Erfahrungsbericht von Olli201
20 - 30 Minuten gute Unterhaltung!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Samstags von 21.15 bis 22.15 Uhr nach "Wer wird Millionär" läuft seit ein paar Wochen die neue Quizshow "Einer gegen 100". Da ich am Samstag aber regelmäßig unterwegs bin, nehme ich mir die Sendung zusammen mit "Wer wird Millionär" auf und schaue sie mir dann am Sonntagmorgen an. Dieses Konzept hat seine Vorteile, denn so spare ich mir die Werbepausen und viele überflüssige Regelwiederholungen und überflüssige Fragen zum Liebesleben des Kandidaten. was übrig bleibt sind 20 - 30 Minuten durchaus gute Unterhaltung.
Das Quiz
Zu Beginn der ersten Folge wurde per Zufallsgenerator aus 100 Kandidaten einer ermittelt, der nun als Stuhlkandidat gegen die verbliebenen 99 Kandidaten plus einem neu hinzugekommenen antreten muß, so daß er 100 Gegner hat. Das gleiche Verfahren beginnt, wenn jemand gewonnen hat. Dann haben alle hundert Kandidaten die gleiche Chance Stuhlkandidat zu werden. Fällt der Stuhlkandidat jedoch raus, ermittelt der Zufallsgenerator aus den noch im Spiel befindlichen Kandidaten den neuen Stuhlkandidaten.
Der Stuhlkandidat bekomt nun vor der ersten Frage eine Kategorie vorgegeben und muß sagen, ob er eine leichte oder eine schwere Frage wünscht. Da er bei der ersten Frage keinen Joker hat, würde ich immer empfehlen zunächst eine leichte Frage zu wählen. Dann wird die Frage gestellt. Dabei werden 3 Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Nun haben die 100 Saalkandidaten 6 Sekunden Zeit diese Frage zu beantworten. Danach darf der Stuhlkandidat überlegen und muß dann eine Antwort geben. Antwortet er richtig, hat er die erste Runde überstanden. Für jeden Saalkandidaten, den er herausgespielt hat, bekommt er 500 Euro gutgeschrieben. Das ergibt bei 100 Kandidaten 50.000 Euro, wenn alle falsch antworten würden.
In den folgenden Runden läuft alles nach gleichem Schema ab. Einzige Unterschiede sind, daß die 50.000 Euro in den folgenden Runden auf die noch nicht herausgespielten Kandidaten verteilt werden. Wenn also zum Beispiel 50 Kandidaten in der ersten Runde herausgespielt sind ist jeder herausgespielte Saalkandidat dann 1000 Euro wert. In einer beliebigen Runde hat der Stuhlkandidat die Möglichkeit einen Verdoppler zu setzten. Dann wird der Wert jedes einzelnen herausgespielten Saalkandidaten verdoppelt. Den Joker muß ich natürlich setzten, ehe aufgelöst wird, wie viele Saalkandidaten falsch geantwortet haben. Ab der zweiten Frage gibt es dann auch 3 Joker. Wenn der Stuhlkandidat eine Antwort nicht kennt und ihm das Risiko zu raten zu hoch ist, dann kann er einen Joker setzten. Folge ist, daß er die Frage nicht beantworten braucht. Im Gegenzug werden ihm aber beim ersten Joker 25% seines bis dahin erspielten Gewinns, beim zweiten Joker 50% und beim dritten Joker 75% seines bis dahin erspielten Gewinns wieder abgezogen.
Gewonnen hat man, wenn man alle 100 Saalkandidaten weggespielt hat. Diese scheiden bei einer falschen Antwort sofort aus. Der Stuhlkandidat fällt aus, sobald er ohne einen Joker zu setzen eine falsche Antwort gibt. Wie oben schon erwähnt, wählt dann der Zufallsgenerator unter den noch im Spiel befindlichen Saalkandidaten den neuen Stuhlkandidaten aus.
Die Spielstrategie
Durch die Joker und den Verdoppler wird dem Kandidaten schon einiges strategisches Denken abverlangt. Meistens rege ich mich über die Stuhlkandidaten auf, weil sie genau dies nicht machen.
Es beginnt bei der ersten Frage, wo ich noch keinen Joker setzten kann. also meide ich das Risiko und nehme eine leichte Frage um das Risiko zu minimieren. Das machen nicht alle, so daß ein Kandidat schon nach der ersten Frage die Segel streichen durfte.
Von der zweiten Frage an, wäre es meiner Meinung nach sinnvoll nur noch schwere Fragen zu nehmen, bis meine 3 Joker weg sind, denn zum einen fliegen bei schweren Fragen mehr Saalkandidaten raus und zum anderen kosten die Joker sehr viel Geld, so daß ich sie besser am Anfang verpulvern kann.
Der Verdoppler sollte auf jeden Fall erst dann genommen werden, wenn alle Joker weg sind, denn von dem verdoppelten Geld bleibt nichts übrig, wenn ich anschliessend die Joker nehme. Hierzu ein Beispiel: Wenn ich den Joker bei der ersten Frage nehme und 20 Kandidaten wegspiele bringt mir das zusätzlich 20 x 500 Euro = 10.000 Euro ein. Setze ich nun anschließend meinen ersten Joker bleiben 7.500 Euro (Abzug 25% von 10.000) über. Setze ich den zweiten Joker bleiben 3.750 Euro (Abzug 50% von 7.500). Der dritte Joker führt dazu, daß noch 938 Euro (Abzug 75% von 3.750) übrig bleiben. Wenn ich den Verdoppler aber erst zum Schluß setze, wenn kein Joker mehr da ist und sagen wir noch 10 Saalkandidaten im Rennen sind, dann genügt es 2 Saalkandidaten herauszuspielen, damit mir der Verdoppler 10.000 Euro einbringt und diese bleiben mir dann, sofern ich am Ende alle 100 Saalkandidaten weggespielt habe.
Theoretisch wäre es also am günstigsten, den Verdoppler bei der letzten Frage zu setzen, denn dann würde er 50.000 Euro bringen. Da ich aber nicht weiß bei welcher Frage ich die/den letzten Saalkandidaten herausspiele, ist das Risiko, daß ich den Verdoppler garnicht setze sehr hoch. Daher sollte man nicht zu lange warten.
Die Moderation
Moderiert wird die Sendung von Linda de Mol. Man merkt, daß sie richtig mit den Kandidaten mitfiebert und ihnen wirklich den Gewinn gönnt. Auch ihr holländischer Akzent macht sie sympathisch. Leider redet sie meiner Meinung nach in alter "Traumhochzeit"-Manier zu viel über das Liebesleben der Stuhlkandidaten. Auch sonst wiederholt sie zu oft die Regeln, so daß häufig die Spannung genommen wird.
Außerdem habe ich manchmal den Eindruck, daß Linda de Mol das eigene Quiz nicht verstanden hat und die Stuhlkandidaten häufig zu einer falschen Strategie verleiten will, indem sie rät frühzeitig den Verdoppler zu setzten, da ja noch viele Kandidaten zum wegspielen da sind. Daß jeder Kandidat zu einem späteren Zeitpunkt mehr Geld wert ist, hat sie glaube ich nicht begriffen.
Wenn die Kandidaten ihren Joker setzen und dann richtig raten, bei 3 Antwortmöglichkeiten nicht unwahrscheinlich, dann kommt immer der Satz, daß der Joker verschenkt wurde. Dabei will man ja mit dem Joker gerade verdeutlichen, daß einem Raten zu gefährlich ist.
Alles in allem würde ich Linda de Mol für die Moderation eine 3 geben. Mehr ist aufgrund ihrer Schwächen nicht drin.
Fazit
Die Quizshow "Einer gegen 100" ist durchaus ansehnlich. Man fiebert mit und kann sich über die Strategie so manches Kandidaten gut aufregen. Die Längen, die durch die Moderation von Linda de Mol entstehen, beseitige ich, indem ich die Videocassette vorspule. Am Ende kommen 20 - 30 Minuten durchaus gute Unterhaltung heraus.
Das Quiz
Zu Beginn der ersten Folge wurde per Zufallsgenerator aus 100 Kandidaten einer ermittelt, der nun als Stuhlkandidat gegen die verbliebenen 99 Kandidaten plus einem neu hinzugekommenen antreten muß, so daß er 100 Gegner hat. Das gleiche Verfahren beginnt, wenn jemand gewonnen hat. Dann haben alle hundert Kandidaten die gleiche Chance Stuhlkandidat zu werden. Fällt der Stuhlkandidat jedoch raus, ermittelt der Zufallsgenerator aus den noch im Spiel befindlichen Kandidaten den neuen Stuhlkandidaten.
Der Stuhlkandidat bekomt nun vor der ersten Frage eine Kategorie vorgegeben und muß sagen, ob er eine leichte oder eine schwere Frage wünscht. Da er bei der ersten Frage keinen Joker hat, würde ich immer empfehlen zunächst eine leichte Frage zu wählen. Dann wird die Frage gestellt. Dabei werden 3 Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Nun haben die 100 Saalkandidaten 6 Sekunden Zeit diese Frage zu beantworten. Danach darf der Stuhlkandidat überlegen und muß dann eine Antwort geben. Antwortet er richtig, hat er die erste Runde überstanden. Für jeden Saalkandidaten, den er herausgespielt hat, bekommt er 500 Euro gutgeschrieben. Das ergibt bei 100 Kandidaten 50.000 Euro, wenn alle falsch antworten würden.
In den folgenden Runden läuft alles nach gleichem Schema ab. Einzige Unterschiede sind, daß die 50.000 Euro in den folgenden Runden auf die noch nicht herausgespielten Kandidaten verteilt werden. Wenn also zum Beispiel 50 Kandidaten in der ersten Runde herausgespielt sind ist jeder herausgespielte Saalkandidat dann 1000 Euro wert. In einer beliebigen Runde hat der Stuhlkandidat die Möglichkeit einen Verdoppler zu setzten. Dann wird der Wert jedes einzelnen herausgespielten Saalkandidaten verdoppelt. Den Joker muß ich natürlich setzten, ehe aufgelöst wird, wie viele Saalkandidaten falsch geantwortet haben. Ab der zweiten Frage gibt es dann auch 3 Joker. Wenn der Stuhlkandidat eine Antwort nicht kennt und ihm das Risiko zu raten zu hoch ist, dann kann er einen Joker setzten. Folge ist, daß er die Frage nicht beantworten braucht. Im Gegenzug werden ihm aber beim ersten Joker 25% seines bis dahin erspielten Gewinns, beim zweiten Joker 50% und beim dritten Joker 75% seines bis dahin erspielten Gewinns wieder abgezogen.
Gewonnen hat man, wenn man alle 100 Saalkandidaten weggespielt hat. Diese scheiden bei einer falschen Antwort sofort aus. Der Stuhlkandidat fällt aus, sobald er ohne einen Joker zu setzen eine falsche Antwort gibt. Wie oben schon erwähnt, wählt dann der Zufallsgenerator unter den noch im Spiel befindlichen Saalkandidaten den neuen Stuhlkandidaten aus.
Die Spielstrategie
Durch die Joker und den Verdoppler wird dem Kandidaten schon einiges strategisches Denken abverlangt. Meistens rege ich mich über die Stuhlkandidaten auf, weil sie genau dies nicht machen.
Es beginnt bei der ersten Frage, wo ich noch keinen Joker setzten kann. also meide ich das Risiko und nehme eine leichte Frage um das Risiko zu minimieren. Das machen nicht alle, so daß ein Kandidat schon nach der ersten Frage die Segel streichen durfte.
Von der zweiten Frage an, wäre es meiner Meinung nach sinnvoll nur noch schwere Fragen zu nehmen, bis meine 3 Joker weg sind, denn zum einen fliegen bei schweren Fragen mehr Saalkandidaten raus und zum anderen kosten die Joker sehr viel Geld, so daß ich sie besser am Anfang verpulvern kann.
Der Verdoppler sollte auf jeden Fall erst dann genommen werden, wenn alle Joker weg sind, denn von dem verdoppelten Geld bleibt nichts übrig, wenn ich anschliessend die Joker nehme. Hierzu ein Beispiel: Wenn ich den Joker bei der ersten Frage nehme und 20 Kandidaten wegspiele bringt mir das zusätzlich 20 x 500 Euro = 10.000 Euro ein. Setze ich nun anschließend meinen ersten Joker bleiben 7.500 Euro (Abzug 25% von 10.000) über. Setze ich den zweiten Joker bleiben 3.750 Euro (Abzug 50% von 7.500). Der dritte Joker führt dazu, daß noch 938 Euro (Abzug 75% von 3.750) übrig bleiben. Wenn ich den Verdoppler aber erst zum Schluß setze, wenn kein Joker mehr da ist und sagen wir noch 10 Saalkandidaten im Rennen sind, dann genügt es 2 Saalkandidaten herauszuspielen, damit mir der Verdoppler 10.000 Euro einbringt und diese bleiben mir dann, sofern ich am Ende alle 100 Saalkandidaten weggespielt habe.
Theoretisch wäre es also am günstigsten, den Verdoppler bei der letzten Frage zu setzen, denn dann würde er 50.000 Euro bringen. Da ich aber nicht weiß bei welcher Frage ich die/den letzten Saalkandidaten herausspiele, ist das Risiko, daß ich den Verdoppler garnicht setze sehr hoch. Daher sollte man nicht zu lange warten.
Die Moderation
Moderiert wird die Sendung von Linda de Mol. Man merkt, daß sie richtig mit den Kandidaten mitfiebert und ihnen wirklich den Gewinn gönnt. Auch ihr holländischer Akzent macht sie sympathisch. Leider redet sie meiner Meinung nach in alter "Traumhochzeit"-Manier zu viel über das Liebesleben der Stuhlkandidaten. Auch sonst wiederholt sie zu oft die Regeln, so daß häufig die Spannung genommen wird.
Außerdem habe ich manchmal den Eindruck, daß Linda de Mol das eigene Quiz nicht verstanden hat und die Stuhlkandidaten häufig zu einer falschen Strategie verleiten will, indem sie rät frühzeitig den Verdoppler zu setzten, da ja noch viele Kandidaten zum wegspielen da sind. Daß jeder Kandidat zu einem späteren Zeitpunkt mehr Geld wert ist, hat sie glaube ich nicht begriffen.
Wenn die Kandidaten ihren Joker setzen und dann richtig raten, bei 3 Antwortmöglichkeiten nicht unwahrscheinlich, dann kommt immer der Satz, daß der Joker verschenkt wurde. Dabei will man ja mit dem Joker gerade verdeutlichen, daß einem Raten zu gefährlich ist.
Alles in allem würde ich Linda de Mol für die Moderation eine 3 geben. Mehr ist aufgrund ihrer Schwächen nicht drin.
Fazit
Die Quizshow "Einer gegen 100" ist durchaus ansehnlich. Man fiebert mit und kann sich über die Strategie so manches Kandidaten gut aufregen. Die Längen, die durch die Moderation von Linda de Mol entstehen, beseitige ich, indem ich die Videocassette vorspule. Am Ende kommen 20 - 30 Minuten durchaus gute Unterhaltung heraus.
13 Bewertungen, 2 Kommentare
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12.03.2002, 12:42 Uhr von Spocht
Bewertung: sehr hilfreichFür wie viele werden diese Praxistipps wohl wirklich nötig sein ;-) Gut geschriben, nur Linda kommt m.E. zu gut dabei weg. Gruß Spocht
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09.03.2002, 14:30 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht, vielleicht liest man sich ja mal 8-)
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