Tipps und Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von vinn21

Autofahren in Spanien

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Autofahren in Spanien

Ein Erfahrungsbericht

Spanien ist groß, das weiß wohl jeder, darum wäre es vermessen über das Autofahren und die Autofahrer verallgemeinert zu schreiben.

Ich beschränke mich deshalb auf meine Erfahrungen in der Provinz Murcia, ca. 100 km südlich von Alicante, wo wir, meine Frau und ich, 2 Monate Urlaub gemacht haben.

Wir hatten annähernd 700 km Autobahnfahrt auf der A 7 zurückgelegt bis zu unserem Urlaubsort La Manga am Mar Menor.

Nennenswerte Probleme hatte es nicht gegeben.

Was mir unangenehm auffiel, sind die kurzen Einfädelungsspuren zur Autobahn, zumindest von der Tankstelle wo unser Spritvorrat aufgefüllt werden mussten. Mit unserem langen Wohnwagengespann hatten wir bei voller Autobahn doch leichte Probleme, zumal die spanischen Autofahrer sehr „spurtreu“ sind. Trotz freier linker Fahrspur dachte keiner daran mal nach links auszuweichen um die rechte Spur zum Auffahren freizumachen.

Ab Cartagena mussten wir auf die N 332 Richtung Alicante und dann ab auf die
MU 312 in Richtung La Manga.

Die Fahrt auf der MU 312 sollte bis Salida (Ausfahrt) 15 erfolgen.
Nun gut, 15 Ausfahrten sind ja wohl eine ziemlich lange Strecke, dachte ich. Aber weit gefehlt.
Zuerst kam Salida 1 – logisch – dann aber schon Salida 3, danach die 6, 7, 9 und plötzlich war’s dann schon Salida 13. Ich war ganz schön verwirrt, und bereits 500 m später mussten wir bei Ausfahrt 15 die Autovia verlassen. Auch Salida 14 gab es nicht.

Unsere ersten „freien“ Fahrversuche auf spanischen Straßen jenseits von Autobahn bzw. Schnellstraße führte uns über eine „via servicio“ – so heißen die Nebenstrecken mehr oder weniger parallel zu den Schnellstraßen – nach La Manga.

Der Ort erstreckt sich kilometerlang auf der Nehrung zwischen dem Mittelmehr und dem Mar Menor. Die Hauptstraße ist eine 4-spurige Straße mit Mittelstreifen.
Die Zufahrten werden durch Ampeln geregelt. Angenehm bei diesen Ampel ist, dass jeweils noch zusätzlich eine kleinere Ampel in ca. 1.50 m Höhe installiert ist.
Da muss man nicht so als erster vor der Ampel den Kopf verdrehen wie bei uns in Deutschland.
Die Ampeln in Spanien haben keine Rot-Gelb-Grünphase. Nach Rot springen sie direkt auf Grün um.

Wie ich schon sagte, zieht sich der Ort mit der Hauptstraße kilometerlang hin, so um die 15 – 20 Kilometer.

Nach ca. 10 km Ortsdurchfahrt hatten wir erst mal genug von dem Ort und wollten wieder umkehren. Aber wie? An jeder Kreuzung stand ein Schild mit einem Linksabbiegeverbot.

Nachdem wir mehrere Kreuzungen weiter immer noch keine Wendemöglichkeit entdeckt hatten, begriff ich endlich die Regelung.

50 bis 100 Meter vor einer Kreuzung verläuft eine schmale Parallelbahn auf die man ausweichen muss, für die eine eigene Ampelanlage installiert ist. Bei Grün für diese Signalanlage darf man dann eben links abbiegen, um in die entsprechende Seitenstraße bzw. auf die Gegenfahrbahn zu gelangen.

Ich meine, es ist eine praktische Einrichtung.

Bei unseren Fahrten durchs Land ist mir immer wieder positiv aufgefallen, dass der Verkehr an fast allen Kreuzungen durch Verteilerkreise geregelt wird. Dadurch gibt es so gut wie keine gefährlichen Straßenkreuzungen auf den Landstraßen.

Eine spezielle Vorfahrtsregelung, wie bei uns die „Rechts-vor-Links-Regelung“ gibt es – soweit meine Erfahrung, nicht. Vorfahrtsberechtigte Straßen sind nicht gesondert ausgeschildert. Dies regelt sich allein durch die Beschilderung der Nebenstraßen, die entsprechend mit dem „Vorfahrt achten“ Schild, wie bei uns, ausgewiesen sind.

Und das klappt.

Damit entfällt die wohl sehr unfallträchtige Regelung: wer von rechts kommt hat Vorfahrt.

Nun zu den einheimischen Autofahrern.

Na ja. Ich hab noch nie so viele „Rotlichtsünder“ gesehen wie dort.
Ist die Straße frei, gibt es kein Halten. Gas geben und weg.

Und mit dem Blinken ist es auch so eine Sache. Die Blinker scheinen nur ein notwendiges Übel zu sein, welches nun mal am Auto installiert ist.

Aber es hat auch positive Erscheinungen gegeben. Ich habe sehr wenig Schnellfahrer (Raser) und Drängler erlebt.

Wie eingangs gesagt, dass sind meine Erfahrungen.

17 Bewertungen, 1 Kommentar

  • StefanieOkelmann

    26.04.2002, 21:17 Uhr von StefanieOkelmann
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich bin nachts durch spanien gefahren, NIEMAND macht dort sein Fernlicht aus, wenn man entgegenkommt...