Erfahrungsbericht von Lachesis
Kinobesucher - manchmal unterhaltsamer als der Film
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
KINOBESUCHER
Ich gehe sehr gern ins Kino und auch ziemlich oft. Jedesmal gibt es dann die interessante Frage, was für einen Sitznachbarn man wohl haben wird. Denn derer gibt es ja viele, und es sind einige dabei, die irgendwo da angesiedelt sind, wo sie einen entweder köstlich amüsieren oder aber schlichtweg zur Verzweiflung bringen.
Die Lachgranate:
Ice Age, 22:20Uhr. An diesem gestrigen Abend habe ich die wohl merkwürdigste Lache erlebt, die ich je gehört habe. Die Person zu meiner rechten war jung, blond, weiblich und trug eine jener dicken schwarzrahmigen Brillen, die jetzt ja modern sind. Schon in der ersten Minute des Films gab sie einen Vorgeschmack auf das, was mich und meine Freundin für den Rest des Filmes begleiten würde. Sie hob langsam und bedrohlich den linken Zeigefinger und deutete auf die Leinwand. Dann öffnete sie den Mund und lachte: "ä-ä-ä" Besser kann ich es nicht ausdrücken. Ich würde es beschreiben als eine Mischung aus einer Ziege und einem Maschinengewehr. Meine Augenbrauen hoben sich und meine Pupillen drängelten sich nach rechts in die Augenwinkel, um der Person einen gewichtigen Seitenblick zuzuwerfen.
Mit Fortschreiten des Films ging es weiter. Immer wieder zuckte der Zeigefinger in Richtung Leinwand und sie knatterte ihr "ä-ä-ä-ä-ä...".
Immer wieder abgewechselt von einem "Och Gott, ist das süüüß...".
"ä-ä-ä-ä-ä..."
Geballten, junges Testosteron:
Vor kurzem gab es ein anderes einschneidendes Erlebnis bei einem Kinobesuch, eines, das nicht selten ist. Resident Evil, 21:00Uhr. Fünf Knäblein im Alter von gut geschätzt 15-16 betraten unter lautem Gegröle den kleinen, relativ leeren Kinosaal. Ich hörte schon das allseits beliebte "Ey Alder!" und warf meinem Kumpel neben mir einen hilfesuchenden Blick zu. Die Gruppe machte es sich in der Reihe hinter uns bequem. Alle eine gegelte Frisur, die gleichen schwarzen Klamotten, Bierflasche in der Hand. Das kann ja heiter werden.
Werbung. Es schien nicht möglich sich einen einzigen altbekannten durchgekauten Werbespot ohne "geistreichen" Kommentar anzusehen. Aber na gut, die Erfahrung sagt, dass derartige Typen meist ihre Klappe halten sobald der Film läuft. Doch nein, diesmal nicht! Besonders die ruhigen Szenen, in denen ja bekanntlich Spannung aufgebaut werden soll, wurden Opfer dämlicher Kommentare. Will da hinten vielleicht jemand seine Angst überspielen?
Und Oh mein Gott! Der Brustansatz von Milla Jovovich! "Woaaah ey!"
Deprimierend ist, dass wann immer wir uns umdrehten und einen bösen Spruch loslassen wollten, aus unerfindlichen Gründen plötzlich Ruhe war. So kam ich dann mit meinem Kumpel wieder einmal entnervt aus einem doch eigentlich recht spannenden Film. *seufz*
Die Schreckhaften:
Meine dritte Kategorie sind ja jene Kinobesucher, die bei jedem überraschenden Effekt sofort aufschreiben und sich an ihre mitgebrachten Partner klammern. Sowas finde ich immer ziemlich niedlich, wenn es nicht zu weit geht. Irgendwie ist es fast schade, wenn man selbst, so wie ich, nicht besonders anfällig ist für all die Effekte und technischen Raffinessen, mit denen die Kinoproduzenten versuchen, den Zuschauern Angst zu machen oder sie zu erschrecken. Wenn allerdings jemand bei einem Film wie "Monster AG" laut aufschreit, wie jene rundliche Frau mit der Dauerwelle neben mir, muss ich mir schon auf die Zunge beißen, um nicht ein lautes "ä-ä-ä-ä-ä" loszulassen. :-)
Ich gehe sehr gern ins Kino und auch ziemlich oft. Jedesmal gibt es dann die interessante Frage, was für einen Sitznachbarn man wohl haben wird. Denn derer gibt es ja viele, und es sind einige dabei, die irgendwo da angesiedelt sind, wo sie einen entweder köstlich amüsieren oder aber schlichtweg zur Verzweiflung bringen.
Die Lachgranate:
Ice Age, 22:20Uhr. An diesem gestrigen Abend habe ich die wohl merkwürdigste Lache erlebt, die ich je gehört habe. Die Person zu meiner rechten war jung, blond, weiblich und trug eine jener dicken schwarzrahmigen Brillen, die jetzt ja modern sind. Schon in der ersten Minute des Films gab sie einen Vorgeschmack auf das, was mich und meine Freundin für den Rest des Filmes begleiten würde. Sie hob langsam und bedrohlich den linken Zeigefinger und deutete auf die Leinwand. Dann öffnete sie den Mund und lachte: "ä-ä-ä" Besser kann ich es nicht ausdrücken. Ich würde es beschreiben als eine Mischung aus einer Ziege und einem Maschinengewehr. Meine Augenbrauen hoben sich und meine Pupillen drängelten sich nach rechts in die Augenwinkel, um der Person einen gewichtigen Seitenblick zuzuwerfen.
Mit Fortschreiten des Films ging es weiter. Immer wieder zuckte der Zeigefinger in Richtung Leinwand und sie knatterte ihr "ä-ä-ä-ä-ä...".
Immer wieder abgewechselt von einem "Och Gott, ist das süüüß...".
"ä-ä-ä-ä-ä..."
Geballten, junges Testosteron:
Vor kurzem gab es ein anderes einschneidendes Erlebnis bei einem Kinobesuch, eines, das nicht selten ist. Resident Evil, 21:00Uhr. Fünf Knäblein im Alter von gut geschätzt 15-16 betraten unter lautem Gegröle den kleinen, relativ leeren Kinosaal. Ich hörte schon das allseits beliebte "Ey Alder!" und warf meinem Kumpel neben mir einen hilfesuchenden Blick zu. Die Gruppe machte es sich in der Reihe hinter uns bequem. Alle eine gegelte Frisur, die gleichen schwarzen Klamotten, Bierflasche in der Hand. Das kann ja heiter werden.
Werbung. Es schien nicht möglich sich einen einzigen altbekannten durchgekauten Werbespot ohne "geistreichen" Kommentar anzusehen. Aber na gut, die Erfahrung sagt, dass derartige Typen meist ihre Klappe halten sobald der Film läuft. Doch nein, diesmal nicht! Besonders die ruhigen Szenen, in denen ja bekanntlich Spannung aufgebaut werden soll, wurden Opfer dämlicher Kommentare. Will da hinten vielleicht jemand seine Angst überspielen?
Und Oh mein Gott! Der Brustansatz von Milla Jovovich! "Woaaah ey!"
Deprimierend ist, dass wann immer wir uns umdrehten und einen bösen Spruch loslassen wollten, aus unerfindlichen Gründen plötzlich Ruhe war. So kam ich dann mit meinem Kumpel wieder einmal entnervt aus einem doch eigentlich recht spannenden Film. *seufz*
Die Schreckhaften:
Meine dritte Kategorie sind ja jene Kinobesucher, die bei jedem überraschenden Effekt sofort aufschreiben und sich an ihre mitgebrachten Partner klammern. Sowas finde ich immer ziemlich niedlich, wenn es nicht zu weit geht. Irgendwie ist es fast schade, wenn man selbst, so wie ich, nicht besonders anfällig ist für all die Effekte und technischen Raffinessen, mit denen die Kinoproduzenten versuchen, den Zuschauern Angst zu machen oder sie zu erschrecken. Wenn allerdings jemand bei einem Film wie "Monster AG" laut aufschreit, wie jene rundliche Frau mit der Dauerwelle neben mir, muss ich mir schon auf die Zunge beißen, um nicht ein lautes "ä-ä-ä-ä-ä" loszulassen. :-)
23 Bewertungen, 3 Kommentare
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07.05.2002, 21:57 Uhr von hotte07
Bewertung: sehr hilfreicheine Gruppe hast Du vergessen, die ich letzten Mittwoch in "Showtime" erlebt habe... nämlich die mit anhaltenden, chronischen, nicht zu übertreffenden Blähungen *uaaaaahhhh*
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02.05.2002, 15:19 Uhr von Knax1
Bewertung: sehr hilfreichSehr schön und treffend beschrieben. Gruß Axel
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28.04.2002, 15:33 Uhr von Alkehol
Bewertung: sehr hilfreichRöfl zu IceAge, kenn ich auch das ä-ä-ä-ä Phänomen




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