Erfahrungsbericht von city-flitzer
Die funktioniert immer noch
Pro:
Leicht und leicht zu bedienen
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlung:
Nein
#### Einleitung ####
Seit 25 Jahren nenne ich diese Kamera schon mein Eigen und stelle jetzt mit Erstaunen fest, dass noch niemand es gewagt hat, darüber einen Bericht zu schreiben. Also denke ich, dass es an der Zeit ist, dieses zu tun.
Damals im Jahr 1977 habe ich mir zum Abschluss meiner Zivildienstzeit von meinem Entlassungsgeld ein Auto und diese Kamera zugelegt, wobei ich bemerken muss, dass die Kamera wesentlich teurer war, als das Auto. Aber das nur nebenbei bemerkt.
#### Beschreibung ####
Die Minolta XD7 war zum Erscheinungszeitpunkt die erste Kleinbildspiegelreflexkamera, bei der man je nach fotographischen Wünschen entweder die Blende oder die Verschlusszeit vorwählen konnte und der zur damaligen Zeit einmalige Kameracomputer dann automatisch und stufenlos den dazugehörigen Wert einsteuerte. In der Praxis sieht das dann so aus, dass man z.B. die Blende auf den automatischen Wert stellt und sich die Kamera den Verschlusszeit selbst sucht oder aber man stellt die Verschlusszeit auf den automatischen Wert und die Kamera sucht sich den dazu richtigen Blendenwert aus. Darüber hinaus hatte man aber noch weiterhin die Möglichkeit diese Einstellungen manuell durchzuführen um bestimmte Effekte zu erzielen. Und es gibt noch eine weitere Art der Einstellung, das „dreifach Grün-Verfahren“ bei dem man sowohl die Blende (1. grüne Einstellung), als auch die Zeit auf den automatischen Wert (2. grüne Einstellung) stellt. Nun muss an der Kamera noch ein Funktionswähler auf „S“ gestellt werden (3. grüne Einstellung) und es kann frei weg fotografiert werden. Dieses Verfahren ist grundsätzlich immer richtig, wenn man aber im Extrembereich, z.B. sehr helles Motiv (Schnee) oder schnelle Bewegungen, fotografieren möchte, kann man schon mal Pech haben.
Je nach Einstellung wechselt dann die Skalierung im Sucher der Kamera.
Bei alle dem ist die Kamera nicht größer und schwere als andere Kameras. Sie ist eine relativ leicht und kompakte Kamera, die praktisch der Hand angepasst ist und sich daher sicher und leicht bedienen lässt. Hinzu kommt, dass durch eine elektromagnetische Auslösung „Soft-touch“ ein verwackeln der Bilder fast ausgeschlossen wird. Der Filmtransport erfolgt manuell mit einem 130° Drehwinkel oben auf der Kamera. Die Einstellräder am Objektiv sind groß und relativ leicht zu bedienen.
Das Objektiv selbst ist über einen Bajonettverschluss mit Entrieglungsknopf an der Kamerad befestigt. Standardmäßig verfügt die Kamera über ein 1,7/50mm Objektiv, das einen Aufbau von 6 Linsen in 5 Gruppen bei einen Bildwinkel von 47° hat. Die kleinste Entfernung ist 45 cm. Die Scharfstellung erreicht man stufenlos über einen Doppelschneckengang, d.h. im Sucher müssen zwei Halbkreise übereinander gestellt werden.
Darüber hinaus bietet sowohl Minolta, als auch andere Hersteller, ein reichhaltiges Angebot an weiteren Objektiven und anderem Zubehör, wie Blitzlichter und Elektrowinder für den automatischen Weitertransport des Films.
In diesem Zusammenhang muss natürlich erwähnt werden, dass bei dieser Kamera, im Vergleich zu den heute angebotenen, alles manuell erledigt werden muss. Film einlegen, Weitertransport und einstellen der Entfernungen erfolgen nicht automatisch.
Dafür hat man bei diesem Gerät eine ganze Reihe von Ausstattungsmerkmalen. Die für die damalige Zeit beachtlich waren:
- Mehrfachbelichtungen lassen sich einfach und präzise durchführen, ohne das das Zählwerk weiterläuft,
- Korrekturen der Belichtungssteuerung bis +-2 Belichtungsstufen sind möglich,
- die Kamera verfügt über einen Selbstauslöser und
- ein Okularverschluss für Aufnahmen ohne „Kamera am Auge“ ist eingebaut.
#### Mein Fazit ####
Wie bereits erwähnt, ich habe die Kamera jetzt schon 25 Jahre und in dieser Zeit hat sie mir immer tolle Aufnahmen gemacht. Viele besondere Ereignisse wurden mit ihr eingefangen, wie z.B. die ersten Schritte unserer Kinder oder besondere Impressionen aus der Natur.
Sie ist sehr robust, weil sie über ein Stahlgehäuse verfügt und man kann sie überall hin mitnehmen, da sie mit 64 mm*36 mm und 160 gr überall verstaut werden kann. Die Handhabung ist sehr einfach und man braucht keine Angst vor einer komplizierten Elektronik zu haben. Natürlich ist sie nicht zu vergleichen mit den Spiegelreflexkameras, die heute hergestellt werden, aber sie bietet durch ihre verschiedenen Einstellungsvarianten dem waren Fotoprofi sehr viele Möglichkeiten mit der Fotografie zu spielen.
Das ist wohl auch der Grund, warum man sie heute immer noch in Fotofachgeschäften kaufen kann. Vor einiger Zeit wollte ich nämlich meine Kamera generalüberholen lassen und begab mich daher in Köln in ein solches Geschäft, um mich wegen der Kosten zu erkundigen. Dabei musste ich erfahren, dass diese Kamera sehr gefragt ist, weil der Händler mir sofort ein Angebot für den Ankauf dieser Kamera machte. Insofern denke ich schon, dass diese Kamera einen Bericht wert ist!
Gruß
city-flitzer
Seit 25 Jahren nenne ich diese Kamera schon mein Eigen und stelle jetzt mit Erstaunen fest, dass noch niemand es gewagt hat, darüber einen Bericht zu schreiben. Also denke ich, dass es an der Zeit ist, dieses zu tun.
Damals im Jahr 1977 habe ich mir zum Abschluss meiner Zivildienstzeit von meinem Entlassungsgeld ein Auto und diese Kamera zugelegt, wobei ich bemerken muss, dass die Kamera wesentlich teurer war, als das Auto. Aber das nur nebenbei bemerkt.
#### Beschreibung ####
Die Minolta XD7 war zum Erscheinungszeitpunkt die erste Kleinbildspiegelreflexkamera, bei der man je nach fotographischen Wünschen entweder die Blende oder die Verschlusszeit vorwählen konnte und der zur damaligen Zeit einmalige Kameracomputer dann automatisch und stufenlos den dazugehörigen Wert einsteuerte. In der Praxis sieht das dann so aus, dass man z.B. die Blende auf den automatischen Wert stellt und sich die Kamera den Verschlusszeit selbst sucht oder aber man stellt die Verschlusszeit auf den automatischen Wert und die Kamera sucht sich den dazu richtigen Blendenwert aus. Darüber hinaus hatte man aber noch weiterhin die Möglichkeit diese Einstellungen manuell durchzuführen um bestimmte Effekte zu erzielen. Und es gibt noch eine weitere Art der Einstellung, das „dreifach Grün-Verfahren“ bei dem man sowohl die Blende (1. grüne Einstellung), als auch die Zeit auf den automatischen Wert (2. grüne Einstellung) stellt. Nun muss an der Kamera noch ein Funktionswähler auf „S“ gestellt werden (3. grüne Einstellung) und es kann frei weg fotografiert werden. Dieses Verfahren ist grundsätzlich immer richtig, wenn man aber im Extrembereich, z.B. sehr helles Motiv (Schnee) oder schnelle Bewegungen, fotografieren möchte, kann man schon mal Pech haben.
Je nach Einstellung wechselt dann die Skalierung im Sucher der Kamera.
Bei alle dem ist die Kamera nicht größer und schwere als andere Kameras. Sie ist eine relativ leicht und kompakte Kamera, die praktisch der Hand angepasst ist und sich daher sicher und leicht bedienen lässt. Hinzu kommt, dass durch eine elektromagnetische Auslösung „Soft-touch“ ein verwackeln der Bilder fast ausgeschlossen wird. Der Filmtransport erfolgt manuell mit einem 130° Drehwinkel oben auf der Kamera. Die Einstellräder am Objektiv sind groß und relativ leicht zu bedienen.
Das Objektiv selbst ist über einen Bajonettverschluss mit Entrieglungsknopf an der Kamerad befestigt. Standardmäßig verfügt die Kamera über ein 1,7/50mm Objektiv, das einen Aufbau von 6 Linsen in 5 Gruppen bei einen Bildwinkel von 47° hat. Die kleinste Entfernung ist 45 cm. Die Scharfstellung erreicht man stufenlos über einen Doppelschneckengang, d.h. im Sucher müssen zwei Halbkreise übereinander gestellt werden.
Darüber hinaus bietet sowohl Minolta, als auch andere Hersteller, ein reichhaltiges Angebot an weiteren Objektiven und anderem Zubehör, wie Blitzlichter und Elektrowinder für den automatischen Weitertransport des Films.
In diesem Zusammenhang muss natürlich erwähnt werden, dass bei dieser Kamera, im Vergleich zu den heute angebotenen, alles manuell erledigt werden muss. Film einlegen, Weitertransport und einstellen der Entfernungen erfolgen nicht automatisch.
Dafür hat man bei diesem Gerät eine ganze Reihe von Ausstattungsmerkmalen. Die für die damalige Zeit beachtlich waren:
- Mehrfachbelichtungen lassen sich einfach und präzise durchführen, ohne das das Zählwerk weiterläuft,
- Korrekturen der Belichtungssteuerung bis +-2 Belichtungsstufen sind möglich,
- die Kamera verfügt über einen Selbstauslöser und
- ein Okularverschluss für Aufnahmen ohne „Kamera am Auge“ ist eingebaut.
#### Mein Fazit ####
Wie bereits erwähnt, ich habe die Kamera jetzt schon 25 Jahre und in dieser Zeit hat sie mir immer tolle Aufnahmen gemacht. Viele besondere Ereignisse wurden mit ihr eingefangen, wie z.B. die ersten Schritte unserer Kinder oder besondere Impressionen aus der Natur.
Sie ist sehr robust, weil sie über ein Stahlgehäuse verfügt und man kann sie überall hin mitnehmen, da sie mit 64 mm*36 mm und 160 gr überall verstaut werden kann. Die Handhabung ist sehr einfach und man braucht keine Angst vor einer komplizierten Elektronik zu haben. Natürlich ist sie nicht zu vergleichen mit den Spiegelreflexkameras, die heute hergestellt werden, aber sie bietet durch ihre verschiedenen Einstellungsvarianten dem waren Fotoprofi sehr viele Möglichkeiten mit der Fotografie zu spielen.
Das ist wohl auch der Grund, warum man sie heute immer noch in Fotofachgeschäften kaufen kann. Vor einiger Zeit wollte ich nämlich meine Kamera generalüberholen lassen und begab mich daher in Köln in ein solches Geschäft, um mich wegen der Kosten zu erkundigen. Dabei musste ich erfahren, dass diese Kamera sehr gefragt ist, weil der Händler mir sofort ein Angebot für den Ankauf dieser Kamera machte. Insofern denke ich schon, dass diese Kamera einen Bericht wert ist!
Gruß
city-flitzer
29 Bewertungen, 2 Kommentare
-
14.02.2009, 18:02 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichBerichte schreiben ist dir wohl in die Wiege gelegt LG und Sh
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18.03.2006, 00:03 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich




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