Filmkritiken Testbericht

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Erfahrungsbericht von carlo2000

Panic Room: Klaustrophobisch, aber auch überkonstruiert

Pro:

Gute Schauspieler, sehr gute Kameraführung, sehr spannend

Kontra:

teilweise überkonstruiert und unlogisch

Empfehlung:

Nein

Einleitung
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Ziemlich schnell nach dem Start des Films habe ich es diesmal ins Kino geschafft, um mir den Thriller “Panic Room” mit Jodie Foster anzusehen. Dabei war Jodie Foster zugegebenermaßen der Auslöser dafür, dass ich mir diesen Film unbedingt ansehen wollte. Schließlich hat sie ja in ihren vergangenen Filmen gezeigt, dass sie eine hervorragende Schauspielerin ist. Und obwohl sie mich auch in “Panic Room” durchaus überzeugt hat, bin ich mit dem Film nicht ganz zufrieden. Denn er ist zwar recht spannend gemacht und erzeugt durch den kleinen Raum eine beklemmende Atmosphäre, aber der Film ist in Teilen auch überkonstruiert, wie man es von Hollywood her kennt.

Die Handlung des Films
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Die Handlung von “Panic Room” ist eigentlich recht schnell erzählt. Meg Altman (gespielt von Jodie Foster) ist frisch geschieden und zieht mit ihrer Tochter Sarah (gespielt von Kristen Stewart) in ein recht teures Haus in Manhattan. Das Prunkstück des Hauses ist ein einbruchsicheres, von einem Stahlmantel umgebenes Geheimzimmer - der Panic Room -, welches der Vormieter aus Sicherheitsgründen in das Haus einbauen ließ. Doch kaum sind die beiden in das Haus eingezogen, fallen nachts drei Einbrecher (gespielt von Forest Whitaker, Dwight Yoakam und Jared Leto) in das Haus ein, um einen Tresor zu stehlen, der natürlich in jenem gesicherten Raum steht. Doch genau in diesen Panic Romm haben sich Mutter und Tochter vor den Einbrechern geflüchtet. Im folgenden beginnt nun ein mörderischen Katz-und-Maus-Spiel mit allerlei Tricks zwischen Mutter und Tochter auf der einen Seite und den drei Einbrechern auf der anderen Seite.

Die Schauspieler
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Auch wenn eigentlich Nicole Kidman für die Rolle der Meg Altman vorgesehen war, so denke ich doch, dass Jodie Foster die ideale Besetzung für die Person gewesen ist. Sie hat ja bereits in “Das Schweigen der Lämmer” gezeigt, dass sie mit Rollen dieser Art sehr gut zurecht kommt - und so glänzt sie auch in “Panic Room”. Doch auch Kristen Stewart, welche die Tochter Sarah spielt, braucht sich keineswegs zu verstecken und spielt ihre Rolle sehr überzeugend.

Was die drei Einbrecher betrifft, so muss ich sagen, dass diese in Teil des Film ein wenig zu dämlich dargestellt werden - das ist mal wieder typische Hollywood-Komik. Das ändert aber nichts daran, dass die drei Darsteller, Forest Whitaker, Dwight Yoakam und Jared Leto dennoch das Beste aus ihren Rollen herausholen.

Der Regisseur
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Regisseur von “Panic Room” ist David Fincher, der sich bereits durch Thriller wie “Sieben”, “The Game” und “Fight Club” einen Namen gemacht hat - Filme, die allesamt sehr sehenswert und spannend, teilweise gar albtarumhaft, waren. Wenn man “Panic Room” mit seinen bisherigen Filmen vergleicht, muss man sagen, dass sein neuestes Werk erstaunlich zahm ausgefallen ist, da er meiner Meinung nach an die nervenaufreibende Spannung der anderen Filme nicht herankommt.

Kritik zum Film
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Wie ich weiter oben bereits angedeutet habe, ist in bezug auf die Spannung die der Film aufbaut, nichts gegen “Panic Room” zu sagen und er hebt sich sicherlich deutlich von sonstigen Hollywood-Durchschnitt ab. Dennoch halte ich den Film für wenig innovativ und in Teilen absolut überkonstruiert.

Da wäre zum einen die umständlich erzählte Einleitung, die benötigt wird, um zu erklären, warum der Panic Room ausgerechnet in der Wohnung zu finden ist, in welcher der komplette Film spielt. So etwas zögert meiner Meinung nach die eigentliche Handlung eines Filmes immer unnötig hinaus. Da gefällt mir zum Beispiel ein Film wie “8 mm” besser, in dem ohne Umschweife in die Handlung eingestiegen wird.

Desweiteren hat mch gestört, dass der Einbruch in das Haus gleich in der ersten Nacht geschieht, die Mutter und Tochter in dem Haus verbringen. So etwas ist schließlich nicht gerade wahrscheinlich. Es würde der Spannung doch keinen Abbruch tun, wenn beide schon ein paar Wochen dort wohnen würden.

Typisch Hollywood ist es auch, dass die eigentliche Handlung nicht ausreicht, um die hohe Spannung zu konstruieren. Denn den Drehbuchautoren genügte es nicht, dass Mutter und Tochter auf der Flucht vor Einrechern eingeschlossen sind - nein, die Tochter hat obendrein auch noch Diabetes und benötigt dringend Insulin, dass im Panic Room natürlich nicht vorhanden ist. Solche zusätzlichen dramaturgischen Mittel gibt es wirklich in nahezu jedem Thriller, für einen wirklich gut gemachten Film aber absolut unnötig.

Auch darüber hinaus gibt es weitere logische Mängel in dem Film - zum Beispiel als Meg und Sarah Altman eine Gasexplosion überstehen, was in dem engen Raum schon sehr erstaunlich ist -, was aber der Spannung des Filmes und dem Spaß am Zuschauen nicht entgegen steht.

Noch ein Wort zur Kameraführung, denn diese ist ein absolutes Highlight des Films. Die Kamerafahrten, die zu sehen sind - zum Teil durch Wände hindurch -, sind absolut gelungen und bringen die beklemmende Atmosphäre sehr gelungen rüber.

Fazit
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Trotz einiger logischer Mängel in der Handlung und einigen überflüssigen Zusätzen wird dem Zuschauer mit “Panic Room” dennoch ein solides Spannungskino geboten. Denn trotz genannter Schwächen ist die Handlung recht gut ausgedacht, die Spannung des Filmes sehr gut und die schauspielerischen Leistungen einwandfrei. Es gibt daher keinen Grund, der dagen spricht, sich diesen Film anzusehen. Ich jedenfalls kann “Panic Room” guten Gewissens empfehlen.

23 Bewertungen, 4 Kommentare

  • MisterBomber

    29.12.2002, 15:12 Uhr von MisterBomber
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht und gut gegliedert. Hoffe man ließt sich.

  • discodancer

    25.04.2002, 22:31 Uhr von discodancer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht Gruß discodancer

  • kaykintzel

    21.04.2002, 20:01 Uhr von kaykintzel
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse bericht

  • SuperShaq

    21.04.2002, 19:56 Uhr von SuperShaq
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Film, guter Bericht! MFG SuperShaq