Minority Report (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von SVoigt3000
Pre-Crime Is Watching You!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Gestern war wieder mal Kinozeit. Also ist Stephan mit drei Kumpel ab ins Kino und dieses Mal stand “Minority Report” auf dem Plan, ein Film, der glänzende Kritiken bekam und auf den unsere Kinoclique seit Langem schon richtig Lust hat.
-------STORY:-------
Washington DC im Jahr 2054: Die Menschen leben in einer komplett überwachten Welt. Der heutzutage viel gefürchtete “gläserne Mensch” ist längst Realität. Überall an öffentlichen Plätzen, in Geschäften, beim Arbeitsplatz, werden Netzhautscans des Auges durchgeführt um Passanten zu identifizieren und um die längst digitale Plakatwerbung direkt auf das Kaufverhalten der vorbegehenden Menschen anzupassen. So wird mal also von der netten Frau auf dem Plakat mit dem Namen angesprochen und gefragt, ob man nicht durst auf eine kühle Coke hat...
John Anderton (Tom Cruise) arbeitet bei Pre-Crime. Dies ist eine Art Polizei, die Morde verhindert, bevor sie passieren. Das funktioniert, weil drei Pre-Cognetives Visionen von Morden haben, die dann wirklich geschehen würden, wenn Pre-Crime sie nicht vorher verhindern und die zukünftigen Täter festnehmen würde.
In kurzer Zeit darf das amerikanische Volk darüber abstimmen, ob Pre-Crime bald in ganz Amerika arbeiten soll. Dafür spricht viel: In Washington, wo es Pre-Crime gibt, ist in den letzten 6 Jahren kein einziger Mord geschehen. Trotzdem wird ein dubioser Regierungsbeamter (Colin Farrell) zu Pre-Crime geschickt, um das scheinbar perfekte Konzept zu überprüfen.
Eines Tages geschieht dann etwas, das John Andertons Leben von Grund auf ändern wird: Die Pre-Cognetives haben eine Vision, die zeigt, wie John selbst in 36 Stunden zum Mörder wird! Für John eine missliche Lage: Auf der einen Seite steht er fest hinter Pre-Crime und glaubt an das System, auf der anderen Seite kann er sich nicht vorstellen, dass er den Mann aus der Vision umbringen wird, weil er ihn nichteinmal kennt.
Also flieht John, um seine Unschuld zu beweisen. Dabei muss er sich ständig vor seinen Kollegen von Pre-Crime verstecken. Doch ist Verstecken in einer solch überwachten Welt möglich?
-------KOMMENTAR:-------
Steven Spielberg führte bei diesem Film Regie und arbeitete erstmals mit Tom Cruise zusammen. Beide sind Meister ihres Faches und dann muss da ja auch ein Meisterwerk rauskommen, oder? Von den Special Effects und dem Deisgn von Washington DC im Jahr 2054 ist “Minority Report” oscarverdächtig gut. Auch Tom Cruise spielt seine Rolle wirklich sehr gut, genau wie die Nebendarsteller auch. Mal sehen, vielleicht springt ja dieses Mal endlich ein Oscar für Cruise heraus. Diese Auszeichnung fehlt ihm in seiner sicher großen Sammlung von Filmpreisen. Gönnen würde ich es ihm, obwohl ich (bisher) den Oscar für dieses Jahr immer noch an Denzel Washington für seine Rolle in “John Q” geben. An dessen Leistung kommt Tom Cruise mit “Minority Report” nämlich leider nicht ran, aber nominiert sollte Cruise auf jeden Fall werden und dann liegt es ja in den Händen der Jury – und nicht in meinen – wer den Oscar bekommt...
Man sitzt wirklich im Kino und staunt über diese zukünftige Welt, die allerlei irrsinnige Neuheiten aufweisen kann. Neben der Pre-Crime-Organisation an sich, finde ich die sprechenden Werbeplakate am verrücktesten. Dank Netzhautscans werden die Passanten erkannt und von der digitalen Werbung mit Namen angesprochen. So wird gezeigt, wie eine Frau in einer Boutique von dem Werbeplakat beim Eingang gefragt wird, wie ihr die zuletzt gekaufte Kleidung gefällt u.s.w. Aber so irrsinnig das alles ist, so gefährlich und beängstigend ist das auch! Denn dank der Netzhautscans an wirklich jedem Ort kann überall und immer festgestellt werden, wer sich gerade wo befindet.
Interessant und gut finde ich, dass Spielberg es geschafft hat, in dieses ernste Thema einige wirklich lustige Szenen einzubauen, bei denen man zumindest schmunzeln muss. Einige dieser Szenen sind aber auch lustig, weil sie uns so abwegig vorkommen, was aber im Jahr 2054 anders aussehen könnte. Da wäre z.B. die Szene, in der Pre-Crime in einem Hochhaus sogenannte Spiders einsetzt. Das sind mechanische Spinnen, die in die Wohnungen gehen um Netzhautscans bei den Anwohnern durchzuführen (z.B. wenn jemand gesucht wird). Die Kamera filmt das ganze von oben, schwebt also über der Decke und so sieht man in die einzelnen Wohnungen und sieht, wie ein Paar beim Sex von den Spiders überrascht wird. Einem Mann wird die Netzhaut gescannt, während er auf der Toilette sitzt u.s.w. Das ist alles lustig, wenn man aber bedenkt, dass das bald Realität sein könnte und das man nichteinmal auf der Toilette vor dem Überwachungsstaat sicher ist, bekommt man doch gleich wieder ein ungutes Gefühl...
Wichtig festzuhalten ist, dass “Minority Report” kein einfacher Sience Fiction-Reißer sein will. Der Film hat neben den vielen Science Fiction-Elementen auch viele Actionszenen, will aber eben auch eine klare Botschaft an den Zuschauer rüberbringen. Der Film warnt neben dem totalen Überwachungsstaat auch vor Dingen, die perfekt scheinen, im Allgemeinen und vor blindem Vertrauen in Justiz und Staatsgewalt im Besonderen. Beide Warnungen kommen klar raus und werden auch recht gut dargestellt, allerdings fehlt soetwas, wie der Big-Bang, der dem Zuschauer ganz zum Schluss nocheinmal 100%ig klar macht, was gesagt werden sollte. Damit meine ich irgendein beeindruckendes Ereignis, das dem Zuschauer auch nach dem Ende des Films nicht mehr aus dem Kopf geht.
Außerdem muss ich noch Kritik an Spielbergs Science Fiction-Elementen üben! Diese sind manchmal so lange und detailliert (fast verspielt) dargestellt, dass die eigentliche Intention und Handlung des Films leicht vernachlässigt werden. Aber dank der episch-breiten Erzählweise und der großen Detailliertheit des Films kommt er dann auch auf eine stattliche Länge von 145 Minuten. Langweilig ist aber keine Minute und sehenswert ist der Film natürlich auch, trotz meiner Kritikpunkte. Die beiden Punkte machen den Film, in meinen Augen, nur einfach nicht zu einem Topfilm!
-------FAZIT:-------
Ein wirklich beeindruckender Film, der nachdenkenswert und zugleich spannend und fesselnd ist. Ich kann jedem das Ansehen nur empfehlen, obwohl ich zwei kleine Kritikpunkte habe. Also: Wer Lust auf mehr als Popcornkino hat, MUSS sich “Minority Report” ansehen!
-------STORY:-------
Washington DC im Jahr 2054: Die Menschen leben in einer komplett überwachten Welt. Der heutzutage viel gefürchtete “gläserne Mensch” ist längst Realität. Überall an öffentlichen Plätzen, in Geschäften, beim Arbeitsplatz, werden Netzhautscans des Auges durchgeführt um Passanten zu identifizieren und um die längst digitale Plakatwerbung direkt auf das Kaufverhalten der vorbegehenden Menschen anzupassen. So wird mal also von der netten Frau auf dem Plakat mit dem Namen angesprochen und gefragt, ob man nicht durst auf eine kühle Coke hat...
John Anderton (Tom Cruise) arbeitet bei Pre-Crime. Dies ist eine Art Polizei, die Morde verhindert, bevor sie passieren. Das funktioniert, weil drei Pre-Cognetives Visionen von Morden haben, die dann wirklich geschehen würden, wenn Pre-Crime sie nicht vorher verhindern und die zukünftigen Täter festnehmen würde.
In kurzer Zeit darf das amerikanische Volk darüber abstimmen, ob Pre-Crime bald in ganz Amerika arbeiten soll. Dafür spricht viel: In Washington, wo es Pre-Crime gibt, ist in den letzten 6 Jahren kein einziger Mord geschehen. Trotzdem wird ein dubioser Regierungsbeamter (Colin Farrell) zu Pre-Crime geschickt, um das scheinbar perfekte Konzept zu überprüfen.
Eines Tages geschieht dann etwas, das John Andertons Leben von Grund auf ändern wird: Die Pre-Cognetives haben eine Vision, die zeigt, wie John selbst in 36 Stunden zum Mörder wird! Für John eine missliche Lage: Auf der einen Seite steht er fest hinter Pre-Crime und glaubt an das System, auf der anderen Seite kann er sich nicht vorstellen, dass er den Mann aus der Vision umbringen wird, weil er ihn nichteinmal kennt.
Also flieht John, um seine Unschuld zu beweisen. Dabei muss er sich ständig vor seinen Kollegen von Pre-Crime verstecken. Doch ist Verstecken in einer solch überwachten Welt möglich?
-------KOMMENTAR:-------
Steven Spielberg führte bei diesem Film Regie und arbeitete erstmals mit Tom Cruise zusammen. Beide sind Meister ihres Faches und dann muss da ja auch ein Meisterwerk rauskommen, oder? Von den Special Effects und dem Deisgn von Washington DC im Jahr 2054 ist “Minority Report” oscarverdächtig gut. Auch Tom Cruise spielt seine Rolle wirklich sehr gut, genau wie die Nebendarsteller auch. Mal sehen, vielleicht springt ja dieses Mal endlich ein Oscar für Cruise heraus. Diese Auszeichnung fehlt ihm in seiner sicher großen Sammlung von Filmpreisen. Gönnen würde ich es ihm, obwohl ich (bisher) den Oscar für dieses Jahr immer noch an Denzel Washington für seine Rolle in “John Q” geben. An dessen Leistung kommt Tom Cruise mit “Minority Report” nämlich leider nicht ran, aber nominiert sollte Cruise auf jeden Fall werden und dann liegt es ja in den Händen der Jury – und nicht in meinen – wer den Oscar bekommt...
Man sitzt wirklich im Kino und staunt über diese zukünftige Welt, die allerlei irrsinnige Neuheiten aufweisen kann. Neben der Pre-Crime-Organisation an sich, finde ich die sprechenden Werbeplakate am verrücktesten. Dank Netzhautscans werden die Passanten erkannt und von der digitalen Werbung mit Namen angesprochen. So wird gezeigt, wie eine Frau in einer Boutique von dem Werbeplakat beim Eingang gefragt wird, wie ihr die zuletzt gekaufte Kleidung gefällt u.s.w. Aber so irrsinnig das alles ist, so gefährlich und beängstigend ist das auch! Denn dank der Netzhautscans an wirklich jedem Ort kann überall und immer festgestellt werden, wer sich gerade wo befindet.
Interessant und gut finde ich, dass Spielberg es geschafft hat, in dieses ernste Thema einige wirklich lustige Szenen einzubauen, bei denen man zumindest schmunzeln muss. Einige dieser Szenen sind aber auch lustig, weil sie uns so abwegig vorkommen, was aber im Jahr 2054 anders aussehen könnte. Da wäre z.B. die Szene, in der Pre-Crime in einem Hochhaus sogenannte Spiders einsetzt. Das sind mechanische Spinnen, die in die Wohnungen gehen um Netzhautscans bei den Anwohnern durchzuführen (z.B. wenn jemand gesucht wird). Die Kamera filmt das ganze von oben, schwebt also über der Decke und so sieht man in die einzelnen Wohnungen und sieht, wie ein Paar beim Sex von den Spiders überrascht wird. Einem Mann wird die Netzhaut gescannt, während er auf der Toilette sitzt u.s.w. Das ist alles lustig, wenn man aber bedenkt, dass das bald Realität sein könnte und das man nichteinmal auf der Toilette vor dem Überwachungsstaat sicher ist, bekommt man doch gleich wieder ein ungutes Gefühl...
Wichtig festzuhalten ist, dass “Minority Report” kein einfacher Sience Fiction-Reißer sein will. Der Film hat neben den vielen Science Fiction-Elementen auch viele Actionszenen, will aber eben auch eine klare Botschaft an den Zuschauer rüberbringen. Der Film warnt neben dem totalen Überwachungsstaat auch vor Dingen, die perfekt scheinen, im Allgemeinen und vor blindem Vertrauen in Justiz und Staatsgewalt im Besonderen. Beide Warnungen kommen klar raus und werden auch recht gut dargestellt, allerdings fehlt soetwas, wie der Big-Bang, der dem Zuschauer ganz zum Schluss nocheinmal 100%ig klar macht, was gesagt werden sollte. Damit meine ich irgendein beeindruckendes Ereignis, das dem Zuschauer auch nach dem Ende des Films nicht mehr aus dem Kopf geht.
Außerdem muss ich noch Kritik an Spielbergs Science Fiction-Elementen üben! Diese sind manchmal so lange und detailliert (fast verspielt) dargestellt, dass die eigentliche Intention und Handlung des Films leicht vernachlässigt werden. Aber dank der episch-breiten Erzählweise und der großen Detailliertheit des Films kommt er dann auch auf eine stattliche Länge von 145 Minuten. Langweilig ist aber keine Minute und sehenswert ist der Film natürlich auch, trotz meiner Kritikpunkte. Die beiden Punkte machen den Film, in meinen Augen, nur einfach nicht zu einem Topfilm!
-------FAZIT:-------
Ein wirklich beeindruckender Film, der nachdenkenswert und zugleich spannend und fesselnd ist. Ich kann jedem das Ansehen nur empfehlen, obwohl ich zwei kleine Kritikpunkte habe. Also: Wer Lust auf mehr als Popcornkino hat, MUSS sich “Minority Report” ansehen!
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