Connecticut
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Connecticut gebraucht & neu

Connecticut Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

einsims

Das Schlafzimmer New Yorks

ein Testbericht von 2002-09-01 13:20:43 vom 01.09.2002
Empfehlung: ja
Geschichte in Kurzform:
Der Bundesstaat, dessen Name aus dem indianischen kommt und „Land beiderseits des Flusses“ bedeutet, verdankt seine Besiedlung holländischen Einwanderern. Diese Siedlung wurde 1614 am Connecticut-River angelegt. Im Jahre 1633 wurde von den Holländer ein kleines Fort gebaut, dass an dem Platz der heutigen Hauptstadt Hartfort stand. Im gleichen Jahr kamen auch die ersten Engländer aus Massachusetts und gründeten die Ansiedlung Saybrook. Diese Siedlung schloss sich 1643 mit der 1638 gegründeten Kolonie New Haven zusammen.
Für diese Neuenglandkonförderation konnte sich John Winthorp 1662 vom englischen König Karl II die Charter für Connecticut sichern, die den Einwanderern das Recht sicherte, einen eigenen Gouverneur zu wählen.
1776 erklärte sich Connecticut zu einer unabhängigen Kolonie und billigte 1788 als fünfter Staat die Verfassung der USA.
Heute nennt man Connecticut auch das Schlafzimmer von New York, da viele New Yorker sich Häuser in diesem landschaftlich schönen Bundesstaat gekauft haben und nur noch zum Arbeiten in die Weltmetropole fahren.

Allgemeines:
Connecticut ist der zweitkleinste Staat New England, hat sich aber im Laufe der Zeit zum wichtigsten Industriestaat entwickelt, da sich der Boden nicht gut zum Ackerbau eignet.
Ein bekannter Industriezweig ist die Waffenherstellung, der berühmte 45 Colt wurde hier hergestellt.
Der Beiname von Connecticut lautet „The Constitution State“, den man auf jedem Autonummernschild lesen kann.

Sehenswürdigkeiten:

Vorab eine kleiner Hinweis.
Wer nicht unbedingt in Hotels übernachten möchte, findet in Connecticut die in New England sehr verbreitete „Bed and Breakfast“ Übernachtungsmöglichkeit.
++++++
Bridgeport:

Fährt man von New York aus auf dem Highway 95 an Stamford vorbei, kommt man bald nach Bridgeport. Eigentlich ist diese Stadt kein Anziehungspunkt für Touristen, wäre da nicht der Name Barnum.
Barnum, habe ich schon einmal gehört, denken sich einige Touristen, aber wo.
Der Name gehört in die Welt des Zirkus. Bridgeport ist nämlich der Heimatort von P.T. Barnum, anfänglich ein Schausteller und später Zirkusbesitzer. Von Ihm 1891 gestiftet gibt es in der Stadtmitte ein Museum, in denen dem Besucher auf 3 Etagen die Zirkuswelt nahe gebracht wird.
Zwei Exponate kann ich sehr empfehlen und zwar das Zirkusmodell mit über 3000 handgeschnitzten Miniaturfiguren, sowie Köstume vom kleinsten Mann im Zirkus Barnum, dem 71 cm großen Tom Thumb.

Info:
820 Main Street
Geöffnet: Di-Sa 10:00 bis 16:30; Sonntags ab 12 Uhr.
++++
Essex:

Mit Schienen und Wasser hat die 1645 gegründete Stadt allerhand am Hut. Hier wurde das erste amerikanische Kriegsschiff, die „Oliver Cromwell“ , 1775 vom Stapel gelassen.
Außerdem gibt es in Essex das „Connecticut River Museum“. Hier kann der Besucher einen Nachbau des „ersten“ U-Boots bewundern. Die „The Turtle“ wurde 1775von einem Bewohner Essexs entworfen und gebaut.
Wer sich aber lieber auf Schienen mehr wohlfühlt als auf dem Wasser, kommt hier auch auf seine Kosten. Mit einer alten Dampflokomotive mit verschienen Personenwagen, wobei man hier auch die erste Klasse buchen kann, kann man gemütlich in das „Connecticut River Valley“.
Wer dann doch noch Lust auf Wasser bekommt, hat dann die Möglichkeit, auf eine Dampfschiff umzusteigen.
Bei einem Rundgang in Essex fällt einem sofort der europäische Still auf. Ich hatte eher den Eindruck, in England zusein als in den USA. Auch die vielen „Bed and Breakfast“ Schilder verstärkte diesen Eindruck. Besucht man Essex im Sommer, wird man an die Kieler Woche erinnert. So viele Boote habe ich auch noch nicht an einem Platz gesehen wie hier.

Info:
Connecticut Valley
In diesem Tal fließt der Connecticut River, der längste Fluß in New England. In Middletown gibt es die Touristikinformationszentrale (393 Main Street) für dieses Tal.
Außerdem kann man sich auch in Westbrook auf der Route 95 Informationen bekommen.
++++
Mystik:

Bei Mystic wurde das größte Freilichtmuseum der USA gebaut. Hier wurde eine kleine Hafenstadt aus dem 19. Jahrhundert nachgebaut.
Da Mystic in dieser Zeit ein wichtiger Hafen für Neuengland war, war diese Rekonstruktion des fast 7 ha großen Arials einfacher zu machen, als an einem anderen Ort.
Neben den Hafenanlagen findet man dort ein Kindermuseum, Schiffe, eine Kirche und Betriebe, die Galionsfiguren herstellen.
Besonders ein Besuch der Werft, die Segelboote aus Holz herstellt, ist zu empfehlen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit Mystics ist das Marinelife Aquarium.
Im Freiluftgehege sind Pinguine, Seelöwen und Robben zu sehen, sowie, wie es so in Amerika üblich ist, eine Tiershow mit Delfinen und Walen.
Info:
Marinelife Aquarium – Coogan Boulevard – Geöffnet täglich 9-16:30.
++++
Hartford:
Hartford ist das Handelszentrum und die Hauptstadt von Connecticut. Man sagt, dass diese Stadt die Versicherungshauptstadt der Erde sein soll. Doch nun weg vom Commerz hin zu meiner Besichtigungstour.
Ein Name steht für Hartford, nämlich Mark Twain. 1874 lies der berühmte Schriftsteller ein Landhaus am Rande der Stadt bauen. Heute kann man diese Haus, das wieder hergerichtet wurde, besichtigen. Neben dem „Mark Twain House“ liegt das Haus von Harriet Beecher Stowne. Wer es noch weiß, es ist die Autorin von „Onkel Toms Hütte“.
Nach der Literatur nun zur Geschichte. Das „Old State House“ war das erste Parlamentsgebäude der Vereinigten Staaten. Bei der kostenlosen Besichtigung sieht man im Sitzungssaal des Senat ein Portrait von George Washington.
Das „State Capitol“ bietet für Fotografen mit seiner riesigen Goldkuppel eine sehr gute Motiv.
Ein paar Schritte vom „Old State House“ liegt das „Wadsworth Atheneum“, die älteste öffentliche Gemälde Galerie. Zu sehen sind Bilder unter anderem von Rembrandt und Caravaggio.
++++
New Haven:
Denkt man an New Haven, denkt man an Yale. Die Universität von Yale wird als eine der besten der Vereinigten Staaten gehandelt. Dort wird man nicht von Hochmodernen Gebäuden begrüßt, sondern man erkennt denn Flair des 19. Jahrhunderts. Es gibt extra für Besucher ein Visitor Informations Center, der Führungen anbietet.
Yale bietet außer „dem Lernen“ noch etwas Kultur und Musik. Musik, besonders Musikinstrumente kann man im „Yale Collection of Musical Instruments“ besichtigen. Über 800 Musikinstrumente aus aller Welt werden bei dieser Ausstellung gezeigt. Neben der kostenlosen Besichtigung werden noch Konzerte veranstaltet, passt ja gut zu dem Museum.
Nach dem Museum für die Ohren nun zu dem Museum der Augen. Die „Yale University Art Gallery“ ist die älteste Kunstausstellung, dass zu einer Universität gehört. Spektrum der Ausstellung sind zeitgenössische und klassische Gemälde. Mehr Bilder, aber auch Bücher und Drucke gibt es im „Yale Center for British Art“ zu sehen. Wie der Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt des Museums auf die britische Kunst. Beginnend von der Zeit Elisabeth I bis zum heutigen Tage wird dem Besucher ein Einblick in das britische Kunstschaffen gewährt.
Irgendwann wird einem die viele Kunst doch zu viel. Daher schnell zum „Peabody Museum of Natural History“ in der 170 Whitney Avenue. Keine Gemälde, sondern Dinosaurier sind hier zu Hause. Neben dem 22m hohen Brontosaurier werden auch Meteoriten ausgestellt. Abgerundet wird der Besuch, der wirklich sehr gut für Kinder geeignet ist, mit Exponate der Rubrik Zoologie und Mineralogie.
++++

Weitere Sehenswürdigkeiten werde ich nun hier kurz erwähnen.
Chester:
An der Route 154 gelegen, gibt es hier die Möglichkeit, mit einer Fähre in 5 Minuten den Connecticut River zu überqueren.

Groton:
Diese Stadt liegt an der Mündung des Thames River. Hier gibt es einen U-Boot Hafen der US-Marine. Sehenswert ist das Atom - U-Boot „Nautilus“.

New London:
Liegt am gegenüberliegenden Ufer von Groton liegt New London. New London beherbergt die US Coast Guard Academy . Im integrierten Museum wird man in die Geschichte der Küstenwache eingeführt. Das an der Route 32, Mohegan Avenue, liegende Museum war kostenlos zu besichtigen.
++++
...
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