Blankenese
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Platz 133 in der Kategorie "Reiseziele Hamburg". Typ: Stadtviertel / Stadtteil Hamburgs, Treppenviertel am Süllberg, malerisches Stadtviertel an der Elbe. ...mehr
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Blankenese gebraucht & neu

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Blankenese - Trepp auf, Trepp ab...

ein Testbericht von 2004-10-14 12:48:04 vom 14.10.2004
Empfehlung: ja
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erschlossen die Hamburger Blankenese.
Es handelt sich hierbei um ein steiles Gelände am westlichen Ende der Stadt direkt an der Elbe gelegen.
Die reichen Kaufleute bauten oberhalb des Hanges ihre stattlichen Landhäuser nahe dem angrenzenden Wald. Die Fischer, Lotsen und Kapitäne ihre Fischerhäuschen in den Hang, welche heute noch zum Teil original erhalten sind.
So ist Blankenese mit seinen alten Häusern und prächtigen Villen heute der wohl schönste Vorort Hamburgs.
Die meist weiß getünchten, meist mit ***Reet bedeckten Häuser, ziehen sich an den Steilhang gebaut vom Elbufer bis nach oben hin und bieten von unten, oder von der Elbe aus, einen wunderschönen idyllischen Anblick.
Die Häuser sind sehr eng gebaut und nur durch kleine Treppen und schmale Gänge zu erreichen. Aber grade das gibt dem Örtchen an sonnigen Tagen einen fast schon südländischen Charme.

Der Name „Blankenese“ kommt aus dem Plattdeutschen, sprich „blanke Nees“ (= blanke Nase).

Bis 1864 gehörte Blankenese den Dänen, wurde dann 1927 an Altona (einem weiteren heutigen Hamburger Stadtteil) verkauft und 1937 zusammen mit Altona zu Hamburg eingemeindet.

Strandweg / Treppenviertel
Unten am Elbstrand vor Blankenese befindet sich der so genannte „Strandweg“.
Hier finden sich eine Reihe Traditionsgaststätten sowie die Landungsbrücke mit Namen „Blankeneser Bulln“, welche benannt ist nach einem hier gedienten und gebauten flachbödigen Transportschiff, dem „Bulln“. Hier gibt es auch eine Fähranlage mit der man wunderbar einen Ausflug ins **Alte Land wagen kann.
Der Strandweg ist eine beliebte Flaniermeile von der aus man gut, über kleine malerische Gassen und Treppchen, ins Herz von Blankenese gelangt.
Dieses besteht auf Grund seiner Lage und seinem Bau zum größten Teil aus Treppen und nennt sich daher auch „Treppenviertel“. Mit dem Auto kommt hier kaum ein Anwohner bis direkt vor seine Haustür.
Man findet hier unter vielen anderen die Bartmanns Treppe, die Bornhodts Treppe, die Schlagemihls Treppe, die Schnudts Treppe, die Kröger-, Lesemann-, Möller-, Broers-, und die Östmanns Treppe.
Woher kommen all die Namen? Das ist einfach zu erklären: Aufgrund der Vielzahl der Treppen, welche meist zu den Häusern direkt oder von einem Gässchen zum anderen führen, gab man ihnen einfach die Namen der Besitzer der Häuser.
Die bekannteste und auch längste Treppe ist die Strandtreppe, welche von der Blankeneser Hauptstraße bis hinunter zum Elbstrand führt.
Es soll im Treppenviertel 4864 amtlich gezählte Stufen geben :o)
Einmal verlaufen ist hier nebenbei Pflicht! Hat man sich einmal verlaufen, hält man sich am besten immer treppab und gelangt so automatisch wieder an den Elbstrand.

Parks / Leuchtturm
Oberhalb des Viertels befinden sich eine Reihe Parks. Sie sind einstiger Privatbesitz wohlhabender Patrizier welche heute der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Da ist zum Beispiel der Hirschpark mit Wildgehegen sowie riesigen alten Rhododendronhecken, der Baurs Park (in ihm findet man auch einen modernen Leuchtturm), der Hessepark, der Sven – Simon - Park und der Großler Park.
Inmitten der Parks finden sich immer wieder einstige Herrenhäuser von denen die meisten aber heute kommerziell oder als Behördensitz genutzt werden.
Bekannte Adressen sind hier z.B. die Landhäuser Elbchaussee 547 oder Blankeneser Landstraße 34, als auch das große Herrenhaus – ein klassizistischer Prachtbau – im Gossler Park. All diese Häuser stammen aus Entwürfen des dänischen Architekten Christian Frederik Hansen.

Puppenmuseum
Im Sven – Simon – Park, Grotiusweg 79, im Landhaus Michaelsen befindet sich ein Puppenmuseum.
Das Haus selber ist ein Beispiel für die moderne Architektur von Blankenese.
1923 bis 1925 im Stil der Neuen Sachlichkeit (Bauhaus) geplant, wurde es nach Entwürfen von K. Schneider errichtet. Im Treppenhaus findet man eine Baudokumentation.

Das Puppenmuseum Falkenstein wird von Elke Dröscher geleitet.
Mehr als 300 alte und neue Puppen und 60 Puppenstuben, zeitgenössische Kinderbildnisse, *Daguerrotypien, Kupferstiche, Bilderbögen, alte Kinderbücher und vieles mehr kann man hier bestaunen und einen kulturgeschichtlichen Einblick in die letzten zwei Jahrhunderte dieses Themas bekommen.
Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr.
Der Eintritt ist meines Wissens kostenlos.
Dem Museum ist auch eine Galerie angeschlossen in der immer wieder wechselte Ausstellungen zu sehen sind.

Süllberg / Süllbergterrassen
Blankenese ist auf den Ausläufern des Süllbergs gebaut. Insgesamt sind es 75 Meter Höhe welche sich der Süllberg über das Elbufer zieht.
1050 und 1258 wurden zur Sicherung des Berges Burgen erbaut, die aber je nur wenige Jahre standen und dann wieder abgetragen wurden.
Bis 1837 blieb der Berg dann unbewohnt bis ein vorrausschauender Gastronom hier erst eine Milchwirtschaft und dann eine Gaststätte errichtete. Aus dieser entwickelte sich über die Jahre ein großes Etablissement mit Festsaal und großem Garten. Die Süllbergterrassen.
Diese sind weit über die Grenzen Hamburgs bekannt und befanden sich noch bis 1990 in Familienbesitz und das seit über 150 Jahren. Stets hatte man darauf geachtet in den Süllbergterrassen alles im ursprünglichen Stil zu lassen und sich bei Renovierungen an alte Vorlagen zu halten. Nach seinem Verkauf 1990 sollten die Terrassen erst abgerissen und durch gewinnbringendere Immobilien zu ersetzten werden, bis sich der Sternekoch Karlheinz Hauser (ehemaliger Koch im Hotel Adlon) entschloss sie als Gourmetrestaurant weiter zu führen. Heute sind sie sowohl Hotel, Restaurant, Bistro als auch Ballsaal.
An den Süllbergterrassen befindet sich seit 1887 auch ein 20m hoher, runder Aussichtsturm von dem mal aus einen atemberaubenden Blick über die unbewohnten Elbinseln Schweinesand und Neßsand bis hinüber zum **Alten Land hat.
Zusammen mit dem Turm soll das Gebäude im ganzen den Anblick einer Burg wiedergeben.
Das Restaurant ist täglich ab 18 Uhr geöffnet, das Bistro und die Terrassen 11:30 bis 23 Uhr, Samstag und Sonntag ab 8 Uhr.

Bergziegentour
Vom S – Bahnhof Blankenese aus fahren kleine wendige Busse durch Blankenese und das schon seit 1959. Diese Busse der Linie 48 werden „Bergziegen“ genannt weil sie die bis zu 15 %ige Steigung des Süllberges locker bewältigen. Man fährt mit ihnen einmal rund durch Blankenese (inkl. der befahrbaren Straßen des Treppenviertels). Man sollte sich diese Fahrt wirklich gönnen!

Weitere Highlights in Blankenese sind der Römische Garten im Elbhohenweg und der Bismarkstein, ein 88m hoher Aussichtsberg mit weitem Blick nach Westen.

Erreichbarkeit
Blankenese ist am besten mit der S – Bahn von Altona Bhf. oder Hauptbahnhof mit der Linie S1 oder S11 zu erreichen.

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*Daguerrotypien = Die ältesten fotografischen Objekte welche, zum jeweiligen Thema, vorhanden sind.

**Altes Land bei Hamburg = 30km langer und bis zu 7km breiter Marschgürtel. Vorrangiges Kirsch-, und Apfelanbaugebiet. Wunderschönes und beliebtes Erholungsgebiet vieler Hamburger mit malerischen alten Bauernhäusern.

***Reet = bezeichnet das an Ufern oder auf sumpfigem Gelände wachsende Fahnenschilf. Im getrockneten Zustand wird es zur Dacheindeckung verwendet.

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Ich wünsche viel Spaß beim erkunden und sage danke fürs lesen, bewerten und kommentieren.
Gruß
Asmodina
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Informationen zu Blankenese

Technische Daten und Produkteigenschaften
Stadtteil Hamburgs, Treppenviertel am Süllberg, malerisches Stadtviertel an der Elbe.
Allgemeine Informationen Blankenese
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Allgemeine Informationen
Typ: Stadtviertel 
Kategorie: Information 
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