Erfahrungsbericht von Magistix
Es kommt immer anders, als man denkt!
Pro:
Inhalt
Kontra:
...?
Empfehlung:
Nein
Wem nach den vielen epischen Fantasy-Filmen und schweren Festtagsbraten der Sinn nach prickelnder, leichter Unterhaltung steht, dem sei zu Beginn des Jahres der elegante Ensemblekrimi "Ocean's Eleven" empfohlen. Steven Soderbergh hat das mittelmäßige Original aus dem Jahre 1960 bis auf den Grundplot entkernt und in perfektes Popkornkino verwandelt. Damals stolzierte das Rat Pack um Frank Sinatra, Dean Martin und Samy Davies Jr. durch einen Film, dessen Krimihandlung nur als Vorwand diente, um "Frankie und seine Spießgesellen" (so der deutsche Titel) ins rechte Licht zu rücken.
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.:| Oceans Eleven – der Inhalt des Films |:.
Diesmal führt Sinatras inoffizieller Erbe George Clooney seine Jungs an die Fleischtöpfe von Las Vegas. Und obwohl die Liste der Stars sich überhaupt nicht vor den damaligen Namen verstecken muss, fügen sich alle Akteure wie selbstverständlich in die Handlung des Filmes ein.
Die hat Drehbuchautor Ted Griffin als gekonnten Mix zwischen "Rififi"-Raffinesse und "Mission Impossible"-Hightech angelegt. Kaum aus dem Knast entlassen, plant der charmante Gentleman-Gangster Danny Ocean (George Clooney) einen neuen, wahnwitzigen Coup: Er will eines der größten Casinos von Las Vegas auf einen Schlag um 150 Millionen Dollar erleichtern. Natürlich ist der Fischzug alles andere als ein Kinderspiel. Das Geld liegt siebzig Meter unter der Erde in den Tresorräumen des Super-Casinos Bellagio. Inhaber dieser Goldgrube ist der ebenso smarte wie skrupellose Gangster Terry Benedict (Andy Garcia erneut auf den Spuren des Paten).
Mit tatkräftiger Finanzhilfe von Benedicts Konkurrenten Reuben Tishkoff (Elliot Gould) rekrutiert Ocean sein Team: das Kartenass Rusty Ryan (Brad Pitt), den begabten Langfinger Linus Caldwells (Matt Damon), den britischen Bombenbauer Basher Tarr (Don Cheadle), die wandlungsfähigen Brüder Virgil (Casey Affleck) und Turk (Scott Caan), den Insider Frank Catton (Bernie Mac), den alternden Edelgauner Saul Bloom (Carl Reiner), das Computergenie Livingston Dell (Eddie Jemison) und das akrobatische Knochenwunder Yen (Shaobo Qin).
Ein sehr dubioses Team, dass erst einmal als Paradoxon vom Zuschauer angenommen werden muss. Erst später am Tag des Überfalls wird klar, wer welche Rolle im wohl genialsten Coup aller Filmzeiten spielen soll. Nur ein Schmankerl sei im Vorfeld verraten – der Zeitpunkt de Überfalls soll am Tag eines riesigen Boxspektakels stattfinden – im Ring werden wir dann Wladimir Klitschko und Lennox Lewis entdecken und ein weiteres Mal staunen. Es kommt eben alles anders, als man denkt...
Waren es bei Sinatra noch alles Kriegskameraden, so besticht Clooneys Mannschaft durch ihre individuellen Fähigkeiten. Die ebenso originellen wie abgezockten Methoden, mit denen Ocean und Rusty die übrige Crew rekrutieren, geben dem ersten Drittel des Films die nötige Würze. Doch die Profis erweisen sich als Menschen mit Macken, allen voran Danny Ocean höchstpersönlich, dessen Motive an dem Raubzug plötzlich nicht mehr eindeutig zu bestimmen sind. Im Besitz des Casino-Chefs befindet sich nicht nur das heiß ersehnte Geld, sondern auch Oceans Ex-Frau Tess. Das Objekt der Begierde wird von Julia Roberts gespielt, die aber in dieser unmodern angelegten Rolle kaum etwas von ihrer Klasse zeigen kann.
So altmodisch das Frauenbild in diesem Männerfilm daherkommt, so erlesen und zeitgemäß sind die Bilder, mit denen Soderbergh Amerikas größten Spielplatz in Szene setzt. Las Vegas ist ein einziges Labyrinth, in dem Schein oder Sein nur schwer voneinander zu trennen sind. Folglich verlassen sich die Männer um Danny Ocean lieber auf ihre Monitore, statt dem eigenen Auge zu vertrauen. Und da auch der Herrscher des Casinos ganz auf die Macht der Überwachungskameras setzt, kommt es in "Ocean's Eleven" auch zum Kampf der Kameras. Ein Konflikt, dem der Filmkünstler Steven Soderbergh mehr als ein amüsantes Detail abzugewinnen versteht.
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.:| Oceans Eleven – Meine Meinung zum Film |:.
Mag der Film auch nicht mit der menschlichen Wärme von Soderberghs Erfolgen "Erin Brokovich" oder "Traffic" konkurrieren können, so weiß er durch seine leichte und unprätentiöse Art doch zu überzeugen. Die brillante und vor Allem sehr fesselnde Räuberpistole kann trotz seichter Story von Beginn an überzeugen. Unkonventionalität und Originarität der Rollen sind hierbei wohl die Gründe.
Die Geschichte bringt einfach Stil mit. Die galanten Ganoven sind bis ins kleinste Detail perfekt angelegt – selbst ihre menschlichen Schwächen. Die Kulissen sind einzigartig, die Musik wunderbar und an jeder Stelle sehr passend und untermalend. Mal höre ich Jazz, Blues, Soul und gar Rock. Es wird ruhig an Schlüsselstellen und laut, wenn die Gangster so richtig zulangen und mit Sprengungen ins Innere des Tresorraums vordringen.
Der Film ist einfach klasse! Ich weiß nicht woran es lag – an den wirklich unheimlichüberzeugenden Charakteren, der sehr starken schauspielerischen Leistung oder dem gesunden Misch an Spannung und Spaß. Denn das muss gesagt werden: Wo manche Filme durch Verfolgungsjagden, Schießereien und Morde versuchen Spannung zu erzeugen, so gelingt in Oceans Eleven ein unblutiger und doch umso unterhaltsamerer Spagat. Mal hektisch und mal ruhig, mal knallhart, mal sentimental.
Selbst das Lachen kommt beim Zuschauen nicht zu kurz. Eine Reihe komischer Momente ist zu finden – seien es kleine Pannen während des Überfalls, schnippische Bemerkungen oder immer wieder die vollkommen unerwarteten Tricks und Kniffe, die Täuschungen und Manöver, die die Truppe mit Bravour vorführt. Der Humor des Films ist mit Sicherheit einer der Punkte, die den Film noch sehenswerter machen.
Wenngleich der Film offizielle im Action-Genre angesiedelt wird, so möchte ich es doch lieber Action-Komödie nennen. Zwar macht sich die Action mehr in Tricks und Täuschungen aus, als in Prügeleien oder Verfolgungsjagden, doch sie ist fesselnd, faszinierend und mitreißend. Nicht nur einmal saß ich im Kinosesseln und fieberte mit den Ganoven, dachte an den nächsten Schritt im Plan und wurde doch letzten Endes ebenso hereingelegt, wie der Bestohlene Terry Benedict.
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.:| Fazit: Die wohl genialste Räuberpistole Hollywoods |:.
Alles in allem lässt sich sagen, dass der Film klasse ist. Er schafft es dank genialer Charaktere und nicht überfordernder Geschichte, den Zuschauer zu faszinieren und am Geschehen teilhaben zu lassen. Die Perspektiven spielen dabei mit dem Zuschauer ebenso, wie mit dem Bestohlenen – am Ende sind alle überrascht und völlig konfus über das, was passiert ist.
Noch vorm Kino stand ich da und dachte: „Genial!“. So einen Gedanken hatte ich bei einem Film nicht mehr, seit ich seinerzeit Schindlers Liste gesehen hatte. Damals aber weniger aus unterhaltsamen Gründen sondern der Authentizität des Geschehens im Dritten Reich. Oceans Eleven überzeugt in Bild und Ton in Handlung und Charme, im Witz und im Bangen – es ist rundum eine perfekte Inszenierung auf der Hollywood-Bühne.
Daher solltet ihr ihn Euch unbedingt noch im Kino ansehen und nicht erst auf Video oder DVD ansehen – die Wirkung kommt auf der Leinwand einfach am Besten herüber.
Daten und Fakten
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USA 2001
Länge: ca. 2 Stunden
Altersfreigabe: ab 12
Regie: Steven Soderbergh
Originaltitel: Ocean’s Eleven, USA 2001
Genre: Actionkomödie
Schauspieler: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Julia Roberts, Andy Garcia, Joshua Jackson, Casey Affleck, Frankie J. Allison, Elliott Gould, Wladimir Klitschko uvA.
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.:| Oceans Eleven – der Inhalt des Films |:.
Diesmal führt Sinatras inoffizieller Erbe George Clooney seine Jungs an die Fleischtöpfe von Las Vegas. Und obwohl die Liste der Stars sich überhaupt nicht vor den damaligen Namen verstecken muss, fügen sich alle Akteure wie selbstverständlich in die Handlung des Filmes ein.
Die hat Drehbuchautor Ted Griffin als gekonnten Mix zwischen "Rififi"-Raffinesse und "Mission Impossible"-Hightech angelegt. Kaum aus dem Knast entlassen, plant der charmante Gentleman-Gangster Danny Ocean (George Clooney) einen neuen, wahnwitzigen Coup: Er will eines der größten Casinos von Las Vegas auf einen Schlag um 150 Millionen Dollar erleichtern. Natürlich ist der Fischzug alles andere als ein Kinderspiel. Das Geld liegt siebzig Meter unter der Erde in den Tresorräumen des Super-Casinos Bellagio. Inhaber dieser Goldgrube ist der ebenso smarte wie skrupellose Gangster Terry Benedict (Andy Garcia erneut auf den Spuren des Paten).
Mit tatkräftiger Finanzhilfe von Benedicts Konkurrenten Reuben Tishkoff (Elliot Gould) rekrutiert Ocean sein Team: das Kartenass Rusty Ryan (Brad Pitt), den begabten Langfinger Linus Caldwells (Matt Damon), den britischen Bombenbauer Basher Tarr (Don Cheadle), die wandlungsfähigen Brüder Virgil (Casey Affleck) und Turk (Scott Caan), den Insider Frank Catton (Bernie Mac), den alternden Edelgauner Saul Bloom (Carl Reiner), das Computergenie Livingston Dell (Eddie Jemison) und das akrobatische Knochenwunder Yen (Shaobo Qin).
Ein sehr dubioses Team, dass erst einmal als Paradoxon vom Zuschauer angenommen werden muss. Erst später am Tag des Überfalls wird klar, wer welche Rolle im wohl genialsten Coup aller Filmzeiten spielen soll. Nur ein Schmankerl sei im Vorfeld verraten – der Zeitpunkt de Überfalls soll am Tag eines riesigen Boxspektakels stattfinden – im Ring werden wir dann Wladimir Klitschko und Lennox Lewis entdecken und ein weiteres Mal staunen. Es kommt eben alles anders, als man denkt...
Waren es bei Sinatra noch alles Kriegskameraden, so besticht Clooneys Mannschaft durch ihre individuellen Fähigkeiten. Die ebenso originellen wie abgezockten Methoden, mit denen Ocean und Rusty die übrige Crew rekrutieren, geben dem ersten Drittel des Films die nötige Würze. Doch die Profis erweisen sich als Menschen mit Macken, allen voran Danny Ocean höchstpersönlich, dessen Motive an dem Raubzug plötzlich nicht mehr eindeutig zu bestimmen sind. Im Besitz des Casino-Chefs befindet sich nicht nur das heiß ersehnte Geld, sondern auch Oceans Ex-Frau Tess. Das Objekt der Begierde wird von Julia Roberts gespielt, die aber in dieser unmodern angelegten Rolle kaum etwas von ihrer Klasse zeigen kann.
So altmodisch das Frauenbild in diesem Männerfilm daherkommt, so erlesen und zeitgemäß sind die Bilder, mit denen Soderbergh Amerikas größten Spielplatz in Szene setzt. Las Vegas ist ein einziges Labyrinth, in dem Schein oder Sein nur schwer voneinander zu trennen sind. Folglich verlassen sich die Männer um Danny Ocean lieber auf ihre Monitore, statt dem eigenen Auge zu vertrauen. Und da auch der Herrscher des Casinos ganz auf die Macht der Überwachungskameras setzt, kommt es in "Ocean's Eleven" auch zum Kampf der Kameras. Ein Konflikt, dem der Filmkünstler Steven Soderbergh mehr als ein amüsantes Detail abzugewinnen versteht.
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.:| Oceans Eleven – Meine Meinung zum Film |:.
Mag der Film auch nicht mit der menschlichen Wärme von Soderberghs Erfolgen "Erin Brokovich" oder "Traffic" konkurrieren können, so weiß er durch seine leichte und unprätentiöse Art doch zu überzeugen. Die brillante und vor Allem sehr fesselnde Räuberpistole kann trotz seichter Story von Beginn an überzeugen. Unkonventionalität und Originarität der Rollen sind hierbei wohl die Gründe.
Die Geschichte bringt einfach Stil mit. Die galanten Ganoven sind bis ins kleinste Detail perfekt angelegt – selbst ihre menschlichen Schwächen. Die Kulissen sind einzigartig, die Musik wunderbar und an jeder Stelle sehr passend und untermalend. Mal höre ich Jazz, Blues, Soul und gar Rock. Es wird ruhig an Schlüsselstellen und laut, wenn die Gangster so richtig zulangen und mit Sprengungen ins Innere des Tresorraums vordringen.
Der Film ist einfach klasse! Ich weiß nicht woran es lag – an den wirklich unheimlichüberzeugenden Charakteren, der sehr starken schauspielerischen Leistung oder dem gesunden Misch an Spannung und Spaß. Denn das muss gesagt werden: Wo manche Filme durch Verfolgungsjagden, Schießereien und Morde versuchen Spannung zu erzeugen, so gelingt in Oceans Eleven ein unblutiger und doch umso unterhaltsamerer Spagat. Mal hektisch und mal ruhig, mal knallhart, mal sentimental.
Selbst das Lachen kommt beim Zuschauen nicht zu kurz. Eine Reihe komischer Momente ist zu finden – seien es kleine Pannen während des Überfalls, schnippische Bemerkungen oder immer wieder die vollkommen unerwarteten Tricks und Kniffe, die Täuschungen und Manöver, die die Truppe mit Bravour vorführt. Der Humor des Films ist mit Sicherheit einer der Punkte, die den Film noch sehenswerter machen.
Wenngleich der Film offizielle im Action-Genre angesiedelt wird, so möchte ich es doch lieber Action-Komödie nennen. Zwar macht sich die Action mehr in Tricks und Täuschungen aus, als in Prügeleien oder Verfolgungsjagden, doch sie ist fesselnd, faszinierend und mitreißend. Nicht nur einmal saß ich im Kinosesseln und fieberte mit den Ganoven, dachte an den nächsten Schritt im Plan und wurde doch letzten Endes ebenso hereingelegt, wie der Bestohlene Terry Benedict.
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.:| Fazit: Die wohl genialste Räuberpistole Hollywoods |:.
Alles in allem lässt sich sagen, dass der Film klasse ist. Er schafft es dank genialer Charaktere und nicht überfordernder Geschichte, den Zuschauer zu faszinieren und am Geschehen teilhaben zu lassen. Die Perspektiven spielen dabei mit dem Zuschauer ebenso, wie mit dem Bestohlenen – am Ende sind alle überrascht und völlig konfus über das, was passiert ist.
Noch vorm Kino stand ich da und dachte: „Genial!“. So einen Gedanken hatte ich bei einem Film nicht mehr, seit ich seinerzeit Schindlers Liste gesehen hatte. Damals aber weniger aus unterhaltsamen Gründen sondern der Authentizität des Geschehens im Dritten Reich. Oceans Eleven überzeugt in Bild und Ton in Handlung und Charme, im Witz und im Bangen – es ist rundum eine perfekte Inszenierung auf der Hollywood-Bühne.
Daher solltet ihr ihn Euch unbedingt noch im Kino ansehen und nicht erst auf Video oder DVD ansehen – die Wirkung kommt auf der Leinwand einfach am Besten herüber.
Daten und Fakten
----------------
USA 2001
Länge: ca. 2 Stunden
Altersfreigabe: ab 12
Regie: Steven Soderbergh
Originaltitel: Ocean’s Eleven, USA 2001
Genre: Actionkomödie
Schauspieler: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Julia Roberts, Andy Garcia, Joshua Jackson, Casey Affleck, Frankie J. Allison, Elliott Gould, Wladimir Klitschko uvA.
16 Bewertungen, 1 Kommentar
-
02.03.2002, 20:12 Uhr von jabberwocky666
Bewertung: sehr hilfreichwas bei ciao gut ist, ist es hier natürlich auch *gg*




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