe dort auch mal in den Ferien als Gehilfe gearbeitet und mein erstes eigenes Geld verdient.
Das war der Aufbau der Kinderheimes.
Das soll es wieder gewesen sein.
Fortsetzung folgt in Kürze.
Euer Mischka27
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-30 07:45:47 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 3
Der normale Tagesablauf
Wie im Teil 1 beschrieben war ich 8 Jahre alt und wurde auch gleich in eine neue Schule eingeschult.
Morgens wurden wir von der Erzieherin die Frühschicht hatte geweckt. Anschließend, mussten wir immer kalt duschen. Dabei wurde aufgepasst das keiner schummelt. Das war nicht gerade angenehm besonders wenn man das nicht gewöhnt war.
Danach ging der Tischdienst im den Speisesaal, alle 150 Kinder aßen im einem Raum, und deckte für seine Gruppe den Tisch.
Der Rest stellte sich in einer Reihe an und wartete bis man zum Frühstück geführt wurde.
Nach dem Frühstück putzten wir dann noch einmal unsere Zähne und zogen uns für die Schule an.
Eine Erzieherin brachte die kleinen bis zur 3. Klasse geschlossen zur Schule die so 500 bis 600 m vom Kinderheim entfernt war.
Nach der Schule, gingen wir wieder im Speisesaal Mittag essen.
Anschließend war Hausaufgaben-Zeit.
Dort musste jeder in der Zeit von 14 bis 16:00 Uhr seine Hausaufgaben machen, oder lernen.
Die Hausaufgabenhefte wurden kontrolliert.
Bei den kleinen Schülern wurde dann auch noch der Inhalt der Schulmappe kontrolliert, d.h. ob auch alle Sachen
Eingepackt sind die man am nächsten Tag für den Unterricht benötigt.
Nach den Hausaufgaben hatte man Freizeit.
Da konnte man dann spielen, entweder auf den Hof oder sich mit Freunden treffen.
Um 17:30 Uhr war Abendbrotzeit.
Wie gehabt alle aßen im Speisesaal Abendbrot.
Nur das jetzt nicht nur der Tischdienst aufdecken und abräumen musste, nein zusätzlich stellte jede Gruppe noch 1 Küchendienst.
Dieser half dann den Küchenfrauen beim abtrocknen nachdem das Geschirr aus der Spülmaschine kam.
Der Job war sehr beliebt, weil man hier auch mal zusätzlich eine Tafel Schokolade oder auch Brause abstauben konnte, die es selten mal am Wochenende gab.
Das kann man sich als „ normales Kind“ nicht vorstellen, wenn man gewohnt ist einfach mal schnell eine Brause aufmachen und trinken.
Wir bekamen nur Tee oder Milch.
Am Wochenende gab es ab und zu eine Brause, die man sich dann mit jemanden teilen musste.
Dazu gab es dann mal eine Hand voll Bonbon oder eine kleine Schokolade.
Man musste sehr auf diese Dinge aufpassen, weil dort auch sehr viel unter den Kindern gestohlen wurde.
Um 19:00 Uhr ging es dann nach dem Sandmann ins Bett.
Am Samstag durfte man sich noch bis 19:30 Uhr den Kurzfilm ansehen der danach kam.
Eine besondere Belohnung war es, wenn man über Wochen ein sehr gutes Verhalten gezeigt hat und die Schulnoten gut waren, das man einen Film bis um 21:30 Uhr sehen durfte.
Da die Spätschicht um 20:00 Uhr Feierabend hatte, brachte uns dann die Nachtwache ins Bett, das waren alte nette Leute.
Ab 20 Uhr war dann nur noch 1 Erwachsener im Haus, neben dem Heimleiter der im Heim wohnte.
So ging es dann Montag bis Samstag ( Wir hatten noch die 6 Tage Schulwoche).
Sonntags wurden wir erst um 8:00 Uhr geweckt.
Nach dem Frühstück wurden dann unsere Zimmer gereinigt und kontrolliert.
Anschließend gingen wir spazieren oder spielten.
So lief ungefähr mein Leben in den ersten Jahren im Kinderheim ab.
Das soll der 3. Teil gewesen sein.
Ich werde noch weiteres berichten, damit sich andere auch mal ein Bild machen können, wie es in einem normalen Kinderheim in der DDR zugegangen ist, und das wir nicht anders sind als andere, wir hatten nur Pech das unseren Eltern aus verschiedenen Gründen das Sorgerecht entzogen wurde .....
Euer Mischka27
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-01 22:35:39 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 5
Die Schule
Wir Heimkinder gingen in einer ganz normalen Schule.
Ich hatte Glück das ich eine Klasse erwischte die gut mit Heimkindern zurecht kamen, das war aber nicht bei allen so. Viele Kinder kamen mit Heimkindern nicht klar, weil sie einfach nicht wussten, warum diese dort waren.
In meiner Klasse waren noch 3 weitere Heimkinder.
Davon war ich einer der beliebtesten in der Klasse, das liegt wohl auch daran das ich auf die Leute zugehen kann und mich auch außerhalb der Schulzeit mit vielen traf. Außerdem war ich jemand der sehr gute Noten hatte und auch anderen helfen konnte.
Sehr oft übernachtete ich auch außerhalb des Kinderheimes, aber auch umgekehrt durften Freunde bei mir im Zimmer übernachten.
Andere taten sich da schwerer, sie grenzten sich selbst aus.
Bei uns in der Klasse hielten wir immer zusammen.
Leider hasste unser Klassenlehrerin, ab der 5.Klasse Heimkinder und das ließ sie uns bei jeder Gelegenheit spüren, so bekam man mal im Zweifelsfall einen halben Punkt weniger wegen des Schriftbildes u.s.w.
Naja sie war sowieso nicht sehr beliebt bei uns in der Klasse, bei einem spätern Klassentreffen nach der Schule hatten wir Sie gar nicht erst eingeladen.
Meine Schwester hatte auch Glück, in ihrer Klasse war es ähnlich, noch heute ist ihre beste Freundin eine Klassenkameradin von damals.
Obwohl Sie heute mehr als 500 km auseinander wohnen, besuchen sie sich gegenseitig mehrmals im Jahr und das sagt ja wohl alles.
Den Kontakt zu meiner alten Klasse in meiner Heimatstadt hatte ich über all die Jahre auch nie verloren.
Ich erhielt viel Post von der Klasse und den einzelnen Schülern, die natürlich auch nicht begreifen konnte das ich auf einmal in einem Kinderheim war.
Zu Feiern wurde ich regelmäßig eingeladen, nicht nur zur Jugendweihe oder zur Abschlussfeier.
Schon zweimal trafen wir uns auf Klassentreffen und auch ich wurde jedes Mal wieder eingeladen.
Besondere Feiern
Mehrmals im Jahr fanden große Feiern statt.
Besonders schön war es immer zu Weihnachten, die Feier fand immer schon ein paar Tage vorher statt, weil die meisten Weihnachten zu Hause bei Ihrer Familie feierten.
Im Speisesaal feierten wir an einer großen Kaffeetafeln alle zusammen, dort kam der Weihnachtsmann immer das erste Mal. Jedes Kind bekam dort schon ein Geschenk.
Anschließend feierten die Gruppen im Gruppenraum.
Dort kam der Weihnachtsmann ein weiteres Mal zu uns Kindern und brachte weitere Geschenke.
Das war immer herrlich.
Für die Erzieher war das Stress pur.
Schon Wochen vorher kauften sie unsere Geschenke, nach einen Wunschzettel, den wir an den Weihnachtsmann schickten.
Für jeder Kind gab es 60 DDR-Mark.
Schon Wochen vorher war der Mehrzeckraum abgeschlossen, weil dort die Geschenke lagerten.
An diese Zeit erinnere ich mich immer besonders gern.
Nur einmal mussten meine Schwester und ich auch die Feiertage im Kinderheim bleiben, aber unsere Mutter durfte dort mit uns feiern und im Kinderheim schlafen, so das es nicht ganz so schlimm für uns war.
Als ich dann größer war, spielte ich oft in der Vorschule den Weihnachtsmann, das war immer sehr schön, besonders die ganz kleinen Kinder freuen sich noch über kleine Geschenke, was heute ja schon undenkbar ist.
Ich freute mich über einen besonderen Füllfederhalter.
Heute muss es schon ein PC sein oder ein neues PC-Spiel.
Wer wie ich unter so bescheidenen Dingen aufgewachsen ist, freut sich heute noch über die kleinen Dinge des Lebens.
Zu Ostern gingen wir immer in den Wald, dort hatten die älteren Kinder für die kleinen Osterkörbe im Gebüsch oder im Gras versteckt. Jedes Kind erhielt dort einpaar Süßigkeiten.
Das Suchen der Körbe, war immer mit sehr viel Spaß verbunden.
Anschließend feierten wir dann wieder mit einer Kaffeetafel.
Am Geburtstag, gingen die Kinder morgens im den Gruppenraum und das Geburtstagskind kam als letztes in den Raum. Die andere Kinder sangen ein Ständchen. Meistens war es das Lied: „ Weil heute dein Geburtstag ist..“
Ein kleiner Kuchen stand immer auf dem Tisch mit Kerzen verziert die dem Alter des Kindes entsprachen.
Diese wurde unter Anfeuerung der anderen ausgepustet.
Nun gab es das Geschenk im Wert von 10 DDR-Mark die jeder erhielt.
Die andere Kinder schenkten dem Geburtstagskind ein paar selbstgebastelte Geschenke, weil man ja nicht soviel Taschengeld hatte um etwas zu kaufen. Anders war es wenn meine Schwester Geburtstag hatte, dann kaufte ich auch mal ein Geschenk.
Anschließend gab es auch noch Päckchen, die, die jeweiligen Eltern und Verwandte geschickt haben.
Oft wurde die Süßigkeiten mit den anderen Kindern geteilt, natürlich nur mit denen die man gut leiden konnte, aber das ist wohl normal.
Am Wochenende wurde dann mit einer Kaffeetafel im Gruppenraum gefeiert.
Dazu wurde am Vormittag selber Kuchen gebacken, die Zutaten erhielten wir aus der Küche.
Für die Vorschule backte natürlich die Küchenfrauen.
Eingeladen wurden auch die besten Freunde aus der Schule, welches natürlich auf 2 bis 3 begrenzt werden musste, weil ja schon 20 andere Kinder an der Kaffeetafel Platz haben mussten.
Meine Mutter kam auch meistens zu der Feier, wenn sie in der Lage dazu war.
Ich hatte auch einen Freund und eine Freundin die keine Eltern mehr hatten, diese bekamen nie Besuch oder ein Päckchen, mit diese teilte ich besonders gerne.
Die Freundschaft hält bis heute, nur zu den beiden habe ich noch sehr regelmäßigen Kontakt.
Auch wenn wir heute in anderen Orten leben, so ist die Freundschaft doch etwas besonderes.
Erst am letzten Wochenende besuchte ich die sehr gute Freundin, die meinen besten Freund aus meiner Heimatstadt geheiratet hat, nachdem ich Sie mehrmals mit zu mir genommen hatte, weil Sie immer alleine im Heim geblieben ist und nie herausgekommen ist, aber das ist eine andere Geschichte ....
Das war der 5. Teil ............
Euer Mischka27
Was braucht ihr zur Zubereitung ?
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300 g Rindfleisch
300 g Schweinefleisch
200 g Zwiebeln
200 g Champinongs
1 Knoblauchzehen
6 EL Bratfett
1 EL Paprikapulver
5 Tomaten
2 Paprikaschoten
1 Becher saure Sahne
1/8 l Wasser
Pfeffer
Salz
Das Fleisch in Würfel schneiden. Die Zwiebeln fein hacken, die Knoblauchzehe schälen und zerdrücken.
Die Pilze putzen und klein schneiden.
Das Fett in einem Topf zerlassen, die Fleischstücke bei starker Hitze unter wenden darin bräunen lassen. Jetzt können Zwiebeln und Knoblauch( nur wer will) und die Pilze zugefügt werden und kurze Zeit mitbraten lassen.
Das Paprikapulver über das Fleisch streuen, umrühren und sofort mit dem Wasser ablöschen.
Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 45 bis 60 Minuten schmoren lassen. Dabei muss der Braten während der gesamten Schmorzeit mit Wasser übergossen werden.
Die Tomaten häuten und grob zerkleinern.
Die Paprikaschoten putzen und klein schneiden.
Die Tomaten und Paprikastücke zum Fleisch geben, unterrühren, nochmals 20 bis 25 Minuten garen.
Jetzt nur noch den Becher saure Sahne unterrühren.
Dazu eine Scheibe Weißbrot oder Toast servieren.
Ich wünsche Euch einen guten Hunger und gutes gelingen, bei diesen leckeren Kesselgulasch.
Euer Mischka
Abkürzungen:
===========
EL => Esslöffel
TL => Teelöffel
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-12 22:29:16 mit dem Titel Kindermörder und ihre doch so schlimme Kindheit ....,
ich kann es nicht mehr hören !!!
Jedesmal wenn ein Kind von so einer Bestie umgebracht wird, erhält der Mörder eine mildere Strafe,weil er eine schwierige Kindheit hatte und im Kinderheim aufgewachsen ist.
Ich bin dann immer sehr wütend, weil ich auch 10 Jahre in einem Kinderheim war, wegen meiner Mutter. Dort ist aus mir bestimmt kein Verbrecher gemacht worden, im Gegenteil, dort lernte ich alles was ich für das Leben brauche.
Heute habe ich habe mir meine eigene Familie aufgebaut und meistere mein Leben auch, genau wie meine Schwester.Ich bin der Meinung das so etwas nicht strafmildern angerechnet werden darf, denn so schlimm wie immer berichtet war es dort nicht, und ich habe alles erreicht was ich wollte, auch als ehemaliges Heimkind.
In der Presse entsteht immer der Eindruck, das aus uns alle Verbrecher werden, das das in Blut steckt, aber das die meisten Kinder dort nicht krimminell sind, sondern einfach nur Pech im Leben hatten, weil Ihre Eltern das Sorgerecht entzogen wurde und der Staat die Erziehung übernimmt das wird verschwiegen, das passt nicht in das arme Opferbild der Kindermörder.
Ich kenne von 200 Heimkindern nur 2 straffällig geworden sind, und das ist glaube ich nicht über dem Durchschnitt.
Viele von uns hatte besser Schulnoten als der Klassendurschnitt, dazu zähle ich mich auch, ich bin mit ganz normalen Kindern in einer Klasse gewesen, und hatte dort nie das Gefühl das ich anders bin als die anderen. Ich habe mich genaso wie alle anderen Kinder nach der Schule andere zu Hause besucht und umgekehrt besuchten Sie mich ebenfalls im Heim.
Das wollte ich nur einmal loswerden.
Ich bin für eine Lebenslange Haftstrafe in einem normalen Gefängnis, dort werden sie sicher ihr Strafe bekommen, aber solange wie solche Leute wegen milderde Umstände bald wieder entlassen werden, muß ich und alle anderen Eltern Angst um ihre Kinder haben.
Danke Euer Mischka
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-13 14:09:24 mit dem Titel Aufgewachsen im Kinderheim - Die Einweisung
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Die Einweisung
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Stell Dir vor es ist noch ein Tag und du hast Geburtstag. Es ist genauer gesagt dein 8.Geburtstag, deine Mutter liegt im Krankenhaus.
Ich erinnere mich noch so als wäre es erst gestern passiert, es war der 29.Dezember 1980, ich ging normal in den Ferienhort meiner Schule, meine kleine 5 jährige Schwester war im Kindergarten.
Es muss kurz vor dem Mittagessen gewesen sein, als sich 2 Erwachsene Leute vorstellten Sie seien vom Jugendamt und müssen mich und meine Schwester in ein Kinderheim bringen.
Ich sah das meine Schwester im Auto saß und weinte, ich unterdrückte meine Tränen, und versuchte meine Schwester zu beruhigen, ich war doch schon fast 8 Jahre alt und Ihr großer Bruder.
Wir kamen in ein Kinderheim, das 50 km von unserer Stadt entfernt lag.
Zu unserer Überraschung wurden wir getrennt, da meine Schwester noch zu klein war und in eine Vorschulgruppe eingewiesen wurde.
Uns trennte von diesem Zeitpunkt eine Etage, ich konnte Sie nicht besuchen wann ich wollte, durfte Sie nicht zu spielen mit nach oben nehmen, wie bedauerte ich die Zeit, an denen ich beleidigt war , wenn ich meine Schwester zum spielen mitnehmen sollte.
In diesem Heim gab es ca. 150 Kinder aufgeteilt in 8 Gruppen mit jeweils 3 Erzieher.
Ich fand sehr schnell neue Freunde, bei denen sich später herausstellen wird, das es einige sein werden die mein Leben auf besonderer Weise prägten.
Gründe der Einweisung
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Meine Mutter war damals 27 Jahre alt, also genauso alt wie ich heute bin.
Nach der Trennung meiner Eltern, lernte meine Mutter einen Mann kennen, der gerne mal einen über den Durst trank, und meine Mutter machte mit.
Es kam wie es kommen musste Sie wurde abhängig vom Alkohol.
Ihr Körper war schon gezeichnet von der Abhängigkeit.
Ständig war das Geld knapp, und es gab Streit was zu noch mehr Alkoholkonsum führte.
(Anmerkung: Niemand sollte meinen er könnte seinen Alkoholgenuss unter Kontrolle halten, weil man sein Abhängigkeit gar nicht oder erst zu spät selbst erkennt)
Es war der 25. Dezember 1980, wir spielten Karten, mir fiel zufällig eine Karte auf die Erde, und als ich diese aufheben wollte, war diese voller Blut, meine Mutter hatte einen Blutsturz, und merkte es nicht einmal, sie wäre verblutet, wenn mir nicht die Karte heruntergefallen wäre.
Also kam Sie ins Krankenhaus.
Wer sollte sich jetzt um uns kümmern, wir ( meine Schwester und ich waren doch erst 5 und 8 Jahre alt)
Meine Verwandten wollten oder konnte uns nicht nehmen,
(PS: Heute sagt man uns das Sie uns gerne genommen hätten, aber es ging nicht, was ich persönlich nicht glaube, weil Sie selbst um eine Einweisung beim Jugendamt gebeten haben)
Bei meinem richtigen Vater konnten wir auch nicht unterkommen, da er erneut geheiratet hatte, und seine schwerreichen Schwiegereltern nicht wissen durften das er noch weitere Kinder hat.
Am 29.Dezember 1980 erfolgte dann die im Teil 1 beschriebene Einweisung ins Kinderheim.
Fortsetzung folgt ....
Euer Mischka
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-06 08:16:13 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 4
Vorwort
Bevor ich den 4.Teil schreibe, möchte ich hier erst einmal alle Leser der bisherigen Teile für die vielen sehr guten Kommentare danken. Daran sehe ich doch wie sehr es den übrigen Lesern interessiert einmal die sicht eines Kindes zu erfahren, wie das Leben in einem Kinderheim zu DDR- Zeiten war.
Persönlich möchte ich hier erst einmal sagen, das ich die Zeit die ich im Kinderheim gelebt habe nicht bereut habe, ich hatte fast alles, um eine glücklichen Kindheit zu haben.
Meine Mutter hätte mir das alles nicht geben können, ich habe die Schule sehr gut abgeschlossen, war mit Aufgaben betraut die ich so zu Hause erfahren hätte.
Aber alles hat auch einen Nachteil, die persönlich Liebe die nur Eltern besonders die Mutter einem geben kann die fehlte. Das ist etwas das mir oder meine Schwester niemand wiedergeben kann.
Aber trotz allem weiß ich das meine Mutter kein schlechter Mensch ist, das Sie einfach nur krank war.
Auch wenn meine Schwester heute nur selten nach Hause kommt, so bin ich doch stolz darauf das meine Mutter heute trocken ist und nicht mehr trinkt und all ihre Liebe ihrer Enkeltochter schenkt.
So das sie doch noch das weitergeben kann was sie damals durch ihre Krankheit nicht konnte.
So das war nun ein langes Vorwort, aber das wollte ich loswerden auch Aufgrund der Kommentare aus den ersten Teilen soweit ich diese nicht persönlich beantwortet habe.
Waren wir immer von den Eltern getrennt ?
Diese Frage kann ich gleich mit Nein beantworten.
Als erstes war da der Besuchersonntag.
Immer der letzte Sonntag im Monat war der Tag an denen den Eltern und Verwandten ihre Kinder besuchen durften.
Das spielte sich dann so ab das die Eltern sich bei dem Heimleiter melden mussten, der dann festlegte wie lange der Besuch dauern darf und wo man hingehen konnte.
In der Regel mussten wir zum Abendbrot wieder im Heim sein, und durften uns in der Stadt frei bewegen.
So gingen wir im Sommer sehr oft Eis essen oder einfach nur an den See und machten uns einen schönen Tag.
Es war immer ein besonderer Tag für mich und meine Schwester, schon die ganze Woche vorher freuten wir uns auf den Besuch unserer Mutter.
Das schlimme war dann nur je länger wir im Heim waren desto seltener kam unsere Mutter zu Besuch.
Ich glaube es lag einfach daran das sie einfach kein Geld mehr für die Busfahrt hatte, nachdem Sie getrunken hatte.
Ich habe bis heute auch nicht nach den Gründen gefragt.
Für mich war es immer doppelt hart, weil ich ja der große Bruder war der meiner kleinen Schwester erklären musste warum alle anderen Kinder mal wieder Besuch hatten und wir nicht, obwohl wir ein paar tage vorher erst einen Brief erhalten hatte das Sie dieses Mal bestimmt kommt.
Nach einiger Zeit setzte ich mir immer eine Zeit und wartet dann nicht mehr den ganzen Tag.
Ich ging dann zu Freunden und lenkte mich so ab. Meine Schwester verstand es dann auch das wir nicht immer Besuch bekommen, weil unsere Mutter einfach krank ist.
In den Ferien durften wir auch nach Hause ab und zu für eine kurze Zeit fahren.
Das längste waren immer die Sommerferien, da durften wir teilweise bis zu 3 Wochen zu unserer Mutter.
Ganz aufgeregt fuhren wir dann immer mit dem Bus oder der Bahn nach Hause.
Die Zeit verging immer recht schnell, und unsere Mutter versuchte in dieser Zeit für uns da zusein wie es ihr nur möglich war.
Die Trennung fiel und dann immer sehr schwer, weil es ja unser zu Hause war.
Ich fand es gut das trotz der Fehler die meine Mutter gemacht hat, immer Versucht wurde den Kontakt zu uns Kinder aufrecht zu erhalten.
So das sie auch erkennen konnte das Sie Ihre Kinder wiederbekommen könnte, wenn Sie das trinken aufgibt.
Welche Arten von Kinderheimen gab es damals
[ui]Normale Kinderheim[/ui]
Das war so ein Kinderheim in dem ich war.
Dort waren Kinder untergebracht die :
- keine Eltern mehr hatten
- deren Eltern die Kinder nicht haben wollten
- deren Eltern das Sorgerecht aberkannt wurde ( auf eine bestimmte Zeit)
- deren Eltern die Kinder für eine bestimmte Zeit nicht betreuen konnten
[ui]Hilfsschul-Kinderheim[/ui]
Ein sehr ähnliches Kinderheim nur für behinderte Kinder
Einige Kinder die ich kennen gelernt hatte, wurde dort eingewiesen, weil sie keine normale Schule besuchen konnte und die Erzieher dort besonders ausgebildet wurden
[ui]Kinderheim für schwererziehbare Kinder[/ui]
Wie es der Name schon sagt, dort kamen Kinder hin, die zur Gewalttätigkeiten neigten, oder ständig ausgerissen waren.
Einige der gewalttätigen Kinder aus unseren Kinderheim wurde auch nach dort verlegt, aber bis das soweit war, musste schon einiges passieren.
An einen Fall kann ich mich noch besonders erinnern, weil davon alle Kinder bei uns im Kinderheim betroffen waren.
Dieser Jungen steckte Nachts einen Mehrzweckraum in seiner Gruppe an.
Der Raum brannte vollkommen aus, nur der schnellen Reaktion der Nachtwache war es zu verdanken das der Brand noch mit einem Feuerlöscher gelöscht werden konnte.
Keines der Kinder kam zu schaden.
Aber allein die giftige Gase die entstanden wären, wenn der Flur gebrannt hätte, da der mit Linolium ausgelegt, war, hätte für mehrere Kinder im Schlaf der sichere Erstickungstod bedeutet.
Überrings war mein Zimmer nur 5 Türen weiter, also hatte ich unwahrscheinliches Glück gehabt.
Er begründete seine Tat damit, das er einmal sehen wollte wie schnell die Feuerwehr da ist.
Das war der schlimmste Fall den ich dort erlebt hatte.
So das war der 4. Teil.
Ich werde noch einen weiteren teil schreiben, wie das Leben in der Schule war ......
Fortsetzung folgt....
Euer Mischka27
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-30 07:44:53 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 1
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Die Einweisung
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Stell Dir vor es ist noch ein Tag und du hast Geburtstag. Es ist genauer gesagt dein 8.Geburtstag, deine Mutter liegt im Krankenhaus.
Ich erinnere mich noch so als wäre es erst gestern passiert, es war der 29.Dezember 1980, ich ging normal in den Ferienhort ( für alle die das nicht mehr kennen, dort wurden Kinder in der Ferien betreut) meiner Schule, meine kleine 5 jährige Schwester war im Kindergarten.
Es muss kurz vor dem Mittagessen gewesen sein, als sich 2 Erwachsene Leute vorstellten, Sie seien vom Jugendamt und müssen mich und meine Schwester in ein Kinderheim bringen.
Ich sah das meine Schwester im Auto saß und weinte, ich unterdrückte meine Tränen, und versuchte meine Schwester zu beruhigen, ich war doch schon fast 8 Jahre alt und Ihr großer Bruder.
Wir kamen in ein Kinderheim, das 50 km von unserer Stadt entfernt lag.
Gründe der Einweisung
Meine Mutter war damals 27 Jahre alt, also etwas jünger als ich heute bin.
Nach der Trennung meiner Eltern, lernte meine Mutter einen Mann kennen, der gerne mal einen über den Durst trank, und meine Mutter machte mit.
Es kam wie es kommen musste Sie wurde abhängig vom Alkohol.
Ihr Körper war schon gezeichnet von der Abhängigkeit.
Ständig war das Geld knapp, und es gab Streit was zu noch mehr Alkoholkonsum führte.
(Anmerkung: Niemand sollte meinen er könnte seinen Alkoholgenuss unter Kontrolle halten, weil man sein Abhängigkeit gar nicht oder erst zu spät selbst erkennt)
Es war der 25 Dezember 1980, wir spielten Karten, mir fiel zufällig eine Karte auf die Erde, und als ich diese aufheben wollte, war diese voller Blut, meine Mutter hatte einen Blutsturz, und merkte es nicht einmal, sie wäre verblutet, wenn mir nicht die Karte heruntergefallen wäre.
Also kam Sie ins Krankenhaus.
Wer sollte sich jetzt um uns kümmern?
Meine Schwester und ich waren doch erst 5 und 8 Jahre alt.
Meine Verwandten wollten oder konnte uns nicht nehmen,
(PS: Heute sagt man uns das Sie uns gerne genommen hätten, aber es ging nicht, was ich persönlich nicht glaube, weil Sie selbst um eine Einweisung beim Jugendamt gebeten haben)
Bei meinem richtigen Vater konnten wir auch nicht unterkommen, da er erneut geheiratet hatte, und seine schwerreichen Schwiegereltern nicht wissen durften, das er noch weitere Kinder hat.
Am 29.Dezember 1980 erfolgte dann die im Teil 1 beschriebene Einweisung ins Kinderheim.
Der 1.Tag
Zu unserer Überraschung wurden wir getrennt, da meine Schwester noch zu klein war und in eine Vorschulgruppe eingewiesen wurde.
Uns trennte von diesem Zeitpunkt eine Etage, ich konnte Sie nicht besuchen, wann ich wollte, durfte Sie nicht zum spielen mit nach oben nehmen, wie bedauerte ich die Zeit, an denen ich beleidigt war , wenn ich meine Schwester zum spielen mitnehmen sollte, so wie das ebend ist, wenn man immer als großer Bruder seine Schwester mitschleppen muss um auf Sie aufzupassen.
In diesem Heim gab es ca. 150 Kinder aufgeteilt in 8 Gruppen mit jeweils 3 Erzieher.
Ich fand sehr schnell neue Freunde, bei denen sich später herausstellen wird, das es einige sein werden die mein Leben auf besonderer Weise prägten.
Meine Mutter hatte die Chance uns jeder letzten Sonntag im Monat zu besuchen, aber das ist eine andere Geschichte ........
Fortsetzung folgt
Mischka27
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-06 08:15:33 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 2
Der Aufbau des Kinderheimes
Unser Kinderheim war ein sogenannter Neubau.
Der Eingang führte durch eine Wache, die Tag und Nacht besetzt war. Diese diente nicht dazu die Kinder einzusperren, sondern vielmehr dazu Eltern davon abzuhalten ihre Kinder unberechtigt zu besuchen.
Es gab einen Keller und 3 Etagen.
1.Etage
In der ersten war die Verwaltung und eine Gruppe untergebracht.
Hier gab es die Nähstube, die unser Sachen gewaschen und genäht hatte.
Damit jeder auch seine Sachen wieder bekam, hatte jedes Wäscheteil eine Nummer eingestickt.
Für neue Sachen bekamen wir Bekleidungsgeld, je nach Alter zwischen 500 und 1000 Mark.
Wenn man weiß wie teuer Bekleidung damals war weiß das man damit jedenfalls in meiner Größe nicht weit gekommen ist.
Dann gab es dort den Heimleiter, auch er hatte hier sein Büro und seine Wohnung.
Ich gehörte zu den wenigen Kindern ( ich glaube es gab sonst nur noch 1) der die Wohnung von innen gesehen hat.
Das ist aber eine andere Geschichte.
Dann war hier noch die Buchhaltung und ein Raucherraum für die Erzieher.
2.Etage
Hier waren 3 Gruppen untergebracht.
Unsere kleinsten. Kinder im Alter von 2 Jahren an wurden hier betreut, auch meine Schwester wohnte hier 3 Jahre.
Dort gab es Zimmer mit 4 Kindern .
Es gab 3 Spielzimmer voll mit Spielzeug, 3 Ankleideräume,3 Waschräume und Toiletten alles für die kleinen angepasst.
Außerdem gab es noch 3 Fernsehräume mit kleinen niedlichen Sesseln.
Als ich dann so 12 oder 13 Jahre alt war habe ich auch Abends mal gern dort aufgepasst wenn mal eine Erziehrin früher nach Hause musste.
Es hatte mir großen Spaß gemacht, aber war auch sehr anstrengend.
3.Etage
Zwei Mittlere Gruppen, von 1 Klassen bis 8 Klasse.
Wobei ich als meine Schwester endlich eingeschult wurde, dort bis zu meiner Lehre bleiben durfte, weil man uns nicht noch einmal trennen wollte.
Wir hatten Glück der Heimleiter ist in meiner Heimatstadt geboren, und hat sich für uns immer besonders eingesetzt.
Hier gab es :
Mehrere Zimmer mit 2 bis 3 Bewohner.
Dort gab es 3 Liegen, 1 Tisch, 3 Stühle, 3 Schränke, 1 Bücherschrank für persönliche Bücher und Spiele.
Es war nicht gerade der Luxus aber ich hatte mehr wie zu Hause.
Jeder war auch selbst für die Ordnung im Zimmer verantwortlich.
Das Spielzimmer:
Hier konnten besonders die Jungen mit Bausteinen spielen, oder die Mädchen mit Puppen und Kaufmannsladen.
Mehrzweckzimmer:
Hier wurden die Schulsachen gelagert.
Jeder hatte dort sein Fach für die Schulmappe, für die Bücher und Sportsachen.
Außerdem befanden sich hier noch die Besen und Schrubber zum Saubermachen.
Gruppenraum:
Hier gab es 6 Tische mit 24 Stühlen.
1 Fernseher
Das war praktisch der Gemeinschaftsraum zum Hausaufgaben machen, Platten hören, spielen fernsehen, aber Auch für Versammlungen.
Duschraum:
Hier befanden sich 6 Duschen nebeneinander, davor war der Waschraum hier hatte immer 2 Kinder ein Waschbecken.
Gleich im Nebenraum befanden sich 4 Toiletten.
Teeküche
Eine kleine Küche die sich 2 Gruppen teilten, dort konnte man auch mal backen, oder etwas kochen.
Das war alles.
4.Etage
Hier wohnten die Großen, ab der 8.Klasse und Lehrlinge.
Bis auf das Spielzimmer war alles gleich.
Hier befand sich auch das Fotolabor, in den ich später viel arbeitete.
Auf der anderen Seite befand sich ein Webraum, dort konnte man in einer Arbeitsgemeinschaft seine Freizeit verbringen. Dort hielt sich meine Schwester später viel auf und wir hatte immer ein Supergeschenk für unsere Eltern.
Der Keller
Dieser war gleichzeitig so gebaut das er als Luftschutzkeller genutzt werden konnte, mit mehreren schweren Stahltüren.
Unter war der Clubraum.
Hier machten wir Disco und feierten kleine Feiern.
Hier war einige Jahre später mein Reich, als ich dort einen Jugendclub aufbaute der in der ganzen Stadt bekannt war.
Im hinteren Teil waren die Waschmaschinen der Nähstube und der Keramikzirkel.
Dort konnte man mit Ton Vasen und Figuren herstellen.
Speisesaal und Küche
Dort war ein sehr großer Saal, in dem wir unser Essen einnahmen.
Hier fanden die großen Feiern wie zu Weihnachten statt.
Ab und zu wurde hier auch einmal ein Film vorgeführt.
Der Hof
Hier gab es eine riesigen Hof mit Spielgeräten.
So konnte man klettern, schaukeln, rutschen oder einfach nur toben.
Der Garten
Ich glaube 1985 begannen wir damit einen eigene Garten anzulegen.
Dort bekam jede Gruppe ein paar Beete, in denen man etwas anbauen konnte.
Einige durften auch seinen eigenen Baum pflanzen.
Das machte auch sehr viel Spaß.
Die Tischlerei
Hier war ein Tischler angestellt der für und Möbel herstellte oder reparierte.
Besonders für die kleine baute er immer sehr niedliche Kinderbettchen.
Da man früher sehr schlecht irgendwelche Sachen bekam war das keine schlechte Sache, und ich habe dort auch mal in den Ferien als Gehilfe gearbeitet und mein erstes eigenes Geld verdient.
Das war der Aufbau der Kinderheimes.
Das soll es wieder gewesen sein.
Fortsetzung folgt in Kürze.
Euer Mischka27
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-30 07:45:47 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 3
Der normale Tagesablauf
Wie im Teil 1 beschrieben war ich 8 Jahre alt und wurde auch gleich in eine neue Schule eingeschult.
Morgens wurden wir von der Erzieherin die Frühschicht hatte geweckt. Anschließend, mussten wir immer kalt duschen. Dabei wurde aufgepasst das keiner schummelt. Das war nicht gerade angenehm besonders wenn man das nicht gewöhnt war.
Danach ging der Tischdienst im den Speisesaal, alle 150 Kinder aßen im einem Raum, und deckte für seine Gruppe den Tisch.
Der Rest stellte sich in einer Reihe an und wartete bis man zum Frühstück geführt wurde.
Nach dem Frühstück putzten wir dann noch einmal unsere Zähne und zogen uns für die Schule an.
Eine Erzieherin brachte die kleinen bis zur 3. Klasse geschlossen zur Schule die so 500 bis 600 m vom Kinderheim entfernt war.
Nach der Schule, gingen wir wieder im Speisesaal Mittag essen.
Anschließend war Hausaufgaben-Zeit.
Dort musste jeder in der Zeit von 14 bis 16:00 Uhr seine Hausaufgaben machen, oder lernen.
Die Hausaufgabenhefte wurden kontrolliert.
Bei den kleinen Schülern wurde dann auch noch der Inhalt der Schulmappe kontrolliert, d.h. ob auch alle Sachen
Eingepackt sind die man am nächsten Tag für den Unterricht benötigt.
Nach den Hausaufgaben hatte man Freizeit.
Da konnte man dann spielen, entweder auf den Hof oder sich mit Freunden treffen.
Um 17:30 Uhr war Abendbrotzeit.
Wie gehabt alle aßen im Speisesaal Abendbrot.
Nur das jetzt nicht nur der Tischdienst aufdecken und abräumen musste, nein zusätzlich stellte jede Gruppe noch 1 Küchendienst.
Dieser half dann den Küchenfrauen beim abtrocknen nachdem das Geschirr aus der Spülmaschine kam.
Der Job war sehr beliebt, weil man hier auch mal zusätzlich eine Tafel Schokolade oder auch Brause abstauben konnte, die es selten mal am Wochenende gab.
Das kann man sich als „ normales Kind“ nicht vorstellen, wenn man gewohnt ist einfach mal schnell eine Brause aufmachen und trinken.
Wir bekamen nur Tee oder Milch.
Am Wochenende gab es ab und zu eine Brause, die man sich dann mit jemanden teilen musste.
Dazu gab es dann mal eine Hand voll Bonbon oder eine kleine Schokolade.
Man musste sehr auf diese Dinge aufpassen, weil dort auch sehr viel unter den Kindern gestohlen wurde.
Um 19:00 Uhr ging es dann nach dem Sandmann ins Bett.
Am Samstag durfte man sich noch bis 19:30 Uhr den Kurzfilm ansehen der danach kam.
Eine besondere Belohnung war es, wenn man über Wochen ein sehr gutes Verhalten gezeigt hat und die Schulnoten gut waren, das man einen Film bis um 21:30 Uhr sehen durfte.
Da die Spätschicht um 20:00 Uhr Feierabend hatte, brachte uns dann die Nachtwache ins Bett, das waren alte nette Leute.
Ab 20 Uhr war dann nur noch 1 Erwachsener im Haus, neben dem Heimleiter der im Heim wohnte.
So ging es dann Montag bis Samstag ( Wir hatten noch die 6 Tage Schulwoche).
Sonntags wurden wir erst um 8:00 Uhr geweckt.
Nach dem Frühstück wurden dann unsere Zimmer gereinigt und kontrolliert.
Anschließend gingen wir spazieren oder spielten.
So lief ungefähr mein Leben in den ersten Jahren im Kinderheim ab.
Das soll der 3. Teil gewesen sein.
Ich werde noch weiteres berichten, damit sich andere auch mal ein Bild machen können, wie es in einem normalen Kinderheim in der DDR zugegangen ist, und das wir nicht anders sind als andere, wir hatten nur Pech das unseren Eltern aus verschiedenen Gründen das Sorgerecht entzogen wurde .....
Euer Mischka27
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-01 22:35:39 mit dem Titel Mein Leben im Kinderheim Teil 5
Die Schule
Wir Heimkinder gingen in einer ganz normalen Schule.
Ich hatte Glück das ich eine Klasse erwischte die gut mit Heimkindern zurecht kamen, das war aber nicht bei allen so. Viele Kinder kamen mit Heimkindern nicht klar, weil sie einfach nicht wussten, warum diese dort waren.
In meiner Klasse waren noch 3 weitere Heimkinder.
Davon war ich einer der beliebtesten in der Klasse, das liegt wohl auch daran das ich auf die Leute zugehen kann und mich auch außerhalb der Schulzeit mit vielen traf. Außerdem war ich jemand der sehr gute Noten hatte und auch anderen helfen konnte.
Sehr oft übernachtete ich auch außerhalb des Kinderheimes, aber auch umgekehrt durften Freunde bei mir im Zimmer übernachten.
Andere taten sich da schwerer, sie grenzten sich selbst aus.
Bei uns in der Klasse hielten wir immer zusammen.
Leider hasste unser Klassenlehrerin, ab der 5.Klasse Heimkinder und das ließ sie uns bei jeder Gelegenheit spüren, so bekam man mal im Zweifelsfall einen halben Punkt weniger wegen des Schriftbildes u.s.w.
Naja sie war sowieso nicht sehr beliebt bei uns in der Klasse, bei einem spätern Klassentreffen nach der Schule hatten wir Sie gar nicht erst eingeladen.
Meine Schwester hatte auch Glück, in ihrer Klasse war es ähnlich, noch heute ist ihre beste Freundin eine Klassenkameradin von damals.
Obwohl Sie heute mehr als 500 km auseinander wohnen, besuchen sie sich gegenseitig mehrmals im Jahr und das sagt ja wohl alles.
Den Kontakt zu meiner alten Klasse in meiner Heimatstadt hatte ich über all die Jahre auch nie verloren.
Ich erhielt viel Post von der Klasse und den einzelnen Schülern, die natürlich auch nicht begreifen konnte das ich auf einmal in einem Kinderheim war.
Zu Feiern wurde ich regelmäßig eingeladen, nicht nur zur Jugendweihe oder zur Abschlussfeier.
Schon zweimal trafen wir uns auf Klassentreffen und auch ich wurde jedes Mal wieder eingeladen.
Besondere Feiern
Mehrmals im Jahr fanden große Feiern statt.
Besonders schön war es immer zu Weihnachten, die Feier fand immer schon ein paar Tage vorher statt, weil die meisten Weihnachten zu Hause bei Ihrer Familie feierten.
Im Speisesaal feierten wir an einer großen Kaffeetafeln alle zusammen, dort kam der Weihnachtsmann immer das erste Mal. Jedes Kind bekam dort schon ein Geschenk.
Anschließend feierten die Gruppen im Gruppenraum.
Dort kam der Weihnachtsmann ein weiteres Mal zu uns Kindern und brachte weitere Geschenke.
Das war immer herrlich.
Für die Erzieher war das Stress pur.
Schon Wochen vorher kauften sie unsere Geschenke, nach einen Wunschzettel, den wir an den Weihnachtsmann schickten.
Für jeder Kind gab es 60 DDR-Mark.
Schon Wochen vorher war der Mehrzeckraum abgeschlossen, weil dort die Geschenke lagerten.
An diese Zeit erinnere ich mich immer besonders gern.
Nur einmal mussten meine Schwester und ich auch die Feiertage im Kinderheim bleiben, aber unsere Mutter durfte dort mit uns feiern und im Kinderheim schlafen, so das es nicht ganz so schlimm für uns war.
Als ich dann größer war, spielte ich oft in der Vorschule den Weihnachtsmann, das war immer sehr schön, besonders die ganz kleinen Kinder freuen sich noch über kleine Geschenke, was heute ja schon undenkbar ist.
Ich freute mich über einen besonderen Füllfederhalter.
Heute muss es schon ein PC sein oder ein neues PC-Spiel.
Wer wie ich unter so bescheidenen Dingen aufgewachsen ist, freut sich heute noch über die kleinen Dinge des Lebens.
Zu Ostern gingen wir immer in den Wald, dort hatten die älteren Kinder für die kleinen Osterkörbe im Gebüsch oder im Gras versteckt. Jedes Kind erhielt dort einpaar Süßigkeiten.
Das Suchen der Körbe, war immer mit sehr viel Spaß verbunden.
Anschließend feierten wir dann wieder mit einer Kaffeetafel.
Am Geburtstag, gingen die Kinder morgens im den Gruppenraum und das Geburtstagskind kam als letztes in den Raum. Die andere Kinder sangen ein Ständchen. Meistens war es das Lied: „ Weil heute dein Geburtstag ist..“
Ein kleiner Kuchen stand immer auf dem Tisch mit Kerzen verziert die dem Alter des Kindes entsprachen.
Diese wurde unter Anfeuerung der anderen ausgepustet.
Nun gab es das Geschenk im Wert von 10 DDR-Mark die jeder erhielt.
Die andere Kinder schenkten dem Geburtstagskind ein paar selbstgebastelte Geschenke, weil man ja nicht soviel Taschengeld hatte um etwas zu kaufen. Anders war es wenn meine Schwester Geburtstag hatte, dann kaufte ich auch mal ein Geschenk.
Anschließend gab es auch noch Päckchen, die, die jeweiligen Eltern und Verwandte geschickt haben.
Oft wurde die Süßigkeiten mit den anderen Kindern geteilt, natürlich nur mit denen die man gut leiden konnte, aber das ist wohl normal.
Am Wochenende wurde dann mit einer Kaffeetafel im Gruppenraum gefeiert.
Dazu wurde am Vormittag selber Kuchen gebacken, die Zutaten erhielten wir aus der Küche.
Für die Vorschule backte natürlich die Küchenfrauen.
Eingeladen wurden auch die besten Freunde aus der Schule, welches natürlich auf 2 bis 3 begrenzt werden musste, weil ja schon 20 andere Kinder an der Kaffeetafel Platz haben mussten.
Meine Mutter kam auch meistens zu der Feier, wenn sie in der Lage dazu war.
Ich hatte auch einen Freund und eine Freundin die keine Eltern mehr hatten, diese bekamen nie Besuch oder ein Päckchen, mit diese teilte ich besonders gerne.
Die Freundschaft hält bis heute, nur zu den beiden habe ich noch sehr regelmäßigen Kontakt.
Auch wenn wir heute in anderen Orten leben, so ist die Freundschaft doch etwas besonderes.
Erst am letzten Wochenende besuchte ich die sehr gute Freundin, die meinen besten Freund aus meiner Heimatstadt geheiratet hat, nachdem ich Sie mehrmals mit zu mir genommen hatte, weil Sie immer alleine im Heim geblieben ist und nie herausgekommen ist, aber das ist eine andere Geschichte ....
Das war der 5. Teil ............
Euer Mischka27




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