Altona
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Platz 106 in der Kategorie "Reiseziele Hamburg". Typ: Stadtviertel / Stadtteil von Hamburg, ehemals selbststänige schleswig-holsteinische Stadt (bis 1937), Sehenswürdigkeiten: u.a. Altonaer Museum, A. ...mehr
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Altona gebraucht & neu

Altona Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Altona - ... ist ´´all to nah´´!

ein Testbericht von 2004-10-20 02:11:00 vom 20.10.2004
Empfehlung: ja
Dreizehn Jahre bin ich im Stadtteil Altona in Hamburg aufgewachsen und ich habe es als interessantes, gemütliches und auch geschichtsträchtiges Stadtteil kennen gelernt.

Das Stadtteil Altona gehört zum Bezirk Altona zu dem auch noch Ottensen und Othmarschen gehören.
Altona selbst setzt sich zusammen aus Altona-Altstadt und Altona-Nord.
Das gesamte Altona erstreckt sich von Westen nach Osten etwa von Blankenese bis an die Grenzen von St. Pauli und von Norden nach Süden von Eimsbüttel bis an die Elbe.

Bis 1937 war dieser heutige Stadtteil Hamburgs eine selbstständige schleswig-holsteinische Stadt. Als dann Groß-Hamburg geschaffen wurde, wurde Altona eingemeindet.
Im frühen 16. Jh. war Altona eine Fischersiedlung welche dem schaumburgischen Grafen von Holstein-Pinneberg gehörte.
Ab 1640 gehörte es den Dänen als Teil von Schleswig-Holstein und 1867 wurde es preußisch.
So gab es im Laufe der Jahrhunderte viele Rivalitäten zwischen Altona und Hamburg und fragt man heute einen Menschen der in Altona geboren und aufgewachsen ist neigt er dazu zu sagen er sei ein Altonaer, kein Hamburger.

Die Herkunft des Namens „Altona“ ist nicht wirklich geklärt. Es gibt allerdings eine Geschichte die folgendes erzählt:
Einst soll es eine Gaststätte gegeben haben welche sich auf Hamburger Terrain direkt vor den Toren der Stadt niedergelassen habe und von den Hamburgern gerne besucht wurde. Da diese Gaststätte (Kneipe) außerhalb der damaligen Stadtmauern kurz vor dem Vergnügungsviertel St. Pauli lag, war sie den Hamburger Ratsherren mehr ein Dorn im Auge - denn in so einer Gegend sollte man sich nicht aufhalten. Sie war schlicht „all to nah“ (Plattdeutsch, sprich: Allzu nah) an Hamburg gelegen.
So oder so ähnlich kann der Name „Altona“ entstanden sein. Allerdings wäre dann der Urbau eine Kneipe gewesen *denk*

In Altona gibt es eine Menge zu sehen und so möchte ich hier einige Sehenswürdigkeiten vorstellen:

Bahnhof
Der Bahnhof Altona ist einer der bekanntesten *Kopfbahnhöfe.
Er ist für den Fernverkehr, zur Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofs, Endstation zahlreicher Zugstrecken aus Richtung Süden und Startpunkt für die Linien nach Schleswig-Holstein.
Auch ist er über die Jahre einer Hamburgs größter S-Bahnhöfe geworden und auch ein Hauptbusbahnhof. U-Bahnen fahren hier keine.
Das alte Empfangsgebäude von 1895 wurde 1975 bis 1979 durch ein Neues ersetzt.
Rund um den Bahnhof findet man eine Menge Einkaufsmöglichkeiten.
Östlich die Neue Große Bergstraße eine riesige Fußgänger-, als auch Einkaufzone.
Nach Westen hin kommt man zur Ottenser Hauptstraße (zu Ottensen gehörig) in der erst vor ein paar Jahren das Einkaufszentrum „Mercado“ gebaut wurde.

Stuhlmannsbrunnen
Vom Bahnhof aus Richtung Rathaus / Elbe, am Platz der Republik (siehe unten) findet man den bronzenen Stuhlmannsbrunnen.
Er zeigt zwei um einen Fisch kämpfenden Zentauren und symbolisiert die vergangene Rivalität zwischen Hamburg und Altona. 1900 wurde er von einem Künstler namens Türpe entworfen und gebaut.

Rathaus / Platz der Republik
Das Altonaer Rathaus ist heute Sitz des Bezirksamtes Altona.
Es entstand in den Jahren 1896 bis 1898.
Um 1844 stand hier der „Dänische Bahnhof“, der Altona-Kieler Eisenbahn, von Gottfried Semper. Dieser wurde dann später umgebaut weil er als Bahnhof nicht mehr benötigt wurde.
An der Rückfront des heutigen Rathauses kann man noch immer die ehemalige Bahnhofsfassade erkennen.

Anstelle der ehemaligen Bahnanlagen findet man heute den parkartig angelegten Platz der Republik.
Gesäumt von der Hauptstraße Max Brauer Allee findet man hier Flanierwege, Zierbeete und Sitzbänke. Mächtige *****Blutbuchen und ******Platanen stehen hier schon seit mehr als zwei Jahrhunderten.
Außerdem findet man hier den Stuhlmannsbrunnen (siehe oben) sowie einen weiteren riesigen Zierbrunnen mit Wasserspiel.
Im Sommer kann man hier gut Schach und Bottcha spielen.
In den 70ger Jahren wurde die Anlage neu bepflanzt und gegen die Straße hin mit einer Hecke geschützt.

Das Giebelrelif des Rathauses ist von Karl Gerbers und Ernst Barlach (siehe zu „Barlach“ auch meinen Bericht „Jenischpark“) entworfen.
Vor dem Rathaus steht ein Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I (1898, G. Eberlein).
Im Park gegenüber findet sich noch die Statue des „Schwarzen Steinbocks“ von dem US-amerikanischen Künstler Sol LeWitt. Es soll erinnern an die vom Nationalsozialismus ermordeten Altonaer Juden.

Altonaer Museum (Norddeutsches Landesmuseum)
Ganz in der Nähe am Platz der Republik in der Museumstrasse 23 findet man das Altonaer Museum.
Schon vor dem Eingang trifft man auf einen Haufen Bojen, Schiffsschrauben und Anker verschiedenster Art die da schon liegen so lange ich denken kann.
Es ist ein Museum für Kulturgeschichte und Landeskunde des norddeutschen Küstengebietes mit Schwerpunkt auf Altona, dem Niederelbegebiet und Schleswig-Holstein.
Der Museumsfundus ist so enorm groß dass nicht alles in der ständigen Ausstellung Platz findet und so werden in regelmäßigen Abständen Sonderausstellungen veranstaltet.
1863 hatte das Museum seinen Sitz in einem Haus an der Palmaille, eingerichtet von einer privaten Museumsgesellschaft.
1901 zog die Sammlung in das heutige, damals extra neu gebaute, Museumsgebäude in der Museumstrasse um.
1888 wurde der gesamte Museumsbesitz der damals noch zu Schleswig-Holstein gehörigen Stadt Altona zugesprochen. Nach der Eingemeindung Altonas gehört er der Hansestadt Hamburg.
Im 2. Weltkrieg 1945 wurde etwa 2/3 des Museumsgebäudes und somit 1/3 der Sammlung zerstört. Nach dem Krieg wurde das Museum durch zwei Neubauten erweitert und wieder aufgebaut.
1980 wütete ein Großbrand in dessen Hallen und es wurden wieder wertvolle Ausstellungsstücke beschädigt und oder ganz zerstört. Aufwendige Modernisierungsarbeiten schufen das heutige Museum zu dessen Besuch ich jedem nur raten kann.
Man findet hier eine ausgesprochen abwechslungsreiche Ausstellung unter anderem von originalen Bauernstuben, verschiedenen Haus- und Mühlenmodellen, Trachtensammlungen, Kulturgegenstände aus dem 17. bis 19. Jh., die Originalausstattung eines Lebensmittelladens (der um 1890 auf der Elbinsel Altenwerder betrieben wurde), eine große Spielzeugsammlung sowie viele Gemälde aus dem 18. Jh. welche die Veränderung der Region zeigen.
Der Geschichte Altonas ist eine eigene sehr anschauliche Abteilung gewidmet.
Dann gibt es noch eine Schifffahrtsabteilung welche Schiffs- und Werftsmodelle zeigt und über das Schiffsbauhandwerk erzählt. Von Handwerken wie Segelmacherein und Reepsschlägerein wird hier berichtet bis hin zur Zeit der Industrialisierung.
Eine große Sammlung nautischer Geräte ist zu finden, sowie originale Fanggeräte des ehemaligen Fischfangs und die Geschichte der deutschen Küsten- und Hochseefischerei wird anschaulich erzählt.
Auch gibt es eine Halle „Schiff und Kunst“ in der eine Sammlung von Galionsfiguren ausgestellt ist. Diese Halle hat mich als Kind besonders begeistert! Halb abgedunkelt, wie ich heute weiß zum Schutz der Erhaltung der Ausstellungsstücke, hat man das Gefühl ein Flüstern zu hören das Geschichten über die Abenteuer der Figuren berichtet. Dies kann allerdings auch eine kindliche Phantasie gewesen sein lol
Auch gibt es einen Hörsaal in dem Kammerkonzerte gehalten werden und regelmäßig interessante Vorträge zu verschiedenen Themen.
Besonders eindrucksvoll ist eine original erhaltene Vierländer ***Kate mitten im Gebäude in der ein rustikales Museumscafe eingerichtet wurde. Es stand ehemalig hinter dem Elbdeich in Kirchwerder-Kraule und wurde 1955 bis 1958 in voller Größe in das Museum überführt.

Das Altonaer Museum verfügt über einige Aussenstellen:
- Das Vierländer Freilichtmuseum Rieckhaus
- Das Jenischhaus im Jenischpark (siehe auch meinen Bericht „Jenischpark“)
- Das Heine-Haus an der Elbchaussee
- Teile des Museumshafens in Övelgönne (siehe auch meinen Bericht „Övelgönne)

Öffnungszeiten des Museums: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr.
Eintrittspreis: 6,- Euro (Normaler Eintrittspreis)

Christianskirche
Westlich des Rathauses steht die evangelische Christianskirche.
1735 bis 1738 wurde sie erbaut und benannt nach dem dänischen König Christian IV (1577 – 1648), welcher zu der Zeit als Altona zu Dänemark gehörte dieses großzügig ausbauen lies.
Es handelt sich bei der Kirche um eine im Stil des Barocks gehaltene Saalkirche.
Im 2. Weltkrieg wurde sie stark beschädigt und von 1946 bis 1952 wieder hergestellt.
Original erhalten sind geblieben das Taufbecken aus dem 13. Jh., der Taufengel von 1547, die Turmfahne mit der Jahreszahl 1718 und die barocke Kanzel.
Das vorhandene Glockenspiel umfasst 42 Glocken welche 1938 in ****Apolda gegossen wurden.

Direkt hinter der Christianskirche beginnt die bekannte Elbchaussee (siehe unten).

Klopstock – Grab
Auf dem 1758 angelegtem Friedhof der Christianskirche findet sich das Familiengrab des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 – 1803) und seiner Ehefrau Meta Klopstock (1728 – 1758), sowie seiner Tochter Johanna Elisabeth (1747 – 1821).
Ein schmiedeeiserner Zaun umschließt das Grabmahl an der der Elbe zugewandeten Seite der Kirche. Darüber steht eine uralte Buche.
Die Beerdigung des Dichters glich seinerzeit einer nationalen Huldigungsfeier. Die sich am Grab befindlichen Grabsteine sind Abgüsse der Originale welche in der Kirche aufbewahrt werden.
Auf Grund dieses Grabes wird die Kirche auch immer wieder fälschlicherweise als „Klopstockkirche“ bezeichnet. Diese Bezeichnung der Kirche hat sich zwar in aller Munde eingeschlichen, ist aber ein Fehler!

Altonaer Balkon
Es handelt sich hier um eine der, sich hier zahlreich aneinanderreihenden, Grünanlagen welche sich südlich des Rathauses über den Elbuferrand erstreckten.
Von hier aus hat man einen sensationellen Blick über die Terminals des Altonaer Hafens, über die Anfänge des Hamburger Hafens nach Osten und westlich auf die Elbe mit der Köhlbrandbrücke und den Harburger Bergen im Hintergrund.
Hier steht eine Bronzeplastik mit Namen „Maritim“ (1966, Gerhard Brandes), sie zeigt drei Fischer mit hochgehaltenen Rudern.
In der Kaistraße nahe dem Park steht eine 4 Meter hohe Holzskulptur. 1989 wurde sie von der kroatischen Bildhauerin Ljubica Matulec gestiftet zur Erinnerung an 400.000 Kroaten die über Hamburg in die Neue Welt ausgewandert sind.

Rainville – Terrasse
Hierbei handelt es sich um eine Aussichtsterrasse hinter der Christianskirche.
Hier steht der Schleswig-Holstein-Brunnen der an die schleswig-holsteinische Vergangenheit Altonas erinnern soll. Er wurde im Gedenken an den schleswig-holsteinischen Dichter M. Fr. Chemnitz und den Komponisten K. G. Bellmann errichtet.
Der hier anschließende „Rainville Garten“ war in der ersten Hälfte des 19.Jh.s ein sehr gefragtes Ausflugsziel.

Palmaille
Eine der berühmtesten Straßen Hamburgs neben der Elbchaussee.
Die Palmaille ist eine kurze Prachtstraße zwischen dem Rathaus und der Breite Straße.
Sie geht auf eine Kegelbahn zurück welche Graf Otto V. von Schaumburg 1638 bis 1639 hier angelegt hat. Bestanden hat die Kegelbahn aus drei je 647m langen überdimensionalen Bahnen die schon nach wenigen Jahrzehnten verfielen und im 18.Jh. zu einer Fahrbahn ausgebaut und mit Linden bepflanzt wurde. Viele der Bäume stehen heute noch dort.
Zwischen 1786 und 1825 bebaute der dänische Architekt Christian Frederik Hansen die entstandene Allee mit prachtvollen Wohnhäusern im kolonialen Stil.
Im 2. Weltkrieg wurde ein großer Teil dieser Häuser zerstört, aber die die heute noch stehen vermitteln einen prachtvollen geschlossenen Eindruck der damaligen Baukunst.

Fischereihafen Altona
Unterhalb der Palmaille liegt der ehemalige Fischereihafen Altonas.
Er ist mit dem Altonaer Bahnhof durch einen 920 Meter langen Eisenbahntunnel verbunden. Im 2. Weltkrieg wurde dieser als Luftschutzbunker genutzt, gedacht war er um Waren von den Schiffen besser zu dem Zügen transportieren zu können.
Heute legen hier keine Fischkutter mehr an. Stattdessen wird der Fisch in Lastkraftwagen angeliefert denn in den Fischereihallen des Hafens finden nach wie vor frühmorgens Fischauktionen statt. Hier decken sich sämtliche Fischrestaurants der Umgebung mit einheimischen Fischsorten ein.
Die Haupteinnahmequelle des Altonaer Hafens liegt heute in dem modernen neu gebauten Terminals für Kreuzfahrtschiffe.

Elbchaussee
Sie ist eine der berühmtesten Straßen Europas.
Sie zieht sich am Elbufer entlang und zwar von der Christianskirche bis hoch nach Blankenese.
Schlossartige Villen, Prachtbauten im kolonistischen Stil sowie Parks aus ehemaligem privatem Besitz säumen sie zu beiden Seiten.
1831 wurde sie von wohlhabenden Hamburger Kaufleuten und Reedern angelegt. Diese hatten ihre Landsitze in den Elbvororten gebaut und brauchten eine gute und schnelle Verbindung zu ihren Kontorhäusern in der Innenstadt.
Heutzutage ist das Verkehrsaufkommen in der Hauptverkehrszeit hier leider enorm groß und der tägliche Stau vorprogrammiert.
Viele der ehemals zu ihren Häusern angelegten Parks bestehen heute noch. Unter anderen
der Donners Park (hier habe ich als Kind immer gerne gespielt und Fahrrad fahren gelernt), Rosengarten, Schröders Elbpark, Hintenburgpark, Hirschpark und Jenischpark um nur einige zu nenne.

Elbuferweg
Sehr gut geeignet für ausgedehnte Spaziergänge an der Elbe.
Der Elbuferweg beginnt an der Palmaille und endet in Wedel-Schulau. Fast die ganze Zeit führt er direkt an der Elbe entlang. Nur ein Teil und zwar 9km bis Blankenese gehören zu Altona, die gesamte Länge bis Schulau / Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft beträgt 15 km.
Also viel Zeit und gute Schuhe mitbringen *lächel*

Helgoland-Gedenkstein
Zwischen der Palmaille und der Großen Elbstraße am Beginn des Elbuferwegs steht der Helgoland-Gedenkstein.
Er wurde hier errichtet für die 1864 in einem Seegefecht vor Helgoland gefallenen Österreicher.

Trinitatskirche
Sie steht an der Ecke Königstraße / Kirchenstraße.
1743 wurde diese Barockkirche von dem Architekten Cai Dose aus einem ersten Bau von 1650 errichtet.
1690 wurde ein Turm hinzugefügt mit zwei welschen Hauben und wunderschönen achteckigen Laternen. Im 2. Weltkrieg ebenfalls fast gänzlich zerstört wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut und bietet heute einen schönen Blickfang am Rande Altonas.

Jüdischer Friedhof
Nördlich der Trinitatskirche auf der anderen Straßenseite liegt ein über 400 Jahre alter israelitischer Friedhof mit vielen tausend jüdischen Gräbern.
Es ist sehr bewegend sowie auch geschichtsträchtig hier einen Spaziergang zu wagen.
Er ist einer der ältesten jüdischen Friedhöfe im Norden Deutschlands.

Neue Flora / Alte Flora
Die Neue Flora befindet sich an der S-Bahn-Station Holstenstraße im Stadtteil Altona-Nord.
Sie ist ein Musicaltheater in einem ganz eigenen futuristischen Baustil mit eckigem Eingang und Industriedesign im Inneren.
Am 29. Juni 1990 eröffnet mit einer Aufführung des Musicals „Phantom der Oper“ von A.L.Webber, spielte dieses bis zum Sommer 2001. In diesen 11 Jahren wurde es von mehr als 7 Millionen Zuschauern besucht.
Ursprünglich sollte das Musical nebenbei in der „Alten Flora“ am Schulterblatt im Schanzenviertel gespielt werden. Die Bewohner dieses sozial schwachen Viertels hatten allerdings Angst dass durch den Aufwand eine Umstrukturierung ihres Lebensraumes stattfinden würde und besetzten kurzerhand die „Alte Flora“ um das Musical zu vermeiden. Das Musical wurde umgelegt in das moderne Gebäude „Neue Flora“ und blieb dort wie schon erwähnt 11 Jahre lang.
Die „Alte Flora“ blieb im gewissen Sinne besetzt und wurde in „Rote Flora“ umgetauft.
Heute dient sie als Zentrum alternativer Stadtteilkultur.

Zeisehalle / Fabrik
Diese beiden Gebäude sind zwei wichtige Kultureinrichtungen in Altona geworden.
Die ehemalige Schiffsschraubenfabrik dient seit 1993 als Zentrum für „audiovisiuelle Medien“, sprich Szenedisco. Ein beliebter Anlaufpunkt vieler Jugendlicher und beliebte Konzerthalle kleinerer, aber bekannter, Bands.

Holländische Reihe 23
Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Sätze verlieren zu der Straße, oder besser zu dem Haus, in der/dem ich in Altona aufgewachsen bin.
Erst vor kurzen habe ich in einer Chronik gelesen in was für einem geschichtsträchtigem Haus ich 13 Jahre lang gewohnt habe und nichts davon gewusst, die Holländische Reihe 23.
Die Nummer 23 ist das so genannte ehemalige „Storchenhaus“.
Es war einst die Nummer 63 und war im Besitz der Familie Pingel die dort einen Milchhandel betrieben. Als das mit Stroh gedeckte Haus abgerissen wurde erbaute man an dessen Stelle ein 4stöckiges Wohnhaus (+ Dachboden).
Im Erdgeschoss befindet sich, auch heute noch, ein Restaurant.
Zur Erinnerung an das Storchenhaus – der Name rührt daher weil auf seinen Zinnen stets eine Storchenfamilie gewohnt hat – setzte man an die Westseite des Hauses ein Relief das ein Storchenpaar zeigt. Mein Zimmerfenster lag genau über dieser Figur und ich habe dem Storch immer den Kopf geputzt wenn meine Mutter am Fensterputzen war *lach*

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*Kopfbahnhof = ein Bahnhof in dem eine Bahnstrecke endet und in dem Züge nur aus einer Richtung ein- und ausfahren können.
Da Bahnhöfe meist als Erstes in einer neuen Stadt gebaut wurden errichtete man vieler Orts Kopfbahnhöfe. Durch das schnelle Anwachsen der Stadt war es später nicht mehr möglich die vorhandenen Strecken wieder abzureißen und an ihrer Stelle einen „Durchgangsbahnhof“ zu bauen.
Man musste sich also „einen Kopf machen“, was bedeutete das die Lok mit der die Bahn eingefahren war abgekoppelt wurde, per Rangiergleis wieder zum Ende (bzw. Anfang) des Zuges gefahren und dort wieder angekoppelt wurde.
Heute haben die meisten Züge beidseitig eine Lok so das dass rangieren entfällt.

**Reepschlägerei = Ein Reep ist in der Seefahrt ein Tau oder eine Trosse. Früher erfolgte die Herstellung eines solchen Taus in einer „Reepschlägerei“ durch verdrillen dünner Seile oder „Reepe“ aus Flachs- oder Hanfmaterial. Da die Seile meist eine erhebliche Länge hatten wurden sie auf bis zu 400m langen Reeperbahnen gefertigt. (Straßen oder extra gebaute Hallen). Hiervon abgeleitet auch der Name der berühmten Hamburger Reeperbahn.

***Kate = Eine Hütte oder ein Haus ohne landwirtschaftlichen Besitz.

****Apolda = Kreisstadt des mittelthüringischen Landkreises Weimarer Land im Städtedreieck Weimar, Jena, Naumburg an dem Fluss Ilm gelegen.

*****Blutbuche = Fagus sylvatica purpurea, so genannt wegen ihrer rötlichen Blätter. Eine Mutation der Rotbuche.
******Plantane = Laubbäume der nördlichen Halbkugel. Sie kommen vorwiegend in den gemäßigten Klimazonen Europas, Asiens und Nordamerikas vor. Platanen werden aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Luftverschmutzung gerne in Städten gepflanzt.

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Viel noch könnte man zu Altona schreiben… von den nahe gelegenen ehemaligen Stadtmauern, von Straßen, Plätzen und Parks und ihren Geschichten.
Kriegern, Engeln und Teufelsfratzen die überall an Hauswänden, in Statuen und Denkmälern zu finden sind und ihre eigene kleine Geschichte haben.
Oder von der „Motte“ eine bekannte Tages-, und Erlebnisstätte und ihr Entstehen.
Von Hünengräbern, dem Kirchspiel bis hin zu Modernisierungen der letzten Jahre.
Aber das würde hier mehr als den Rahmen sprengen!

So hoffe ich auch so einen kleinen Einblick in Altona, Ottensen und Othmarschen gegeben zu haben und danke fürs lesen, bewerten und kommentieren.
Gruß
Asmodina, ehemalige Altonaerin :o)
...
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Informationen zu Altona

Technische Daten und Produkteigenschaften
Stadtteil von Hamburg, ehemals selbststänige schleswig-holsteinische Stadt (bis 1937), Sehenswürdigkeiten: u.a. Altonaer Museum, A. Rathaus, Klopstock-Grab, Christianskirche, Palmaillie, Altonaer Balkon, Helgoland-Gedenkstein, Neue Flora u.v.m.
Allgemeine Informationen Altona
gelistet seit: 12.10.2004
Bewertung durch unsere Mitglieder
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Allgemeine Informationen
Typ: Stadtviertel 
Kategorie: Sehenswürdigkeit 
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