carle-geraetecenter.de Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Gartengeräte preiswert kaufen
ein Testbericht von danne2004-05-19 18:58:55vom 19.05.2004Empfehlung: ja
Vorteile: große Auswahl, gute Preise, versandkostenfreie Lieferung (außer bei Nachnahme oder Ersatzteil-Bestellungen)...Nachteile/Kritik: Teile der AGB sind gesetzeswidrig, Bezahlung per Rechnung für Neukunden etwas umständlich
Auf das Carle-Gerätecenter bin ich aufmerksam geworden, weil ich auf der Suche nach einem Rasenmäher war und im Internet die Preise verschiedener Händler verglichen habe. Im Online-Shop von Carle war das von mir ausgesuchte Modell (Wolf-Garten Esprit 40 TM) am günstigsten. Der Herstellerpreis war mit 489,- Euro angegeben, bei Carle kostete der Rasenmäher 469,- Euro. Bei Motorland.net - Europas größtem Motorgeräte-Shop - hätte er 479,- Euro gekostet.
Die Website
Das Carle Gerätecenter bietet vor allem Gartengeräte, aber auch Kinderfahrzeuge und Elektromobile an. Die Website ist in weiß und grün gehalten und macht einen übersichtlichen Eindruck. Auf der Startseite befindet sich ein Foto des Unternehmens und man erfährt, dass innerhalb Deutschlands alle Produkte versandkostenfrei geliefert werden.
Auf der linken Navigationsleiste (unter "Unsere Angebote") kann man sich das Sortiment anzeigen lassen. Im Hauptfenster erscheinen dann die einzelnen Produktgruppen in alphabetischer Reihenfolge. Klickt man dann beispielsweise auf "Rasenmäher Benzin", werden alle Benzin-Rasenmäher angezeigt (die billigsten am Anfang). Man kann sich die Produkte aber auch alphabetisch (nach Marke geordnet) anzeigen lassen (beginnend mit A oder beginnend mit Z) oder die Sortierung nach Preisen umkehren, so dass die teuersten ganz oben erscheinen. In der Übersichtsliste befindet sich links immer ein kleines Bild des Artikels, dann folgt die Angabe von Marke und Modell sowie eine Zeile mit näheren Angaben zum Produkt und ganz rechts erscheint der Preis, wobei der Herstellerpreis immer zusätzlich aufgeführt wird. Wenn man die Modellbezeichnung oder den Link "weitere Informationen" anklickt, kommt man auf die Produktseite, auf der sich eine kurze Auflistung der technischen Eigenschaften und ein großes Produktfoto befindet. Es wird auch nochmal der Preis angezeigt und man wird darüber informiert, dass man passendes Zubehör zum Artikel findet, indem man auf "bestellen" klickt. Für den von mir ausgewählten Rasenmäher hätte ich beispielsweise das passende Motorenöl mitbestellen können.
Die für ein Gartengerätecenter eher untypischen Artikelgruppen "Kinderfahrzeuge" und "Elektromobile" sind über die linke Navigationsleiste direkt erreichbar. Klickt man auf den Menüpunkt "Schnäppchen", dann wird eine Seite mit verschiedenen, besonders preiswerten Artikeln angezeigt.
Unter "Sicher einkaufen" werden die Zahlungsweisen und die Versandarten erläutert. Bestellungen innerhalb Deutschlands sind versandkostenfrei. Ersatzteilbestellungen werden jedoch nur gegen Vorkasse plus Porto und Verpackung geliefert. Im Ausland wohnende Interessenten werden gebeten, vor der Bestellung Kontakt aufzunehmen. Es werden verschiedene Zahlungsweisen angeboten: Überweisung des Geldes im Voraus, per Nachnahme (kostet allerdings 11,- Euro), per Rechnung mit vorheriger Bonitätsprüfung oder per Rechnung als behördliche Einrichtung. Eine Bezahlung per Kreditkarte ist nicht möglich, da die Provisionssätze dafür so hoch sind, dass sich das negativ auf die Preise auswirken würde. In 95% aller Fälle werden die Artikel innerhalb von 1-3 Tagen (bei Vorkasse: nach Geldeingang) geliefert. Wenn ein Artikel zu schwer ist und deshalb per Spedition geliefert werden muss, dann ist auch nur mit einer Lieferzeit von wenigen Tagen zu rechnen. Wenn man den gekauften Artikel in Öhringen (Baden-Württemberg) abholen möchte, dann ist dies in der Regel möglich (außer, der Artikel würde vom direkt vom Hersteller versendet). Man kann den Artikel dann betriebsfertig oder im Karton übernehmen. Auf Wunsch erhält man eine Einweisung zum Produkt.
Das Leistungsangebot des Unternehmens kann
man sich ansehen, wenn man den Menüpunkt "Was wir leisten" anklickt. Es werden die angebotenen Serviceleistungen aufgelistet und man kann sich anhand zweier Fotos das Ladengeschäft betrachten. Unter "Unsere Produkte" sind einige der angebotenen Produktgruppen aufgelistet. Außerdem erfährt man, welche Marken das Carle-Gerätecenter führt. Wer sich dafür interessiert, wo sich das Geschäft befindet, der kann sich unter "Wo wir sind" den Anfahrtsplan ansehen. Neben einem Link zu dem gesetzlich vorgeschriebenen Impressum befindet sich auf der Navigationsleiste auch noch ein Link zur Kontaktaufnahme per E-Mail.
Der Bestellvorgang
Nachdem ich den gewünschten Rasenmäher ausfindig gemacht hatte, klickte ich auf den "Bestellen"-Link auf der Produktseite. Es erschien eine Liste mit passenden Zubehörartikeln, die ich hätte mitbestellen können. Auf der folgenden Seite musste ich meine Adresse eingeben (die Lieferadresse kann auch von der Rechnungsadresse abweichen) und die Zahlungsweise auswählen: Vorkasse, Nachnahme (kostet 11 Euro Gebühren), Rechnung (nur für Behörden und Stammkunden), Selbstabholung oder Rechnung als Erstkunde. Da ich weder im Voraus bezahlen, noch die hohen Nachnahmegebühren tragen wollte, entschied ich mich für die Lieferung auf Rechnung. Da ich dort noch nie vorher bestellt hatte, musste ich ein Formular zur Auskunftserteilung im Bankauskunftsverfahren ausfüllen (Adresse, Bankverbindung und Unterschrift eintragen) und an Carle faxen. Da ich kein Fax habe, musste ich das Formular einscannen, in eine PDF-Datei umwandeln und über einen Online-Faxdienst versenden. Es wäre einfacher für mich gewesen, wenn ich den Scan direkt an Carle hätte senden können ohne den umständlichen Umweg über den Faxdienst zu nehmen.
Vor der verbindlichen Bestellung kann man sich die AGB anzeigen lassen, die man mit der Bestellung abzeptiert. Darin finden sich einige Klauseln, die gegen die Gesetze verstoßen und daher unwirksam sind. Beispielsweise versucht Carle, die Kosten einer Rücksendung auf den Käufer abzuwälzen, was bei Artikeln über 40 Euro laut BGB gar nicht möglich ist. Innerhalb von vierzehn Tagen darf man Artikel ohne Angabe von Gründen zurücksenden. Vorher darf man den Artikel prüfen, so wie es im Ladengeschäft möglich wäre. Die Formulierung in den Carle-AGB, dass die Verpackung nicht geöffnet worden sein darf, um den Kaufvertrag rückgängig machen zu können, verstößt also gegen das Gesetz. Auch die Regelung, dass Carle 50 Euro berechnet, wenn der Besteller die Ware aus persönlichen Gründen zurücksendet - beispielsweise weil er sie anderswo billiger gesehen hat - ist gesetzeswidrig.
Die Abwicklung
Wenige Minuten nach dem Absenden der Bestellung rief mich eine Carle-Mitarbeiterin an, da die Bankverbindung auf dem Fax schlecht lesbar war. Sie fragte mich nach Kontonummer und Bankleitzahl, damit sie die Bonitätsprüfung durchführen konnte. Einige Stunden später kam eine E-Mail, in der die Bestellung bestätigt wurde und die folgende Woche als Lieferwoche genannt wurde. Der Rasenmäher traf dann auch in besagter Woche per Post in seiner Originalverpackung ein. Wir mussten ihn nur noch aus dem Karton befreien, das Haltegestänge festschrauben, den Fangsack befestigen sowie Öl und Benzin einfüllen und in Betrieb nehmen. Und natürlich den Rechnungsbetrag überweisen.
Fazit
Das Carle-Gerätecenter bietet eine große Auswahl an Gartengeräten zu relativ günstigen Preisen. Das Sortiment ist nach Produktgruppen geordnet, innerhalb derer die Artikel nach Preis oder nach Marke sortiert angezeigt werden können. Eine Suchfunktion fehlt leider und die Produktbeschreibungen könnten aussagekräftiger sein. Der Marktführer Motorland.net hat in dieser Hinsicht die Nase vorn. Da bei der Bestellung und bei der Lieferung alles geklappt hat, kann ich das Carle-Gerätecenter durchaus weiterempfehlen. Allerdings würde ich - aufgrund der fragwürdigen AGB-Klauseln - niemandem raten, dort per Vorkasse zu bestellen, da man eindeutig in der schwächeren Position ist, wenn das Unternehmen das Geld schon vor der Lieferung hat. Auch eine Bezahlung per Nachnahme würde ich nicht empfehlen, weil dafür eine Gebühr von 11 Euro verlangt wird und man im Endeffekt trotzdem das Geld aus der Hand gibt, bevor man die Ware prüfen konnte. Bei einer Bezahlung per Rechnung braucht man das Geld erst dann zu überweisen, wenn man sich entschieden hat, die Ware zu behalten.
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