Holiday Inn Kalifornien Pasadena
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Holiday Inn Kalifornien Pasadena Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Servus1

FUCK YOU, BLOODY BASTARD

ein Testbericht von 2002-10-31 10:06:38 vom 31.10.2002
Empfehlung: nein
FUCK YOU, BLOODY BASTARD



„Fuck you bloody bastard“ war das erste, was ich hörte, als ich mein vermeintliches Hotel in Pasadena, Texas betrat… Ein leicht untersetzter, mexikanisch ausehender älterer Mann hinter der Rezeption schrie einen seiner Angerstellten mit diesen Worten an. Was er verbrochen hatte, wusste ich nicht, aber das war nicht das einzige, was mir noch wiederfahren sollte...


Also von Anfang an...

Ich wurde mal wieder zu einen meiner vielen Texas – Reisen verdonnert und buchte, es war irgendwann in der Weihnachtszeit, den nächstmöglichen Flug. Zwei Tage später sollte es dann losgehen. Um 5.00 Uhr am Flughafen – Boah war das grauenhaft, dachte ich mir. Ich bin doch ein Langschläfer. Also Weckdienst angerufen. Einmal um 3.30 und 3.45 Uhr bestellt. 3 Wecker gestellt (Man könnte neben mir eine Bombe zünden und ich würde es nicht mitkriegen) und das Taxi um 4.15 bestellt, mit dem Hinweis bitte zu klingeln, falls ich doch verschlafen sollte.

Am vermeindlichen Abflugtag wurde ich dann geweckt. Aber nicht vom Weckdienst oder vom Wecker, nö nö, von meiner Frau mit den verschlafenen Worten: „Alex, Du hast verschlafen!“

Wie von einer Tarantel gestochen sprang ich auf. Mein Puls war glaube ich drei Strassen weiter zu hören.. mit meinem zerknautschten Gesicht schaute ich verstört auf den Wecker: „Scheeeei**, 6.48 Uhr“ Ich hab meinen Flieger verpasst...Ich stand auf und ging runter. Schaltete die vorbereitete Kaffeemaschine an und zündete mir eine „Kippe“ an.
„Hmmmm“ nicht schon wieder einen Flug verpasst..mein Chef köpft mich. Das dritte mal in diesem Jahr...
Nachdem ich ja im „Flug verpassen“ Übung hatte und Bagpiper ja nicht blöd ist, hatte er sich vorher schon den nächsten Flug geben lassen. Also bei der Lufthansa angerufen und für knapp 80 Dollar umgebucht. Gegen 9.30 war ich dann endlich in der Luft nach Frankfurt. Was würde noch alles passieren und meine Vorahnung gab mir recht, es sollte noch dicker kommen...In Frankfurt sollte ich nicht mit Lufthansa fliegen, sondern mit American Airlines. Nichts gegen diese Fluglinie, aber aus Sicherheitsgründen und die Vorsichtsmaßnahmen der Amis, wurde ich einem Bodycheck unterzogen. Das läuft folgender Maßen ab:

Vor dem Betreten des Flugzeuges wird man gebeten mitzukommen. Mich begleiteten 2 große, stämmige schwarze und begleiteten mich hinter eine Trennwand. Bis auf die Unterhose dürfte ich mich dann ausziehen und alles wurde gefilzt, aber alles!!! Nicht das ich prüde bin, aber die ganzen Fluggäste hatten diese Aktion mitbekommen und schauten sehr, sehr interessiert mir hinterher. Es war ja schließlich nur eine Trennwand. Nachdem ich dieses überstanden hatte und endlich im Flugzeug nach USA sass, die Blicke allmählich von mir abwichen, landeten wir endlich in Chicago. Mittlerweile war ich schon 14 Stunden auf den Beinen. Nach drei Stunden Aufenthalt und einem weiteren Bodycheck (Ich ziehe sie magisch an) wurde mein Koffer nicht nur durchleuchtet sondern auch vor meinen Augen geöffnet. Das ist ja noch nichts schlimmes. Aber als Scherz und Andecken, legte mir meine Frau div. gebrauchte Socken von Ihr in den Koffer. Wohlgemerkt unverkennbar Frauensocken und Strumpfhosen. Diverse „Liebes-Zettelchen“ waren auch dabei..ein purpurfarbenes Rot stand mir im Gesicht und wollte nicht mehr verschwinden. Die Sicherheitsdame hatte Mühe ihr breites Grinsen unter Kontrolle zu halten und die anderen männlichen Sicherheitsbedienstete schauten mich etwas fassungslos an...Nun gut, auch diese Blamage geht irgendwann vorbei („Meine Frau kann sich was anhören“, dachte ich mir, als ich endlich im Flugzeug nach Houston saß.

Endlich, ich bin da! Nach über 24 Stunden auf den Beinen, schnell ein Taxi und ins Holiday Inn, Pasadena. Pasadena ist wie ein Vorort von Houston. Bis jetzt war ich nur in hotels in Houston, meistens Downtown. Wurde mal Zeit das ich auch was anderes sehe...Diese Überlegung begrub ich schnell für nächste mal, weil keine Taxe sich bereit erklärte mich dorthin zu fahren...

Warum nur? Endlich, der 4 Taxifahrer hatte erbahmen mit mir und fuhr mich nach Pasadena und jetzt verstand ich auch, warum sich die anderen Fahrer weigerten, dorthin zu fahren.
Ortseingang Pasadena: Polizei mit Waffen im Anschlag – 3 gefesselte schwarze am Boden. Zwei Blocks weiter mehrere Polizeistreifen mit Blaulicht. Überall Dreck, alles war Duster. Eine total „abgefuckte“ Gegend mit viel Industrie und Autohändlern und Werkstätten. Fastniemand auf der Strasse.

Aaaaah, ich sehe das leuchtende Schild vom Holiday Inn. Warum ist das Hotel mit Stacheldraht umgeben und so viele Kameras? Fragen über Fragen, denen ich in meinem Müden zustand nicht mehr nachgehen wollte.

Vor dem Hotel angelangt, schaute ich mit etwas um, es lag direkt zwischen Autohändlern an einer Kreuzung. Die Fähnchen der Händler wehten im Wind. Und die Parkplatzbeleuchtung, die eher wie Flakscheinwerfer aussahen blendeten mich.
Das Haus sah ja ganz ansprechend aus – von aussen. Ein bisschen im mediterranen Stil gehalten, geschwungene Fensterbögen. Rießiges Vordach unter das Autos fahren konnten. Als ich den Eingang betreten wollte, öffnete sich die Tür nicht, bis sie mir durch irgendjemanden geöffnet wurde. Ich betrat eine Art Vorraum. Die Tür hinter mir ging zu und ich stand wieder vor einer verschlossenen Glastür. Glastür? Neee, Panzerglas, so dick wie das Glas war. Auf der linken Seite waren Prospektständer und auf der rechten eine ausfahrbare Schublade, daneben eine Klingel. Ich ging dorthin, bis ich aus dem Augenwinkel, hinter mir eine Kamera entdeckte.. Bin ich in Fort Knox oder in einem Hochsicherheitstrakt? So langsam wurde ich nervös....

Ich wendete mich wieder dieser Schublade zu und las ein kleines Schild auf dem stand. Ab 22.00 Uhr - klingeln und Ausweis reinlegen. Als legte ich meinen Ausweis rein und klingelte vorher. Eine einer kurzen Zeit ging endlich die zweite Tür auf. Und ein Mann brüllte „Fuck you bloody bastard“. Ich schluckte und blieb versteinert stehen, aber er meinte nicht mich sondern einen seiner Angestellten, der in einem Nebenraum verschwannt. Ich schaute ihm noch hinterher, obwohl ich an einer dunkelfarbenen Rezeption stand. Meine Reservierungsbestätigung schob ich mit einem freundlichen Gruß und einem aufgesetzten Lächeln rüber. Der Mann starrte mich mit seinen dunklen Kulleraugen an und sagte keinj Wort. Er schaute in seinen Computer und meinte nur: „Wir dachten Sie kommen nicht mehr!“ Nein, nein erwiederte ich, ich hab nur den Flug verpasst...Keine Antwort. Wortlos schob er mir meine Zimmerkarte zu und verschwand im Nebenraum.. Da stand ich dann alleine da und zwar ziemlich baff... Ich schaute mich um und ein „türkisfarbenes Schild mit weisser Schrift (verursacht Augenkrebs, dachte ich) auf dem die Zimmer ausgeschildert waren. Erst jetzt viel mir auf, das auch die Türen und Türstöcke türkis waren.

Oh Alex, dachte ich, was hast Du Dir angetan, was hab ich verbrochen??? Aber es sollte noch besser kommen....Endlich nachdem ich einen langen Gang, der mit einem braunen undefinierbaren Teppich ausgelegt war, mein Zimmer erreichte. Ich liess die Tür hintermir zu fallen und setzte mich erstmal hin. Nichtraucherzimmer – Mist! Groß war das Zimmer auch, das Bad auch. Nicht das modernste, aber gut, damit kann ich leben, wenn das Frühstück passt! Telefon ist da, ruf gleich mal zu Hause an, das ich angekommen bin, die Betonung auf „gut“ verkniff ich mir.

Also Anruf erledigt, jetzt auspacken und eine Rauchen und morgen hast Du noch Zeit für Dich. Wie gesagt, das Bad war groß, auch wenn warmes Wasser nicht funktionierte – kein Problem, Hauptsache Wasser. Ich schaute so im Zimmer rum und sah das Fenster. Ich seh aber nicht, was ich denn jetzt los – Vorhang gibt’s auch keinen????? Verwirrung, Verwirrung kann ich Euch sagen.. Ich ging zum Fenster hin und musste feststellen das dieses überdimensional wirkende Fenster keine Griffe zum Öffnen hat. Bei genauerem Betrachten stellte ich fest, das es sich hierbei auch um Panzerglas handeln musste...Sicherheitstrakt, Gefängis –toll !!!
Jetzt sah ich erst die ca. 3 Meter hohe Stahlwand mit Stacheldraht, die mir den Blick versperrte. Ich versuchte den Abstand vom Fenster zur Mauer zu schätzen und kam auf ca. 50 cm. Kein Wunder das ich nix seh, fluchte ich und sehnte mich innerlich nach einem Hotelzimmer im 30 Stock mit Blick über Houston, so wie ich es gewohnt war, aber, ich konnte es nicht mehr ändern...

Rauchen? Selbstverständlich und jetzt erst recht. Trotzig bin ich nicht – nööö und warf mich auf Bett und zündete mir eine ziggi und nahm den ersten Zug und schloss meine Augen. Als ich meine Augen öffnete sprang ich wieder auf, da mir der Anblick der Feuermelder und Sprinkler nicht gefiel.....
Was machen, was machen und sah die Klimaanlage. Volles Gebläse und reinblasen dachte ich. Gesagt getan und das funktionierte dann auch. War sowieso egal, fand ich, da es hier nach Chemikalien stank bis zum Umfallen

Jetzt war ich so müde, das ich mir dacht, ich häng ein Schild an die Tür „Bitte nicht stören“...gemacht und und versank in den Butterweichen Betten, die mir am nächsten Tag Rückenschmerzen bereiteten.

Ich hab einen Alptraum und wache nicht mehr auf..Meine Augen waren geschlossen und 2 kleine gaggernde (Sex etc.) Mexikanerinnen befanden sich in meinem Zimmer. Die eine mit Staubsauger der bestimmmt 90dB hatte und die andere leerte die Mülleimer aus.. 7.00 Uhr – die haben einen Schatten, ich beschwer mich jetzt!! So schnell wie sie gekommen waren, waren sie auch wieder verschwunden. Nachwartet, soooo nicht, nicht mit mir und stellte mich unter die Dusche. Hatte nur vergessen, dass das Warmwasser nicht geht... Ich war putzmunter und stinke sauer. Ich zog mich an und ging in den Frühstücksraum. Neben einem durch den ganzen Raum schmatzenden Latino war ich der einzige. Und was ich jetz? Diese Frage hatte sich schnell erledigt, das es nur Schokotörtchen gab und Kaffee aus dem Automaten. Super – genial...
Frühstück fällt aus – es langt – es ist genug – ich geh – gesagt getan. 1 Stunde später war ich dann in einer echt urigen Restaurant. Latinos wo man hinsah und bestellte mir was. Net schlecht für so einen Schuppen. Aber drei Nächte halt ich es bestimmt nicht aus, also mein Stamm-Hotel angerufen und umgebucht....


Fazit:


Wollt Ihr mal für 95 USD/Person ein ultra schlechtes, im Service unfreundliches Hotel besuchen, ohne Frühstück zum überteuerten Preis? Dann seit ihr im Holiday Inn, Pasadena genau richtig und eure farblichen Sinne, bezogen auf die Aufmachung des Hotels leiden noch kostenlos dazu. Es war jetzt nicht alles, aber ich denke, allein diese Punkte reichen aus um diesem Hotel eher Minuspunkte, als keinen Punkt zu geben. Deshalb die schlechteste Wertung von mir und ein „FUCK YOU, BLOODY BASTARD“ gibt’s umsonst.

Also bis bald Euer Alex
...
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Informationen zu Holiday Inn Kalifornien Pasadena

 
Allgemeine Informationen Holiday Inn Kalifornien Pasadena
gelistet seit: 27.09.2003
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Allgemeine Informationen
Typ: Hotel 
Kategorie: Unterkunft 
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