Erfahrungsbericht von Spocht
Blond f...ragt gut- oder?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Spocht am Drücker: Einer gegen hundert. Also, los gehts: Neues vom Spocht.
- Der Sendeplatz:
Naja, Primetime ist es nicht, da steht halt Super-Günni. Zurecht, weil witzig, informativ, wirklich spannend (ist aber jetzt nicht das Thema).
Aber danach? Naja, ist ja doch schon etwas später, und irgendwann ist auch eine gewisse Fernsehquiz-Sättigung errreicht. Nicht ganz optimal, aber egal.
- Das Drumherum:
Im Vergleich zu Jauch relativ aufwendige Studiodekoration, zum Teil bedingt durch die erforderlichen Einzelkabinen für die Hundertschaft der Gegner, zum Teil aber etwas übertrieben (Stuhl auf Hochfahr-Podest- was soll das? Und wenn der Kandidat da runterfällt- oh jeh: Das ist ja schlimmer als der Sturz von der Viertelmillion auf 16.000).
Die blöden Jingles bei Falsch/Richtig/Kandidat neu/hoch/runter: Viel zu lange, pseudo-spannend, überfrachtet, schlecht. Da ist sogar die Tagesschau-Melodie aussagekräftiger.
Und mal ehrlich: Wer nicht die richtige Antwort weiß, kann doch an diesen Klanganeinanderreihungen auch nicht erkennen, ob die Antwort richtig oder falsch war.
- Der Gewinn:
Wer es schafft, bis hinten durchzukommen, hat in der Regel mehr gewonnen als der Durchschnittsmillionärsaspirant bei Jauch. Aber wer es nicht schafft, ganz egal wie knapp, ("Kurz vorm Klo in die Hose geschissen"), käme bei Jauch oder all den anderen i.d.R. besser weg.
Eine kleine Modellrechnung ergibt übrigens einen maximal möglichen Gewinn von EUR 309.368 und ein paar Gequetschten (Vorraussetzung: Jede Runde fliegt maximal einer der hundert raus, kein Joker, Verdoppler am Schluss). Das hat fast schon Jauch-Maximum-Qualitäten, doch zu welchem Preis? Mindestens 100 richtige Antworten, das dürfte sich ja dann über mehrere Sendungen erstrecken... oh ja. Aber wie gesagt, alles Theorie. Daher mein Tipp an all diejenigen, die mal auf dem Stuhl sitzen werden: Keine Joker nehmen, immer nur einfache Fragen nehmen, und den Verdoppler für den letzten aufheben. Aber wie viele von Euch werden das schon sein?
- Das Prinzip:
Wer es genau wissen wil, schaut die Sendung an; die Regeln werde oft genug erläutert Gähn/ Nerv). Ansonsten der Verlauf in Kürze: Eine Frage (Multiple Choice, 3 Antworten) wird ans Publikum (100 Nasen) und danach an den Kandidaten gestellt. Wers nicht weiß, fliegt raus, entweder, bis kein Publikum mehr da ist (Kandidat gut) oder der Kandidat falsch gelegen hat (Kandidat raus). Kohle gibts für den Kandidat für jeden rausgequizten Publikumsgegener, je mehr es noch sind, desto weniger Geld pro Kopf; mitnehmen kann man die Tschuckse allerdings nur, wenn alle Publkumskandidaten raus sind. Dazu 'n paar Joker und ein "Verdoppler".
Mal was neues. Gar nicht schlecht. Die Interaktion mit dem Publikum (oder sind das auch Kandidaten?!), das zur Abwechslung mal gegen den Kandidaten spielt, der Zwang, bis zum letzten durchkommen zu müssen- das ist wirklich gut.
Joker, die die richtige Antwort garantieren- auch nicht schlecht- aber teuer. Und nimmt die Spannung etwas raus. Aber nicht schlecht, denn dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, daß es die Kandidaten auch mal packen.
Und daß die Joke feste Prozentsätze des Spielkapitals kosten: interessant, macht bei 75% des Gewinns kurz vor Schluß die Entscheidung, ob Joker oder nicht, relativ schwierig. Nervig in diesem Zusammenhang, daß die Moderatorin (s.u.) die Kandidaten trotz gesetzem Joker mehr oder weniger zu einer Antwort nötigt- obwohl es doch egal ist. Wahrscheinlich nur, um wieder etwas Gesprächsstoff zu haben ("Ouhh... Shade" oder "Ouhh.. Glick gehapt, guut gemacht (Mit hartem holländischen "ch")". Was soll das?
Lediglich die blöde Entscheidung, ob man eine leichte oder eine schwere Frage will, ist etwas doof: Was ist leicht, was ist schwer? So mancher fliegt unter 500 EUR bei Jauch raus. Und überhaupt: Gäbe es nur "schwere" Fragen, dann ginge es schneller, bis man gewinnt oder rausfliegt, und ich finde, das gäbe dem ganzen noch ein bißchen mehr Pepp.
Tja, aber all das ist ja nicht so wichtig, denn solche Sendungen stehen und fallen in der Zuschauergunst mit
- Der Moderatorin:
Um die Frage von oben noch einmal aufzugreifen: Nein, blond fragt nicht gut, und über alles andere kann der Zuschauer nur Mutmaßungen anstellen. Also nicht gut? Zumindest nicht sie: Eine Mischung aus Rudi Carell, Carolin Reiber, der chinesischen Kugelstoßerinnen-Mannschaft und Pamela Anderson: Rudis Akzent, Carolins langweilige Moderation, der Hintern einer der o.g. Sportlerin und _wirklich_nur_die_Haarfarbe_ von Pam. Also, wer ist das? Linda del Mol.
Grundsätzlich: Die Gouda-Göre paßt einfach nicht in eine Quizshow. Im Vergleich zu Jauch (als die Referenz muß man ihn immer wieder ranziehen) wirkt sie einfach nur unprofessionell, nicht so locker, souverän.
Wenn sie beispielsweise die neuen Kandidaten vorstellt, liest sie das von einem Monitor ab- und zwar dermaßen auffällig, daß es einfach nur peinlich ist.
Und daß dann noch mit den Karten, die sie in der Hand hat, das Gesicht verdeckt wird- unglaublich, habe außer bei ihr noch nirgendwo gesehen.
Überhaupt: Die Karten- was steht denn da drauf? Infos über die Kandidaten? Glaube ich nicht, die kommen vom Monitor. Fragen oder Antworten? Nö, die kommen aus dem Off vom Computer. Was also? "Einatmen- 50 Sekunden ohne Unterbrechung reden - Ausatmen?" oder "Wenn ein unangenehmer Ton kommt, die Moderation abwürgen" oder "Nein, hier ist nicht Traumhochzeit, deswegen nicht auf den Partner/die Partnerin warten"? Keine Ahnung.
Zugegeben, ablesen: Das machen manche Tagesschausprecher auch, aber ab und an, wenn sie eine Zeile vorlesen und die nächste noch auswendig kennen, schauen sie auch mal in die Kamera.
Das ewige Wiederholen der Regeln bzw. der Auswirkungen einer richtigen/falschen Antwort machen die Sendung auf Dauer ziemlich ermüdend- das sind dann so die Momente, wo man das Plappermäulchen schon mal sonstwohin wünscht oder zumindest für Werbung dankbar ist.
Und manche Kommentare sind einfach nur dumm: wenn mit einem Joker viele Gegenspieler ausgeknockt werden, findet Molchen das toll- obwohl dem Kandidaten dadurch jede Menge Kohle entgeht, da diese Gegner umsonst rausfliegen und nix wert sind. Na ist ja auch klar, wer schmeißt schon mit Kohle um sich? Was? Ja, OK, gut, ein Heizer in der Dampflok, aber das war nicht die Frage.
Daß ein Computer die Antworten als falsch oder richtig auswertet, spricht auch nicht unbedingt für Linda: Traut man ihr diese Entscheidung nicht selber zu?
Auch Antowrten zu kommentieren schafft die Dame nicht: es heißt immer nur "Toll, dash isht richtick" oder "Ouh, dash war leidar falsh..." Andere Moderatoren machen zumindest den Eindruck (ist vielleicht wirklich so), daß sie die Antwort wußten- oder sich zumindest vor der Sendung darauf vorbereitet haben.
Die Frau ist einfach nur eine Fehlbesetzung für diese Sendung. Wenn sie auch noch so tolle Schluchzorgien mit heiratswilligen Paaren macht, die gar so gern gesehen werden- das hier ist nicht ihr Genre, das würde sogar Rudi Carell besser machen, der ist zum Teil sogar recht witzig.
Fazit: Gute Showidee, wesentlich interessanter als die ARD- oder SAT1- Jauchplagiate, nur die Moderatorin passt einfach nicht da rein.
Würde vielleicht wirklich mit Rudi mehr Spaß machen, wenn es denn unbedingt ein Holländer sein muß. Warum die Sendung trotzdem angesehen wird? Wahrscheinlich weil die "Wochenshow" stark nachgelassen hat und ein schlechtes Fernsehquiz besser ist als ein gutes Buch oder ein anregendes Gespräch- oder?
Ich könnte zum Beispiel auch ohne Probleme vor dem PC versacken...
Im Übrigen möchte ich hiermit versichern, die Sendung auch wirklich mal gesehen zu haben- doch, doch, ich schwörs!
Also, fleißig fernsehen, mitraten und - natürlich hier bewerten. Dank und Anerkennung, bis bald,
Spocht.
- Der Sendeplatz:
Naja, Primetime ist es nicht, da steht halt Super-Günni. Zurecht, weil witzig, informativ, wirklich spannend (ist aber jetzt nicht das Thema).
Aber danach? Naja, ist ja doch schon etwas später, und irgendwann ist auch eine gewisse Fernsehquiz-Sättigung errreicht. Nicht ganz optimal, aber egal.
- Das Drumherum:
Im Vergleich zu Jauch relativ aufwendige Studiodekoration, zum Teil bedingt durch die erforderlichen Einzelkabinen für die Hundertschaft der Gegner, zum Teil aber etwas übertrieben (Stuhl auf Hochfahr-Podest- was soll das? Und wenn der Kandidat da runterfällt- oh jeh: Das ist ja schlimmer als der Sturz von der Viertelmillion auf 16.000).
Die blöden Jingles bei Falsch/Richtig/Kandidat neu/hoch/runter: Viel zu lange, pseudo-spannend, überfrachtet, schlecht. Da ist sogar die Tagesschau-Melodie aussagekräftiger.
Und mal ehrlich: Wer nicht die richtige Antwort weiß, kann doch an diesen Klanganeinanderreihungen auch nicht erkennen, ob die Antwort richtig oder falsch war.
- Der Gewinn:
Wer es schafft, bis hinten durchzukommen, hat in der Regel mehr gewonnen als der Durchschnittsmillionärsaspirant bei Jauch. Aber wer es nicht schafft, ganz egal wie knapp, ("Kurz vorm Klo in die Hose geschissen"), käme bei Jauch oder all den anderen i.d.R. besser weg.
Eine kleine Modellrechnung ergibt übrigens einen maximal möglichen Gewinn von EUR 309.368 und ein paar Gequetschten (Vorraussetzung: Jede Runde fliegt maximal einer der hundert raus, kein Joker, Verdoppler am Schluss). Das hat fast schon Jauch-Maximum-Qualitäten, doch zu welchem Preis? Mindestens 100 richtige Antworten, das dürfte sich ja dann über mehrere Sendungen erstrecken... oh ja. Aber wie gesagt, alles Theorie. Daher mein Tipp an all diejenigen, die mal auf dem Stuhl sitzen werden: Keine Joker nehmen, immer nur einfache Fragen nehmen, und den Verdoppler für den letzten aufheben. Aber wie viele von Euch werden das schon sein?
- Das Prinzip:
Wer es genau wissen wil, schaut die Sendung an; die Regeln werde oft genug erläutert Gähn/ Nerv). Ansonsten der Verlauf in Kürze: Eine Frage (Multiple Choice, 3 Antworten) wird ans Publikum (100 Nasen) und danach an den Kandidaten gestellt. Wers nicht weiß, fliegt raus, entweder, bis kein Publikum mehr da ist (Kandidat gut) oder der Kandidat falsch gelegen hat (Kandidat raus). Kohle gibts für den Kandidat für jeden rausgequizten Publikumsgegener, je mehr es noch sind, desto weniger Geld pro Kopf; mitnehmen kann man die Tschuckse allerdings nur, wenn alle Publkumskandidaten raus sind. Dazu 'n paar Joker und ein "Verdoppler".
Mal was neues. Gar nicht schlecht. Die Interaktion mit dem Publikum (oder sind das auch Kandidaten?!), das zur Abwechslung mal gegen den Kandidaten spielt, der Zwang, bis zum letzten durchkommen zu müssen- das ist wirklich gut.
Joker, die die richtige Antwort garantieren- auch nicht schlecht- aber teuer. Und nimmt die Spannung etwas raus. Aber nicht schlecht, denn dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, daß es die Kandidaten auch mal packen.
Und daß die Joke feste Prozentsätze des Spielkapitals kosten: interessant, macht bei 75% des Gewinns kurz vor Schluß die Entscheidung, ob Joker oder nicht, relativ schwierig. Nervig in diesem Zusammenhang, daß die Moderatorin (s.u.) die Kandidaten trotz gesetzem Joker mehr oder weniger zu einer Antwort nötigt- obwohl es doch egal ist. Wahrscheinlich nur, um wieder etwas Gesprächsstoff zu haben ("Ouhh... Shade" oder "Ouhh.. Glick gehapt, guut gemacht (Mit hartem holländischen "ch")". Was soll das?
Lediglich die blöde Entscheidung, ob man eine leichte oder eine schwere Frage will, ist etwas doof: Was ist leicht, was ist schwer? So mancher fliegt unter 500 EUR bei Jauch raus. Und überhaupt: Gäbe es nur "schwere" Fragen, dann ginge es schneller, bis man gewinnt oder rausfliegt, und ich finde, das gäbe dem ganzen noch ein bißchen mehr Pepp.
Tja, aber all das ist ja nicht so wichtig, denn solche Sendungen stehen und fallen in der Zuschauergunst mit
- Der Moderatorin:
Um die Frage von oben noch einmal aufzugreifen: Nein, blond fragt nicht gut, und über alles andere kann der Zuschauer nur Mutmaßungen anstellen. Also nicht gut? Zumindest nicht sie: Eine Mischung aus Rudi Carell, Carolin Reiber, der chinesischen Kugelstoßerinnen-Mannschaft und Pamela Anderson: Rudis Akzent, Carolins langweilige Moderation, der Hintern einer der o.g. Sportlerin und _wirklich_nur_die_Haarfarbe_ von Pam. Also, wer ist das? Linda del Mol.
Grundsätzlich: Die Gouda-Göre paßt einfach nicht in eine Quizshow. Im Vergleich zu Jauch (als die Referenz muß man ihn immer wieder ranziehen) wirkt sie einfach nur unprofessionell, nicht so locker, souverän.
Wenn sie beispielsweise die neuen Kandidaten vorstellt, liest sie das von einem Monitor ab- und zwar dermaßen auffällig, daß es einfach nur peinlich ist.
Und daß dann noch mit den Karten, die sie in der Hand hat, das Gesicht verdeckt wird- unglaublich, habe außer bei ihr noch nirgendwo gesehen.
Überhaupt: Die Karten- was steht denn da drauf? Infos über die Kandidaten? Glaube ich nicht, die kommen vom Monitor. Fragen oder Antworten? Nö, die kommen aus dem Off vom Computer. Was also? "Einatmen- 50 Sekunden ohne Unterbrechung reden - Ausatmen?" oder "Wenn ein unangenehmer Ton kommt, die Moderation abwürgen" oder "Nein, hier ist nicht Traumhochzeit, deswegen nicht auf den Partner/die Partnerin warten"? Keine Ahnung.
Zugegeben, ablesen: Das machen manche Tagesschausprecher auch, aber ab und an, wenn sie eine Zeile vorlesen und die nächste noch auswendig kennen, schauen sie auch mal in die Kamera.
Das ewige Wiederholen der Regeln bzw. der Auswirkungen einer richtigen/falschen Antwort machen die Sendung auf Dauer ziemlich ermüdend- das sind dann so die Momente, wo man das Plappermäulchen schon mal sonstwohin wünscht oder zumindest für Werbung dankbar ist.
Und manche Kommentare sind einfach nur dumm: wenn mit einem Joker viele Gegenspieler ausgeknockt werden, findet Molchen das toll- obwohl dem Kandidaten dadurch jede Menge Kohle entgeht, da diese Gegner umsonst rausfliegen und nix wert sind. Na ist ja auch klar, wer schmeißt schon mit Kohle um sich? Was? Ja, OK, gut, ein Heizer in der Dampflok, aber das war nicht die Frage.
Daß ein Computer die Antworten als falsch oder richtig auswertet, spricht auch nicht unbedingt für Linda: Traut man ihr diese Entscheidung nicht selber zu?
Auch Antowrten zu kommentieren schafft die Dame nicht: es heißt immer nur "Toll, dash isht richtick" oder "Ouh, dash war leidar falsh..." Andere Moderatoren machen zumindest den Eindruck (ist vielleicht wirklich so), daß sie die Antwort wußten- oder sich zumindest vor der Sendung darauf vorbereitet haben.
Die Frau ist einfach nur eine Fehlbesetzung für diese Sendung. Wenn sie auch noch so tolle Schluchzorgien mit heiratswilligen Paaren macht, die gar so gern gesehen werden- das hier ist nicht ihr Genre, das würde sogar Rudi Carell besser machen, der ist zum Teil sogar recht witzig.
Fazit: Gute Showidee, wesentlich interessanter als die ARD- oder SAT1- Jauchplagiate, nur die Moderatorin passt einfach nicht da rein.
Würde vielleicht wirklich mit Rudi mehr Spaß machen, wenn es denn unbedingt ein Holländer sein muß. Warum die Sendung trotzdem angesehen wird? Wahrscheinlich weil die "Wochenshow" stark nachgelassen hat und ein schlechtes Fernsehquiz besser ist als ein gutes Buch oder ein anregendes Gespräch- oder?
Ich könnte zum Beispiel auch ohne Probleme vor dem PC versacken...
Im Übrigen möchte ich hiermit versichern, die Sendung auch wirklich mal gesehen zu haben- doch, doch, ich schwörs!
Also, fleißig fernsehen, mitraten und - natürlich hier bewerten. Dank und Anerkennung, bis bald,
Spocht.
Bewerten / Kommentar schreiben